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* 20. März 1958 in Ulm/Donau
Ausstellungsmacher
Buchautor
Filmbetreuer
freier regenerativer Auftragsvermittler
freier Fremdenführer
Journalist
Kreisrat
Moderator
Pressearbeiter
Pressesprecher
Redakteur
Regenerativer Reiseführer
Stromproduzent
Texter
Veranstalter
Vortragsredner
Wasserkraftwerks-Inhaber
Zuhörer
Seit 2000 Inhaber des Kleinwasserkraftwerks Rotismühle
(Leutkirch, Kreis Ravensburg, Allgäu-Oberschwaben).
Seit 2000 Pressesprecher im Vorstand der
„Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK.
(Am 7. Mai 2016 als Vorstandsmitglied wieder gewählt.)
Seit 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros
rio’s
regenerativ informations- und organisations-service.
Seit Anfang Dezember 2015 Mitglied der „ökologisch demokratischen partei ödp“.
Seit Frühsommer 2014 Mitglied der ödp-Fraktion im Kreistag von Ravensburg (bis 2015 parteilos).
Seit 2003 verheiratet mit Christine Abele-Aicher;
ein Sohn seit 1992.
Aicher lebt in Rotis, Gemeinde Leutkirch, Kreis Ravensburg im oberschwäbischen Allgäu (Baden-Württemberg) – direkt an der Grenze zu Bayern in Deutschland/Europa.
1987-1989 veröffentlichte Julian Aicher drei Bücher über Rock-Szenen im Raum Oberschwaben (Gesamt-Seitenzahl: 1004).
Julian Aicher arbeitete 1969 bis 2014 an drei Fernsehfilmen (BR, SWR und ZDF) mit.
Aichers Büro rio’s liefert seit 2002 öffentlich zugängliche Informationen über Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz.
Vom Pressetext bis zur Infotafel,
vom Faltblatt bis zum Vortrag,
vom Fest bis zur Beteiligung an Fernsehbeiträgen.
Von A wie „Augsburger Allgemeine“ bis Z wie ZDF.
rio’s-Ausstellungen erreichten bisher über 100.000 Interessierte.
rio’s weitere Informationen waren 2010 über zwei Millionen Personen öffentlich zugänglich.
2011 ließen sich von rio’s mit verbreitete Informationen von über 4 Millionen Leuten über Radio, Presse und Fernsehen wahrnehmen.
Insgesamt sprachen die Informationen, die rio’s seit 2002 veröffentlichte, bis einschließlich 2017 gut 20 Millionen Personen an.
Darunter über 5 Millionen seit 2013.
Im Januar 2016 kandidiert Julian Aicher für die ödp
im Wahlkreis 68 Wangen/Illertal zur Landtagswahl
Baden-Württemberg am 13. Marz 2016.
Aicher ist dabei in einem You-TubeFilm zu sehen:
Seit 2000 Inhaber des Kleinwasserkraftwerks Rotismühle
(Leutkirch, Kreis Ravensburg, oberschwäbisches Allgäu).
Seit 2000 Pressesprecher im Vorstand der
„Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK.
Seit 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros
rio’s
regenerativ informations- und organisations-service.
Seit 2003 verheiratet mit Christine Abele-Aicher.
Ein Sohn seit 1992.
Seit 2014 Mitglied des Kreistags von Ravensburg
in der ödp-Fraktion (Ökologisch Demokratische Partei)
seit Dezember 2015 Mitglied der ödp. Arbeit im "Ausschuss für Umwelt und Technik" (AUT).
Julian
Aicher lebt in Rotis, Gemeinde Leutkirch, Kreis Ravensburg im oberschwäbischen
Allgäu
1987-1989 veröffentlichte Julian Aicher drei Bücher über Rock-Szenen im Raum
Oberschwaben (Gesamt-Seitenzahl: 1004).
Julian Aicher arbeitete 1969 bis 2009 an drei Fernsehfilmen (SWR und ZDF) mit.
Aichers Büro rio’s liefert seit 2002 öffentlich zugängliche Informationen über
Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz.
Vom Pressetext bis zur Infotafel,
vom Faltblatt bis zum Vortrag,
vom Fest bis zur Beteiligung an Fernsehbeiträgen.
Von A wie „Augsburger Allgemeine“ bis Z wie ZDF.
rio’s-Ausstellungen erreichten bisher über 100.000 Interessierte.
rio’s weitere Informationen waren 2010 über zwei Millionen Personen öffentlich
zugänglich.
2011 ließen sich von rio’s mit verbreitete Informationen von über 4 Millionen
Leuten über Radio, Presse und Fernsehen wahrnehmen.
Seit seiner Gründung 2002 sprach das Büro rio's insgesamt rund 20 Millionen
Personen öffentlich an.
Darunter über 5 Millionen seit 2010.
Diese Portrait-Rubrik bietet im Folgenden vier Bestandteile:
1. Pressetext über Julian Aicher
2. Ein Leben in neun-einhalb Minuten?
Kurze Werkübersicht zu Julian Aichers Arbeits-Lebenslauf
3. Lebenslauf-bezogene (Werk-)Chronik entlang von Jahreszahlen
4. den Text: Millionen ansprechen
Julian Aichers 2002 gegründetes Büro „ rio’s – regenerativ informations- und organisations-service“
www.rio-s.de
1. Pressetext zu Julian Aicher
Julian Aicher, geboren 1958 in Ulm, seit 1972 in Rotis bei Leutkirch im oberschwäbischen Allgäu aufgewachsen. Seit 2000 Inhaber des Kleinwasserkraftwerks Rotismühle und Pressesprecher im Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ Seit 2002 Gründer und Inhaber des Büro rio’s (regenerativ informations- und organisations-service). Mitglied des Kreistags von Ravensburg.
Nach Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Politikwissenschaft in Tübingen 1980-1982 veröffentlichte Aicher 1987 bis 1989 drei Bücher über Rockszenen im Raum Oberschwaben. Gesamt-Seitenzahl: 1.004. In den 1990er Jahren tätig als wöchentlich veröffentlichender „Deutschlands freiester Journalist“ und Betreiber der Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO). Seit 1994 befasst sich Julian Aicher intensiver mit Erneuerbaren Energien. Artikel-Serien, Seminare Veröffentlichungen. Dabei Kontakte zu Franz Alt, Hermann Scheer und Ernst Ulrich von Weizsäcker. Seit 2000 Eigentümer des Wasserkraftwerks Rotismühle, dient Aicher seit dem selben Jahr im Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK) als deren Pressesprecher.
Seit 1991, als Julian Aicher intensiver das Wasssertriebwerk Rotismühle betreute, erzeugte dieses (bis einschließlich 2017) rund 500.000 Kilowattstunden Strom. Reichlich Sanierungsarbeiten seit 1994 – verstärkt ab 2010.
Julian Aichers 2002 gegründetes Büro rio’s erarbeitet Ausstellungen, Informationstafeln, Pressetexte, organisiert Seminare, Feste Filme und Informationskampagnen. Die von rio’s 2009 der Diözese Rottenburg-Stuttgart gelieferte Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ konnten bis 2011 rund 100.000 Leute sehen – darunter beim Evangelischen Kirchentag und bei der Landesgartenschau Nagold. rio’s-Außen-Info-Tafeln zeigen sich Hunderttausenden. Von 2002 bis 2015 sprach rio’s über seine Öfentlichkeitsarbeit rund zwanzig Millionen Leute an. Ernst Ulrich von Weizsäcker empfahl Julian Aicher Seminarveranstaltern als Fachreferent für Wasserkraft.
2. E i n L e b e n i n n e u n – e i n h a l b M i n u t e n?
Kurze Werkübersicht zu Julian Aichers Arbeits-Lebenslauf
Julian Aicher, geboren am 20. März 1958 in Ulm. Seit Sommer 1972 in der Rotismühle Leutkirch, Kreis Ravensburg, Baden-Württemberg (an der Grenze zu Bayern) im oberschwäbischen Allgäu aufgewachsen. Eltern: Inge Aicher-Scholl (1917-1998) und Otl Aicher (1922-1991). Bis 1972 acht Jahre Waldorfschule Ulm, ab 1972 vier Wochen Gymnasium Leutkirch, drei Jahre Realschule Leutkirch, drei Jahre Gymnasium Leutkirch: Abitur 1978. Bis 1978 Veröffentlichungen in der Leutkircher Schülerzeitung „Radieschen im Untergrund“. Klassensprecher. 1978 bis 1980 Zivildienst am Kreiskrankenhaus Sigmaringen. Dort nach 1980 drei Monate tätig im Bereich der Krankenpflegehilfe. In Sigmaringen 1979 Mit-Gründung der örtlichen Jugendzeitung „Wanze“. 1980 bis 1982 Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. Seit 1980 aktiv in der Studentenvertretung „Fachschaft“ am Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften (LUI). Dort Mitgründung der Zeitschrift „jüngstes gerücht“. Gelegentliche Zeitungsveröffentlichungen über den LUI-Artikel-Versandt „Haspel-Press“. 1982 Hospitanz beim „Schwäbischen Tagbatt“ Tübingen; anschließend gelegentlich freie journalistische Mitarbeit unter anderem bei der „Rottenburger Post“ und dem „Schwarzwälder Boten“ Rottenburg. 1983 beteiligt an der „Arbeitsgruppe Herbstblätter“ über Presseveröffentlichungen zu Friedensdemonstrationen am LUI Tübingen. 1985 Mitgründung des „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ in Ravensburg. 1987 bis 1989 Veröffentlichung von drei Büchern über Rockszenen im Raum Oberschwaben – Gesamt-Seitenzahl 1004. (Darunter ein 244-seitiger Titel in Zusammenarbeit mit Ulrich Eder.) 1988/1989 Mitarbeit am Buch „Kultur im Ländlichen Raum“ – herausgegeben von Professorin Dr. Christel Köhle-Hezinger bei der „Tübinger Vereinigung für Volkskunde“ (TVV) im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.
Seit 1990 Mitarbeit im Pressebüro Flach, Juricz, Rommel, Schultes in Ravensburg. Ab 1990 dort auch eigene Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO) – mit bis zu 67 Auftrittsvermittlungen pro Jahr für (Rock-)Gruppen von Hamburg bis München. Ab 1990 ‚feste freie’ Mitarbeit beim „Wochenblatt“ Ravensburg; gelegentliche Berichte in anderen Blättern wie den „Badischen Neuesten Nachrichten“, der „Südwest Presse“, der „Stuttgarter Zeitung“, den „Stuttgarter Nachrichten“, dem „Reutlinger General-Anzeiger“ oder der „Sonntag aktuell“. 1994 wieder Hauptwohnsitz Rotismühle (nach eigenen Umbauten dort). Schon seit 1971: Immer wieder an (Bau-)Arbeiten in der Rotismühle beteiligt („Ferienarbeit“).
1994 bis 1996 „SZene-Regional“-(Halb-)Seite in der „Schwäbischen Zeitung“ Ravensburg. 1995 bis 1997 Redakteur beim städtischen Kulturmagazin „Stadtlandfluss“ Ravensburg. 1995 Betreuung der Sanierung der Wasserkraftanlage Rotismühle auf Kundinnenseite (Familie Aicher). 1995 bis 2005 Saalwirt „Rotisserie“ Leutkirch-Rotismühle. 1995 bis 2003 (Rock-)Konzerte, Vortragsveranstaltungen und Seminare (vor allem über Erneuerbare Energien) in der „Rotisserie“ Rotis. 1998 Gründung des eigenen, gedruckten „Informationsdienst regenerativ regional reg reg“. 1998 Mit-Pflege seiner damals sterbenden Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998) in Rotis. Ab etwa 1997 ehrenamtliche Beteiligung an der ‚Arbeitsgruppe 6 Energie’ für die „Leitbildstudie“ im Auftrag von Landrat Dr. Hermann Haisch (Kreis Unterallgäu/Bayern). Federführende Mitarbeit an der Ausstellung „Ewige Kraft der Sonne“ bei der Landesgartenschau Memmingen 2000 (zusammen mit Energieberater Friedrich Schmid, Memmingen). Seit 2000 Alleineigentümer Wasserkraftanlage Rotismühle. Ab 2000 Vorstandsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK). Ab 2000 Pressesprecher des Vorstands der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK). 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros „regenerativ informations- und organisations-service“ rio’s in Leutkirch-Rotismühle: www.rio-s.de
2002 rio’s Wanderausstellung „Wasserkräftig weiter“. 2002 bis 2012 immer wieder Öffentlichkeits-Arbeit für die „Energie-Versorgung-Obersdorf“ (EVO) im bayerischen Landkreis Oberallgäu – dort vor allem für Wasserkraft. Dabei unter anderem Vermittlung eines ZDF-Besuchs in „Deutschlands südlichster Gemeinde“. Informations-Arbeit für das Wasserkraftwerk „Faltenbach“ neu in Obersrtdorf /genehmigt 2009). 2004 rio’s-Dauerausstellung „MuM – Maschinen unterm Münster“ (im Donaukraftwerk Obermarchtal-Afredstal/Alb-Donau-Kreis/Baden-Württemberg – südwestlich von Ulm) www.mum-wasserkraft.de
Ab 2005 „Solarmoderator“ für die „Solarstiftung Ulm“ (unter anderem „Solardorf Ulm-Ermingen 2007). 2006 „RegenerativRegion Illerwinkel“ mit 23 Außen-Info-Tafeln, 20.000 Faltblättern und Internetseite www.regenerativ-region-illerwinkel.de (Lautrach, Legau, Illerbeuren-Kronburg im bayerischen Landkreis Unterallgäu). Ab 2005/2006 mehrere Fremdenverkehrs-Konzepte – darunter „Regenerativ am Donauufer“ (RaD) – weitgehend entlang des „Donau-Rad-Wanderwegs“ (zwischen Riedlingen, Landkreis Biberach und Ehingen, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg). Seit 2007 aktiver als (Dach-)Vermittler tätig für verschiedene Solarfirmen. 2009 Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ für die Diözese Rottenburg-Stuttgart: www.energie-vom-himmel.net.
2010 gedruckte DIN-A-4-Hefte „Südwest Sonnig“ und „Bayern besonnen“ - verteilt in Landtagen München, Stuttgart und auch sonst. 2012 DIN-A-4-Druckschrift und Internetseite „Strom für Millionen. Potenziale preiswerten Wasserkraftausbaus in Süddeutschland“ (mit Interview Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ursula Sladek und Bischof Dr. Gebhard Fürst): www.strom-fuer-millionen.de Seit 1995 Vorträge über Erneuerbare Energien – Schwerpunkt: Wasserkraft; 2010 von Ernst Ulrich von Weizsäcker unter anderem an die Universität Marburg als Fachreferent zur Wasserkraft empfohlen. Ab 2006 Herausgabe mehrerer Postkarten-formatiger Faltblätter – darunter 2014 „Biogas kann’s“ im Auftrag des „Fachverbands Biogas“ Landessektion Baden-Württemberg. Seit 2006 gelegentliche „Regenerativ-Radel-Routen“ – vor allem durch den „Illerwinkel“. 2007/2008/2009 Konzeption und Pressearbeit für das „ulmer festungs fest“ (uff). (An der Renovierung des „Fort Oberer Kuhberg“, Ulm, hatte Julian Aicher schon vor 1972 ehrenamtlich mitgeschafft.) 2012 Unterstützung für Christine Abele-Aicher bei deren Buchherausgabe „Die sanfte Gewalt. Erinnerungen an Inge Aicher-Scholl“: www.ingeaicherscholl.de
Die beiden halten seither gelegentlich Vorträge dazu.
