![]() Claus Scheuber (links)
Träger des "Deutschen Solarpreises" 2016, sagt 2026: Solarmodule an
bereits bestehenden Lärmschutzwänden im Landkreis Ravensburg könnten pro
Jahr rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Speicherbar. Genug
für (mehr als) 10.000 Privatleute. In anderen Landkreisen dürften
ähnliche Potenziale ruhen. |
"Es passiert nix" 2. Februar 2026 Lichtmess Erneuerbare Energien. Oft massiv unterschätzt.
Ihre Quelle: die Sonne. Sie schickt zur Erde Jahr für Jahr rund 15.000
mal mehr Energie als die Menschheit dort im gleichen Zeitraum verbraucht
(aus Atom, Erdgas, Erdöl und Kohle bezieht). 15.000 mal mehr. So kostet
eine Kilowattstunde Strom aus Solarmodulen auf dem eigenen Dach in den
eigenen Räumen direkt drunter (weniger als) 10 Cent. Aus dem
gewöhnlich-öffentlichen Strom-Netz gibt's das Gleiche für (über) 30
Cent. Doch nicht nur vom Dach können elektrische Kilowattstunden
fließen. Viel mehr wäre auch von Solarmodulen an Lärmschutzwänden
entlang von Straßen oder Schienenwegen möglich. Und zwar an bereits
Bestehenden. Bis zu einer Million Kilowattstunden Strom pro
Jahr. So viel Elektrizität kann ungefähr aus Solarplatten an einem
Kilometer Lärmschutzwand entstehen. "Zwanzig bis fünfundzwanzig laufende
Kilometer" solcher Geräusch-Minderungs-Bauten hat Claus Scheuber allein
im Kreis Ravensburg an Bundesstraßen entdeckt. Der Ravensburger
Projektentwickler kennt sich aus. Mehrere Jahrzehnte arbeitete er in der
Sonnen-Energie-Branche. Dabei half er etwa der Stadt Ravensburg, Strom
für Flüchtlingsunterkünfte dank Solarplatten drauf billiger zu bekommen.
Montiert zusammen mit den Geflohenen und eingen Fachhandwerkern. Dafür
erhielt Claus Scheuber 2016 den "Deutschen Solarpreis" von "Eurosolar".
Und die Flüchtlinge, die damals mit aufs Dach gestiegen waren, alle
Ausbildungs- oder sonstige dauerhafte Arbeitsstellen. Doch zu Solarmodulen an Lärmschutzwenden sagt
Scheuber: "Leider passiert im Ländle gar nix". Das sei deshalb besonders
schade, weil die 20-25 Kilometer Lärmschutzwände im Kreis ja bereits
stehen; Bauwerke die einer zusätzlichen Nutzung als Energieerzeuger
harren. Scheuber berichtet, er habe mehrere Vorstöße bei der Stadt und
auch bei der Landkreisverwaltung des Kreises Ravensburg vorgenommen.
Dort sei ihm stets gesagt worden: "Wir machen nix". Begründung der
Behördenleute: Irgendwann würden die Bauten umgestaltet - dann seien die
Solarmodule im Weg, oder: nicht unser Problem. Das geht auch anders. Sonniger. Das entdeckte
Solarpreisträger Scheuber schon vor etwa 30 Jahren. Da fiel ihm an der
Autobahn bei Chur eine 2 km lange Lärmschutzwand auf - mit
Sonnenstrom-Platten dran. "Schau her, die Schweiz", dachte sich der
Ravensburger. Und erkannte im eidgenössischen Alpenstaat seither immer
wieder ähnliche Systeme. Die gibt es mittlerweile auch entlang deutscher
Routen. Manche etwa in Bayern. Aber "wenn es um öffentliche Bauwerke
oder Flächen geht, dann geht es in Sachen Solar besonders langsam",
meint Claus Scheuber. Mit dieser Kritik ist der Ravensburger
Solarfachmann allerdings nicht alleine. Ein Mitglied der "Bürgerenergie
Alb-Donau" berichtete, er sei jahrelang vertröstet worden, als er die
Dächer der Bereitschaftspolizei Biberach sonnig bestromen wollte. Claus
Scheuber schließt aus all dem, "dass das Land Baden-Württemberg in der
energetischen Moderne noch nicht angekommen ist". Millionen Euros günstiger Diesen Mangel an günstiger Stromgewinnung auf
und an öffentlichen Bauten hatte sogar der Landesrechnungshof öffentlich
beklagt. Seine Rüge rührte daher, dass die Landesverwaltung mit derart
günstigen elektrischen Kilowattstunden von landeseigenen Dächern viel
Geld sparen könnte. Dass das tatsächlich funktioniert, zeigt wiederum
