E C H T      E R N E U E R B A R       


Claus Scheuber (links) Träger des "Deutschen Solarpreises" 2016, sagt 2026: Solarmodule an bereits bestehenden Lärmschutzwänden im Landkreis Ravensburg könnten pro Jahr rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Speicherbar. Genug für (mehr als) 10.000 Privatleute. In anderen Landkreisen dürften ähnliche Potenziale ruhen.

"Es passiert nix"

2. Februar 2026

Lichtmess

 

Erneuerbare Energien. Oft massiv unterschätzt. Ihre Quelle: die Sonne. Sie schickt zur Erde Jahr für Jahr rund 15.000 mal mehr Energie als die Menschheit dort im gleichen Zeitraum verbraucht (aus Atom, Erdgas, Erdöl und Kohle bezieht). 15.000 mal mehr. So kostet eine Kilowattstunde Strom aus Solarmodulen auf dem eigenen Dach in den eigenen Räumen direkt drunter (weniger als) 10 Cent. Aus dem gewöhnlich-öffentlichen Strom-Netz gibt's das Gleiche für (über) 30 Cent. Doch nicht nur vom Dach können elektrische Kilowattstunden fließen. Viel mehr wäre auch von Solarmodulen an Lärmschutzwänden entlang von Straßen oder Schienenwegen möglich. Und zwar an bereits Bestehenden.

 

Bis zu einer Million Kilowattstunden Strom pro Jahr. So viel Elektrizität kann ungefähr aus Solarplatten an einem Kilometer Lärmschutzwand entstehen. "Zwanzig bis fünfundzwanzig laufende Kilometer" solcher Geräusch-Minderungs-Bauten hat Claus Scheuber allein im Kreis Ravensburg an Bundesstraßen entdeckt. Der Ravensburger Projektentwickler kennt sich aus. Mehrere Jahrzehnte arbeitete er in der Sonnen-Energie-Branche. Dabei half er etwa der Stadt Ravensburg, Strom für Flüchtlingsunterkünfte dank Solarplatten drauf billiger zu bekommen. Montiert zusammen mit den Geflohenen und eingen Fachhandwerkern. Dafür erhielt Claus Scheuber 2016 den "Deutschen Solarpreis" von "Eurosolar". Und die Flüchtlinge, die damals mit aufs Dach gestiegen waren, alle Ausbildungs- oder sonstige dauerhafte Arbeitsstellen.

 

Doch zu Solarmodulen an Lärmschutzwenden sagt Scheuber: "Leider passiert im Ländle gar nix". Das sei deshalb besonders schade, weil die 20-25 Kilometer Lärmschutzwände im Kreis ja bereits stehen; Bauwerke die einer zusätzlichen Nutzung als Energieerzeuger harren. Scheuber berichtet, er habe mehrere Vorstöße bei der Stadt und auch bei der Landkreisverwaltung des Kreises Ravensburg vorgenommen. Dort sei ihm stets gesagt worden: "Wir machen nix". Begründung der Behördenleute: Irgendwann würden die Bauten umgestaltet - dann seien die Solarmodule im Weg, oder: nicht unser Problem.

 

Das geht auch anders. Sonniger. Das entdeckte Solarpreisträger Scheuber schon vor etwa 30 Jahren. Da fiel ihm an der Autobahn bei Chur eine 2 km lange Lärmschutzwand auf - mit Sonnenstrom-Platten dran. "Schau her, die Schweiz", dachte sich der Ravensburger. Und erkannte im eidgenössischen Alpenstaat seither immer wieder ähnliche Systeme.

 

Die gibt es mittlerweile auch entlang deutscher Routen. Manche etwa in Bayern. Aber "wenn es um öffentliche Bauwerke oder Flächen geht, dann geht es in Sachen Solar besonders langsam", meint Claus Scheuber. Mit dieser Kritik ist der Ravensburger Solarfachmann allerdings nicht alleine. Ein Mitglied der "Bürgerenergie Alb-Donau" berichtete, er sei jahrelang vertröstet worden, als er die Dächer der Bereitschaftspolizei Biberach sonnig bestromen wollte. Claus Scheuber schließt aus all dem, "dass das Land Baden-Württemberg in der energetischen Moderne noch nicht angekommen ist".

 

  

Millionen Euros günstiger

 

Diesen Mangel an günstiger Stromgewinnung auf und an öffentlichen Bauten hatte sogar der Landesrechnungshof öffentlich beklagt. Seine Rüge rührte daher, dass die Landesverwaltung mit derart günstigen elektrischen Kilowattstunden von landeseigenen Dächern viel Geld sparen könnte. Dass das tatsächlich funktioniert, zeigt wiederum ein Finanzamt im Schussental. Ihm rückte Solaruntrnehmer Karl Friedrich Rommel mit Solarplatten auf's Dach - und zahlt der Behörde dafür Dach-Miete.

 

Es ginge also viel mehr mit Sonnenstrom auf öffenlichen Gebäuden und besonders den Lärmschutzwänden an Straßen und Schienenwegen im Land. Auch im Kreis Ravensburg. Würden an den 25 Kilometern Lärmschutzwänden dort tatsächlich 25 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr entstehen, käme diese Elektrizitäts-Menge pro Jahr über zwei Millionen Euro günstiger als Strom aus dem üblich öffentlichen Netz.

 

Mehr noch: Meist bietet sich nahe solcher Lärmschutzeinrichtungen noch genügend Platz für Batteriecontainer. So könnten die elektrischen Kilowattstunden von den Solarplatten an den Geräusch-Minderungs-Bauten auch dann Strom ins Netz liefern, wenn der dort gebraucht wird - und nicht allein dann, wenn Sonnenlicht scheint. Ein Vorteil, der bei Stromausfällen besonders nützlich wäre. Sogenannten "Blackouts". Und insgesamt die Stromerzeugunskosten senkt.

 

Leute die darauf hoffen, am 8. März 2026 in den Landtags von Baden-Württemberg gewählt zu werden, können sich dann dort mehr für günstige Sonnenenergie stark machen. Ähnlich Personen, die zur Kommunalwahl in Bayern (8. März 2026) kandidieren.

 

Und wo bleibt das Positive? In Bayern - und in der Schweiz. Nicht allein dort. Denn im Landratsamt Ravensburg taten sich dort Tätige zusammen und bestellten gemeinsam günstig Balkonmodule. Deren Kabelstecker lassen sich vergleichsweise sehr einfach daheim am oder auf dem Balkon in die Steckdose schieben. Und dann kostenlos Elek In anderen Landkreisen dürften ähnliche Potenziale ruhen.  trizität aus Tageslicht gewinnen. Das mindert demnach die Beträge auf der üblichen Stromrechnung.

 

Strom aus Tageslicht. Photovoltaik. Vielseitig und günstig verwendbar. Daran lässt sich gerade an "Lichtmess" (2. Februar) wieder denken. Noch besser: einfach machen! (Ab) jetzt!



Wunderbare Biotope. Staubereich eines Wasserkraftwerks.
 

Wärme dank Wasserkraft

2. Februar 2026

 

Muss Deutschland bald im Kalten sitzen? Zu wenig "Brennstoff", weil nicht genug Erdgas aus Norwegen, Russland oder aus den USA ("Ranking") zwischen Waterkannt und Watzmann bereitsteht? Mittelfristig: nein. Zumindest in Bayern nicht. Denn mit Wärmepumpen-Technik in Wasserkraftanlagen "ließe sich rechnerisch der gesamte Wärmebedarf von Haushalten und Gewerbe" im Freistaat decken. So die "VDI-Nachrichten" vom 23. Januar 2026.

 

Wasserkraft? Da war doch mal was? Genau: Die Wucht treibender Tropfen kann Räder zum Drehen bringen. Diese Rotation lässt sich auf die Wellen von Generatoren übertragen. So entsteht Strom. Ähnlich wie in einem Fahrrad-Dynamo. Nur stärker. Solche Elektrizität kann wiederum in Wärmepumpen zu Wärme verwandelt werden. Die "Forschungsstelle für Energiewirtschaft" ermittelte 2024: Entzögen solche Wärmepumpen den Bächen und Flüssen Bayerns auch nur 1,5 Grad Celsius, brächten sie genug wohlige Temperaturen für alle Räume im Freistaat, wo sich Menschen aufhalten oder Maschinen werkeln.

