das letzte bier aus dem kühlschrank geholt. ich muß wieder schreiben lernen,

die letzte waffe ist meine schreibmaschine. sätze geistern mir durch den kopf, wie "das ende einer problematischen, aber doch gefestigten beziehung". das ist aus dem merkheft von 2001 als hinweis auf ein buch von uve schmidt mit dem titel "ende einer ehe".

 

ich ertappe mich dabei, in solchen sätzen zu denken, sie auf mich zu beziehen. "angst und schrecken in las vegas" oder "die angst des tormanns vor dem elfmeter".

ich bin unfähig, unfähig zu schreiben. ich weiß nicht wo anfangen. ich würde mir gern einen antrinken und besoffen schreiben, damit endlich einmal alles raus könnte. ich möchte mich einfach auskotzen, einfach zu viel unverdaut in meiner seele.

 

besoffen an der schreibmaschine sitzen und buchstaben rülpsen und hoffen, dass das doch einen sinn gibt. ich möchte nächtelang an der schreibmaschine sitzen.

also nochmal von vorne anfangen. das bier ist ausgetrunken, aber das schreiben habe ich noch immer nicht gelernt und doch, der rhythm and blues spendet ein bißchen trost. musik ist die letzte zufluchtsstätte.

 

im anderen zimmer treibt sie es mit ihrem neuen macker und mir bleibt nur  die schreibmaschine für meine wut, für meine verzweiflung, für meine hoffnung und liebe.

 

für meine angst und gleichgültigkeit.