ein Finanzamt im Schussental. Ihm rückte Solaruntrnehmer Karl Friedrich
Rommel mit Solarplatten auf's Dach - und zahlt der Behörde dafür
Dach-Miete. Es ginge also viel mehr mit Sonnenstrom auf
öffenlichen Gebäuden und besonders den Lärmschutzwänden an Straßen und
Schienenwegen im Land. Auch im Kreis Ravensburg. Würden an den 25
Kilometern Lärmschutzwänden dort tatsächlich 25 Millionen
Kilowattstunden Strom pro Jahr entstehen, käme diese Elektrizitäts-Menge
pro Jahr über zwei Millionen Euro günstiger als Strom aus dem üblich
öffentlichen Netz. Mehr noch: Meist bietet sich nahe solcher
Lärmschutzeinrichtungen noch genügend Platz für Batteriecontainer. So
könnten die elektrischen Kilowattstunden von den Solarplatten an den
Geräusch-Minderungs-Bauten auch dann Strom ins Netz liefern, wenn der
dort gebraucht wird - und nicht allein dann, wenn Sonnenlicht scheint.
Ein Vorteil, der bei Stromausfällen besonders nützlich wäre. Sogenannten
"Blackouts". Und insgesamt die Stromerzeugunskosten senkt. Leute die darauf hoffen, am 8. März 2026 in den
Landtags von Baden-Württemberg gewählt zu werden, können sich dann dort
mehr für günstige Sonnenenergie stark machen. Ähnlich Personen, die zur
Kommunalwahl in Bayern (8. März 2026) kandidieren. Und wo bleibt das Positive? In Bayern - und in
der Schweiz. Nicht allein dort. Denn im Landratsamt Ravensburg taten
sich dort Tätige zusammen und bestellten gemeinsam günstig Balkonmodule.
Deren Kabelstecker lassen sich vergleichsweise sehr einfach daheim am
oder auf dem Balkon in die Steckdose schieben. Und dann kostenlos
Elek In anderen Landkreisen dürften ähnliche Potenziale ruhen. Strom aus Tageslicht. Photovoltaik. Vielseitig
und günstig verwendbar. Daran lässt sich gerade an "Lichtmess" (2.
Februar) wieder denken. Noch besser: einfach machen! (Ab) jetzt! |
![]() Wunderbare Biotope. Staubereich eines Wasserkraftwerks. |
Wärme dank Wasserkraft 2. Februar 2026 Muss Deutschland bald im Kalten sitzen? Zu wenig
"Brennstoff", weil nicht genug Erdgas aus Norwegen, Russland oder aus
den USA ("Ranking") zwischen Waterkannt und Watzmann bereitsteht?
Mittelfristig: nein. Zumindest in Bayern nicht. Denn mit
Wärmepumpen-Technik in Wasserkraftanlagen "ließe sich rechnerisch der
gesamte Wärmebedarf von Haushalten und Gewerbe" im Freistaat decken. So
die "VDI-Nachrichten" vom 23. Januar 2026. Wasserkraft? Da war doch mal was? Genau: Die
Wucht treibender Tropfen kann Räder zum Drehen bringen. Diese Rotation
lässt sich auf die Wellen von Generatoren übertragen. So entsteht Strom.
Ähnlich wie in einem Fahrrad-Dynamo. Nur stärker. Solche Elektrizität
kann wiederum in Wärmepumpen zu Wärme verwandelt werden. Die
"Forschungsstelle für Energiewirtschaft" ermittelte 2024: Entzögen
solche Wärmepumpen den Bächen und Flüssen Bayerns auch nur 1,5 Grad
Celsius, brächten sie genug wohlige Temperaturen für alle Räume im
Freistaat, wo sich Menschen aufhalten oder Maschinen werkeln. Alles nur Theorie? Nein. Denn wer's wirklich
wissen will, erfährt mit etwas Glück in einer ehemaligen Mühle im
Landkreis Unterallgäu (der an den Kreis Ravensburg grenzt) genau, wie
Elektrizität des dortigen Wasserkraftwerks die Haushalte im gleichen
Gebäude in mit angenehmen Plusgraden versorgt. In Bayern arbeiten rund 4.000
Wasserkraftanlagen. In Baden-Württemberg etwa 1.700. Allerdings: Auf dem
Gebiet des heutigen Baden-Württemberg brummelten, ratterten und surrten
1945 noch etwa 5.000 Wassertriebwerke. Für Leute, die im eher
Wasser-reichen "Stau der Gebirge" leben, zeigt sich dies etwa in
Ravensburg nachvollziehbar. Dort, am Flappach-Bach, erleichterten um
1900 noch 20 Wasserräder die menschliche Arbeit. Heute sind's noch zwei.