2014 Wahl in den Kreistag von Ravensburg (Baden-Württemberg). 2014 Mitarbeit am „Bayerischen-Fernsehen“-Film „Regenerative Energien im Illerwinkel“ (als bisher letztem von vier Filmen für ‚öffentlich-rechtliche’ Sender, bei denen Julian Aicher seit 1970 mitgewirkt hatte – darunter Peter Schuberts ZDF-Serie „Familie Mack verändert sich“). 2014/2016 Konzeption und Mitarbeit an einem You-Tube-Kurzfilm über Wasserkraft (veröffentlicht Ende August 2016 in YouTube unter „RaD Regenerativ am Donauufer“). 2010 bis 2017 Sanierung Wasserkraftanlage Rotismühle – vor allem Stauwehr und Stau-Ufer samt Umfließungsbach für Wassertiere; mit Unterstützung vieler helfender Hände und gut 500 Stunden Eigenleistung. Örtlich Angelberechtigte lobten im Sommer 2015 die ‚ökologische’ „Aufwertung“ des Gewässers. 2015 mehrere Führungen durch die ehemalige Rotismühle – Energie und Gestaltung.
September 2015: Der „Stern“ berichtet über den marokkanischen
(„Energie-sparenden“) Lehm-Kochtopf „tajine“. Dafür hat sich Julian Aicher einige Jahre bei der „Stern“-Redaktion stark gemacht. Das Büro rio’s spricht so Millionen an. Denn mit der „Stern“-Veröffentlichung steigt die Zahl derjenigen Personen, für das Büro rio’s seit 2002 insgesamt über Ausstellungen, Diskussionsbeiträge, Fernsehberichte, Feste, Führungen, Faltblätter, Filme Informationstafeln, Internet-Auftritte, Radios, Vorträge und Zeitungen Informationen ermöglichte, auf gut 20 Millionen Leute.
2016 zweite Sanierung Uferdamm Rotismühle (www.rotismuehle-aktuell.de E n e r g i e ) unter anderem mit viel Handarbeit für eine Palisade aus 120 rund 3 Meter langen und 15-20 cm starken Stämmen. Und mit amtlich-schriftlicher Genehmigung. 2016 Zwei Gerichtsverfahren zur Wasserkraftanlage Rotismühle (mit einer ‚gütlichen Einigung’ auf Vorschlag Julian Aichers und einer Verfahrens-Einstellung.) 2016 Redaktion von drei Ausgaben der „MitgliederMitteilung“ der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK) mit insgesamt 52 Seiten. 2016 Redaktionsarbeit für eine Filmreihe der „Ökologische Demokratischen Partei „ (ödp) – in You-Tube zu finden unter „ödp Kreis Ravensburg“ mit Vorträgen über Erneuerbare Energien in der Region.
1992 Geburt des Sohns Jens Olver Gutsfeld. 20. März 2003 standesamtliche und 16. Juli 2005 kirchliche Heirat mit Christine Abele-Aicher. Beide bewirkten als mitarbeitende Bauherrschaft 2004/2005 ein Niedrigenergiehaus in Leutkirch-Rotismühle (in bereits bestandenem Scheunen-ähnlichen Gebäude). 2001 bis 2010 fuhr Julian Aicher zu seiner Kundschaft unter anderem in einem umgerüsteten VW-Golf-III zu etwa 95% mit rein kaltgepresstem Pflanzenöl im Tank – geliefert meist von schwäbischen Bauern. Seit 2010 nutzte Julian Aicher vergleichweise häufig Fahrräder.
3. E i n (W e r k ) b e r i c h t
e n t l a n g v o n J a h r e s z a h l e n
1958
20. März: * in Ulm
Mutter: Inge Aicher-Scholl (1917-1998),
1946 bis 1974 Gründungs-Leiterin der „vh ulm“, der Ulmer Volkshochschule. 1952 veröffentlichte sie das Buch „Die Weiße Rose“.
Vater: Otl Aicher (1922-1991)
- damals Lehrender an der „Hochschule für Gestaltung“ (HfG)
Ulm, seit 1968 (?) „Gestaltungsbeauftragter“ der Olympischen Sommerpiele München 1972, prägender Entwickler der Schrift-Tipe „Rotis“ (1988) und Verfasser mehrerer Bücher („gehen in der wüste“, „innenseiten des kriegs“).
1958-1972
Julian Aicher wächst in einem der Lehrenden-Wohnhäuser der „Hochschule für Gestaltung“ (HfG) Ulm auf.
Mit gelegentlichem (Über-)Blick über die Donau, Oberschwaben bis zu den Fön-sichtbaren Alpen und keine zehn Fußminuten entfernt vom „Fort Oberer Kuhberg“ (erbaut 1848-1857), dem späteren „Schutzhaftlager Oberer Kuhberg“ (1933-1935) im Nazi-KZ-System.
1964*
Waldorfschule Ulm
Ein dort viel geöffnetes Lesebuch trägt den Titel:
„Der Sonne Licht“.
1969
Mitarbeit (Rolle als Sohn des Hauptdarstellers) in der ZDF-Serie
„Familie Mack verändert sich“
(Regie: Peter Schubert)
mit Wolfgang Preis, Ilona Grübel, Margot Troger
Nach einigen Folgen spricht der damalige Bundesjustizminister (und spätere Bundespräsident) Gustav Heinemann über damalige Justizreformen in Deutschland;
seit 1970
freiwillig-unbezahlte Mitarbeit an der Renovation des „Forts Oberer Kuhberg“ (erbaut 1848-1857), ab 1970 ehrenamtlich erhalten hauptsächlich durch Dr. Ottmnar Schäuffelen und Hermann Schnitzer – Samstagnachmittag für Samstagnachmittag:
Bäume fällen, Schutt abräumen, Eisen-Tore entrosten ...
Denkmalschutz handfest.
1970*
Erster (Schüler-)Zeitungsartikel
über das „Fort Oberer Kuhberg“
(Zum gleichen Thema liefert Aicher im Heft 2008/ 1 der „Schwäbischen Heimat“ die Titelgeschichte.)
seit 1971:
Immer wieder Führungen durch das Fort Oberer Kuhberg
E r f a h r e n e r n e u e r b a r
1972
Umzug von Ulm nach Rotis, Gemeinde „Große Kreisstadt Leutkirch“, Kreis Ravensburg (Baden-Württemberg) direkt an der bayerischen Grenze im oberschwäbischen Allgäu
1972
Gymnasium Leutkirch (etwa vier Wochen)
(dort Aufnahmeprüfung nicht bestanden
dann:)
Realschule Leutkirch
(siehe 1975)
(siehe 1978)
seit 1972
aufgewachsen in der ehemaligen Rotismühle bei Leutkirch
seit 1972
Erfahren erneuerbar. Julian Aicher lebt in einem Gebäude mit Strom aus direkt nachbarlicher Wasserkraftanlage.
Die rund 100 Meter entfernten Stauwehre der ehemaligen Rotismühle sind mit Hand zu warten – je nach Bedarf Tag und Nacht, entsprechend der Wassermenge.
Die parallel nebeneinander stehenden Gitterstäbe der „Rechen“, die Laub, Äste und anderes Treibgut von den Turbinen fernhalten sollen, müssen mit Handrechen gereinigt werden – je nach Notwendigkeit Tag und Nacht.
Das Kraftwerk arbeitet im „Inselbetrieb“ – ohne direkten Strom-Netzanschluss. Folge: Je nach Wassermenge und Elektrizitäts-Verbrauch (Herd) steigt oder sinkt die Spannung – macht jemand mehrere Kochplatten an, wird häufig die Musik vom Plattenspieler langsamer. „Rolling-Stones“-Sänger Mick Jagger klingt dann wie ein Operntenor. So der technische Stand bis 1994.
1973
Benno Grzimek, Manuel Aicher und Julian Aicher, beginnen Erlen und Eschen auf dem Kies-Staudamm bach-oberhalb des Stauwehrs der Wasserkraftanlage Rotismühle zu pflanzen. Ziel: stärkerer Damm.
1973/74
Julian Aicher fängt damit an, die meisten seiner Schulwege nach Leutkirch (eine Strecke in der Regel 9 km) in frostfreien Zeiten per Fahrrad zurück zu legen.
Ursprünglicher Anlass: Er fühlt sich im Schulbus von (lauten) Mitfahrenden und den Zeit verzögernden vielen Haltestellen genervt.
Bis zum Abitur 1978 versucht er, diese Strecken außerhalb des Winters weitgehend aus eigener Beinkraft hinter sich zu bringen.
1974*
Erste öffentliche Rede im ehemaligen KZ Fort Oberer Kuhberg („Zeppelinbau“/“Hauptpoterne“) Ulm.
Aicher fordert mehr Meinungsfreiheit – vor allem an Schulen.
1975
25. Februar: Tod der Schwester Pia Aicher (* 3. Oktober 1954) in Folge Verkehrsunfalls
1975
Realschulabschluss in Leutkirch (mit Belobung).
Nach den Sommerferien (mit privater Französisch-Nachhilfe)
besteht Julian Aicher (anders als 1972) die Aufnahmeprüfung ins Gymnasium Leutkirch
1976
Mitarbeit an (den Vorbereitungen) der
“Friedenswoche Leutkirch“
Seit 1976*:
Mehr oder weniger regelmäßige Artikel-Lieferung an die Leutkircher Schülerzeitung „Radieschen im Untergrund“
(mit begründet und organisiert großenteils von Julian Aichers Bruder Manuel Aicher - *1960 in Ulm - seit 1972 in Rotis aufgewachsen - und dessen damaligem Freund Klaus Sam).
Mit Hinweis auch auf Beiträge von Julian Aicher verbietet die Schulleitung gelegentlich den Verkauf auf dem Gymnasial-Gelände. Die Hefte werden vor Schulbeginn auf der Straße draußen angeboten – mit an solchen Tagen höherer Verkaufsauflage.
Ein Mitarbeiter des „Stern“ lobt 1978 Julian Aichers Artikel über ein Konzert von Patty Smith in München (Circus Krone).
1978
Abitur am Gymnasium Leutkirch
Gesamtnote: 3,6 (befriedigend bis ausreichend).
Julian Aicher zählt dabei zu jenen rund 5% eines Jahrgangs, die damals nach Besuch mehrerer anderer Bildungseinrichtungen ein ‚ganz gewöhnliches’ Abitur ablegen.
1978
Beginn des Zivildienstes (1. Dezember 1978 bis 31. März 1980) am Kreiskrankenhaus Sigmaringen (Wäscherei, Archiv. Werkstatt, Urologie, Septische Chirurgie – letztere rund 15 Monate).
1979
März: Erste Ausgabe der neuen Sigmaringer Jugendzeitung „Wanze“. Julian Aicher hat kurz nach Zivildienst-Beginn 1978 mit Plakaten und einer Tages-Zeitungsnotiz zu ihrer Gründung aufgerufen. Sie erscheint monatlich. Ihre Druckvorlagen entstehen anfangs in Julian Aichers Zivildienstwohnung.
1979
13. Juli: „Erstes Sigmaringer Open-Air“ – wegen gewittrig-starker Regenfälle in nachbarliche Stadthalle Sigmaringen verlegt.
Veranstalterin: Jugendzeitung „Wanze“
1980
Julian Aicher verlängert die im Zivildienst eingeübte Arbeit als Krankenpflegehelfer auf der Station „Gruppe K“ (septische Chirurgie) des Kreiskrankenhauses Sigmaringen um drei bezahlte Monate.
1980
Gemeinderatswahl in Baden-Württemberg. Julian Aicher befragt als Mitherausgeber der Jugendzeitung „Wanze“ intensiv Gemeinderats-Kandidatinnen und –Kandidaten in Sigmaringen. Vor allem zu einem am Ort lange geforderten offenen Jugendhaus.
1980
Ein Sommer im Allgäu. Vor allem mit seinem Bruder Manuel verstärkte Julian Aicher den Kies-Damm des Wasserkraftwerks Rotismühle.
(Siehe ,Wasserkraftwerk Rotismühle’) hier in www.rio-s.de)
Abends viel unterwegs, auch mit Freund Klaus Sam (siehe 1985).
Arbeitsbeginn morgens: 7.00 Uhr.
1980
Sommer: Julian Aicher schreibt sich für die Studienfächer „Empirische Kulturwissenschaft“ und „Politikwissenschaft“ an der Universität Tübingen zum Wintersemester 1980/1981 ein.
1980
8. Oktober: Erstes privat von Julian Aicher organisiertes Rock-Konzert. Ort: Gasthof „Löwen“ in Legau (Kreis Unterallgäu) – 2,5 Kilometer von Rotis entfernt.
Es treten „High Voltage“ aus Konstanz auf. Voller Saal.
1982
Zwischenprüfung. Die Zwischenprüfungsarbeiten (davon eine bereits 1981 abgegeben) befassen sich mit dem Leben des ehemaligen landwirtschaftlichen Dienstboten Josef Bitz (nach einwöchigen Interviews/pro Tag rund 90 Minuten) (für Empirische Kulturwissenschaften) und mit dem Bürgerentscheid Isny 1979 (für Politikwissenschaft).
Einen Magisterabschluss legt Julian Aicher danach nicht mehr vor. (Er erwirbt allerdings bis 1988 alle Seminar-Teilnahme-Scheine, die zur Prüfung notwendig gewesen wären.)
Einerseits plagte Julian Aicher (Schul-)Prüfungs-Angst.
Andererseits schien ihm damals praktische Arbeit in einer Redaktion wichtiger.
Dafür setzt er vor allem ab 1983 andere Schwerpunkte.
1982
September: Hospitanz beim „Schwäbischen Tagblatt“ Tübingen.
Anschließend Freie Mitarbeit bei der „Rottenburger Post“, später „Schwarzwälder Bote“ Rottenburg.
R i O - R o c k i n O b e r s c h w a b e n
1983
Beginn der Vorbereitungsarbeiten für Julian Aichers erstes veröffentlichtes Buch „Da läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz“ (erschienen 1987).
Ab 1984 übernehmen Korrektur und Lektorat: Dr. Andreas Dornheim, Ulrich Eder, Dr. Claudia Fuchs, Lorenz Hertle, Klaus Sam.
Gestaltung und Umbruch: Manuel Aicher, Daniela Koros, Noelle Oeschger, Uli Weidner, Ursula Kiderlen, Klaus Sam. Druck 1987: Kleb Druck Wangen-Haslach.**
(Siehe: 1987)
Julian Aicher war 1982 zunächst davon ausgegangen, dass sich das Thema in etwa 100 Seiten abfassen lasse. Tatsächlich wurden es dann 674.
1983
Mitarbeit an der „Arbeitsgruppe Herbstblätter“ am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaften“. Deren Broschüre zeigt Sprach-‚Tricks’ der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) und der „Bild“-Zeitung gegen die damalige Friedensbewegung.
Mit der bemerkenswerteste dabei: Die FAZ lässt die (von weit oben kaum erkennbare) „Menschenkette“ vom Turm des Ulmer Münsters ablichten – mit der Bildunterschrift, vom Turm des Münsters sähe diese Demonstrationsform sehr klein aus.
(Tatsächlich bildeten über 100.000 Leute die „Menschenkette“.)
Dem Ludwig-Uhland-Institut bleibt Aicher unter anderem als Erst-Semester-Tutor treu (mit Dr. Andreas Dornheim).
Außerdem durch Mitarbeit in der Studentenvertretung „Fachschaft“, deren Zeitung „jüngstes gerücht“ Julian Aicher mitgründet.