 

Alles nur Theorie? Nein. Denn wer's wirklich wissen will, erfährt mit etwas Glück in einer ehemaligen Mühle im Landkreis Unterallgäu (der an den Kreis Ravensburg grenzt) genau, wie Elektrizität des dortigen Wasserkraftwerks die Haushalte im gleichen Gebäude in mit angenehmen Plusgraden versorgt.

 

In Bayern arbeiten rund 4.000 Wasserkraftanlagen. In Baden-Württemberg etwa 1.700. Allerdings: Auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg brummelten, ratterten und surrten 1945 noch etwa 5.000 Wassertriebwerke. Für Leute, die im eher Wasser-reichen "Stau der Gebirge" leben, zeigt sich dies etwa in Ravensburg nachvollziehbar. Dort, am Flappach-Bach, erleichterten um 1900 noch 20 Wasserräder die menschliche Arbeit. Heute sind's noch zwei. Ein Zehntel. Erfreulich dabei: der Energiespeicher dieser 20 Wasserkraftanlagen um 1900, der Flappachweiher, verschönert noch heute die Landschaft. Und lädt zum Baden ein.

 

Außerdem sorgen Staugewässer wie der Flappachweiher für mehr Hochwasserschutz. Nicht zu unterschätzen: Viele Wassertriebwerke sind "Schwarzstart"-fähig. Das heißt: Ihre Schwungräder können bei einem "Blackout", einem Stromausfall, dazu beitragen, dass die elektrische Versorgung dann wieder neu "anfährt". (Siehe dazu auch hier in ECHT ERNEUERBAR den Text vom 7. Januar 2026 "Mit `Schwarzstarts´`Blackouts´ begegnen".)

 

Höchste Zeit also, die Wasserkraft auch amtlich politisch neu, positiver und sachgerechter zu bewerten als bisher. Während nämlich in mancher Amtsstube bisher noch vermutet wird, Wasserkraft schade der "Gewässerökologie", lobten echte Wissenschaftler, wie etwa der Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker Staubereiche von Wasserkraftwerken als "wunderbare Biotope". Direkt an zu sehen im Film "Win - Wasserkraft ist naturverträglich" - verlinkt auf dieser Seite.

 

Umso erfreulicher wär's, bis zum "UNO-Weltwassertag" am 22. März 2026 würden "Verantwortliche" in Politik und Verwaltung öffentlich erklären, wie sie dank Wärmepumpen an und in  Wasserkraftanlagen künftig bald niemand mehr im Kalten sitzen lassen möchten.

 

Übrigens:

Gute Wärmepumpen können auch kühlen. Erfreulich für heiße Sommertage. Und Wasserlebewesen in den durch Wärmepumpen gekühlten Bächen und Flüssen fühlen sich in aller Regel dort wohler. "Cool" eben.

Und nochwas: Dieser Text verdankt seinen Inhalt auch dem aktuellen Hinweis aus einer Amtsstube. Danke dafür! Ein gutes Zeichen dafür, dass die Energie des treibenden Nass künftig dank lernfähig Behörden neu in Fluss kommen könnte?

 

 

Und so funktioniert Wasserkraft:

Stürzen 100 Liter Wasser in 1 Sekunde 1 Meter tief, setzen sie dabei 1 Kilowatt Energie frei. Technisch gute Wasserkraftanlagen verwandeln rund 80% dieses 1 Kilowatt in elektrischenStrom.


 

In der Ruhe liegt die Kraft. Das Wasser dieses Stauweihers treibt Turbinen an. An ihnen: Generatoren zur Stromgewinnung. Die Wucht des stürzenden Nass' kann also ohne Hilfe von außen damit beginnen, elektrische Kilowattstunden zu bewirken. Also "Schwarzstarts". Mit solchen "Schwarzstarts" arbeiten erneuerbare Energiequellen gegen "Blackouts".

 

Mit "Schwarzstarts" "Blackouts" begegnen
7. Januar 2026

 

Stromausfall. Seit Samstagmorgen (3. Januar 2026) floss in Tausende Berliner Haushalte keine elektrische Kilowattstunde mehr. Besonders bitter für Leute dort, die mit Strom heizen. Ursache: ein Brandanschlag. Solche "Blackouts" lösen Ängste aus. Zu Recht. Tagelange Stromstopps für ganze Landstriche hat es in Deutschland immer wieder gegeben. Dagegen bieten sich allerdings heute auch   t e c h n i s c h e   Schutzmaßnahmen an. Mit Erneuerbaren Energien als Kraftquellen.

 

Stromausfälle wie jetzt in Berlin werden immer wahrscheinlicher. Nicht allein wegen Terroranschlägen, sondern auch wegen der Erneuerbaren Energien - so wird es oft behauptet. Die Fakten lesen sich freilich anders. Vor gut 20 Jahren: am 25. November 2005 gab's im Münsterland keinen Strom mehr. 250.000 Leute saßen mehrere Tage ohne Elektrizität da. Ursache: Schwere Schneelasten zerstörten Leitungen. Damals, 2005, liefen noch alle Atom- und Kohlekraftwerke in Deutschland. Atomare und Kohle-erhitzte Stromerzeuger als sichere Quelle gegen "Blackouts" zu bezeichnen, hat also mit nachprüfbarer Wirklichkeit wenig zu tun.

 

 

 

12,8 Minuten

 

Allerdings: Immer mehr Ansprüche ans Stromnetz belasten es. "Flexibilität" ist gefordert. Belastungen bei viel oder wenig "Wind und Sonne". Aber auch Herausforderungen dank zeitlich unterschiedlicher Bedarfe. In den Schaltzentralen der Elektrowirtschaft gibt es daher immer öfter zu tun. Mit mehr Stromausfällen als Folge? Oder genauer: Wie viele Stunden oder Minuten pro Jahr lässt sich aus elektrischen Steckdosen in Deutschland durchschnittlich kein Strom beziehen?  1 2 , 8    M i n u t e n .  Im Gesamtjahr 2024. So die Angabe der "Bundesnetzagentur" vom 9. Oktober 2025 *. Waren es "früher" weniger? Nein. Denn auch nach dem "Blackout" im Münsterland 2005 gab es 2007 rund 17 Minuten lang keinen elektrischen "Saft" im deutschen  Netz. Im Jahr 2008 dann immer noch über 15 Minuten nicht. Laut "statista" **. 2024 dann 12,8 Minuten. In letzter Zeit also weniger Unterbrechungen im Netz als vor 20 Jahren.

 

Sind "Blackouts" - also längere Stromausfälle für ganze Gegenden - also heute noch möglich? Eindeutig: ja. Und wahrscheinlich? Siehe die Ausfallzeiten hier oben. Allerdings: Die, die es trifft, trifft es meist hart. Zumindest heftiger als es sich viele bisher nicht vorstellen können. Denn wer denkt daran, dass nicht nur Lampen, sondern auch Aufzüge, Pumpeinrichtungen an Tank-Zapfsäulen, Glas-Schiebetüren an Supermärkten, Kühltruhen in Supermärkten oder die Pumpen elektrischer Klospülungen elektrisch betrieben werden? Ein breitflächig längeres Aus der Stromversorgung kann sich so zu bedrohlichen Staatskrisen ausweiten.