Ein Zehntel. Erfreulich dabei: der Energiespeicher dieser 20
Wasserkraftanlagen um 1900, der Flappachweiher, verschönert noch heute
die Landschaft. Und lädt zum Baden ein. Außerdem sorgen Staugewässer wie der
Flappachweiher für mehr Hochwasserschutz. Nicht zu unterschätzen: Viele
Wassertriebwerke sind "Schwarzstart"-fähig. Das heißt: Ihre Schwungräder
können bei einem "Blackout", einem Stromausfall, dazu beitragen, dass
die elektrische Versorgung dann wieder neu "anfährt". (Siehe dazu auch
hier in ECHT ERNEUERBAR den Text vom 7. Januar 2026 "Mit
`Schwarzstarts´`Blackouts´ begegnen".) Höchste Zeit also, die Wasserkraft auch amtlich
politisch neu, positiver und sachgerechter zu bewerten als bisher.
Während nämlich in mancher Amtsstube bisher noch vermutet wird,
Wasserkraft schade der "Gewässerökologie", lobten echte Wissenschaftler,
wie etwa der Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker
Staubereiche von Wasserkraftwerken als "wunderbare Biotope". Direkt an
zu sehen im Film "Win - Wasserkraft ist naturverträglich" - verlinkt auf
dieser Seite. Umso erfreulicher wär's, bis zum
"UNO-Weltwassertag" am 22. März 2026 würden "Verantwortliche" in Politik
und Verwaltung öffentlich erklären, wie sie dank Wärmepumpen an und in
Wasserkraftanlagen künftig bald niemand mehr im Kalten sitzen
lassen möchten. Übrigens: Gute Wärmepumpen können auch kühlen. Erfreulich
für heiße Sommertage. Und Wasserlebewesen in den durch Wärmepumpen
gekühlten Bächen und Flüssen fühlen sich in aller Regel dort wohler.
"Cool" eben. Und nochwas: Dieser Text verdankt seinen Inhalt
auch dem aktuellen Hinweis aus einer Amtsstube. Danke dafür! Ein gutes
Zeichen dafür, dass die Energie des treibenden Nass künftig dank
lernfähig Behörden neu in Fluss kommen könnte? Und so funktioniert Wasserkraft: Stürzen 100 Liter Wasser in 1 Sekunde 1 Meter
tief, setzen sie dabei 1 Kilowatt Energie frei. Technisch gute
Wasserkraftanlagen verwandeln rund 80% dieses 1 Kilowatt in
elektrischenStrom. |
In der Ruhe liegt die Kraft. Das Wasser dieses Stauweihers treibt
Turbinen an. An ihnen: Generatoren zur Stromgewinnung. Die Wucht des
stürzenden Nass' kann also ohne Hilfe von außen damit beginnen,
elektrische Kilowattstunden zu bewirken. Also "Schwarzstarts". Mit
solchen "Schwarzstarts" arbeiten erneuerbare Energiequellen gegen
"Blackouts". |
Mit "Schwarzstarts" "Blackouts" begegnen Stromausfall. Seit Samstagmorgen (3. Januar
2026) floss in Tausende Berliner Haushalte keine elektrische
Kilowattstunde mehr. Besonders bitter für Leute dort, die mit Strom
heizen. Ursache: ein Brandanschlag. Solche "Blackouts" lösen Ängste aus.
Zu Recht. Tagelange Stromstopps für ganze Landstriche hat es in
Deutschland immer wieder gegeben. Dagegen bieten sich allerdings heute
auch t e c h n i s c h
e Schutzmaßnahmen an.