Seinen Mitstudierenden und sich versucht Aicher dort mit der Reihe „Ehemalige EKWler außerhalb des Ludwig-Uhlands-Instituts“ Mut auf gute Berufsaussichten zu vermitteln.
Über den Instituts-eigenen Pressedienst „haspel-press“ veröffentlicht Aicher Artikel in verschiedenen (Tages)-Zeitungen.
Am „Institut für Politikwissenschaft“ erforscht Julian Aicher (in einer Arbeitsgruppe mit Dr. Gabriele Steckmeister) die Tübinger Motorrad-Gruppe „United Eagles“ (Sonderseite zu deren Motorrad-Treff im „Schwäbischen Tagblatt“). Am „Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft“
befasst sich Aicher in einer Projektgruppe bei Dr. Jörg Bohse mit der Kultur Auszubildender.
1984
„Flugschrift Drumlin-Verlag?
1985
Mitbegründung des „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ in Ravensburg. Zusammen mit Klaus Sam und Edmund Vogt. (Aicher gehört dieser „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ bis 2003* an.) Über den „Direktverlag“, der bis zum Jahr 2000 rund 30.000 Bücher verkauft, bekommt Aicher Einblicke ins Buchhandelsgeschäft. Auslieferung unmittelbar an Buchläden gehört da ebenso dazu wie Pressearbeit.
1988 zeigt sich der „Direktverlag“ bei der Frankfurter Buchmesse. (www.direktverlag.de)
Verleger Klaus Sam betreut die Internetpräsenz www.rio-s.de gestalterisch-technisch.
1985:
Nach einem Seminar über „Kultur in der Provinz“ bei Prof. Dr. Hermann Bausinger am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften“, während dem Julian Aicher mit seinem Studienkollegen Andreas Rueß Rockfestivals in Oberschwaben geschildert hat, schreibt Aicher Gemeindeverwaltungen der Region an. Thema: Förderung und Behinderung der Rockmusik vor Ort. Die Ergebnisse fasst er in einem Text zusammen, der 1987 auf 115 Seiten seines Buchs „Da läuft was“ unter dem Titel „Da wäre noch einiges zu verbessern“ steht.
(Bausinger forderte Aicher 1988* dazu auf: „Jetzt nehmen Sie diese Untersuchung, schreiben noch einen Eingangs-Text und Schluss-Kapitel und geben das als Magisterarbeit ab.“ Julian Aicher indes wollte lieber jenes runde Dutzend Interviews, die er mit ehemaligen Mägden und Knechten im Allgäu-Oberschwäbischen geführt hatte, zu einer solchen Abhandlung verarbeiten. Kräfte- und Zeit-zehrende andere Arbeiten bis 1990 schienen ihn daran ebenso zu hindern, wie eine gewisse Prüfungs-Angst und – Unlust nach den Schulwechseln 1972 bis 1975.
Zu den Lebensberichten der ehemaligen landwirtschaftlichen Dienstbotinnen und Dienstboten veröffentlichte Aicher einen Artikel in der „Schwäbischen Heimat“ 1991/1.)
ab 1986
Mitarbeit am „Sparkassen-Report“ Kreis Ravensburg.
Mehrere hauptamtliche Journalistinnen und Journalisten bitten den redaktionellen Betreuer Ralph Brian Habich darum, dort ebenfalls veröffentlichen zu dürfen.
bis 1987:
Eine Studienkollegin beschwert sich bei Julian Aicher darüber, während ihrer Diplomarbeit (ein rundes halbes Jahr) 3 Kilogramm zugenommen zu haben. Aicher tröstet: „Das kann ich leider bestätigen – auch beim sechs Semester langen Schreiben am Buch ist mir das so gegangen. Leider auch da umgerechnet drei Kilo pro Halbjahr.“
1987
15. Mai: Veröffentlichung des 674 Seiten starken Buchs „Da läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz“.
Die Kölner Pop-Postille „Spex“ stellt „Da läuft was“ als „wunderlichstes Rockbuch aller Zeiten“ vor. Die „Süddeutsche Zeitung“ empfiehlt: „Bitte übernehmen.“ Die Ulmer „Südwest-Presse“ freut sich über die (als wissenschaftliche Abhandlung nie amtlich angemeldete) „Doktorarbeit“, die sich „vergnüglich“ lesen lasse.
Julian Aicher selbst stellt „Da läuft was“ in über öffentlichen 30 Lesungen vor – mal besucht von 2 Leuten (Überlingen, Jugendhaus „Rampe“), mal von 300 (Freiburg, „Jazzhaus“).
Vor Jahresende 1988 ist die 1.500 Bände umfassende Druckauflage zu etwa 80% verkauft.
Neben den 18,90 DM Verkaufspreis bezahlen das Buch Inserenten (mit ihren Anzeigen im Adressteil), „Opas Erbschaft“ (Magdalene, Anneliese und Robert Scholl), Julian Aichers Eltern (Studiengeld) und die knapp honorierten Mitarbeitenden (siehe 1983) samt Julian Aichers eigener dafür damals unbezahlter Arbeitskraft.
1988
Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg.
Ministerpräsident Lothar Späth stellt sich in einem Fernseh-Spot vor Musikkapellen als Förderer ländlicher Kultur vor.
Julian Aicher schreibt dem Landesvater daraufhin im März,
er möge doch auch Rock-Kapellen fördern – und zwar in Form
einer Aktualisierung der in „Da läuft was“ aufgeführten Adressen von Rockbands, -veranstaltern, Studios usw.
Späth antwortet zunächst nicht.
Danach (einigen Wochen) informiert Aicher drei ihm bekannte Journalisten beim „Südkurier“, der „Südwest-Presse“ und der „Schwäbischen Zeitung“, die sich für Rockmusik interessieren.
Ein Teil von ihnen ruft in Späth’s „Staatsministerium“ an.
Vier Tage danach sagt dieses für 1988 den erbetenen Zuschuss von 6.000 D-Mark zu.
1988
Herbst: Veröffentlichung des Buchs „Kultur im Ländlichen Raum“ (KiLäR) am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften“ (erschienen bei der „Tübinger Vereinigung für Volkskunde TVV). Den Auftrag zur entsprechenden Untersuchung hatte das Landwirtschaftsministerium Stuttgart gegeben – unter dem Eindruck einer neuen Kulturpolitik von Ministerpräsident Lothar Späth. „KiläR“-Herausgeberin: Professorin Dr. Christel Köhle-Hezinger. Julian Aicher hat bei „KiLär“ vor allem ‚Jugendkultur’ und Kinos in ländlicheren Gegenden bearbeitet.
1988
November: Veröffentlichung des Buchs „RiO Rock in Oberschwaben“.
Auf seinen 232 Seiten benennen Julian Aicher und Mitherausgeber Ulrich Eder rund 900 Adressen von Rockbands, Rockveranstaltern, Konzert-Kneipen, Jugendhäusern, Studios, Radio- und Presseleuten mit Interesse an Rocksmusik in der „von Ulm bis Konstanz, von Tuttlingen bis Sonthofen“.
Diese Anschriften haben Eder und Aicher unter anderem in rund 300 Stunden am Telefon selbst überprüft.
Rockmusiker, die das Buch für 14,50 D-Mark kauften, erklären Eder und Aicher später, sie hätten aufgrund der Adress-Kontakte aus dem „RiO“-Buch Auftritte im Gesamt-Bruttobetrag von bis zu 5.000 D-Mark bekommen.
Wolfgang Niedecken signiert „Rock in Oberschwaben“, November 1988 in der „Oberschwabenhalle“ Ravensburg mit den Worten: „Toi, Toi, Toi für dieses ehrenhafte Projekt“. Er fragt Klaus Sam und mich nach einem Lokal, wir empfehlen die Räuberhöhle. Der Rest ist inzwischen ja Geschichte.
1988
Herbst: Die „Landesschau“ im Fernsehen des „Südfunks“ Stuttgart stellt „Rock in Oberschwaben“ vor. Julian Aicher in Lederjacke kommt zum Live-Interview. Der Fragende möchte unerwartet wissen: „Sie haben doch so einen bekannten Vater. Was meint den der dazu?“. Darauf Aichers so prompte wie betont ruhig wirkende Antwort: „Das müssen Sie meinen Vater fragen.“
1989
Frühjahr*: Landrat Dr. Guntram Blaser (Kreis Ravensburg) bedankt sich bei Julian Aicher für die Zusendung des Buches „Rock in Oberschwaben“ und bestellt 100 Bände für die Jugendhäuser im Kreis. Da „Rock in Oberschwaben“ von 1988 bis dahin fast vergriffen ist, ergänzen es Ulrich Eder und Julian Aicher mit ein paar neuen Adressen und lassen 500 Bände nachdrucken.
(* Kopien damaligen Briefverkehrs liegen mit den Buch-Recherche-Materialien (Info-Blätter, Cassetten, CDs, Plakate, Briefe) seit 2010 im Kreisarchiv Ravensburg.)
1989
2. Juni, Festhalle Leutkirch: „Parties statt Nazis“. Nachdem ihn die Friedrichshafener Beat-Band „Bellybutton & the Knockwells“ auf zunehmend gewalttätige Neonazi-Umtriebe in oberschwäbischen Jugendhäusern aufmerksam gemacht hat,
schlägt Julian Aicher den Titel „Parties statt Nazis“ für ein Festival in genau dem gleichen Saal vor, wo auch Franz Schönhuber seinen „Republikaner“-Europa-Wahlkampf eröffnet hatte. Dabei war von dem Politiker gedroht worden, das Blut
des „ersten toten Republikaners komme über Heiner Geissler“.
Die Festhalle Leutkirch ist am 2. Juno `89 bei „Parties statt Nazis“ voll besucht. Einer aus dem Publikum umarmt Julian Aicher und sagt: „Das hätte ich ja nie gedacht, dass wir doch so viele sind.“
„Parties statt Nazis“ stellt nicht das erste Rockfestival in der Festhalle Leutkirch dar, das Julian Aicher mitveranstaltet. Seit 1991 hat er dafür mehr frei als willig auch den „Ordner“-Bändel um den Arm gebunden. Bei „Parties statt Nazis“ tut er dies nur unter der Voraussetzung, dass offiziell bestellte „Profis“ mit Uniform, Mütze und Knüppel die Veranstaltung sichern. Keiner der Mitveranstaltenden, die sich ebenfalls bereit erklären, den Abend als „Ordner“ zu unterstützen, stimmt gegen Aichers Wunsch.
1989
9. November: Julian Aicher holt bei der „Druckwerkstatt“ (Wangen-) Haslach (Angelika und Bernd Kleb) die fertiggestellten Bände seines neuesten, 118 Seiten starken Buchs „schnell, dreckig, lustig. Die Rockband Bellybutton & the Knockwells“.
Es ist finanziert durch Inserate von Fachfirmen und durch ein Frei-Konzert, das die Combo der Druckerei (beziehungsweise dem Sportverein Wangen-Haslach, bei dem die Druckereiinhaber auf der Mitgliederliste stehen) gibt.
Bis die 1.000* Bände von „schnell, dreckig, lustig“ großenteils vergriffen sind, dauert es bis 1997.
Insgesamt wurden von den von Julian Aicher herausgegebenen regionalen Rock-Büchern rund 4.500 Exemplare vertrieben.
1990
Julian Aicher zieht von Tübingen nach Ravensburg.
Zuerst zu Cornelia und Klaus Sam („Direktverlag“) ins ehemalige Braumeisterhaus an der Friedhofstraße, dann 1991 in eine „1-Zimmer-Wohnung“ in der Kirchstraße und schließlich 1992 * in eine Wohngemeinschaft an der Grünen-Turm-Straße.
(Siehe auch 1994).
„ D e u t s c h l a n d s f r e i e s t e r J o u r n a l i s t“
1990
Ab Sommer: Aktive Mitarbeit (als Teilhaber) am Pressebüro Uwe Flach, (später auch: Claus Juricz) Karl Friedrich Rommel, Rolf Schultes (darunter Flach, Juricz, Schultes als Fotografen) in der Ravensburger Schützenstraße.
1990
Ab Sommer : Offizielle Gründung der Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO).
Das 1-Personen-Unternehmen Julian Aichers vermittelt in manchen Jahren bis 1995 bis zu 67 Auftritte für (Kabarett- und) Rockgruppen pro Jahr und macht sich für Presse- und Radioauftritte der Bands stark. Viele der Konzerte finden tatsächlich in Oberschwaben, einige aber auch in Tübingen, Freiburg, München oder der „Moritzbastei“ Leipzig und der „Großen Freiheit“ Hamburg/St. Pauli statt.
Bezahlung der Künstlerinnen und Künstler an RiO: 20% der Gagen.
Seine Kontakte nutzt RiO auch beim Mit-Veranstalten. Etwa den „Lazy Sundays“, die Julian Aicher mit Stevan Paul in der Ravensburger Discothek „Douala“ sonntagsabends anbietet (unter anderem mit „The Jellyfish Kiss“) oder Abenden im „Landjugendheim Fronhofen“, wohin Aicher Kelvin Russel (Austin/Texas) zu seinem ersten Auftritt in Südwürttemberg lädt (samt eigens organisierter Bus-Sonderlinie Ravensburg Fronhofen) und ab 1995 Konzerte in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis (siehe 1995).
1990-1994
‚Feste freie’ Mitarbeit beim „Wochenblatt“ (Donau/Alpen). Redaktionen: meist Ravensburg (und Wangen).
Bezahlung ausschließlich nach gedruckten Zeilen
(1990 zunächst: 70 Pfennige/Zeile)
Dort veröffentlicht Aicher wöchentlich seine (Rock-)’Konzertvorschauen’, die der „Konzertkünder“ indes nicht als tabellarische Übersichten, sondern eingebunden in teils ‚schräge’ Berichte aus ‚der Szene’ abfasst.
Zu Buch- und Theatervorstellungen erscheinen ebenfalls Aichers Artikel.
Außerdem schreibt Aicher etwa Gerichtsreportagen, schildert eine auffällig schwach verfolgte Kindesentführung, stellt (eher behörden-kritisch) den Kampf der „Bürgerinitiaitive dezentrale Wasserversorgung“ (BdW) in Kisslegg (Kreis Ravensburg) für eigenverantwortliches Handeln mit eigenen Brunnen und eigenen Kleinstkläranlagen (statt Millionen-teurer, staatlicher Zentral-Vorgaben) dar und bringt immer wieder Arbeitsgerichts-Prozesse und andere Auseinandersetzungen im „Körper-Behinderten-Zentrum Oberschwaben“ (KBZO) ins „Wochenblatt“. Dessen Chefredakteur Gunter Schieferdecker warnt 1990 Julian Aicher: „Daran beißen Sie sich die Zähne aus“. 1994 legt KBZO Chef Herbert Koch sein Leitungsamt nieder, nachdem auch die Staatsanwaltschaft Ravensburg gegen ihn ermittelt hat. Aicher erfährt damals vom Zahnarzt nichts über Gebiss-Verluste aufgrund journalistischer Arbeit.
Die „Pflanzenkläranlagen“, wie sie in den 1990er Jahren in Kisslegg durchgesetzt wurden, gelten im Jahrzehnt danach als geforderter Standard bei dezentralen Siedlungen im Kreis Ravensburg.