 

Was also tun? "Alltagstauglich" alles, was auch ohne Strom funktioniert, bereithalten. Etwa Trinkwasser in Wasserkranistern (oder großen Flaschen). Lebensmittel, die über den Tag `raus ausreichen. Notfalls lieber gleich für ein paar Wochen horten. Damit Szenen teilweise vermeidbar sind, wie sie Marc Elsbergs Thriller-Roman "Blackout" beschreibt. Dieser 800-Seiten-Wälzer erschien 2012 - und wurde seither über eine Million mal verkauft.***

 

Ein Jahr zuvor war dazu allerdings schon ein anderes Buch erschienen. Sein Titel: "Was bei einem Blackout geschieht. Folgen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls". Verfasser des handlichen Bands war das "Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag" ****. Und diese Fachleute schilderten darin, welche technischen Lösungsschritte tatsächlich auf einen "Blackout" folgen sollten. Nämlich das Wieder-Anfahren von Elektro-Generatoren dank "Eigenstrominsellqösungen". Und zwar "auf Basis erneuerbarer Energien" ****.

 

Was heißt das konkret? Vor Ort bereits wirkende Eigenkräfte aus erneuerbaren Energiequellen übertragen ihre Wucht auf Generatoren. Zum Beispiel Wasserturbinen auf die Generatoren direkt neben dran. Ganz ähnlich wie Radfelgen auf Fahrrad-Dynamos - nur größer. Für eine "unterbrechungsfreie Notstromversorgung". Das Kleinformat dieser technischen Einrichtung passt räumlich in einen VW-Golf-Kofferaum. Kostenpunkt (bis 2023): rund 1.000 Euro.

 

 

 

"Unterbrechungsfreie Notstromversorgung"

 

Was bewirkt sie? Fällt im "normalen" Netz der Strom aus, trennt diese "unterbrechungsfreie Notstromversorgung" das hauseigene Netz in Sekunden(Bruchteilen) vom "normal"-öffentlichen Stromnetz. Das eigene Hausnetz kann dann weiterhin mit elektrischen Kilowattstunden etwa aus dem Generator neben der eigenen Wasserturbine betrieben werden. Oder beispielsweise auch von der Hof-eigenen Biogasanlage. Und nicht zuletzt mit Batterien unterm eigenen Dach, Viele dieser "Eigenstrominsellqösungen" können dann nach und nach wieder Elektrizität ins allgemeine Netz liefern. Die Fachwelt spricht da von "Schwarzstart".

 

Über so eine Einrichtung verfügt etwa eine Mühle in Oberschwaben. Mit Wasserkraft. Aber auch ein hauseigenes Sonnenstromkraftwerk im württembergischen Allgäu (mit Batterie und Wasserstoff) kann ähnlich arbeiten. Vorteil etwa von Wasserkraft - und Biogas: Deren Motoren (bei der Wasserkraft "Turbinen" genannt) bringen Schwungräder in Bewegung. Aus eigener Kraft - ohne Hilfe von außen. Nur dank erneuerbarer Energiequellen wie Wasserkraft, Erdwärme oder Biogas. Deren Wucht bestärkt die Strom-erzeugenden Generatoren umso stärker. Vergleichbares bieten Erdwärmekraftwerke. Ähnlich sinnvoll: Batteriespeicher - vor allem größere. Davon sind ab jetzt möglichst wirkungsvolle ans Netz zu bringen. Erste davon arbeiten bereits.

 

Zu Stromausfällen kommt es also nicht hauptsächlich wegen Erneuerbarer-Energie-Nutzung (wie Sonne, Biogas, Wasserkraft, Erdwärme). Sondern solche "Blackouts" werden mit diesen Natur-Energien bekämpft. Mit "Eigenstrominsellqösungen", wie es das "Büro für Technikfolgenabschätzung" beim Deutschen Bundestag schon 2011 vorgeschlagen hatte. Ist Deutschland heute schon reif für solche "Inseln"? Noch nicht ganz - oder doch nur teilweise.

 

Aber zwischen Waterkant und Watzmann arbeiten an die 10.000 Biogasanlagen. Auch viele in Baden-Württemberg. Und statt der etwa 8.0000 Wasserkraftanlagen in Deutschland heute befanden sich um 1900 rund 80.000 Wasserkraftwerke in Dreh. Richtig saniert und optimiert, brachten viele dieser 8.000 Kraftpakete auch mal die doppelte Strommenge. Vorteil von Biogas- Erwärme- und Wasserkraftwerken: Ihre Energie steht bereits vor Ort bereit. Ohne Hilfe von außen. Dazu gesellt sich die wuchtige Schwungkraft der Wasserenergie, die das österreichische Nachbarland Vorarlberg in Speicherseen hortet.

 

Bremsen können solche natürlichen Kräfte allenfalls bürokratische Hürden. Davon gibt es in Deutschland viele - viel zu viele. Da kann etwa die Genehmigung eines neuen Wasserkraftwerks vor Ort Jahrzehnte lang dauern. Da ist dann   a u c h  die Politik gefragt. Nicht zuletzt vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg und den Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026.

 

 

 

Woanders in Europa läuft's schon

 

Schließlich wurde andernorts in Europa schon vorgemacht, wie's funktioniert. Siehe Vorarlberg. Und zum Beispiel auch im ortseigenen Netz einiger Dörfer in Nordspanien. Dank ihres Wasserkraftwerks, einigen Diesel-Notstrom-Generatoren und einer Unterbrechungs-Automatik von den zentralen Leitungen dort koppelten sich diese Orte vom allgemeinen spanischen Stromnetz am 28. April 2025 ab. So war in diesen Dörfern vom ganztägigen "Blackout" im restlichen Spanien "nichts zu spüren". Kein "Blackout" in diesen Dörfern. So berichtete es die "tagesschau" *****.

 

Mal in eigenwillig nordspanischen Dörfern - und bald auch mehr im Deutschland, in Europa? "Eigenstrominsellqösungen" gegen "Blackouts" könnte es bald viele mehr geben - wenn sie   g e w o l l t    werden. Also politisch gesetzlich nicht behindert. Dann also doch lieber "reif für die Insel" als im Dunkeln und im Kalten.

 

Julian Aicher

 

 

Quellenangaben:

 

*

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/20251009_Saidi_Strom.html

 

**

https://de.statista.com/infografik/28630/versorgungsunterbrechung-je-stromverbraucher-in-deutschland/

 

 

***

https://de.wikipedia.org/wiki/Blackout_–_Morgen_ist_es_zu_spät

 

 

****

https://www.buecher.de/artikel/buch/was-bei-einem-blackout-geschieht/33681353/

 

 

*****

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-stromausfall-ursachen-100.html

"Das Dorf, das den Stromausfall nicht spürte"

"tagesschau" vom 24. Mai 2025

 

 

Hinweis:

Rio's-Gründer und Inhaber Julian Aicher unterhält das Wasserkraftwerk Rotismühle und befasst sich seit gut 30 Jahren intensiv mit Erneuerbaren Energien. Darüber informiert er über sein Büro unter anderem auf dieser Seite www.rio-s.de (Direktverlag).

 

 

Steuern sparen - Stromkosten runter

24. Dezember 2025

 

 

Gegen Jahresende 2025. Zeit etlicher Weltuntergangs-Propheten. Und tatsächlich gibt es Probleme zu lösen. Zu lösen - nicht (nur) zu bejammern. Zum Beispiel immer höhere Energiekosten.

Dabei kann zum Beispiel Strom mit einem kostenlosen "Brennstoff" gewonnen werden. Mit Tageslicht. Dank Solarzellen. Etwa in "Balkon"- oder "Steckermodulen". Technisch meist gut an zu bringen etwa an Balkonwänden. Oder auch auf Garagendächern.Oder, oder, oder ...

Wie bezahlen? Zum Beispiel durch Vermieterinnen und Vermieter. Von ihnen lassen sich "Balkonmodule" an deren Mieterinnen und Mietern zu sehr günstigen Mietern überlassen. Etwa 1 oder 2 Euro je Monat. Die Ausgaben für diese Solarmodule können Vermieterinnen oder Vermieter wiederum bei der Steuer absetzen.

Die kostenlos gelieferten elektrischen Kilowattstunden daraus genießen dann Mieterinnen und Mieter. Und sparen so Kosten aus dem "normalen" Stromnetz.

 

Wie das genauer funktioniert?