Mit Erneuerbaren Energien als Kraftquellen. Stromausfälle wie jetzt in Berlin werden immer
wahrscheinlicher. Nicht allein wegen Terroranschlägen, sondern auch
wegen der Erneuerbaren Energien - so wird es oft behauptet. Die Fakten
lesen sich freilich anders. Vor gut 20 Jahren: am 25. November 2005
gab's im Münsterland keinen Strom mehr. 250.000 Leute saßen mehrere Tage
ohne Elektrizität da. Ursache: Schwere Schneelasten zerstörten
Leitungen. Damals, 2005, liefen noch alle Atom- und Kohlekraftwerke in
Deutschland. Atomare und Kohle-erhitzte Stromerzeuger als sichere Quelle
gegen "Blackouts" zu bezeichnen, hat also mit nachprüfbarer Wirklichkeit
wenig zu tun. 12,8 Minuten Allerdings: Immer mehr Ansprüche ans Stromnetz
belasten es. "Flexibilität" ist gefordert. Belastungen bei viel oder
wenig "Wind und Sonne". Aber auch Herausforderungen dank zeitlich
unterschiedlicher Bedarfe. In den Schaltzentralen der Elektrowirtschaft
gibt es daher immer öfter zu tun. Mit mehr Stromausfällen als Folge?
Oder genauer: Wie viele Stunden oder Minuten pro Jahr lässt sich aus
elektrischen Steckdosen in Deutschland durchschnittlich kein Strom
beziehen? 1 2 , 8
M i n u t e n . Im
Gesamtjahr 2024. So die Angabe der "Bundesnetzagentur" vom 9. Oktober
2025 *. Waren es "früher" weniger? Nein. Denn auch nach dem "Blackout"
im Münsterland 2005 gab es 2007 rund 17 Minuten lang keinen elektrischen
"Saft" im deutschen Netz. Im
Jahr 2008 dann immer noch über 15 Minuten nicht. Laut "statista" **.
2024 dann 12,8 Minuten. In letzter Zeit also weniger Unterbrechungen im
Netz als vor 20 Jahren. Sind "Blackouts" - also längere Stromausfälle
für ganze Gegenden - also heute noch möglich? Eindeutig: ja. Und
wahrscheinlich? Siehe die Ausfallzeiten hier oben. Allerdings: Die, die
es trifft, trifft es meist hart. Zumindest heftiger als es sich viele
bisher nicht vorstellen können. Denn wer denkt daran, dass nicht nur
Lampen, sondern auch Aufzüge, Pumpeinrichtungen an Tank-Zapfsäulen,
Glas-Schiebetüren an Supermärkten, Kühltruhen in Supermärkten oder die
Pumpen elektrischer Klospülungen elektrisch betrieben werden? Ein
breitflächig längeres Aus der Stromversorgung kann sich so zu
bedrohlichen Staatskrisen ausweiten. Was also tun? "Alltagstauglich" alles, was auch
ohne Strom funktioniert, bereithalten. Etwa Trinkwasser in
Wasserkranistern (oder großen Flaschen). Lebensmittel, die über den Tag
`raus ausreichen. Notfalls lieber gleich für ein paar Wochen horten.
Damit Szenen teilweise vermeidbar sind, wie sie Marc Elsbergs
Thriller-Roman "Blackout" beschreibt. Dieser 800-Seiten-Wälzer erschien
2012 - und wurde seither über eine Million mal verkauft.*** Ein Jahr zuvor war dazu allerdings schon ein
anderes Buch erschienen. Sein Titel: "Was bei einem Blackout geschieht.
Folgen eines langandauernden und großräumigen Stromausfalls". Verfasser
des handlichen Bands war das "Büro für Technikfolgenabschätzung beim
Deutschen Bundestag" ****. Und diese Fachleute schilderten darin, welche
technischen Lösungsschritte tatsächlich auf einen "Blackout" folgen
sollten. Nämlich das Wieder-Anfahren von Elektro-Generatoren dank
"Eigenstrominsellqösungen". Und zwar "auf Basis erneuerbarer Energien"
****. Was heißt das konkret? Vor Ort bereits wirkende
Eigenkräfte aus erneuerbaren Energiequellen übertragen ihre Wucht auf
Generatoren. Zum Beispiel Wasserturbinen auf die Generatoren direkt
neben dran. Ganz ähnlich wie Radfelgen auf Fahrrad-Dynamos - nur größer.