Ländliches Leben stellt Aicher sowohl in mehreren Berichten über „Miss-Wahlen“ in Oberschwaben“ (zum Beispiel der „Reithalle Rot an der Rot“) als auch „Viehschauen“ (bis nach Ostfriesland) dar. Der „Stern“ zeigt sich interessiert an besagten international besuchten Tier-Prämierungen, veröffentlicht dann aber lieber einen anderes Titel-Thema zu diesen „kuhlen“ Herden-Wesen. Indes folgt Aicher auch nicht dem Rat seiner Kollegin Susanne Schmidt, den Beruf zu wechseln und „lieber Bauer“ zu werden.
Er zählt damals zu den ersten Journalisten zwischen Alb und Alpen, die bebilderte Straßen-Umfragen veröffentlichen. Dabei meist an der Kamera: sein Büro-Kollege Claus Juricz.
Im „Wochenblatt“ führt er die Rubrik „Nachgehakt“ ein. Leserinnen und Leser erkennen so Entwicklungen – lesen also
nicht nur einmal eine isolierte Meldung.
1990 bis 1999
drucken Zeitungen wie die „Stuttgarter Nachrichten“, die „Stuttgarter Zeitung“ „Badischen Neuesten Nachrichten“, das „St. Galler Tagblatt“ der „Reutlinger General-Anzeiger", die „Schwäbische Zeitung“ und die „Südwest-Presse“ gelegentlich Berichte von Julian Aicher ab. Teils greift er Recherchen aus der oberschwäbischen Region auf (Kindesentführung, Buchhinweise, Ausstellungsschilderungen), teils schreibt Aicher zu neu bearbeiteten Themen (wie Knechte und Mägde) in „Baden-Württemberg“ Auf seiner Visitenkarte stellt sich Aicher als „Deutschlands freiester Journalist“ vor.
1991
Erster September: Otl Aicher (1922-1991) stirbt an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
Auch, um den Erhalt des Anwesens Aicher in Rotismühle sichern zu helfen, verzichten die Söhne Florian, Julian und Manuel Aicher auf ihre Pflicht-Erbteile.
Nach einer Liste für seine Steuerberaterin hat Julian Aicher 1991 von den „Badischen Neuesten Nachrichten“, vom „St. Galler Tagblatt“, von „Radio Neufunkland“, von der „Schwäbischen Heimat“, von der „Schwäbischen Zeitung“, von den „Stuttgarter Nachrichten“, von der „Stuttgarter Zeitung“, von der „Südwest-Presse“ und vom „Wochenblatt“ („Zeilen“-)Geld für Artikel- und Beitragsveröffentlichungen erhalten. Damit erschienen seine Berichte auch über Deutschlands Grenzen hinaus. Außerdem korrigierte er dem späteren Isnyer Bürgermeister Manfred Behrning (Wahl-)Werbetexte.
Mit seiner Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO) betreute Julian Aicher 1991 (nach besagter Liste an den Steuerberaterin vom 12. September 1992) folgende (Rock-)Bands: „Bellybutton & the Knockwells“ (Friedrichshafen) , Musik-Verstärker-Firma „Tollton“ (Aulendorf) , „The Incredible Hangovers“ (Freiburg), „Mind the Gap!“ (Köln) „The Bozfor“ (Nürnberg), „Pomm Fritz“ (Ochsenhausen) , „Scruff Beats“ (Freiburg) und „Room 101“ (Friedrichshafen).
Für die Zusammenarbeit mit oben genannten Zeitungen und dem Radiosender erhielt Julian Aicher 1991 19.394,07 D-Mark. Die geschilderte RiO-Künstlerbetreuung brachte ihm 4.122 D-Mark.
Zusammen also 23.693,67 D-Mark gerade ab einem halben Jahr später, nachdem sich Julian Aicher ‚selbständig’ gemacht hatte. In einem Jahr, in dem Julian Aichers Vater starb – und danach etliches zum Erhalt des aicher’schen Anwesens Rotis in die Wege zu leiten war.
Zum Einnahmeposten 4.122 D-Mark für Künstlerbetreuung erweist sich die Frage als berechtigt, ob Julian Aicher damals alle Einnahmen aus dieser Dienstleistung für (Rock-)Bands dem Finanzamt angegeben hatte; bekam er doch viele seiner (Gagen-bezogenen) Provisionen in bar direkt nach den jeweiligen Konzerten.
1992
Vor voll-besetztem „Waldhorn“-Saal Ravensburg hält Julian Aicher auf Einladung des „Schwäbischen Heimatbunds“ einen Lichtbild-Vortrag über die (1842-1859 erbaute) „Bundesfestung Ulm“. Dass der lange ‚draußen’ gehaltene ‚Erbfeind’ Frankreich es 150 Jahre nach Baubeginn in Form schmackhaften Weins doch schaffte, in deren Gewölbe ‚ein zu dringen’, löst Lacher im Publikum aus.
Ähnlich „rhetorische Feuerwerke“ (wie eine Besucherin meint)
zündet Aicher mit Vorträgen am gleichen Ort über Lebensberichte ehemaliger Knechte und Mägde und über Wasserkraft in Oberschwaben.
1992
11. August 1992: Dipl. Ing Friedhelm Schumacher, Ausbildungsleiter der Wasserkraft-Anlagen-Fabrik „Sulzer Escher-Wyss“ (heute: Andritz) Ravensburg und dessen Lehrwerkstatt-Leiter Fürst besuchen die Rotismühle auf Einladung Julian Aichers. Am 75. Geburtstag von Inge Aicher-Scholl.
Schumacher, der damals seine Auszubildenden schon solar betriebene Fahrzeuge entwickeln ließ, kennt Aicher als Berichterstatter, der Schumachers Initiativen im „Wochenblatt“ Ravensburg vorgestellt hat. Julian Aicher bittet Schumacher um Rat, wie die Wasserkraftanlage (neben dem Wohnzimmer der Aichers) ein zu schätzen sei.
Schumachers Antwort: „Bei Ihnen sehe ich die Geldscheine den Bach runterlaufen.“ Warum? Genaueres dazu unter
„Wasserkraftwerk Rotismühle“
hier in www.rio-s.de
und bei 1994.
1992
30. September: Geburt des Sohns Jens-Oliver Gutsfeld in Tübingen.
ab 1993*
Mit mehreren Konzeptions-Texten von Julian Aicher versucht eine Gruppe um den vormaligen Ravensburger Jugendhaus-Leiter Ingo Hammes die örtliche Stadtverwaltung davon zu überzeugen, vor allem die ehemalige Schlachthalle im (aufgelösten) Schlachthof Ravensburg (nahe Bahnhof) als Veranstaltungssaal zu öffnen und das gesamte Areal für Büros, Kindergärten, Werkstätten und Gewerbetreibende frei zu geben. Das Rathaus lehnt ab – ein Supermarkt sei dort wichtiger.
E n e r g i s c h e r F r ü h l i n g
1994
Im Sommer 1994 zieht Julian Aicher nach Leutkirch-Rotis. Nach dem Tod seines Vaters Otl Aicher (1922-1991) wünscht die Familie, dass einer der Söhne die Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998) bei der Betriebsführung im Anwesen Rotismühle unterstützt.
Die Monate zuvor hat eine Gruppe um Aichers (Waldorf-Schul-)Freund Benjamin Bilger zusammen mit Aicher Wohnräume im zweiten Obergeschoss des ‚Haupthaus’’ der ehemaligen Rotismühle zu einer eigenen Wohneinheit (Bad, Küche ...) um zu bauen begonnen.
Julian Aichers älterer Bruder Florian Aicher (*1954 in Ulm, mit eigener ‚Ferienwohnung’ seit 1992 in Rotis, seit 2005 Hauptwohnsitz Rotis) entwirft dabei einen (Metall-)Balkon, von dem ein Kollege meint: „Das könnte ja beinahe ein Forster sein.“
Manuel Aicher vermittelt Julian Aicher einen Bau-Kredit.
Julian Aicher regt seine Mutter dazu an, die Bezahlung für die im Haus Tätigen zu erhöhen.
Dann führt er die – von Otl Aicher bereits abgehaltenen – „Montagsbesprechungen“ wieder ein. Jetzt mit umfangreichen Protokollen für alle Beteiligten.
Auf Vorschlag von Manuel Aicher leistet Julian Aicher die Geschäftsführungs-Mitarbeit im Areal Rotismühle unbezahlt „bis das Ganze wieder Gewinn abwirft“ (Manuel Aicher). Dieser „Gewinn“ zeigt sich bis zu Inge Aicher-Scholls Tod 1998 nicht. Nach Angaben einer Sekretärin nimmt Julian Aicher seine Aufgaben während mindestens eines Tages pro Woche wahr.
Damit verengt sich diejenige Zeit, in der Julian Aicher für Blätter außerhalb der Region Artikel liefern könnte.
An den verbleibenden vier Tagen erzielt er (einschließlich 1995-1996) einen Brutto-Umsatz von 4.000 bis 5.000 D-Mark pro Monat. In vier Wochentagen. Nach rein betriebswirtschaftlich vergleichender Betrachtungsweise hätte Aicher demnach am fünften Wochentag weitere 1.000 Mark je Monat erwirtschaften können. Über (mindestens) zwei Jahre setzt er also einen Verlust von wenigstens 24.000 Mark zugunsten der Erhalts Anwesen Rotismühle ein. Mittelständische Mühen.
1994
25. November: „Drehe“ der Wasserkraftanlage Rotismühle.
Wie in der Rubrik
„Wasserkraftwerk Rotismühle“
auf dieser
genauer geschildert,
ist das Wassertriebwerk durch die Lehrwerkstatt von „Sulzer Escher Wyss“ Ravensburg (Heute: Andritz) unter Leitung von Ausbildungsleiter Dipl. Ing. Friedhelm Schumacher nach einem Konzept des Studenten der Physikalischen Technik Weingarten, Wolfgang Alber und unter Betreuung Albers saniert worden. Technischer Ansprechpartner in Rotis: Hausmeister Reinhold Steiner. Ansprechpartner der beauftragenden Familie: Julian Aicher. Er hat deswegen unter anderem monatelang mit dem Landratsamt Ravensburg verhandelt. Die Behörde bestätigte schließlich, dass es dafür keiner Genehmigung bedürfe.
Für Außen-Stehende (von außen) nicht erkennbar, ist der neue Generator nun mit dem ‚normalen’ Stromnetz der „Lech-Elektrizitäts-Werke“ (LEW) verbunden. Das heißt: Überschüssige Elektrizität speist die Anlage ins ‚normale’ Netz. Die Spannung in der Rotismühle hält sich dadurch ab jetzt stets gleich(wertig).
Das beeindruckende Ertrags-Ergebnis der Sanierung kennt Julian Aicher erst ein Jahr später. (siehe: November 1995). Aber nach getaner Arbeit darf öffentlich gefeiert werden: Bei ‚Läberkäs’, Kartoffelsalat und mit der Nachbarschaft, mit Georg Zimmer (Regionalverband Bodensee-Oberschwaben) und mit dem ‚Ersten Landesbeamten’ (stellvertretenden Landrat) Gerd Segmiller.
Die Wasserkraftanlage Rotismühle stellt die erste im Kreis Ravensburg dar, die die“Escher-Wyss-Lehrwerkstat“ auf diese Weise saniert.
1994-1996
Julian Aicher konzipiert und schreibt die wöchentliche „Szene regional“-(Halb)Seite der „Schwäbischen Zeitung“ (Kreis)Ravensburg. Erstveröffentlichung: 8. Dezember 1994.
(Mit dem seit Sommer 1994 tätigen neuen Chefredakteur des „Wochenblatts“ hatte sich Aicher nicht verstanden – und daraufhin die 1990 begonnene Zusammenarbeit gekündigt. Die „Schwäbische“ suchte damals Verbesserungen, weil sie – wie schon in Friedrichshafen geschehen – fürchtete, der „Südkurier“ (Konstanz) könne im Anzeigen-reichen Schussental – also Ravensburg/Weingarten – eine Lokalausgabe herausbringen.
Als eine dieser „Speerspitzen gegen den Südkurier“ - so Redakteur Günter Peitz - sollte Julian Aicher dienen.)
1994
Spätherbst: Nachbar Simon Brack (* 1975) ruft Julian Aicher an. Dieser sitzt sonntagnachmittags im Büro, um für die kommende Woche vor zu arbeiten. Brack fragt: „Möchtest Du noch auf einen Kaffee zu uns rüberkommen.“ Dort warten auch die Simons Geschwister Martin und Sylvia. Man sitzt schließlich dort bis in die Nacht und trinkt nicht ausschließlich Kaffee.
Die jungen Nachbarsleute regen an: „Du hast doch da die Rock-Agentur. Ihr habt mit der „rotisserie“ den schönen Saal. Wir haben Lust zum Veranstalten“ Damit geboren: die Idee, in dem ehemaligen Kuhstall und beschaulich-‚böhmischem’ Gewölbe von 1906 (1970/71 nach Plänen Otl Aichers zum Kantinen- und Veranstaltungsraum „rotisserie“ umgebaut), (Rock-)Konzerte an zu bieten. Familie Aicher genehmigt.
Von der Nachbarsjugend kommt der Vorschlag, beim ersten Termin noch auf Eintritt zu verzichten – und die Ausgaben aus dem Getränkeverkauf zu tragen. Von Julian Aicher stammt die Idee, das Ganze an einem Sonntagabend zu bieten.
‚Auf’ 12. Februar 1995 laden die musikfreudigen Veranstalterinnen und Veranstalter zum ersten von ihnen organisierten Rockkonzert in die „rotisserie“. Julian Aicher hat über sein Büro „RiO Rock in’ Oberschwaben“ die Freiburger Combo „Revolution Nr. 9“ verpflichtet. Nebst freiem Eintritt und dem wohl konkurrenzlosen Termin locken nicht zuletzt die erkennbar langen Beine der Sängerin auf den Plakaten. Volles Haus.
Zum „Funkensonntag“ (erster Sonntag nach Aschermittwoch) soll’s nach dem „Funkenfeuer“ im freien ein Fest in der „rotisserie“ geben.
1995
Ab Jahresanfang lädt Julian Aicher immer wieder zu Besprechungen in Rotis, die Lösungen für die Abwasserklärung der dezentralen Siedlungen bringen sollen.
Dabei knüpft er Kontakt zur Universität Stuttgart-Hohenheim.
Von ihr besuchen Wissenschaftler Rotis.
Immer mehr ins Blickfeld gerät: Biogas.
Darüber hat Julian Aicher nach einer spontanen (Klein-)Exkursion mit seinem Nachbarn Martin Brack (*1974) zum
Biogas-Pionier Giselher Scheffold (Tannheim/Illertal) beeindruckendes erfahren. Während die beiden Energie-Erkunder von Scheffold gemeinsam einen (?) Kasten Bier genießen, erfahren sie unter anderem von Scheffold, er habe anfangs gelegentlich bei der EVS angerufen und gefragt, was er jetzt machen solle, da „die Leitung glüht“.
Über Vorträge und ähnliche Veranstaltungen (Kaffeenachmitaag in der „rotisserie“ für Bauersleute mit deren Kollegen Franz Berchtold aus dem nahen Maria-Steinbach, Kreis Unterallgäu) verbreitet Aicher damit Informationen über Biogas.
Zufall, das Ende des Jahrzehnts das Hofser Achtal, in dem Rotis liegt, eine Zeitlang als das ‚biogas-dichteste’ in Baden-Württemberg gilt?