 

Dazu gibt der über Jahrzehnte erfahrene Maurermeister, architektonischer Planer und Energiebrater Manfred Ertle in diesem YouTube-Film-Auskunft:

 

Ein kurzer Film - in YouTube seit 24. Dezember 2025.

Steuern sparen - und Stromkosten runter.

Dank einem kostenlosem "Brennstoff" vom Himmel.

Eine tatsächlich frohe Botschaft hier.

Also tatsächlich "echt erneuerbar" hier in www.rio-s.de

 

 

Übrigens:

Mehr über den Maurermeister, architektonischen Planer, Energieberater und (Energie-)Haus-Besitzer Manfred Ertle in diesem Film:

 

 

 

Ebenfalls in YouTube seit 24. Dezember 2025.

 

 

Wasserkraft

Im richtigen Film

1. Dezember 2025

 

Lange, dunkle Winterabende. Warum da nicht mal ein paar eher kurze Filme anschauen, die sich sonst nicht so leicht finden lassen? Etwa Filme über Wasserkraft. Also jene erneuerbare Energiequelle, deren Dämme, Kanäle und Staubreiche sich in Blatt-armen Wintern draußen gut erkennen lassen.

Mit Geschichten, die das Leben schrieb. Zum Beispiel Filme, an denen Rio's-Gründer und -Inhaber Julian Aicher prägend mitgemacht hat.

Etwa diese:

 

1

KenFM

Die Macher:

Julian Aicher: Wasserkraftwerk-Inhaber

 

 

 

2

Obermarchtal

Film 1 RiO - Regenerativ in Oberschwaben

 

 

 

3

Unter Strom

Wasserkraft im Südschwarzwald

 

 

 

4

Rot an der Rot regenerativ

 

 

 

5

KuK - Kampf ums Kraftwerk

 

 

6

Interview

Wasserkraft-Ingenieur

Josef Dennenmoser

 

 

7

Wasserkraft an der Eschachmühle

Wasserkraft an der Emerlander Mühle

 

 

 

8

Die Säge der Schattenmühle

 

 

 

9

Will die Politik die Energiewende wirklich?

Rede des ehemaligen "grünen" Mülheimer Bürgermeisters Elmar Braun

 

 

 

10

Win - Wasserkraft ist naturverträglich

 

.

 

Frohes Hören - und Staunen!

 

Und wenn Ihre Lust auf mehr solche Filme aus der echten Welt noch weiter wächst -

klicken Sie doch einfach hier auf die Startseite links oben:

rio's in YouTube

 

 

rio's - damit dunkle Nächte heller werden.

 

Biogas

Bio-Gaskraftwerke arbeiten schon

1. September 2025

 

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will neue Groß-Erdgas-Gaskraftwerke bauen lassen. Für Milliarden Euros. Wie sie sagt, um Strompreise zu senken. Elektrizität nutzbar auch dann, wenn "Wind und Sonne" schwächeln. Also auch bei "Dunkelflaute". Mit rund 10 (bis 20) Gigawatt Leistung.

 

Dabei übersieht die Politikerin der Rekord-Schulden-Koalition einen wesentlichen Punkt: Bewährte Gaskraftwerke, die  o h n e ("klimaschädliches") Erdgas Strom erzeugen, gibt es schon in Deutschland. Nämlich Biogasanlagen. Etwa 10.000. Oft in bäuerlichem Besitz.

 

Dazu sagte Professor Dr. Eicke Weber (2006-2016 Leiter des "Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE" in Freiburg) diesen Juli 2025: "Der Punkt ist: Es ist ein totaler Unsinn, zu planen, neue fossile Erdgaskraftwerke in Deutschland zu bauen, um eine Dunkelflaute ab zu wenden. Und das ist deswegen ein totaler Unsinn, weil wir eine sehr viel attraktivere Lösung praktisch fertig auf dem Tisch haben. Wir haben in Deutschland heute zirka 10 - es sind 9,8 oder so - Gigawatt Biogaskraftwerke. Und diese Biogaskraftwerke werden heute angereizt durch einen ganz einfachen Einspeise-Tarif." Also eine magere Vergütung für die Betreiber. Rund um die Uhr. Weber: "Das sollte geändert werden." Wie?

 

Dem Fachjournalisten Frank Farenski vom Kanal "Leben mit der Energiewende" sagte Weber: "Warum bieten wir nicht den Biogas-Kraftwerksbetreibern dieselben Bedingungen an, die wir sowieso anbieten müssten, um die zu bauenden fossilen Erdgaskraftwerke zu bauen? Und das würde die Biogas-Kraftwerksbetreiber anreizen, ihre Biogaskraftwerke nur in den Zeiten laufen zu lassen, wo die günstigen hohen Vergütungssätze geboten werden."

 

Da die Biogasmotoren dabei nur dann laufen würden, wenn sonst weniger Strom im Netz bereitsteht, könnten die Biogas-Bauernfamilien für diese vergleichsweise   k ü r z e r e n   Zeiten  dann   m e h r   Strom liefern. Weber spricht dabei von "bis auf 40 Gigawatt Leistung" in Deutschland.

 

Dabei erweisen sich Biogasanlagen als "Flexibilitätsreserve im Netz". Denn sie können besonders gut speichern - und ihre Motoren rasch 'anfahren'.

 

Vor allem aber: Biogasanlagen, "die haben wir schon". Es fallen also kaum Neubaukosten an. Im Gegensatz zu den Milliarden Euros, die für neue fossile Erdgaskraftwerke anstehen würden.

 

Soweit die Mitteilung eines über Jahrzehnte erfahrenen, international anerkannten Fachwissenschaftlers. Wer aber mit Inhaberinnen und Inhabern von Biogasanlagen spricht, hört dort aktuell oft: Die Bestimmungen zum Biogas aus Berlin (und teils auch aus Mainz, München, Stuttgart und Wiesbaden) sind derart aufwendig und kompliziert, dass sich der Betrieb der Biogasanlagen für Mittelständler kaum noch lohnt. Das muss geändert werden. Und das kann geändert werden. (Ab)  j e t z t.

 

Anstatt zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und Kommunalwahlen in Bayern (am 8. März 2026) oder zu den Kommunalwahlen in Hessen (15. März 2026?) und Landtagswahlen in Rheinland Pfalz (22. März 2026) hauptsächlich nur mehr oder weniger schöne Plakate zu verbreiten, könnten "politisch Verantwortliche" ab sofort dafür sorgen, dass Biogas in Deutschland so genutzt wird, wie's Eicke Weber diesen Sommer 2025 vorgeschlagen hat. Auch, um den Bauernfamilien das Leben nicht noch schwerer zu machen. Und: Um Milliarden unsinniger Ausgaben für "klimaschädlich" teure, fossile Erdgaskraftwerke zu sparen. Also Gas geben - und zulassen, liebe Politikerinnen und Politiker! "Klimafreundlich" und kosten-sparend. 

 

*

Das Interview von Frank Farenski mit Dr. Eicke Weber kann hier angehört und angeschaut werden:

S o n n i g      g ü n s t i g

4. April 2025

 

"Die Sonne schickt uns keine Rechnung". So der bekannte Titel eines Buchs von Franz Alt (von 1991).

 

Was bewirkt Tageslicht in Solarmodulen auf dem eigenen Dach?

 

Vier bis acht Quadratmeter Solarmodule bergen 1 Kilowatt elektrische Nennleistung in sich.

Ein Kilowatt Höchstleistung.

In der Fachsprache "1 kW peak" genannt. Sprich: "piiik".

 

Aus diesem einen kWp (diesen 4 bis 8 Quadratmeter Solarmodulen) entstehen pro Jahr rund 800 bis 1.000 Kilowattstunden Strom.

 

Hersteller solcher Solarmodule garantieren meist:

Nach 25 Jahren liefern die Solarzellen noch 80% der 1.000 Kilowattstunden pro Jahr. Also 800 Kilowattstunden/Jahr.

 

800 Kilowattstunden x 25 Jahre = 20.000 Kilowattstunden.

 

 

 

Was kostet 1 kWp?

Wie viel Geld ist für die vier bis acht Quadratmeter Solarmodule (einschließlich "Wechselrichter") zu berappen?