Für eine "unterbrechungsfreie Notstromversorgung". Das Kleinformat
dieser technischen Einrichtung passt räumlich in einen
VW-Golf-Kofferaum. Kostenpunkt (bis 2023): rund 1.000 Euro. "Unterbrechungsfreie Notstromversorgung" Was bewirkt sie? Fällt im "normalen" Netz der
Strom aus, trennt diese "unterbrechungsfreie Notstromversorgung" das
hauseigene Netz in Sekunden(Bruchteilen) vom "normal"-öffentlichen
Stromnetz. Das eigene Hausnetz kann dann weiterhin mit elektrischen
Kilowattstunden etwa aus dem Generator neben der eigenen Wasserturbine
betrieben werden. Oder beispielsweise auch von der Hof-eigenen
Biogasanlage. Und nicht zuletzt mit Batterien unterm eigenen Dach, Viele
dieser "Eigenstrominsellqösungen" können dann nach und nach wieder
Elektrizität ins allgemeine Netz liefern. Die Fachwelt spricht da von
"Schwarzstart". Über so eine Einrichtung verfügt etwa eine Mühle
in Oberschwaben. Mit Wasserkraft. Aber auch ein hauseigenes
Sonnenstromkraftwerk im württembergischen Allgäu (mit Batterie und
Wasserstoff) kann ähnlich arbeiten. Vorteil etwa von Wasserkraft - und
Biogas: Deren Motoren (bei der Wasserkraft "Turbinen" genannt) bringen
Schwungräder in Bewegung. Aus eigener Kraft - ohne Hilfe von außen. Nur
dank erneuerbarer Energiequellen wie Wasserkraft, Erdwärme oder Biogas.
Deren Wucht bestärkt die Strom-erzeugenden Generatoren umso stärker.
Vergleichbares bieten Erdwärmekraftwerke. Ähnlich sinnvoll:
Batteriespeicher - vor allem größere. Davon sind ab jetzt möglichst
wirkungsvolle ans Netz zu bringen. Erste davon arbeiten bereits. Zu Stromausfällen kommt es also nicht
hauptsächlich wegen Erneuerbarer-Energie-Nutzung (wie Sonne, Biogas,
Wasserkraft, Erdwärme). Sondern solche "Blackouts" werden mit diesen
Natur-Energien bekämpft. Mit "Eigenstrominsellqösungen", wie es das
"Büro für Technikfolgenabschätzung" beim Deutschen Bundestag schon 2011
vorgeschlagen hatte. Ist Deutschland heute schon reif für solche
"Inseln"? Noch nicht ganz - oder doch nur teilweise. Aber zwischen Waterkant und Watzmann arbeiten an
die 10.000 Biogasanlagen. Auch viele in Baden-Württemberg. Und statt der
etwa 8.0000 Wasserkraftanlagen in Deutschland heute befanden sich um
1900 rund 80.000 Wasserkraftwerke in Dreh. Richtig saniert und
optimiert, brachten viele dieser 8.000 Kraftpakete auch mal die doppelte
Strommenge. Vorteil von Biogas- Erwärme- und Wasserkraftwerken: Ihre
Energie steht bereits vor Ort bereit. Ohne Hilfe von außen. Dazu gesellt
sich die wuchtige Schwungkraft der Wasserenergie, die das
österreichische Nachbarland Vorarlberg in Speicherseen hortet. Bremsen können solche natürlichen Kräfte
allenfalls bürokratische Hürden. Davon gibt es in Deutschland viele -
viel zu viele. Da kann etwa die Genehmigung eines neuen Wasserkraftwerks
vor Ort Jahrzehnte lang dauern. Da ist dann
a u c h die Politik
gefragt. Nicht zuletzt vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg und den
Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026. Woanders in Europa läuft's schon Schließlich wurde andernorts in Europa schon
vorgemacht, wie's funktioniert. Siehe Vorarlberg. Und zum Beispiel auch
im ortseigenen Netz einiger Dörfer in Nordspanien. Dank ihres
Wasserkraftwerks, einigen Diesel-Notstrom-Generatoren und einer
Unterbrechungs-Automatik von den zentralen Leitungen dort koppelten sich
diese Orte vom allgemeinen spanischen Stromnetz am 28. April 2025 ab. So
war in diesen Dörfern vom ganztägigen "Blackout" im restlichen Spanien
"nichts zu spüren". Kein "Blackout" in diesen Dörfern. So berichtete es
die "tagesschau" *****. Mal in eigenwillig nordspanischen Dörfern - und
bald auch mehr im Deutschland, in Europa? "Eigenstrominsellqösungen"
gegen "Blackouts" könnte es bald viele mehr geben - wenn sie
g e w o l l t
werden. Also politisch gesetzlich nicht behindert. Dann also doch
lieber "reif für die Insel" als im Dunkeln und im Kalten. Julian Aicher Quellenangaben: *
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/20251009_Saidi_Strom.html ** ***
https://de.wikipedia.org/wiki/Blackout_–_Morgen_ist_es_zu_spät ****
https://www.buecher.de/artikel/buch/was-bei-einem-blackout-geschieht/33681353/ *****
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-stromausfall-ursachen-100.html "Das Dorf, das den Stromausfall nicht spürte" "tagesschau" vom 24. Mai 2025 Hinweis: Rio's-Gründer und Inhaber Julian Aicher
unterhält das Wasserkraftwerk Rotismühle und befasst sich seit gut 30
Jahren intensiv mit Erneuerbaren Energien. Darüber informiert er über
sein Büro unter anderem auf dieser Seite
www.rio-s.de
(Direktverlag).