1995-1998
Auf Hinweis seines früheren Schulkameraden Berthold Weidner meldet sich Julian Aicher bei Dr. Thomas Knubben – damals Kulturamtsleiter in Ravensburg. Zusammen mit Doris Binger (Bad Saulgau) und Knubben soll Aicher Redakteur der neuen kulturamtlichen Magazins „stadtlandfluss“ werden. Es erscheint elf mal im Jahr.
Damit verfügt Aicher (mit dem Auftrag der „Schwäbischen Zeitung“ zur „Szene regional“) über zwei ‚feste’ Kundinnen – für die er indes ‚frei’ gegen Rechnung arbeitet.
Insgesamt setzt Julian Aicher 1995/1996 über journalistische Arbeit und (zusehend weniger betriebene) Künstlerberatung/Auftrittsvermittlung rund 5.000 D-Mark pro Monat um.
1995
9. Juni: In einem Artikel der „Schwäbischen Zeitung“ („Kreisrundschau“ Ravensburg) macht Julian Aicher öffentlich, dass die Landes-Datenschutz-Beauftragte Ruth Leuze das Landratsamt Ravensburg wegen dessen Erhebungsmethoden in Sachen dezentrale Abwasseranlagen bei etwa 7.000 Haushalten gerügt hat.
1995*
Florian Aicher nimmt Julian Aicher zu einem Treffen mit Thomas Kaiser in die „Dampfsäg“ nach Sontheim (Unterallgäu) mit. Kaiser gehört zu den „Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie“ VWP. (Kaiser bekommt 2011 für seine Arbeiten zum Mischfruchtanbau den Bayerischen Staatspreis.)
1995
24. Juli: In der „Schwäbischen Zeitung“ Leutkirch kündigt ein Artikel von Julian Aicher in einem ‚Kollektiv’ (= ein Textbeitrag, vier Inserate) die erste Leutkircher Öko-Modeschau im Bioladen von Ulrike Breisch an.
Damit weitet Aicher die Themenfelder von Werbetexten (bisher: Getränke/Musik) auf Textil aus.
1995
10. August: Folge I der Serie „Wasserkraft im Kreis“ in der „Schwäbischen Zeitung“ („Kreisrundchau“) Ravensburg.
Danach lernt Julian Aicher den Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Leutkirch-Uttenhofen kennen. Während seines Studiums in Ulm bekam der Müllerssohn eine Auszeichnung für seine Arbeit zur Wiederaktivierung einer Wasserkraftanlage. Danach hat Dennenmoser (bis 2011) zwei alte Wasserkraft-Wehre ohne Triebwerke mit neuen Anlagen bestückt. Dabei einer mit so vielen Neuerungen, dass ihn die „Europäische Union“ (EU) dabei unterstützte. Für eine Betreibergemeinschaft, der er selbst angehört, betreut der Ingenieur wiederum die Errichtung eines dritten Wasserkraftwerks.
Dennenmoser geht im August 1995 mit Julian Aicher durch die Wiesen entlang des Uttenhofen-Nannenbacher „Mühlebachs“ und zeigt dem Journalisten etliche alte, mittlerweile ungenutzte Wasserkraft-Wehre. Die Landschaft, so Dennenmoser, sei einst „wie gespickt von Mühen“ gewesen.
Aus Dennenmosers Aussagen schreibt Julian Aicher eine weitere Folge seiner Serie „Wasserkraft im Kreis“.
1995
November: Hausmeister Reinhold Steiner rechnet Julian Aicher vor: Die sanierte Wasserkraftanlage lieferte seit November 1994 rund 82.201 Kilowattstunden Elektrizität. Genug für über 40 Privatpersonen.
Vor dieser Optimierung 1994 hatten vier Personen in Rotis Strom aus dem Triebwerk bezogen. Rund 6.000 Kilowattstunden. Also lieferte die sanierte Anlage bis Ende 1995 mehr als zehn mal mehr.
Das gibt dem Journalisten Julian Aicher zu denken. Zumal die Verhandlungen mit dem Landratsamt Ravensburg die meiste Zeit bei den Vorbereitungen der Sanierung 1994 verbraucht hatte.
Steigerung des Stroms aus Wasserkraft – technisch machbar, aber politisch nicht gewollt?
1995
17.18. November: Julian Aicher lädt zum Seminar „Wasserkraft – alte Energie mit neuer Zukunft?“ in die „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Es sprechen sowohl Dipl. Ing Friedhelm Schumacher als auch Manfred Lüttke (Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK) als auch Dr. Dieter Gust (Direktor des „Regionalverbands Neckar-Alb, Mössingen, Kreis Tübingen) als auch Dr. Jürgen Gysin (Archivar der „Energie-Versorgung Schwaben“ EVS).
(Der damalige EVS-Vorstandsvorsitzende Dr. Wilfried Steuer sagt kurz vor der Tagung ab. Dazu Manfred Lüttke: „Der hatte nur Angst, gegen mich keine Argumente zu haben.“)
Julian Aicher schildert die Tagungsergebnisse in der „Schwäbischen Zeitung“ (Kreis Ravensburg).
1995
Nach eintägiger ‚Ausbildung’ erhält Julian Aicher von der Stadtverwaltung Leutkirch die Konzession als Saalwirt der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis.
Fachleute hatten Aicher zuvor erklärt, sie hielten eine solche Dauer-Schank-Erlaubnis dort für unwahrscheinlich, weil Rotis nicht über einen Anschluss ans zentrale Abwasser-Leitungs-System verfüge.
Ab 1995
(siehe auch Spätherbst 1994) fördert, unterstützt, berät und bestärkt Julian Aicher als aktives Mitglied jene Runde junger Leute aus Rotis und Nachbarorten, die sich zum „Rotis Licht Millieu“ zusammen tun. Sie veranstalten (Rock)-Konzerte im Saal „Rotisserie“ , im Sommer auch unter dem (West-)Vordach des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes, in dem sich die „Rotisserie“ befindet. Ganz selten auch Kino und Lesung.
Julian Aicher vermittelt Bands (aus London bis Louisiana, aber auch aus der Schweiz und Deutschland), betreut die Pressearbeit, hilft beim Plakatieren und Reinigen des Saals.
Die Veranstaltenden bekommen die „Rotisserie“ ein mal pro Jahr mietfrei – ansonsten nur unbezahlt bei Benefiz-Veranstaltungen (zum Beispiel für Hochwasseropfer von Guatemala bis Polen). Ansonsten bekommt die Familie Aicher pro Veranstaltung 500 D-Mark Saalmiete. (Bei 6 Konzerten pro Jahr fast ausreichend für ein Hausmeister-Monatsgehalt.)
Die Konzerte sind gelegentlich innerhalb der Familie Aicher umstritten. Florian Aicher betont, es sei wichtiger, sich in Rotis mit Gestaltung und Design zu befassen. Julian Aicher erklärt dagegen, beides sei möglich und die „Rotisserie“ müsse aufgrund mehrere Anbgebotsbereiche mehr Mieteinnahmen bringen.
1996
April, Mai, Juni: Julian Aicher lädt zum „Energie-Frühling Rotis“. Also zu mehreren öffentlichen Veranstaltungsabenden in den Saal „rotisserie“. Referierende einladen, Themen Setzen. Termine koordinieren, Pressearbeit – alles von Aicher ausgeführt. Als Sponsoring (Plakate und mehr) unterstützt ihn die „Leutkircher Bank eG“.
Deren damals junger Mitarbeiter Alexander Mendler erarbeitet in dem Geldinstitut ein Konzept zur Bezahlung von Sonnenstromkraftwerken. Mendlers Chef trägt’s dann in Rotis vor. Den Anfang des „Energie-Frühlings“ setzt Dr. Franz Alt, den Schlusspunkt Vertreter der Leutkircher Stadtratsfraktionen in einer gemeinsamen Diskussion.
1996
Aus Anlass ‚10 Jahre Tschernobyl’ veröffentlicht Julian Aicher mehrere Zeitungsartikel über positive Beispiele der Nutzung Erneuerbarer Energien im Raum Oberschwaben. Zum Beispiel im Ravensburger Magazin „stadtlandfluss“ und in der „Zeit- und Welt“-Wochenendbeilage der „Schwäbischen Zeitung“s-Gesamtausgabe.
Franz Alt lobt Aicher für seinen beispielhaft-allgemein-verständlichen Schreibstil.
1996
Julian Aicher veranstaltet erstmals die „Energie-Ernte Rotis“ in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Also einen Sonntag, an dem es Kaffee, „Weckla“ (=Brötchen), Wasser und Bier gibt; und vor allem: Vorträge von Leuten, die seit Jahren Kraft, Wärme oder Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen – und jetzt in Rotis ihre Erfahrungen schildern. Zum Beispiel Thomas Kaiser („Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie VWP Allersberg-Göggelsbuch nahe Nürnberg) oder Manfred Lüttke „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“). Die Mischung aus Gastronomie und Gastvorträgen scheint beim Publikum sehr gut an zu kommen.
1997
100 Jahre Brauerei Härle in Leutkirch. Das Unternehmen setzt auf Umweltschutz, Klimaverträglichkeit und naheliegende Glaubwürdigkeit. Der Frische und verringerter Transportkosten wegen liefert die Firma ihr Bier nur in einem Umkreis von 50 km aus. (2010 darf sich Härle die erste Brauerei in Deutschland nennen, die ihren ‚Gerstensaft’ „klimaneutral“ herstellt.)
Geschäftsführer Gottfried Härle erklärt Julian Aicher: „Wir wollen zum Hundersten ein paar Sonderseiten in die Zeitung setzen. Bei der ‚Schwäbischen’ kann das hier niemand. Könntest Du das schreiben und redaktionell übernehmen?“ Aicher bejaht.
Als die Sonderseiten druckfertig sind, ruft „Schwäbische“-Lokalredakteur Elmar Schefold Julian Aicher an: „Die Brauerei Härle feiert ja am Samstag ihr Fest. Nachdem Sie das alles schon geschrieben haben – können Sie da hingehen? Bei uns hat keiner Zeit.“ Darauf antwortet Julian Aicher: „Kommt unter anderem drauf an, was Sie zahlen.“ Redakteur Schefold: „Wie meinen Sie das?“ Aicher: „Den Tarifvertrag, den Ihre Zeitung unterschrieben hat, kennen Sie ja.“ Schefold: „Also so eine Mark die Zeile?“ Aicher: „Da könnten wir zusammenkommen.“ Bis dahin lag das Zeilenhonorar für Julian Aicher beim gleichen Blatt bei 50 Pfennigen.
Beim „100jährigen“ Fest für die Bevölkerung: rund 10.000 Leute. Berichterstatter Julian Aicher versucht, was er schon lange geübt hat: Immer wieder genau hinschauen – auch mal ‚Nebensächliches’ notieren. Zum Beispiel den „Dinnete“-Stand mit frisch Gebackenem. Dort läuft im Hintergrund ein Klein-Fernsehgerät. Thema: der Trauerzug für Lady Diana. Auf diesem Bildschirm meint ein Kommentator, in Europa seien deswegen „die Straßen wie leergefegt“. In Leutkirch auch – weil alle beim Brauereifest sind?
1997
Frühjahr: Seminar „Stürmische Zeiten für Windkraft im schwäbischen Oberland?“ in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Veranstalter:
der Memminger Energieberater (und Sanitär-Meister) Friedrich Schmid und Julian Aicher.
Mit dem Seminar (teils vor (über-)vollem Saal) kommen Aicher und Schmid einem Anhörungstag des „Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben“ in der „Bauernschule“ Bad Waldsee zuvor, der hauptsächlich Windenergie-Gegnern den Auftritt ermöglicht. Schmid und Aicher lassen dagegen sowohl Gegnerinnen und Gegner als auch Befürwortende zu Wort kommen – sowie in zwei Tagen eine erstaunliche Zahl von
Fachleuten. Wie inhaltlich stark besetzt die Vortragsliste in Rotis wirkt, zeigt sich am Besuch von Regionalverbands-Direktor Dr. Dieter Gust vom „Regionalverband Neckar-Alb“. Er fährt eigens von dort (Raum Reutlingen) nach Rotis.
Obwohl sich Veranstaltungen zu Erneuerbaren Energien, die Julian Aicher in Rotis anregt und mit vorbereitet, vor allem als Gelegenheiten zum weitergehenden Informationsaustausch für aktive Befürworterinnen und Befürwortern solch sonniger Kräfte verstehen, legen Veranstalter Friedrich Schmid und Julian Aicher ihr Seminar „Stürmische Zeiten für Windkraft“ mit Absicht als ‚forum’ an – als Diskussionsplattform für pro und contra. So liefert ein Landschafts-Planungs-Wissenschaftler aus Bayern Gegnern interessante Argumente. Und Nachbarn des frühen Windrads Wiggensbach bekommen viel Zeit, laut und umfassend ihre Meinungen zu äußern. Dieser Windturm wird während des Seminars (per Bus) besucht – mit Führung durch die am Windkraftwerk beteiligten „Allgäuer Überlandwerke“ (AÜW) Kempten.
Nach den offiziellen Vorträgen und Diskussionen können sich Interessierte noch um die (von Otl Aicher entworfene) Holz-Bar in der „rotisserie“ stellen. Dabei erfährt Seminarmoderator Julian Aicher so manchen persönlichen Hintergrund über öffentlich kaum gesagte Gründe der Gegnerinnen und Gegner örtlicher Windvorhaben.
1997
kurz vor Pfingsten versucht der halbamtliche „Regionalverband Bodensee-Oberschwaben“, mit einer (Halb-)Tages-Veranstaltung dem Seminar „Stürmische Zeiten“ von Friedrich Schmid und Julian Aicher in der „Bauernschule“ Bad-Waldsee nach zu ziehen. Die „Regionalverbands“-Veranstaltung trägt deutlich die Handschrift ihres damaligen Direktors Georg Zimmer. Zusammen mit weiteren leitenden Kollegen des „Regionalverbands“ ist er Gegner der Windenergie-Nutzung in der Gegend. Klaren Befürwortern der Windenergie räumt der „Regionalverband“ kein Recht auf Vorträge ein.
Anwesende Windkraft-Befürworter (vor allem solche, die schon Anträge zum Bau von Türmen gestellt haben) sagen zu Julian Aicher, er solle bei der Versammlung für sie sprechen.
Doch dazu kommt es nicht. Denn kurz nach Beginn der Veranstaltung erleidet Julian Aicher einen erkennbaren Kreislauf-Zusammenbruch. Er bleibt bis einen Tag vor Beginn des Pfingst-Wochenendes im Krankenhaus Bad Waldsee.
Danach nimmt ihn seine damalige Freundin Ulrike Breisch mit ins italienische Ligurien, wo deren Familie ein gekauftes Ferienhaus renoviert.
Der Streit um Erneuerbare Energien schien den Umgang
von Georg Zimmer und Julian Aicher kaum zu beeinträchtigen. Zimmer hatte sich gar telefonisch bei Julian Aicher im Krankenhaus erkundigt.
1997
Ein Facharzt stellt bei Julian Aichers Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998) kaum heilbaren Krebs fest. Da Mutter und Sohn unter einem Dach – wenn auch in klar getrennten Wohnungen – leben, kommen auf Julian Aicher pflege-helferische Aufgaben zu, der er teils schon beim Zivildienst 1978-1980 eingeübt hatte.
Mit mindestens 5 mitarbeitenden Frauen scheinen sich die Anforderungen meist meistern zu lassen.
1998
26. März
Erster 4-Din-A-Seiten-Druck des Informationsblatts „reg reg regenerativ regional“. Herausgebender Redakteur (und Verfasser der meisten Beiträge): Julian Aicher.