 

Wer dafür heute über 2.000 Euro zahlt, hat wohl zu viel ausgegeben. Ich kenne jemand, der für 1 kWp rund 1.000 Euro hinblätterte. (Er half selbst bei der Montage mit.)

 

2.000 Euro geteilt durch 20.000 Kilowattstunden ergibt 0,1.

Also 0,1 Euro.

Sprich: 10 Cent.

 

Wer also sein 1 kWp für nur 1.000 Euro ans hauseigene Stromnetz bekommen hat, zahlt für die Kilowattstunde Elektrizität von dort dann nur noch 5 Cent.

 

Zum Vergleich:

Für eine Kilowattstunde Strom aus dem `normalen' deutschen Stromnetz musste die Endkundschaft 2024 über 30 Cent berappen.

Wer in den eigenen Räumen Solarstrom vom eigenen Dach drüber nutzt, spart also 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde.

 

Eine deutsche Privatperson nutzt pro Jahr rund 1.500 Kilowattstunden Elektrizität. Selbst wenn nur die Hälfte davon (750 Kilowattstunden) dank Sonnenlicht am Dach entstehen, sparen die, die diesen Strom nutzen, also (über) 150 Euro pro Jahr. Und dies 25 Jahre lang. Insgesamt also mehr 3.000 Euro Einsparungen.

 

 

Mehr noch

Es gibt kleine Sonnenkraftwerke in Deutschland, die arbeiten schon über 40 Jahre. Also bald 50 Jahre.

Die Leistung: offenbar immer noch über 80% des Ursprungswertes.

Labor-Test ergaben: Solarmodule können auch 100 Jahre Elektrizität liefern.

Arbeitet eine Solaranlage 50 statt 25 Jahre, mag sie womöglich statt 20.000 Kilowattstunden in 25 Jahren bis zu 40.000 Kilowattstunden in 50 Jahren bringen.

Und zwar bei gleichen Kosten für die Installation der Solarmodule. Einmalige Kosten.

Mehr erzeugte Kilowattstunden = weniger Geld-Ausgaben pro Kilowattstunde (Erzeugungspreise).

Insofern wahrscheinlich: Die Kilowattstunde Sonnenstrom vom eigenen Dach in den eigenen Räumen direkt drunter kommt eher auf 5 Cent als auf 10 Cent Kosten.

 

 

"Die Sonne schickt uns keine Rechnung".

Und bewährte Solartechnik hilft, so Strom viel viel günstiger zu gewinnen als er in Deutschland aus dem `normalen' Netz fließt.

 

 

Übrigens:

Die baden-württembergische Vermesserin und Geoinformatikerin/Geodätin Dr. Martina Klärle hat bereits 2010 veröffentlicht:

Solarmodule auf 60% der deutschen Dachflächen könnten so viele elektrische Kilowattstunden liefern, wie Deutschland insgesamt pro Jahr an Strom verbraucht.

Da neuere Solartechnik immer leistungsfähiger wirkt, gilt: Es reichen bald auch nur noch 50% der deutschen Dachflächen. Also die Hälfte von ihnen.

U n d : Solarmodule lassen sich nicht ausschließlich auf Dächern montieren. In Frankreich gibt es Autobahnkilometer aus flach liegenden Solarzellen, in Deutschland halten flach verschraubte Solarmodule Regen und Schnee von Fahrradwegen ab. In der Schweiz sind flach liegenden Solarmodule zwischen Bahngeleisen geplant. Und an senkrechten Hauswänden finden solche Sonnenplatten auch Platz. Selbst als Gartenzaun empfehlen sie sich.

 

"Die Sonne schickt uns keine Rechnung."

Und sie lässt so mit vergleichsweise billigem Strom rechnen.

 

Wer also behauptet, "klimafreundliche" Energien kosten im Strombereich mehr als "fossile" (dank Erdgas, Erdöl oder Kohle), äußert sich sachlich falsch.

Richtig: Erneuerbare Energien sparen Geld.

Sonnig günstig.

 

 

Auf was warten Sie noch?

Oder: Solarkraftwerk fürs eigene Dach schon bestellt?

Oder Solarmodule an den eigenen Balkon?

 

 

 

Leutkirch-Rotismühle,

4. April 2025

Julian Aicher

100% bis 2030 

6. Januar 2025

 

Sonnige Aussichten. Bis Ende 2030 könnten in Deutschland mehr elektrische Kilowattstunden dank erneuerbarer Energiequellen entstehen, als Deutschland insgesamt pro Jahr verbraucht. (Insgesamt im Sinn "b i l a n z i e l l e r Autarkie".) Dies lässt sich aufgrund bisheriger Entwicklungen zwischen Waterkant und Watzmann erwarten. Erfreulich: Strom aus Erneuerbaren Energien kommt deutlich günstiger als andere Elektrizität.

 

Über die Hälfte. Am 2. Januar 2025 veröffentlichte das "Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme" (ISE) die Zahlen zum Jahr 2024. Nämlich: "Der Anteil der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien an der Last, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 56 Prozent gegenüber 55,3 Prozent im Jahr 2023."

 

Was bedeutet das für die Entwicklung der Elektrizitäts-Gewinnung in Deutschland? Dazu eine Rückschau. Im Jahr 2000 stammten 6,3% des Stroms zwischen Bodensee und Nordsee aus Erneuerbaren Energien. (So Professor Volker Quaschning, Berlin.) Sechs mal neun ergibt 54. Sechs mal acht ist 48. Seit dem Jahr 2000 hat sich der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromherstellung in Deutschland mehr als verachtfacht. Genauer: verachtkomma-achtacht-facht. Sprich: 8,888 mal mehr.

 

2000 bis 2024. 25 Jahre. In 25 Jahren 8,888 mal mehr Anteil elektrische Kilowattstunden dank Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland. Das kann auch heißen: 8,888 mal mehr in 25 Jahren und 4,444 mal mehr in 12,5 Jahren. Dann 2.222 mal mehr in 6,25 Jahren. So die Zahlen aus der bisherigen elektrischen Entwicklung seit 2000.

 

Fraglos gilt: "Prognosen sind schwierig - vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen." Aber Aussichten auf das, was kommt, lassen sich anhand von dem, was bisher war, erkennen. Wenn sich also der Anteil von elektrischen Kilowattstunden aus erneuerbaren Energiequellen zwischen Kiel und Konstanz in sechs Jahren um das 2,22fache erhöht, dann heißt das vom Jahresende 2024 aus betrachtet: 56% im Jahr 2024 mal 2,222 = 124,432 %. Demnach könnten vor Ende 2030 in Deutschland 124,432 % aller dort verbrauchten elektrischen Kilowattstunden dank Erneuerbarer Energien entstehen.

 

Doch damit nicht genug: Es könnten 2030 auch mehr als die genannten 124,432 % sein. Warum? Weil sich erneuerbare Energiequellen - wie Sonne, Pflanzen, Wasser- und Windkraft samt Erdwärme und Wellenenergie -      i n n e r h a l b    Deutschlands anzapfen lassen. Und weil dies eindeutig viel      g ü n s t i g e r     ist als andere Energieträger im Strombereich.

 

 

 

Wenn der Preis in der "Marktwirtschaft" mit entscheidet

 

Denn wer sich 2024 (2025) Solarmodule auf's eigene Dach schrauben lässt, kann eine elektrische Kilowattstunde in den eigenen Räumen drunter für (weniger als) 10 Cent beziehen. Nämlich 8 Cent. Aus dem `normalen' deutschen Stromnetz floss die Kilowattstunde dagegen zur privaten Endkundschaft für über 40 Cent. Dazu das "Handelsblatt" am 21. November 2024: "Laut Statistischem Bundesamt kostete Strom Endverbraucher im ersten Halbjahr 2024 durchschnittlich 41,02 Cent pro Kilowattstunde." Der `normale' deutsche Stromtarif lag also gut vier mal höher als Elektrizität, die dank Sonne mit Solarmodulen vom eigenen Dach bezogen werden kann. Ein Preissenkungs-Hammer von 80%.