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Steuern sparen - Stromkosten runter 24. Dezember 2025 Gegen Jahresende 2025. Zeit etlicher
Weltuntergangs-Propheten. Und tatsächlich gibt es Probleme zu lösen. Zu
lösen - nicht (nur) zu bejammern. Zum Beispiel immer höhere
Energiekosten. Dabei kann zum Beispiel Strom mit einem
kostenlosen "Brennstoff" gewonnen werden. Mit Tageslicht. Dank
Solarzellen. Etwa in "Balkon"- oder "Steckermodulen". Technisch meist
gut an zu bringen etwa an Balkonwänden. Oder auch auf
Garagendächern.Oder, oder, oder ... Wie bezahlen? Zum Beispiel durch Vermieterinnen
und Vermieter. Von ihnen lassen sich "Balkonmodule" an deren Mieterinnen
und Mietern zu sehr günstigen Mietern überlassen. Etwa 1 oder 2 Euro je
Monat. Die Ausgaben für diese Solarmodule können Vermieterinnen oder
Vermieter wiederum bei der Steuer absetzen. Die kostenlos gelieferten elektrischen
Kilowattstunden daraus genießen dann Mieterinnen und Mieter. Und sparen
so Kosten aus dem "normalen" Stromnetz. Wie das genauer funktioniert? Dazu gibt der über Jahrzehnte erfahrene
Maurermeister, architektonischer Planer und Energiebrater Manfred Ertle
in diesem YouTube-Film-Auskunft: Ein kurzer Film - in YouTube seit 24. Dezember
2025. Steuern sparen - und Stromkosten runter. Dank einem kostenlosem "Brennstoff" vom Himmel. Eine tatsächlich frohe Botschaft hier. Also tatsächlich "echt erneuerbar" hier in Übrigens: Mehr über den Maurermeister, architektonischen
Planer, Energieberater und (Energie-)Haus-Besitzer Manfred Ertle in
diesem Film:
Ebenfalls in YouTube seit 24. Dezember 2025.
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Im richtigen Film 1. Dezember 2025 Lange, dunkle Winterabende. Warum da nicht mal
ein paar eher kurze Filme anschauen, die sich sonst nicht so leicht
finden lassen? Etwa Filme über Wasserkraft. Also jene erneuerbare
Energiequelle, deren Dämme, Kanäle und Staubreiche sich in Blatt-armen
Wintern draußen gut erkennen lassen.