4. September
Tod von Julian Aichers Mutter Inge-Aicher-Scholl
(11. August 1917 – 4. September 1998).
Julian Aicher ist in ihrer Sterbestunde in Rotis bei ihr.
Herbst
Ausstellung „Bauern unter Strom“ im Bauernhausmuseum Wolfegg. Über Bemühungen um Wasserkraft in Oberschwaben in den frühen 1920er Jahren – 75 Jahre nach der Inflation von 1923.
Konzeption und Texte: Julian Aicher.
Aicher setzt sich selbst mehrere Stunden in die Ausstellung, um zu erkennen, wie das Publikum dort auf was reagiert. Alte Inflationsgeldscheine und ein Film, der bewährte Wassertriebwerke an der Wolfegger Ach zeigt, erregen das größte Interesse der Besucherinnen und Besucher.
1999
16. Juni
„`Verboten ist es nicht´“.
So der Titel des Hauptartikels auf einem plaktierten Blatt: 81 Zentimeter senkrecht hoch und 61 Zentimeter waagerecht breit. Das vermutlich mit eigenwilligste Medienprodukt in Deutschland seit Bismarck trägt auf seiner großzügig 21 Zentimeter mal 27 Zentimeter abdeckenden, grünen Titel-Logo-Fläche ganz oben in weiß ‚hingeklatschten’ Buchstaben den Titel: „Klatsch“. Das „Blatt auf dem’s steht“ (so „Klatsch“ über „Klatsch“) zeigt sich in weit über 100 öffentlich zugänglichen Stellen von Isny bis Sigmaringen – also in mehr oder minder ganz Oberschwaben.
Diese Wandzeitung für den Wald- und Wiesen-reichen Landstrich zwischen Ulm und Konstanz nennt (wohl seit Frühjahr 1999) allerhand Konzert-, Theater-, Kabarett- und andere öffentliche Unterhaltungstermine. Schwerpunkt: Rock und Kabarett. Dazu meist je Blatt direkt unter dem Blatt-Namen den oft fünf-spaltigen Haupt-Artikel auf weniger als 80 Zeilen. Außen `rum: mindestens 48 Flächen (7 Zentimeter mal 7 Zentimeter) für Inserate der ‚Szene’. Eine Fläche für nur 93 Mark.
Diesmal (16. Juno 1999) Thema: „Orgasmus open-air“ (wie’s „Klatsch“-Redakteuer Julian Aicher schreibt). Oder: Sex im Freien. Dazu stellt die „Pressestelle der Polizeidirektion Ravensburg“ im Bericht fest: „Verboten ist es nicht.“ Ob die Redaktion erst nach Selbstversuchen in Maisfeldern zur mit gebrachten Decke „wegen scharfer Maisblätter“ riet?
(Mindestens) 100 Aushangstellen – je bestenfalls (so Brauereifachleute) von 100 Personen pro Tag besucht. So kämen pro Tag 10.000 Leute (und pro Woche 70.000) zusammen, die „Klatsch“ lesen können – oder doch wenigstens wahrnehmen.
Eine Kräfte-zehrende Leistung der Grafiker Marcel Bachmann, Reinhold Schneider, Rainer Bausinger und Harald Häsler sowie Dunja Fischbach und Klaus Sam samt Familie Christmann (mit deren Plakatier-Service) für viel von ‚außen´ unterschätzte Arbeit und dem Herausgeber, Mit-Anzeigen-Sucher, Redakteur und Verteiler Julian Aicher.
Doch die angesprochene „Szene“ nutzt die Werbeflächen nicht großzügig und schnell genug.
U n d : Julian Aicher muss als herausgebender Redakteur und vor allem fahrender Mit-Verteiler der Blätter feststellen, dass sich doch ein ganz markanter Unterschied zwischen der Stadt Köln und Oberschwaben gibt. In Köln, wo sich eine örtliche Wandzeitung weitgehend auf Terminhinweise beschränkt, sind die Wege nicht so weit wie in Oberschwaben. Das schwäbische Oberland: größer.
Lange nach Mitternacht an einem „Klatsch“-Verteil-Abend drängt sich diese Erkenntnis immer mehr auf. Bei einer dieser Touren hält eine Polizei-Streife Julian Aicher (an diesem Abend stock-nüchtern) an. „Was haben Sie denn da im Kofferraum?“ will der staatliche Ordnungshüter wissen, um von Julian Aicher nach korrekter Antwort „die Wandzeitung ‚Klatsch’“ die Gegenfrage zu hören: „Wollen Sie welche mitnehmen? Wir suchen noch Leute, die sie aufhängen.“ Das kurze „Nein“ des Polizisten darauf scheint wenig durchdacht. Nennt „Klatsch“ doch nicht nur mal die „Pressestelle der Polizeidirektion Ravensburg“ als Informationsquelle, sondern rät im Titel-Thema vom 21. Juli 1999: „Vor dem Schwimmen kein Alkohol“.
„Klatsch“ erscheint zwar noch über die Jahrtausendwende 2000, aber immer seltener. „Klatsch“ kann sich nicht wirklich halten.
Es bleibt die Feststellung „Wenigstens haben wir’s versucht“ und das Lob von Dr. Ursula Winkler: „’Klatsch’ find’ ich klasse!“
1999
kurz vor Weihnachten
Florian Aicher, Julian Aicher und Manuel Aicher treffen sich in Lindau in einem Hotel. Dabei wünscht Julian Aicher als einziger, nicht das ganze Anwesen Rotismühle zum Kauf an zu bieten. Sein Gegenvorschlag an die beiden Miterben: Julian Aicher behält, was von der Hofser Ach und dem von ihr bewässerten (Ex-Mühl-)Wasser-Triebwerks-Kanal umflossen wird; für die anderen Teile des Anwesens sucht er, Julian Aicher, Käuferinnen oder Käufer. Die drei Erben Florian Aicher,
Julian Aicher und Manuel Aicher einigen sich darauf, dass dies in einem Jahr durchgeführt werden müsse – sonst würden Florian und Manuel Aicher Kaufwillige für das ganze Anwesen benennen.
2000
Mittwoch, 2. Februar
(„Heut ist der schöne Lichtmesstag ...“)
Auf Julian Aichers Anregung und mit seiner organisatorischen Mitarbeit lädt die Gemeinderatsfraktion der Leutkircher „Unabhängigen“ in die „Rotisserie“ nach Leutkirch-Rotis zur Informationsveranstaltung „Sprit 99 Pfennig.“
99 Pfennig kostet zu dieser Zeit ein Liter reines Pflanzenöl.
Eindeutig günstiger als Mineralöl-Diesel.
Pflanzenöl von schwäbischen Bauern als Kraftstoff für technisch umgerüstete Diesel-Fahrzeuge.
Eintritt frei.
Die Fachleute Stefan Schubert (KfZ Schubert Tettnang) und Georg Unfug stehen Rede und Antwort.
Vollbesetzer Gewölbe-Saal.
Teil aggressiv-ungläubige Fragen an die Umrüster.
Ungeliebte Veränderungen – auch zum Besseren hin?
2000
28. April bis 8. Oktober
Landesgartenschau Memmingen
Zum Gelände sollen mehr oder minder entlang der Ach „Wege in die Zukunft“ führen. Von den nahezu 20 Millionen Mark „Investitionshaushalt“ erhalten der Memminger Energieberater und Installateurmeister Friedrich Schmid und Julian Aicher (nach langen Bemühungen Julian Aichers bis hin ins Wirtschaftsministerium München) 10.000 Mark. Damit bauen Schmid und Aicher für etliche Wochen in und an der ehemaligen „Huetlin und Roeck“-Mühle die Ausstellung „Ewige Kraft der Sonne“ auf. Da Aicher und Schmid nur wenige Wochen zur Vorbereitung der Schau gewährt wird, fragte Julian Aicher etliche Anbieter von Erneuerbaren-Energie-Techniken nach Gegenständen zum Vorzeigen. Etwa eine Wasserturbine. Oder ein VW-Golf mit Pflanzenöl im Tank. Das Publikums-Interesse bestätigt diese Form sehr konkreter Ausstellungs-Kunst. Julian Aicher beobachtet die öffentliche Wirkung durch eigene, häufige Besuche in der ehemaligen Mühle. Solche Termine lassen sich auch für Führungen oder Erläuterungen etwa am Pflanzenöl-PKW nutzen.
Oberstdorf Ausstellung Ex-Rathaus
2002
März
Neue Briefköpfe, neue Internetseite: Julian Aicher bündelt seine Bemühungen für Erneuerbare Energien und die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit zuliefernden Fachleuten (Grafik, Fotos, Textkorrektur, Druck) unter dem Namen „rio’s“, also „regenerativ informations- und organisations-service“.
Aufsätze, Ausstellungen, Informationstafeln, Faltblätter, Vorträge, Moderationen, Feste, Film-Mitarbeiten (Recherche, Texte, Vorschläge für Bildmotive – bei manchen ‚fach’sprachlich „locations“ genannt) Reden, Internetpräsenzen
so gut wie alle Informationswege kann und soll rio’s für Erneuerbare Energien nutzen. Die Internet-Präsenz www.rio-s.de ‚baut’ Klaus Sam auf – ein Geburtstagsgeschenk. Mit der Zeit ein sehr wirkungsvolles (2012: 200 ‚Zugriffe’ pro Tag.)
2002
März
Eröffnung der Wanderausstellung „Wasserkräftig weiter“ in Oberstdorf. Deren knapp ein Dutzend Stelen stellen die erste größere Frucht der Arbeit des gerade gegründeten Büros rio’s dar.
Dass die Ausstellung entsteht, ist nicht zuletzt Diplomingenieur Martin Sambale, dem Leiter des „energie- und umweltzentrums allgäu“ (eza!) Kempten zu verdanken.
Er setzt sich dafür ein, dass die „Lechwerke“ sich an den Kosten der Schau beteiligen. Sambale und Aicher machen sich außerdem dafür stark, dass zwei örtliche Stromnetzinhaber im Oberallgäu die Ausstellung mit bezahlen. Zu ihnen gehört die „Energie-Versorgung Oberstdorf“ (EVO).
So übernimmt keines der sponsorierenden Unternehmen mehr als 50% der Ausstellungskosten. Demnach kann es auch die beiden anderen zwei Sponsoren nicht überstimmen.
Bei der Arbeit für diese Wanderausstellung lernt Julian Aicher nicht zuletzt, was es bedeutet, mit einem deutschen Stromkonzern zusammen arbeiten zu dürfen. Hier: die „Lechwerke“ – eine Tochterfirma der „Rheinisch-westfälischen Elektrizitätswerke“ (RWE).
Ein Mitarbeiter der „Lechwerke“ reist jeden dritten, vierten Tag nach Rotis, um rio’s beim Arbeiten zu zu schauen. Dabei versucht der Abgesandte immer wieder, Julian Aicher davon ab zu bringen, enorme mögliche Steigerungsraten der Strommenge aus Wasserkraft in der Ausstellung zu benennen. Mit Zustimmung der anderen beiden Sponsorfirmen und anhand überzeugender (teils geschichtlich belegter) Informationsquellen setzt sich Julian Aicher durch.
Zehn Jahre später, am 12. März 2012, spricht dieser LEW-Mann Julian Aicher nach dessen Wasserkraft-Vortrag im bayerischen Landtagsgebäude an und meint: „Wir hätten da heute auch noch so manche Pläne zum Bau neuer Wasserkraftanlagen.“ Julian Aicher ermutigt ihn und ergänzt lächelnd: „Große Potenziale haben wir ja damals 2002 schon festgestellt.“
Die Wanderausstellung „Wasserkräftig weitert“ zeigt sich in Augsburg, Kempten, Lautrach, Leutkirch, Lindau, Memmingen, Oberstdorf – insgesamt einem Dutzend Orten.
2002
Christine Abele (*20. Juno 1965 in Vallendar) und Julian Aicher (*20. März 1958 in Ulm) verloben sich in Notre Dame de Paris
in Paris.
2003
20. März 2003
Christine Abele (20. Juno 1965 in Vallendar) und Julian Aicher (20. März 1958 in Ulm) heiraten auf dem Standesamt Vallendar/Rhein (nördlich von Koblenz).
Sonniges Wetter.
Als die beiden am morgen mit dem Auto zum Rathaus fahren, berichten die Radio-Nachrichten vom Beginn des ‚zweiten Golfkriegs’ durch US-Truppen.
2003
Krümmung Zulaufrohr Ossberger Tubine
2004
Februar 2004
Beginn des Innen-Ausbaus der scheunen-artigen Obergeschosse im Haus Rotis 17 (heute: Rotis 5 – 2) im Anwesen Rotismühle durch Christine Abele-Aicher und Julian Aicher (Bauherrschaft).
Februar/März 2004
Christine Abele-Aicher erhält die Entlassungs-Urkunde von Joseph Wilhelm, Geschäftsführer der „Rapunzel Naturkost AG“ Legau (Kreis Unterallgäu).
2004
11. September
rio’s-Inhaber Julian Aicher und Grafiker Reinhold Schneider hängen im alten aber aktiven Donau-Kraftwerk Obermarchtal Alfredstal (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland), rund 40 Kilometer südwestlich von Ulm ein rundes Dutzend Informations’tücher’ mit Karabiner-Haken an zwei Drähte auf. Dies haben sie bis 16.oo Uhr angekündigt. Gegen 15.30 Uhr ruft Julian Aicher Kraftwerksinhaber, Diplomingenieur Elmar Reitter an und sagt: „Die Ausstellung hängt – Du kannst sie jetzt anschauen.“
Offiziell wird diese Ausstellung „Maschinen unterm Münster MuM“ am 12. September 2004 im besagten Donaukraftwerk eröffnet. An diesem „Tag des offenen Denkmals“ steht „Wasser“ als Thema an. Mit etlichen Führungen, kleinem Festzelt (samt gegrillten Fischen der örtlichen Angel-Begeisterten) und Kinderprogramm erweist sich die Eröffnung als kleines Volksfest mit mehreren Hundert Leuten.
Ein Jahr später haben rund 1.000 Personen „MuM“ besucht.
2011 zeigte sich eine Gruppe aus Japan dort, bis 2015 kamen Besuche auch aus China, Kasachstan und vielfach aus
Deutschland.
2006
Frühjahr
2008
August
Die römisch-katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart beauftragt Julian Aicher, mit seinem Büro rio’s die von rio’s vorgeschlagene Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ zu erarbeiten. Finanzierung der 12 geplanten mobilen Info-Stelen („Roll ups“): durch Sponsoren, die rio’s einwirbt. rio’s spricht gezielt kleine und mittelständische Unternehmen an, die über Erfahrung mit Erneuerbaren Energien verfügen und daher glaubwürdig wirken. Als erster Sponsor sagt Thomas Hartmann von der „Hartmann Energietechnik“ Rottenburg-? zu: 1.732 Euro brutto. Im Februar 2009 werden es 11 Sponsorfirmen sein – also 19.052 Euro gesamt brutto.
2010
9. bis 17. Oktober
Die von Julian Aichers Büro rio’s erarbeitete Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht im „Energiezelt“ der „Oberschwabenschau Ravensburg“.
Dieses Zelt besuchen rund 50.000 Leute (die dafür Eintritt bezahlen – also interessiert sind).
Damit dies möglich wurde, hat Julian Aicher die Sponsoren von „Energie vom Himmel“ nochmals angeschrieben – und dann die Diözese Rotenburg dazu ermuntert, nun für den Druck der „Energie-vom-Himmel“-Infostelen erstmals selbst Geld in die Hand zu nehmen. Damit ließ sich ein Z w e i t druck der 12 Stelen (Roll ups) bezahlen.