 

Gut 80% günstiger. Dieser Preisvorteil spricht sich immer mehr rum. So entstanden bereits 2023 über eine Millionen neue Sonnenkraftwerke mehr in Deutschland. Gegen Ende 2024 dürften es deutlich über vier Millionen insgesamt auf (oder an) deutschen Gebäuden und Grundstücken sein.

 

"Das Volk ist nicht tümmlich." So Bert Brecht. Sprich: Die Leute sind nicht doof. Zumindest nicht alle. Wenn's elektrische Kilowattstunden in Deutschland aus anderen Quellen 80% günstiger gibt als aus dem gewöhnlichen Stromnetz, dann steigen immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf diese Energie vom eigenen Dach um. Siehe Zahlen oben. Dazu kommt: Auch der Mittelstand setzt mehr und mehr auf solche günstigen Kraftquellen. Daraus folgt: Weniger (Energie-)Kosten, mehr Chancen auf Gewinn. Das bestärkt die heimische Wirtschaft. Und schont Personen mit weniger Einkommen. Für den um 80% günstigeren Strom dank der Sonne gilt daher Franz Alts Losung: "Solarstrom ist Sozialstrom."

 

Keine Frage: "Prognosen sind schwierig - vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen." (So der Däne Sören Kierkegaard (1813-1855)). Und angesichts des (bezahlt-)politischen Personals in Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart oder Wiesbaden dürften sich ab 2025 noch so etliche Hürden gegen die heimisch günstigen Erneuerbaren Energien ergeben. Andererseits: Je massiver Politik und Behörden gegen die Erneuerbaren - mit immer teurerer Energie (aus Erdgas, Erdöl, Kohle und Uran)  - blockieren, desto größer höchstwahrscheinlich die Zahl derjenigen, die sich elektrisch vom bisherigen, teuren Netzstrom möglichst unabhängig machen - und dies deutlich günstiger. Erfreuliche `Nebenwirkung': Erneuerbare Energien schonen "das Klima" und lassen sich beziehen, ohne immer mehr giftige Kraftquellen in Katar, Russland oder den USA nutzen zu müssen. Mehr Eigenversorgung. Mehr Eigenverantwortung. Und vor allem: mehr Freiheit. Dies fördert bestenfalls die Fähigkeit zum Frieden.

 

Sonnige Aussichten also bald? Möglich wär's. Zumindest erkennbar aufgrund nachprüfbarer Fakten.

 

Rotismühle,

6. Januar 2025

Julian Aicher

julian.aicher@rio-s.eu

Wachstumsmotor

23. November 2024

 

 

Düster. Eine schlechte Nachricht Jagd die andere. Die deutsche Wirtschaft schwächelt. So heftig, dass einem beim Hören oder Lesen all dieser Hiobsbotschaften fast übel werden kann.

 

Doch: Wo bleibt das Positive? Am Himmel und auf Erden. Nämlich im Bereich Sonnenenergie. Dort hat Deutschland in letzter Zeit erheblich zugelegt. Nämlich um 1.065.000 Photovoltaikanlagen im Jahr 2023. Sprich: Über eine Million. Insgesamt arbeiteten bis Ende 2023 rund 3,7 Millionen Sonnenstromanlagen zwischen Waterkant und Watzmann. Immerhin!

 

Hauptsächlich in bürgerschaftlichen Hand. Die Zahl der Sonnenkraftwerke in Deutschland hat sich 2023 um ein Viertel erhöht. Eine Steigerungsrate von gut 25%. Demnach eine absolute Wachstums-Rakete.

 

Beachtlich auch, was die Erneuerbaren Energien - einschließlich Sonnenstrom - im ersten Halbjahr 2024 zur deutschen Elektrizitätsversorgung beitrugen. Nämlich über 60%. `Heißt: Weit über die Hälfte der in Deutschland verbrauchten elektrischen Kilowattstunden dank erneuerbarer Energiequellen. Eher schon fast zwei Drittel.

 

 

 

Von 6,3 % auf über 60 % - in 25 Jahren

 

 

Zielvorgabe der "Ampelregierung": 80% bis 2030. Könnte das schon bis 2028 erreicht sein? Wer bedenkt, dass im Jahr 2000 noch 6,3% der zwischen Nordsee und Alpen genutzten Strommenge dank Erneuerbarer Energien entstand - und bis Sommer 2024 gut 60% - kann nachrechnen: Der Prozentanteil der Regenerativkräfte an der Elektrizitätslieferung hat sich in 25 Jahren verneunfacht. Neun mal mehr.

Demnach in 12,5 Jahren mehr als vervierfacht?

Oder: In gut 6 Jahren mehr als verdoppelt.

 

Über eine Verdoppelung hinaus in sechs Jahren. Das hieße: statt gut 60% mehr als 120%. Und zwar in sechs Jahren. Also vor Ende 2030 rund 120% aller in Deutschland verwandten elektrischen Kilowattstunden dank heimisch-erneuerbarer Energiequellen.

 

Bisherige Erfahrungen lassen also erkennen: Deutschland wächst erneuerbar. Und zwar schon im Strom-Mengen-Bereich komplett bis 2030.

 

Oder schneller? Der Deutsche Bundestag beschloss während der "Ampel"-Zeit: Erneuerbare Energien zu nutzen, gilt als "vorrangig" im Sinn des allgemein-öffentlichen Interesses.

 

Noch gibt es viele Beispiele dafür, wie dieses Gesetz nicht so wirklich befolgt wird. Zerstörte Wasserkraftwerke, blockierte  Biogasanalagen - ja selbst behinderte Photovoltaikanlagen.

 

 

 

Sonnig sparsam

 

 

Angenommen solche - oft behördliche - Blockaden gegen Regenerativenergien werden weniger. Dann könnte sich der Schwung für sonnige Kräfte in Deutschland noch beschleunigen. Und zwar zusätzlich durch den Preis. Wer sich nämlich heute, 2024, auf's eigene Dach Solarmodule montieren lässt, kann eine elektrische Kilowattstunde daraus in den Räumen direkt drunter schon für weniger als 10 Cent nutzen. Zum Vergleich: Aus dem `normalen' Deutschen Stromnetz kostet dieselbe Elektrizitätsmenge (mehr als) 30 Cent.

 

Sonnenstrom: ein Preis-Senkungs-Hammer von über 60%. Damit erweisen sich Erneuerbare Energien auch als starke Verbündete im Kampf gegen Inflation.

 

Günstigere Strompreise: Sie entlasten die deutsche Wirtschaft. Verlässlich - planbar. Und sie helfen, mehr im Geldbeutel von Privatleuten zu belassen. Dann gilt auch: "Solarstrom ist Sozialstrom" (wie's Franz Alt immer wieder sagt).

 

"Solarstrom ist Sozialstrom." Dies gilt nicht zuletzt für "Balkonmodule". Auch "Steckermodule" genannt. Manche bieten so eine Sonnenplatte schon für rund 300 Euro an. Also einzelne Solarmodule, mit denen sich Strom am eigenen Balkon erzeugen lässt. Diese elektrischen Kilowattstunden brauchen dann aus dem elektrischen Netz nicht mehr gekauft werden.

 

Kurzum: Konjunkturmotor Regenerativenergien. Sonnige Aussichten. Stimmungs-Aufheller. Sonnig bestärkt.

 

Leutkirch-Rotismühle,

23. November 2024

 

 

Julian Aicher

 

Der Bundesrechnungshof in Bonn

J e t z t       a b e r    !

7. März 2024

 

"Jetzt aber!".
Wenn sich ein Schichtführer auf der Baustelle die Hände reibt und gleichzeitig sagt "Jetzt aber!",
dann gilt: Dalli, dalli. Zügig ans Werk.

 

 

 

Heute, 7. März 2024, verbreitete der Bundesrechnungshof eine Presseerklärung.