Mit Geschichten, die das Leben schrieb. Zum
Beispiel Filme, an denen Rio's-Gründer und -Inhaber Julian Aicher
prägend mitgemacht hat. Etwa diese: 1 KenFM Julian Aicher: Wasserkraftwerk-Inhaber
2 Film 1 RiO - Regenerativ in Oberschwaben
3 Wasserkraft im Südschwarzwald
4
5 6 Wasserkraft-Ingenieur Josef Dennenmoser 7
Wasserkraft an der Eschachmühle Wasserkraft an der Emerlander Mühle
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Will die Politik die Energiewende wirklich? Rede des ehemaligen "grünen" Mülheimer
Bürgermeisters Elmar Braun
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Win - Wasserkraft ist naturverträglich
. Frohes Hören - und Staunen! Und wenn Ihre Lust auf mehr solche Filme aus der echten Welt noch weiter wächst - klicken Sie doch einfach hier auf die Startseite
links oben: rio's in YouTube rio's - damit dunkle Nächte heller werden. |
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Bio-Gaskraftwerke arbeiten schon 1. September 2025 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will
neue Groß-Erdgas-Gaskraftwerke bauen lassen. Für Milliarden Euros. Wie sie sagt,
um Strompreise zu senken. Elektrizität nutzbar auch dann, wenn "Wind und Sonne"
schwächeln. Also auch bei "Dunkelflaute". Mit rund 10 (bis 20) Gigawatt
Leistung. Dabei übersieht die Politikerin der
Rekord-Schulden-Koalition einen wesentlichen Punkt: Bewährte Gaskraftwerke, die
o h n e ("klimaschädliches") Erdgas Strom erzeugen, gibt es schon in
Deutschland. Nämlich Biogasanlagen. Etwa 10.000. Oft in bäuerlichem Besitz. Dazu sagte Professor Dr. Eicke Weber (2006-2016 Leiter
des "Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE" in Freiburg) diesen
Juli 2025: "Der Punkt ist: Es ist ein totaler Unsinn, zu planen, neue fossile
Erdgaskraftwerke in Deutschland zu bauen, um eine Dunkelflaute ab zu wenden. Und
das ist deswegen ein totaler Unsinn, weil wir eine sehr viel attraktivere Lösung
praktisch fertig auf dem Tisch haben. Wir haben in Deutschland heute zirka 10 -
es sind 9,8 oder so - Gigawatt Biogaskraftwerke. Und diese Biogaskraftwerke
werden heute angereizt durch einen ganz einfachen Einspeise-Tarif." Also eine
magere Vergütung für die Betreiber. Rund um die Uhr. Weber: "Das sollte geändert
werden." Wie? Dem Fachjournalisten Frank Farenski vom Kanal "Leben mit
der Energiewende" sagte Weber: "Warum bieten wir nicht den
Biogas-Kraftwerksbetreibern dieselben Bedingungen an, die wir sowieso anbieten
müssten, um die zu bauenden fossilen Erdgaskraftwerke zu bauen? Und das würde
die Biogas-Kraftwerksbetreiber anreizen, ihre Biogaskraftwerke nur in den Zeiten
laufen zu lassen, wo die günstigen hohen Vergütungssätze geboten werden." Da die Biogasmotoren dabei nur dann laufen würden, wenn
sonst weniger Strom im Netz bereitsteht, könnten die Biogas-Bauernfamilien für
diese vergleichsweise k ü r z
e r e n Zeiten
dann m e h r
Strom liefern. Weber spricht dabei von "bis auf 40 Gigawatt Leistung" in
Deutschland. Dabei erweisen sich Biogasanlagen als
"Flexibilitätsreserve im Netz". Denn sie können besonders gut speichern - und
ihre Motoren rasch 'anfahren'. Vor allem aber: Biogasanlagen, "die haben wir schon". Es
fallen also kaum Neubaukosten an. Im Gegensatz zu den Milliarden Euros, die für
neue fossile Erdgaskraftwerke anstehen würden. Soweit die Mitteilung eines über Jahrzehnte erfahrenen,
international anerkannten Fachwissenschaftlers. Wer aber mit Inhaberinnen und
Inhabern von Biogasanlagen spricht, hört dort aktuell oft: Die Bestimmungen zum
Biogas aus Berlin (und teils auch aus Mainz, München, Stuttgart und Wiesbaden)
sind derart aufwendig und kompliziert, dass sich der Betrieb der Biogasanlagen
für Mittelständler kaum noch lohnt. Das muss geändert werden. Und das kann
geändert werden. (Ab) j e t z t. Anstatt zur Landtagswahl in Baden-Württemberg und