„Energie vom Himmel“ war also jetzt zwei mal ausstellbar – und damit vielseitiger einsetzbar.
2011
1. bis 5. Juno
Die Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ aus Julian Aichers Büro rio’s steht beim Evangelischen Kirchentag in Dresden.
2012
9. März: Sängerhalle Stuttgart. Jahreshauptversammlung der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK)).
Etwa 223 Sekunden, bekommt Julian Aicher von seinem Vorsitzenden, Diplomingenieur Elmar Reitter, um den rund 150-200 anwesenden AWK-Mitgliedern mit einer Auflistung zu erläutern, wie Aichers AWK Pressearbeit 2011 über Zeitungen, Radiosender und Fernsehanstalten rund 4 Millionen Leute ansprach.
Zusätzlich liegen vor jedem AWK-Mitglied mehrere Hefte der druckfrischen Broschüre „Strom für Millionen. Potenziale preiswerten Wasserkraft-Ausbaus in (Süd-)Deutschland. Heft 1“ vor. Diese 24-seitigen vierfarbigen DIN-A-4-Broschüren zeigen anhand von Beispielen, wie sich der Stromertrag aus Wasserkraft aktuell mal verdoppeln, mal verdoppeln, mal versiebenfachen ließ. Konkret und vor Ort. Nachprüfbar.
(dort: März 2012 als Heft).
Montag 12. März 2012 verteilt Julian Aicher das druckfrische Heft „Strom für Millionen 1“ in die Fraktionssekretariate der Abgeordneten im Münchner Landtag. Interessante Unterhaltung bei der SPD, eine lange Tasse Kaffee bei den „Freien Wählern“,
abends dann einen Vortrag über die Potenziale der Wasserkraft im Maximilianeum auf Einladung des FDP-Abgeordneten Tobias Thalhammer.
Danach Verteilung des Heftes bei vielerlei Veranstaltungen, an Gemeinde- und Kreistagsmitglieder. Insgesamt über 5.000 der blauen Broschüren. Bis Sommer 2012 hat Julian Aicher „Strom für Millionen“ Ausgabe 1 auch an die Abgeordneten der Landtage von Hessen und Baden-Württemberg geschickt.
Auch Bundesumweltminister Dr. Peter Altmaier bekommt sie per Post.
Zusätzlich geht „Strom für Millionen Heft 1“ an über 30 Journalistinnen und Journalisten von A wie „Augsburger Allgemeine“ bis Z wie ZDF.
2012
28. Oktober
Bei der „Buchwoche“ der Buchhandlung Kappler (von Hildegard Kappler) in der Festhalle Leutkirch stellt Christine Abele-Aicher ihren druckfrischen 176-seitigen Band „Die sanfte Gewalt. Erinnerungen an Inge Aicher-Scholl“ vor. Er erscheint bei der „Süddeutschen Verlagsgesellschaft“ Ulm im Thorbecke Verlag, besteht aus gut 50 Texten von über 45 verschiedenen Verfasserinnen und Verfassern. Außerdem enthält „Die sanfte Gewalt“ rund 50 Fotos (und eine Zeichnung) - bis dahin teils unveröffentlicht.
In der Folgewoche, Ende Oktober, stellen die Süddeutsche Verlagsgesellschaft und die vh ulm („Ulmer Volkshochschule“)
mit vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels, Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner samt etlichen anderen Text-Schreiberinnen, -Schreibern und Mit-Herstellenden das Buch mit Herausgeberin Christine Abele-Aicher im voll besetzten „Club-Orange“-Saal der „vh ulm“ („Ulmer Volkshochschule“) mit vielen Gästen vor.
Ein beeindruckendes Fest. Christine Abele-Aichers Vater Johannes, im „Dritten Reich“ wegen der widerständigen Haltung von dessen Vater geschlagen, kullern einige Tränen.
Christine Abele-Aicher und Julian Aicher haben vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels als Festgeschenk ein paar Dutzend Original-vh-Plakate, gestaltet vor 1970 im Büro von Otl Aicher, mitgebracht. Dabei erklärt die sichtlich bewegte Volkshochschulleiterin, diese Original-Drucke verfügten über hohe Werte – und dienten der Bildungseinrichtung daher als eine Art dinglicher Sicherheit.
Christine Abele-Aichers Mann Julian Aicher hat für „Die sanfte Gewalt“ drei Beiträge verfasst (darunter die nicht selten erwähnte ‚Witze-Seite’), mit der Herausgeberin drei über 90 Jahre alte Damen (die selbst nichts mehr schreiben wollten) zum Interwiew besucht, immer wieder Rat und Unterstützung geboten – bis hin zu Briefen an Leute und Einrichtungen, die mit dem Kauf einer größeren Anzahl des Buchs direkt vor/zur Veröffentlichung („Subscribtion“) helfen konnten, die Gesamtkosten zu senken. So ist „Die sanfte Gewalt“ im Buchhandel für nur 19,90 Euro zu bekommen. Ab Oktober 2012 dient Julian Aicher der Herausgeberin auch als Pressearbeiter für das Buch. So besuchen Christine Abele-Aicher, Julian Aicher und Dr. Dagmar Engels vor der Volkshochschul-Veröffentlichungsfeier Ende Oktober 2012 noch den das örtliche Bürger-„radio free fm“ zum Interview mit dem dort bestens vorbereiteten Rainer Markus Walter.
2013
Januar/Februar
Christine Abele-Aicher und Julian Aicher besuchen etliche Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem 70sten Jahres-Gedenktag ‚Enthauptung von Christoph Probst, Hans Scholl und Sophie Scholl am 22. Februar 1922 im Gefängnis München-Stadelheim’.
Am 22. Februar 2013 tragen Christine Abele-Aicher und Julian Aicher morgens einiges zur Feier in der „Sophie-Scholl-Schule“ Leutkirch bei und fahren dann per Bahn nach München zum Gedenkgottesdienst nachmittags in der Gefängniskirche von München-Stadelheim. Julian Aicher war dazu etwa zwei Wochen zuvor eingeladen und dann einige Tage vor der Veranstaltung gebeten worden, die letzten Zeilen aus der Bibel vor zu lesen, die Hans Scholl vor seinem Tod auf eigenen Wunsch von einem Pfarrer gehört hatte.
2013
27. Februar
Heute bestätigt das Landratsamt Ravensburg schriftlich das „Altrecht“ der Wasserkraftanlage Rotismühle. Die Behörde hat aus alten Genehmigungsakten (aus den frühen 1920er Jahren) ermittelt, dass das Wassertriebwerk Rotismühle die treibende Kraft der Hofser Ach zeitlich unbefristet nutzen darf. Inhaber Julian Aicher hatte beim Landratsamt rechtzeitig darauf hingewiesen.
2013
Herbst
Julian Aichers Büro rio’s gibt ein neues, Postkarten-formatiges Faltblat `raus:
„Wasserkraft im Kreis Ravensburg.“
Fotos und kurze, ‚griffige’ Texte zeigen, wo was wie mit Wasserkraft im Kreis wirkt. Und zwar so zusammengefaltet, dass das Informationsblatt in (fast) jede Hemd- oder Jackentasche ‚passt’. Reaktionen an Stammtischen zeigen dem Herausgeber: das stößt auf Interesse.
(Auch digital zu sehen unter der Rubrik/dem Reiter „Wasserkraft im Kreis RV“.)
2013
Silvester
Leutkirch-Hofs’ Ortsvorsteher Lothar Schmid, Steuerungs-Experte Gerhard Graber, Hermann Biedenbach und Julian Aicher stellen fest: Die Wasserkraftanlage Rotismühle gewinnt kurz Strom. Schriftliche Bestätigung von Graber und Schmid.
Damit der Wasserstand hoch genug war, die Turbine in Schwung zu bringen, stauen es (bis zu einer Tonne Kies fassende) „Big-Pack“-Säcke auf derjenigen Betonmauer hoch, auf der 2014 das Holz-„Klappen-Wehr“ montiert wird.
Damit liegt der Beweis vor, dass die Wasserkraftanlage Rotismühle im Sinn ihres „Altrechts“ aktiv arbeitet.
2014
2. Februar 2014
Auf Vorschlag und organisatorische Bemühungen von Christine Abele-Aicher und Julian Aicher hat die Volkshochschule Leutkirch in ihrem Programmheft für heute zum Besuch von zwei seit 2004 neu eingebauten Wohnungen in der Rotismühle eingeladen.
Dies aus Anlass des 14. April 1414 – da tauchte die Rotismühle erstmals in einer schriftlichen Urkunde auf.
9. April 2014
Auf Vorschlag und mit-betreuende Organisation von Julian Aicher hin lädt die Volkshochschule Leutkirch heute zum Vortrag des Leutkircher Orts-Geschichtswissenschaftlers (und ehemaligen Realschulrektors) Albrecht Roth in den Gewölbesaal „rotisserie“ nach Rotis. Titel: „Rotis – kleiner Weiler mit großer Geschichte“.
Montag, 26. Mai 2014
„Herzlichen Glückwunsch!“ Karl-Friedrich Rommel aus Ravensburg, 1991-1994 teils Julian Aichers Bürokollege in Ravensburg und später Partner-Unternehmer von Julian Aichers Büro rio’s mit seinen Firmen „Solarstromkonzept“ und „Oberschwaben Solar“ und „SolarStromKonzept“ Ravensburg gratuliert Julian Aicher als erster zum gewonnenen Kreistagsmandat. Aicher zeigt sich zunächst überascht – fand er sich doch in den Wahlergebnissen des Landratsamts zunächst noch als ‚nicht gewählt’.
Die Tage und Wochen danach gratulieren für Julian Aicher unerwartet viele. Manche meinen: „Endlich mal einer, der kein ‚Berufspolitiker’ oder kein Beamter ist.“
16. Juli 2014
Zwei Fachhandwerker montieren mit Julian Aicher die hölzernen Stauwehr-Klappen des so mit-sanierten Überlaufwehrs des Wasserkraftwerks Rotismühle auf die 37 cm starke und rund 2 Meter tief in den Flussgrund ragende (2012 errichtete) Betonmauer. Noch im Sommer zeigen die sehr einfach funktionierenden Klappenwehre: sie arbeiten absolut
planmäßig. Damit mindern sie beachtlich den Hochwasser-Druck auf das Anwesen Rotismühle.
Sommer 2014
Julian Aicher veräußert einige Möbel (und ähnliche Gestaltungs-Gegenstände), die er von seinen Eltern Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher geerbt hat, an die „Große Kreisstadt Leutkirch“ und an das „bauhaus“-Museum Dessau. An die Stadt Leutkirch eine Mischung aus Verkäufen und Spenden.
16. August 2014
Der „Fachverband Biogas“, Landesgruppe Baden-Württemberg beauftragt Julian Aichers Büro rio’s, ein (auf Postkarten-Größe zusammen-klappbares) Faltblatt mit Titel „Biogas kann’s“ zu erstellen. Deshalb schreibt rio’s zunächst Inhaberinnen und Inhaber von Biogasanlagen an. In diesen Briefen bietet das Büro rio’s je eine Postkarten-große Informations-Fläche mit Bildern und kurzzeiligen Texten für je 376 Euro brutto an.
Die dort gezeigten Informationen lassen sich in wenigen Minuten wahrnehmen. Außerdem ‚passt’ so ein Faltblatt in (fast) jede Hemd- und Jackentasche.
Noch am gleichen Tag bestellt eines der Biogas-Unternehmen
solch eine Postkarten-große Fläche. In rund zwei Wochen ist das Faltblatt auf diesem Weg ‚voll’.
Siehe auch auf dieser Internetseite www.rio-s.de unter „Biogas kann’s“.
2015
Erstes Quartal 2015
Zwei Hochwässer (nach vergleichsweise schnellen Schneeschmelzen mit teilweise Starkregen) zerstören nahe des ‚Marienmäucherchens’ am rechten Bachufer der Hofser Ach (gegenüber dem Marienbildstock von 1948) im Staubereich Wasserkraftwerk Rotismühle beachtliche Uferbereiche.
Mehrere Bäume fallen dabei um.
vor allem nach Ostern 2015
Sanierung der zerstörten Stau-Ufer-Bereiche nach Schädigungen im I. Quartal mit vielen helfen Händen (darunter denen von Manuel Aicher).
21. April 2015
Nach langen, mühlevollen Sanierungen im Staubereich der Wasserkraftanlage Rotismühle läuft das Wassertriebwerk seit längerem erstmals wieder so an, dass sich seine Räder über mehrere Monate fast ununterbrochen drehen. Bis Mitte September 2015 speist die Wasserkraftanlage Rotismühle ins ‚normale’ Stromnetz der „Lech Elektrizitätswerke“ 5.961,6 Kilowattstunden. Der darüber hinaus zum Eigenbedarf in Rotis 5 – 2 genutzte Strom umfasst in dieser Zeit vermutlich mehr als 1.000 Kilowattstunden.
Dazu kommt:
Der (vor allem seit Ende 2012 bestärkte), im Auftrag und mit Julian Aichers Arbeiten mit ermöglichte Umfließungsbach um’s Stauwehr (möglich durch eine gesicherte Lücke im Uferdamm des Wasserkraftwerks) schafft mehr Wasserfläche für Fische. Ortskundige Fischerei-Fachleute sehen darin „eine schöne Entwicklung und Aufwertung des Gewässers“.
3. September 2015
Unter dem Titel „Gemüse vom Feuer“ veröffentlicht der „Stern“ einen mehrseitigen Bericht über den marokkanischen Lehmtopf tajine. Dabei auch die Internet-Adresse
Für diesen Artikel hat sich rio’s Inhaber Julian Aicher über mehrere Jahre beim „Stern“ stark gemacht.
Die Firma „ali baba tajine“ (www.tajine.de) verbreitet unter anderem von Leutkirch-Ausnang (5 km vom rio’s-Arbeitsort Leutkirch-Rotis entfernt) das bewährte Kochgeschirr in Deutschland.
Mit der Veröffentlichung im (laut „Wikipedia“ über 7,5 Millionen Personen ‚erreichenden’) „Stern“ hat Julian Aichers Büro rio’s seit seiner Gründung 2002 insgesamt rund 20 Millionen Leute über Fernsehen, Radio, Zeitungen, Faltblätter, Plakate, Informations-Tafeln, Ausstellungen, Internetseiten, Filme, Führungen, Feste, Vorträge und mehr Informationen geliefert.
*
Jahreszahl (noch) nicht genau überprüft. Leichte Abweichungen daher nicht ganz ausgeschlossen.
**
Berufsbezeichnungen und akademische Titel im (teils vermuteten?) Stand von 2013.
4. Millionen ansprechen
Julian Aichers Büro „rio’s - regenerativ informations- und organisations-service“
Gegründet: März 2002. Seine Arbeitsfelder: Ansprachen, Artikeltexte, Ausstellungen, Broschüren, Faltblätter, Feste, Filme, Führungen, (Podiums-)Diskussions-Teilnahmen, Informations-Tafeln, Internet-Seiten, Moderationen, (Presse-)Texte, „Regenerativ-RadelRouten“, Seminare, Tagungen, Wanderausstellungen, Verbands-Blätter, Vorträge ... Das Büro rio’s verfolgt auf verschiedenen Wegen sein Ziel: Informationen über Erneuerbare Energien verbreiten. Dabei sprach rio’s über diese verschiedenen Routen bis 2015 gut 20 Millionen Leute an. Tendenz:_ steigend. Rio’s-Gründer und –Inhaber Julian Aicher bewerkstelligt dies als Einzelunternehmer und bildet Netzwerke aus Fachleuten – je nach anstehender Aufgabe.