Inhalt: Hinweis auf seinen aktuellen

"Bericht zur Umsetzung der Energiewende":

Energiewende - Bundesrechnungshof wirft Regierung Gefährdung der Stromversorgung vor (deutschlandfunk.de)

 

Dort steht:

"Deutschland verfolgt sehr ambitionierte Ziele für die Energiewende. Diese ist jedoch nicht auf Kurs, sie hinkt ihren Zielen hinterher. Die Bundesregierung muss umgehend reagieren, um eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Stromversorgung zu gewährleisten."

 

Bericht Bundesrechnungshof

 

Ähnliches hatte der Landesrechnungshof Baden-Württemberg übrigens schon 2018 angemahnt:

Viel mehr Solarmodule auf die landeseigenen Dächer.

 

 

Das heißt aus meiner Sicht:

J e t z t  nutzen, was sich an erneuerbaren Energiequellen für die "Energiewende" eignet.

 

Oder:

Regenerativ-energisch muss der "Ruck durch's Land" gehen, den der damalige Bundespräsident Roman 1997 anmahnte.

 

Allerhand Bedenkenträger und sonstige Blockierende gegen Erneuerbare Energiewende dürfen sich also heuer in einen langen Urlaub verabschieden.

 

Für alle anderen heißt's:

Anpacken - damit die kostenlos vom Himmel scheinenden sonnigen Kräfte viel mehr und viel günstiger wirken können.

Zum Beispiel weniger als 10 Cent für 1 Kilowattstunde Strom vom eigenen Sonnendach direkt in den eigenen Räumen drunter.

 

Es gibt viel zu tun ...

 

 

Leutkirch-Rotismühe

7. März 2024

 

Julian Aicher
rio's

regenerativ informations- und organisations-service
Rotismühle
Rotis 5 - 2
88299 Leutkirch
0 75 61   1 5 7 7 
julian.aicher@rio-s.eu  

 

 

 

22. September 2023

Herbstbeginn 2023

 

 

1 0 0    b i s    3 0    ?

 

Könnten in Bayern 2030 mindestens so viele elektrische Kilowattstunden entstehen, als im "Freistaat" verbraucht werden?

 

 

Energiekrise. Preisdruck nach oben. Belastend für Bürgerschaft und Wirtschaft in Süddeutschland. Da drängt sich die Frage auf: Wäre es denkbar, dass in Bayern 2030 mehr Strom aus Erneuerbaren Energien entsteht als dort insgesamt verwendet wird?

Eine Kolumne von rio's-Gründer und -Inhaber Julian Aicher.

 

Etwa die Hälfte. 52 % der "Bruttostromerzeugung" stammten 2020 im süddeutschen "Freistaat"  aus erneuerbaren Energiequellen. So Hubert Aiwangers Münchner Wirtschaftsministerium *.

Könnten es bald 100% werden? Günstig? Gar bis 2030?

 

"Prognosen sind schwierig. Vor allem wenn sie die Zukunft betreffen". Doch: in sieben Jahren kann viel passieren. Vor allem dann, wenn sich bereits heute, für die nächsten zwei, drei Jahre Entwicklungen deutlich abzeichnen. Etwa in Bayerns Landeshauptstadt. So teilten mir die "Stadtwerke München" (SWM)  mehrmals mit, dass in der "Weltstadt mit Herz" schon heute 90% des Stroms aus den Erneuerbaren fließen: Sonne, Pflanzen (Bioenergie), Erdwärme, Wasser- und Windkraft. Angestrebtes SWM-Ziel: 100% bis 2025.

 

Völlig wirklichkeitsfremd? Bestimmt nicht. Zumindest nicht für diejenigen, die genauer betrachten, was sich energetisch elektrisch außerhalb von München abspielt. So berichtete "BR 24" im "Bayerischen Rundfunk" bereits im November 2022:  In 21 von 96 Kreisen und "kreisfreien Städten" des "Freistaats" entstanden bereits damals mehr elektrische Kilowattstunden aus den Erneuerbaren, als dort verbraucht. Zum Beispiel der Landkreis Rottal-Inn mit 268 % **.

 

Dazu kommen weitere mehr als zehn Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, die eine Vergleichszahl von 75% bis 100% aufweisen. Da scheinen die 100% in den kommenden Jahren also absehbar. Und zwar umso mehr, als immer mehr Bürgerinnen und Bürger die hohen Strompreise nicht mehr erdulden möchten. Diese Leute lassen sich Solarmodule auf ihre Dächer schrauben - und beziehen dann daraus eine Kilowattstunde Elektrizität in den eigenen Räumen drunter für weniger als 10 Cent. Zum Vergleich: Diese eine elektrische Kilowattstunde gibt's aus dem `normalen' Stromnetz für 30 bis 60 Cent.  (Auf ein privates Einfamilienhaus lässt sich eine Solastromanlage meist in weniger als drei Tagen montieren.) Weniger als 10 Cent - statt 30-60 Cent: Solch sonnige Preishämmer nach unten sprechen sich mehr und auch bei Gewerbe und Industrie rum. So kündigte "Wacker-Chemie"-Chef Peter von Zumbusch  im "Spiegel" vom 9. September 2023 eine "Transformation" an, die "nun mit grünem Strom" notwendig sei. Immerhin: 10% ihrer Elektrizität bezieht diese Chemie-Firma schon heute aus betriebseigener Wasserkraft. 

 

 

Dank sonniger Kräfte: Strompreis 23,52 Cent je Kilowattstunde 

 

Klar: Günstiger Strom aus eigener Hand bedeutet, mehr wirtschaftliche Gewinnmöglichkeiten. Herbert Diess, 1958 in München geboren, 2018-2022 Vorstandsvorsitzender von VW, sagte im September 2023, dass in zwei bis drei Jahren in Batterien gespeicherter Strom aus erneuerbaren Energiequellen für 6 Cent pro Kilowattstunde bereit sei ***. Derweil drücken diese Regenerativ-Energien schon heute die Preise nach unten. In der unterfränkischen Stadt Haßfurt entstehen pro Jahr etwa 120 Millionen Kilowattstunden Strom dank Erneuerbarer Energien. Vor Ort werden rund 85 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Also ein regeneratives elektrisches Überangebot. Selbst gewonnen direkt vor Ort. Da erneuerbare Energiequellen bereits vor etwa 20 Jahren in Haßfurt angezapft wurden, sind etliche der Kraftwerke dort heute schon abgeschrieben. So kann das örtliche "stadtwerk" seiner Kundschaft Strom für nur 23,52 Cent pro Kilowattstunde anbieten. **** `Stimmt also doch: "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". 

 

Mindestens so viele elektrische Kilowattstunden aus Erneuerbaren Energien, wie Bayern insgesamt verbraucht bis 2030? "Das halte ich für machbar", sagte mir der Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker (vom "Club of Rome") 2018. Umso mehr werde dies möglich, wenn das südliche Bundesland mehr Windkraftanlagen aufstelle, meinte von Weizenecker *****. Wie in einigen bayerischen Gemeinden schon heute, 2023. Etwa Wildpoldsried (Kreis Oberallgäu). Dort erzeugten bürgerschafts-eigene Windkraftanlagen bereits 2020 fünf mal mehr Strom, als der Ort selbst verbrauchte. Einschließlich dort aktivem Gewerbe.  100 bis 30 - in Bayern wirklich denkbar.

 

 

Julian Aicher, Gründer und Inhaber des 2002 eröffneten Informationsbüros rio's (www.rio-s.de) befasst sich seit rund 30 Jahren mit Erneuerbaren Energien. Er unterhält in Leutkirch-Rotismühle (Kreis Ravensburg) ein Kleinwasserkraftwerk an der baden-württembergisch-bayerischen Grenze - und lebt direkt nebendran in einem "Niedrigenergiehaus" mit Solarmodulen auf dem Dach und Stückholzofen im Esszimmer.

Aicher schreibt am Erneuerbare-Energien-Buch "100 bis 30". Ziel: Veröffentlichung noch 2023.