Am 20. März 1958 in Ulm geboren und seit 1972 in der Rotismühle, Markung „Große Kreisstadt Leutkirch“, Kreis Ravensburg im oberschwäbischen Allgäu aufgewachsen, lernte Aicher direkt neben einem alten aber aktiven Kleinwasserkraftwerk Zusammenhänge zwischen Alltag und erneuerbaren Energiequellen kennen. Über verschiedene Schüler-, Jugend- und Studentenzeitungen (teils von Aicher mit begründet, kam Aicher mit Hospitanzen und freier Mitarbeit für Redaktionen zum Journalismus. Nach Zivildienst, Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und Politikwissenschaft in Tübingen 1980 bis 1982 gründete Julian Aicher 1985 in Ravensburg den „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ mit und veröffentlichte ab 15. Mai 1987 drei Bücher über Rock-Musik-Szenen in Oberschwaben. Seitenzahl: ingesamt 1.004.

VITA:
1958 * in Ulm
aufgewachsen im Gelände der damaligen
"hochschule für gestaltung" (hfg)
und neben dem'
Fort Oberer Kuhberg
Besuch der Waldorfschule
1969 Rolle in der ZDF-Serie
"Familie Mack verändert sich"
Regie: Peter Schubert)
1972 Übersiedlung nach
Leutkirch-Rotis
Gymnasium, Realschule
1974 Erste öffentliche Rede im ehemaligen
KZ Fort Oberer Kuhberg Ulm
1975
Tod der älteren Schwester Pia
in Folge eines Verkehrsunfalls
Realschulabschluss in
Leutkirch
Zweite Aufnahmeprüfung Gymnasium Leutkirch
1976 Mitarbeit an der "Friedenswoche Leutkirch"
1977-1978 Mitarbeit an Leutkircher Schülerzeitung
"Radieschen im Untergrund"
Mitglied der "Katholischen Jungen Gemeinde"
1978 Abitur am Gymnasium Leutkirch
1978-1980 Zivildienst am Kreiskrankenhaus Sigmaringen/Donau
1979 Gründung der Sigmaringer Jugendzeitung "Wanze"
1980 3 Monate angestellt als Krankenpflegehelfer am Kreiskrankenhaus Sigmaringen
1980 erstes privat organisiertes Rockkonzert
(Gasthof "Löwen" Legau/Kreis Unterallgäu)
1980 Studienbeginn an der Universität Tübingen
Empirische Kulturwissenschaft
Politikwissenschaft
1982 Zwischenprüfung
1982 Hospitanz beim
"Schwäbischen Tagblatt" ("Südwest Presse")
Tübingen und Rottenburg
1983/1984 Mitarbeit am "Arbeitskreis Herbstblätter"
im Ludwig-Uhland-Institut Tübingen
1984 Freie Mitarbeit beim "Schwarzwälder Bote" Rottenburg
1985 Mitarbeit am Buch "Kultur in der Provinz" ("Flugschriften"/Weingarten)
1985 Mitbegründung "direktverlag sam-aicher-vogt gbr" Weingarten/Ravensburg

1987 Veröffentlichung des Buchs
"Da
läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz"
(676 Seiten)
1988 Mitarbeit an Buch "Kultur im ländlichen Raum"
im
Auftrag des Stututgarter Landwirtschatsministeriums
(Ludwig-Uhland-Institut Tübingen)
1988 Veröffentlichung des Buchs
"Rock
in Oberschwaben" (RiO)
(zusammen mit Ulrich Eder)
(230 Seiten)
1989 Veröffentlichung des Buchs
"schnell, dreckig, lustig.
Die Rockband 'Bellybutton & the Knockwells'"
(115 Seiten)
1989 Pressebegleitung für die Rockband
"Bellybutton & the Knockwells" (Friedrichshafen)
1990 Eintritt ins Pressebüro Uwe Flach, Claus Juricz, Karl F. Rommel, Rolf Schultes
Ravensburg
1990-1994 freie, regelmäßige Mitarbeit beim "Wochenblatt" Ravensburg/Wangen
regelmäßige "Konzertvorschau" (jede Woche)
1990 Gründung der Agentur "Rock in Oberschwaben" (RiO)
1991 Tod des Vaters Otl Aicher (*1922), infolge eines Verkehrsunfalls
1992 Geburt des Sohnes Jens Oliver Gutsfeld
1994 Begleitung der Sanierung Turbine Rotis (Leutkirch)
1994 Wieder-Übersiedlung von Ravensburg nach Leutkirch-Rotis
Wohnungsausbau (2. Obergeschoss, Haus 5)
1994-1997 freie, regelmäßige Mitarbeit "Schwäbische Zeitung" (Kreis) Ravensburg
"SZene
regional"
Berichte aus dem Kreis
1994-1997 Redaktionsmitglied beim kommunalen Stadtmagazin
"StadtLandFluss" Ravensburg
1995 Serie "Wasserkraft im Kreis Ravensburg"
("Schwäbische Zeitung""'Kreisseite' Ravensburg
1995 erstes Rotiser Seminar
"Wasserkraft. Alte Energie mit neuer Zukunft"
(unter anderem mit Dr. Dieter Gust, Manfred
Lüttke und Dr. Jürgen Gysin)
1995/1999 Konzertveranstaltungen im Saal "Rotisserie" Rotis-Leutkirch
(mit Verein "RotisLichtMillieu")
1996 Veranstaltungsreihe "Energie Frühling Rotis"
(Eröffnung: Dr. Franz Alt)
1996 Serie "Durst ist schlimmer als Heimweh"
"Schwäbische Zeitung" Ravensburg
1996 Seminar "Energie-Ernte Rotis"
1997 Seminar
"Windkraft. Stürmische Zeiten für das schwäbische Oberland?"
1997 "Energie Ernte '97" Rotis (mit Hermann Scheer)
1997 Freie Zusammenarbeit mit "Pro terra", Memmingen
1998-2001 "Informationsdienst 'regenerativ regional'"
1998 Informationsschrift
"Tradition mit Zukunft.
Wasserkraft an der Oberen Eschach"
(Leutkirch)
1998 Tod der Mutter Inge Aicher-Scholl (*1917)
1998 Ausstellung "Bauern unter Strom"
Bauernhausmuseum Wolfegg/Kreis Ravensburg
2000 Mitarbeit (Texte, Tips, Auftritt) am SWR-Film
"Wasserkraft - alte Energie mit neuerer Perspektive?"
(ein Film von Katharina Prokopy)
2000 Federführende Beteiligung an der Ausstellung
"Ewige
Kraft der Sonne"
Landesgartenschau Memmingen
(Huetlin- und Roeck-Mühle)
2000 Wahl in den Vorstand der
"Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV" (AWK)
(dort Pressesprecher)
2000 Übernahnme Kleinwasserkraftwerk Rotismühle als Alleineigentümer
2001/2003 Bemühungen um ein "Bürgersolarkraftwerk" in Legau (Kreis Unterallgäu)
2001 AWK Seminar Böblingen: Wasserkraft
2001 Seminar Rotis:
"Pflanzenöl in der gewerblichen Wirtschaft"
(unter anderem mit Professor Dr. Ernst
Schrimpff)
2002 Gründung des Büros
"regenerativ informations- und organisations-service" (rio's)
2002 Wanderausstellung "Wasserkräftig weiter"
im
Auftrag des "energie- und umweltzentrum allgäu" (eza!)
Kempten
2002 Festschrift und Infotafeln
10
Jahre Wasserkraftwerk Warmatsgund (Oberstdorf)
(dort: Interview mit Ernst Ulrich von
Weizsäcker)
2002/2003 Wasserkraft-Infotafeln
unter anderem in Rechtenstein/Donau, Sulzberg/Iller und Oberstdorf
2003 Erster PÖF - "Pflanzen-Öl-Frühschoppen" in Rotis
2003 Heirat mit Christine Abele-Aicher
2003 Weitere Sanierung der Turbine Rotis
2003 Seminarleitung Wasserkraft bei der "Renexpo" Augsburg
2004/2009 Unterstützung der Kampagne für Wasserkraftwerk Kühberg-Neu
der
"Energie-Versorgung Oberstdorf" (EVO)
(2009 genehmigt)
2004/2005 Ausbau Wohn und Büroräume
in
scheunenartigem Gebäude
auf Grundstück ehemaligen Sägewerks
(mit Christine Abele-Aicher)
in Leutkirch Rotis
2004 Ausstellung "MuM - Maschinen unterm Münster"
im Kraftwerk Obermarchtal-Alfredstal
2005 Wasserkraft-Weg-Augsburg
2006 "Regenerativ-Region Illerwinkel"
(22 Außen-Infotafeln, Faltblätter, Internet)
2006 "Solare Akzeptanzkampagne"
Ulm Ermingen
2006 Infotafeln am reaktivierten Wasserkraft-Pumpwerk
Gomadingen-Offenhausen
(Landkreis Reutlingen)
2006/2009 Freier "Solarmoderator" der Stadt Ulm
für
die Pfarrgemeinde Ulm-Böfingen
und für den Teilort Ermingen
2007 "Solartour Ermingen"
2007 Erstes "ulmer festungs fest" uff
(Konzeption/Organisation/Pressearbeit)
2007/2008 Freie Zusammenarbeit mit "Innovasolar" Ulm
2008 Erste Vermittlung eines Photovoltaik-Auftrags
mit rund 1 Megawatt Leistung
2008 Wanderausstellung
"Wasserkraft und Fischerei.
Partner an Gewässern"
(mit dieser 3-tägiger Messestand bei
"Aqua Fisch" Friedrichshafen
2008 Wasserkraft-Infotafeln an der Wertach
2008 "Solartour west" Ulm
2008 Mitgliedschaft im
"Solaren Anwendernetzwerk der Diözese Rottenburg-Stuttgart"
2009 Mitarbeit (und kleine Rolle) am SWR- Film
"Die Bundesfestung Ulm. Das friedliche Bollwerk"
2009 Öffentlichkeitsarbeit zum Erhalt des
"Fort Oberer Eselsberg Nebenwerk " Ulm
2009 Beginn der Unterstützung für neue
Kleinwasserkraftwerke in der Iller
2009 Erstinformationen an potenzielle
Kundinnen und Kunden im Bereich 'Solarmobilität'
2009 Wanderausstellung
"Energie vom Himmel"
im Auftrag der Diözese Rottenburg-Stuttgart
2009 Wasserkraft-Infotafeln für Triebwerke an Neckar, Lauter und Tauber

2010
Veröffentlichung der Schrift "Südwest-sonnig"
www.suedwest-sonnig.de
verteilt am 22. April 2010 an alle damaligen
Abgeordneten im Landtag Stuttgart,
dann an Journalistinnen und Journalisten
und (bis Mai 2011) an rund 6.500 Interessierte
- darunter etliche Gemeinde- und Kreistagsmitglieder.
2010
Veröffentlichung der Schrift "Bayern-besonnen"
www.bayern-besonnen.de
verteilt September 2010 an alle Landtagsabgeordneten
im Münchner Maxiimiliane um
und im Oktober 2010 an mehrere Hundert Delegierte beim
CSU-Parteitag München
ebenso an andere Interessierte, darunter Kreis- und
Gemeinderatsmitglieder.
Die FDP-Fraktion des Landtags nimmt daraufhin
mit "Bayern-besonnen"-Herausgeber Julian Aicher
Kontakt auf. Zwei Gesprächstermine.
2010
Veröffentlichung des Faltblatts
"Wasserkraft - unendliche Energie im Einklang mit der Natur"
im Auftrag der
"Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-
Württemberg eV" (AWK) und im Programm der
Ausstellung "MuM-Maschinen unterm Münster"
2011
Informationen, die Julian Aichers Büro rio's an Presse, Radio und Fernsehen gibt, sprechen über 4 Millionen Leute an. Ein Veröffentlichungs-Rekord für rio's.
Aufgrund dieser Eigenschaft werden immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und mit Nutzung von Erneuerbaren Energien (etwa ein Gasthof) auf rio's Pressearbeit aufmerksam.
Die Wanderausstellung "Energie vom Himmel" (2009 von rio's an die Diözese Rottenburg-Stuttgart geliefert) steht beim "Evangelischen Kirchentag Dresden".
Julian Aicher besucht die Umweltministerien in Berlin, München und Stuttgart.
Im Mai 2011 der insgesamt dritte, kurze Informationsaustausch mit Winfried Kretschmann (noch vor dessen Vereidigung zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg).
Immer wieder: Vorträge - etwa beim Klimagesprächskreis in Murrhardt oder in der Volkshochschule Reutlingen oder auch ein Bühnen-Gespräch mit Wolfram Frommlet im kommunalen Kino "Linse" Weingarten.
Beitritt zum "Cine-Club Leutkirch" und in der Regel mindestens ein mal pro Monat Kinobesuch.
Leitung der "RegenerativRadel-Route rund um Leutkirch" der örtlichen Volkshochschule - diesmal von Leutkirch in die "RegenerativRegion Illerwinkel" (www.regenerativ-region-illerwinkel.de)
Beginn der rio's-Arbeiten für die kleine Wanderausstellung "Kraft und Küche KuK" www.kuk-kraft-und-küche.de
Vor Jahresende übergibt rio's Infotafeln, eine mobile Infostele und Faltblätter an seine Kundschaft im Rahmen von "RaD - Regenerativ am Donauufer".
Julian Aicher entfernt mit Christian und Hermann Biedenbach das (am 6. August 2010 unter Hochwasser-Druck umgestürzte) Überlaufwehr an seiner Wasserkraftanlage Rotismühle mit einem 5-Tonner-Bagger (www.rotismuehle-aktuell.de und Rubrik 'Wasserkraftwerk Rotismühle' in dieser Internetpräsenz www.rio-s.de)
Erste Teilnahme an einem Feuerlauf - vier mal an einem Abend auf 5 Meter langem glühenden Holz: Vertrauensschule. Dies zusammen und auf Wunsch von Ehefrau Christine Abele-Aicher.
rio's liefert 7 Infotafeln für einen Energie-Erlebnis-Lehrpfad entlang des Faltenbachs in Oberstdorf.
Julian Aicher beginnt, per Elektrofahrrad voran zu kommen.
Gegen Jahresende unterstützt er die Pressearbeit für Eva Mosers Buch "otl aicher.gestalter".
2012
Im ersten Quartal arbeitet Julian Aichers Büro rio's unter anderem an der Schrift "Strom für Millionen. Potenziale preiswerten WasserkraftAusbaus in (Süd-)Deutschland" (Vor-Text-Studien in www.strom-fuer-millionen.de) und belebt die mit öffentlichen Besichtigungsterminen verbundene Internetpräsenz www.heizkosten-runter.de
Aicher verteidigt die Kleinwasserkraft in einer Nachrichtensendung des Südwestrundfunk-Fernsehens.
Im 25. Jahr nach Erscheinen seines 676 Seiten starken Buchs "Da läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz" (15. Mai 1987) lässt er eine Internetpräsenz mit Namen "orgasmusic" sichern.
Julian Aicher moderiert im I. Quartal 2012 bei einem städtischen Solartag in Ulm und hält drei Vorträge: einen bei der "Fruchtwelt" Friedrichshafen" einen auf Einladung der Raiffeisenbank Dellmensingen und einen im Münchner Landtag.