 

 

*

Erneuerbare Energien - Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (bayern.de)

 

**

Daten-Analyse: Wieviel erneuerbare Energie steckt in Bayern? | BR24

 

 

***

Talk im Hangar-7: Arm, aber klimaneutral - Weltrettung um jeden Preis? | Kurzfassung - YouTube

 

 

****

Strom-Produktion vor Ort statt Import: Haßfurt vollzieht Energiewende | mehr/wert | BR24 - YouTube

 

 

*****

"Come on" Gespräch im Zug mit Ernst Ulrich von Weizsäcker zum Umgang mit Energie - YouTube

Wintersonnwende

21. Dezember 2022

 

"FÜRCHTET EUCH NICHT"

 

Oder: Habt Mut. Und Zuversicht!  Denn es zeigen sich sonnige Aussichten. Deutschland könnte bis 2027 gut 100% seines Stromverbrauchs aus heimisch-erneuerbaren Energiequellen decken. Damit auch beachtliche Teile von Gewerbe, Heizung, Industrie und Verkehr. Günstig. Stichwort: Sektorkopplung. Eine sonnige Weihnachtsbotschaft zur Winter-Sonnwende  von Julian Aicher *.

 

Jahreswende 2022/2023. Rekord-Preise für Gas und Strom. Kohlekraftwerke verpesten die Luft. Angst vor "Blackouts". Stromsperren.  Längere Atom-Laufzeiten. Energiekrise. Passt  ausgerechnet da der Rat  "Fürchtet Euch nicht!"?

 

Ja.

Warum? Weil die Energie-Entwicklungskurve in Deutschland auf sehr erfreuliche Möglichkeiten hindeutet. Nämlich auf 100% Strommenge aus Erneuerbaren Energien bis spätestens 2027.

 

Wie das? 6. Dezember 2022: Von der "Frankfurter Allgemeinen" bis zu "telepolis" melden viele: Gerade hat die "Internationale Energie Agentur"  (IEA) in Paris verkündet, sie rechne künftig mit einem "Boom der erneuerbaren Energie". IEA-Generaldirektor Fatih Birol konkret: "In den kommenden Jahren werden so viele neue Kapazitäten geschaffen wie in den vergangenen 20 Jahren zusammen". Ausgerechnet die IEA als bisherige Propaganda-Tröte der Atom-, Erdgas-, Erdöl- und Kohlewirtschaft  sagt Anfang Dezember 2022 voraus, "dass sich die grünen Stromerzeugungskapazitäten auf der Welt in den nächsten fünf Jahren annähernd verdoppeln werden". Also bis Dezember 2027.

 

Mehr noch: "In Europa wird Deutschland den mit Abstand größten Ausbau  der grünen Energie aufweisen", sagte  IEA-Boss Fathi Birol im Dezember 2022.

 

Doppelt so viel Strom dank Erneuerbarer Energien. In Fünf Jahren. Was kann das für  das Land mit dem dann noch "größten Ausbau der  grünen Energie" bedeuten? Oder: Wer in die Zukunft blickt, tut gut daran, zuvor die Vergangenheit kennen zu lernen. Was geschah also bisher zwischen Waterkant und Watzmann? Die "Sonnenseite" meldete am 16. Dezember 2022: Mit den Erneuerbaren deckte Deutschland 2022 insgesamt    4 7    %   seines Strombedarfs.

 

47% des deutschen Stromverbrauchs. Da lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.  Zum Beispiel ins Jahr 2000. Damals nahm Deutschland mit dem "Erneuerbare Energien-Gesetz" (EEG) Schwung zu mehr sonnigen Kräften. Damals, 2000, lieferten Sonne, Erdwärme, Pflanzen ("Bioenergie"), Wasserkraft und Windenergie etwa 6% der in Deutschland verwandten Elektrizität.

 

6% Strom im Jahr 2000, 47% heute, 2022. Wenn stimmt, dass 6 x 8 die Zahl 48 ergibt, dann erzeugten die Erneuerbaren 2022 einen fast      a c h t     mal größeren Anteil an der deutschen Stromversorgung als im Jahr 2000. 

 

 

V e r d o p p p e l u n g      i n         5       J a h r e n    ?

 

Acht mal mehr. In 20 Jahren. Könnte das auch bedeuten: Vier mal mehr in 10 Jahren? Oder zwei mal mehr in 5 Jahren? Das doppelte in 5 Jahren?

 

Wenn sich aus  der Entwicklung der Elektrizitäts-Gewinnung mit Erneuerbaren Energien zwischen Flensburg und Friedrichshafen von 2000 bis 2022 für die fünf Jahre 2022 bis 2027 eine Verdoppelung dieses Stromanteils ablesen lässt, dann heißt das: Das Doppelte der 47% von 2022 wären dann 2027 immerhin  schon 94%. Also fast 100 %.

 

Ginge da noch etwas mehr.? Gut 100% statt 94%? Warum nicht? "Solarpapst" Hermann Scheer  (1944-2010) listete in seinem beachtlichen Buch "Der energehtische Imperativ" (2010)  etliche Sprüche angeblich kluger Leute auf. Sie alle zeigten: Keine einzige von deren Voraussagen reichte an die Strommenge heran, die die Erneuerbaren Energien dann später tatsächlich in Deutschland erzeugten. Erneuerbare Energien: immer wieder massiv unterschätzt. So verkündeten Stromkonzerne noch 1992, die Sonne und ihre energischen Töchter könnten bestenfalls allerhöchstens irgendwann in ferner Zukunft 4 % des deutschen Strombedarfs decken. Heute, 2022, sind's mit 47% mehr als zehnmal so viel.

 

1993 galt Elektrizität aus erneuerbaren Energien meist noch als teuer. Das ist heute anders. Die sonnigen Kräfte sind die billigsten. Wer sich 2022 Solarmodule auf eigene Dach schrauben ließ, kann eine Kilowattstunde Strom daraus in den  eigenen Räumen drunter jetzt für weniger als 10 Cent nutzen. (Richtig eingekauft gar für knapp 5 Cent.) Knapp 10 Cent. Zum Vergleich: Aus dem "normalen" deutschen Stromnetz gibt's die gleiche elektrische Kilowattstunde 2023 für (über) 40 Cent. Sonnige Strompreissenkung also.

 

Allein schon dieses prächtigen Preisvorteils wegen scheint sehr wahrscheinlich: Deutschland stellt ab 2025 viel viel mehr Strom sonnig her als bisher.  Dazu kommt: Erneuerbare Energien liegen nahe. Bestenfalls vom eigenen Dach. Die Erneuerbaren sind also viel sicherer als der "Blackout"-Strom von fernen (französischen) Atommeilern. Die Sonnigen schaffen aber nicht allein mehr Sicherheit, sondern machen unabhängiger. Ein Ziel, das sowohl bei Privathaushalten als auch im Mittelstand immer mehr Zustimmung erntet. Zustimmung bei der Bevölkerung auch aus Wut über die bisher massiven Blockaden "der Politik" gegen sonnige Kräfte mindestens bis 2021. Ärger über Preis-Explosionen "fossiler" Energien. Wut, die sich in sonnige Schaffenskraft wandeln kann.

 

Sprich: Die Verdoppelung der Strommenge bis 2027 -  sie könnte bestenfalls die Pflicht bedeuten, nicht aber die Kür. Denn die "Internationale Energieagentur"  IEA galt bisher als Sprachrohr der "Atomar-Fossilen". Die IEA versuchte immer wieder, die Regenerativen klein zu reden. Es spricht also fast alles dafür, dass Erneuerbare Energien gerade ab jetzt viel mehr liefern als von der IEA vorausgesagt. In Deutschland gar 100% Strom dank erneuerbarer Energiequellen bis Ende 2025? Warum nicht? Fachleute wie die "Stadtwerke München" kündigen an, bis 2025 stamme aller Strom in der Bayern-Metropole aus  Erneuerbaren Energien. Schon heute, Jahresende 2022, sind's in München 90%. Warum sollen andere Orte in Deutschland nicht das Gleiche  erreichen? Dann also sonnige Zeiten. Dafür gilt:  Es gibt viel zu tun - packen wir's an!