Kommunalwahlen in Bayern (am 8. März 2026) oder zu den Kommunalwahlen in Hessen
(15. März 2026?) und Landtagswahlen in Rheinland Pfalz (22. März 2026)
hauptsächlich nur mehr oder weniger schöne Plakate zu verbreiten, könnten
"politisch Verantwortliche" ab sofort dafür sorgen, dass Biogas in Deutschland
so genutzt wird, wie's Eicke Weber diesen Sommer 2025 vorgeschlagen hat. Auch,
um den Bauernfamilien das Leben nicht noch schwerer zu machen. Und: Um
Milliarden unsinniger Ausgaben für "klimaschädlich" teure, fossile
Erdgaskraftwerke zu sparen. Also Gas geben - und zulassen, liebe Politikerinnen
und Politiker! "Klimafreundlich" und kosten-sparend. * Das Interview von Frank Farenski mit Dr. Eicke Weber
kann hier
angehört und angeschaut werden:
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S o n n i g
g ü n s t i g 4. April 2025 "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". So der bekannte
Titel eines Buchs von Franz Alt (von 1991). Was bewirkt Tageslicht in Solarmodulen auf dem eigenen
Dach? Vier bis acht Quadratmeter Solarmodule bergen 1 Kilowatt
elektrische Nennleistung in sich. Ein Kilowatt Höchstleistung. In der Fachsprache "1 kW peak" genannt. Sprich: "piiik". Aus diesem einen kWp (diesen 4 bis 8 Quadratmeter
Solarmodulen) entstehen pro Jahr rund 800 bis 1.000 Kilowattstunden Strom. Hersteller solcher Solarmodule garantieren meist: Nach 25 Jahren liefern die Solarzellen noch 80% der
1.000 Kilowattstunden pro Jahr. Also 800 Kilowattstunden/Jahr. 800 Kilowattstunden x 25 Jahre = 20.000 Kilowattstunden. Was kostet 1 kWp? Wie viel Geld ist für die vier bis acht Quadratmeter
Solarmodule (einschließlich "Wechselrichter") zu berappen? Wer dafür heute über 2.000 Euro zahlt, hat wohl zu viel
ausgegeben. Ich kenne jemand, der für 1 kWp rund 1.000 Euro hinblätterte. (Er
half selbst bei der Montage mit.) 2.000 Euro geteilt durch 20.000 Kilowattstunden ergibt
0,1. Also 0,1 Euro. Sprich: 10 Cent. Wer also sein 1 kWp für nur 1.000 Euro ans hauseigene
Stromnetz bekommen hat, zahlt für die Kilowattstunde Elektrizität von dort dann
nur noch 5 Cent. Zum Vergleich: Für eine Kilowattstunde Strom aus dem `normalen'
deutschen Stromnetz musste die Endkundschaft 2024 über 30 Cent berappen. Wer in den eigenen Räumen Solarstrom vom eigenen Dach
drüber nutzt, spart also 20 bis 25 Cent pro Kilowattstunde. Eine deutsche Privatperson nutzt pro Jahr rund 1.500
Kilowattstunden Elektrizität. Selbst wenn nur die Hälfte davon (750
Kilowattstunden) dank Sonnenlicht am Dach entstehen, sparen die, die diesen
Strom nutzen, also (über) 150 Euro pro Jahr. Und dies 25 Jahre lang. Insgesamt
also mehr 3.000 Euro Einsparungen. Mehr noch Es gibt kleine Sonnenkraftwerke in Deutschland, die
arbeiten schon über 40 Jahre. Also bald 50 Jahre. Die Leistung: offenbar immer noch über 80% des
Ursprungswertes. Labor-Test ergaben: Solarmodule können auch 100 Jahre
Elektrizität liefern. Arbeitet eine Solaranlage 50 statt 25 Jahre, mag sie
womöglich statt 20.000 Kilowattstunden in 25 Jahren bis zu 40.000
Kilowattstunden in 50 Jahren bringen. Und zwar bei gleichen Kosten für die Installation der
Solarmodule. Einmalige Kosten. Mehr erzeugte Kilowattstunden = weniger Geld-Ausgaben
pro Kilowattstunde (Erzeugungspreise). Insofern wahrscheinlich: Die Kilowattstunde Sonnenstrom
vom eigenen Dach in den eigenen Räumen direkt drunter kommt eher auf 5 Cent als
auf 10 Cent Kosten. "Die Sonne schickt uns keine Rechnung". Und bewährte Solartechnik hilft, so Strom viel viel
günstiger zu gewinnen als er in Deutschland aus dem `normalen' Netz fließt. Übrigens: Die baden-württembergische Vermesserin und
Geoinformatikerin/Geodätin Dr. Martina Klärle hat bereits 2010 veröffentlicht: Solarmodule auf 60% der deutschen Dachflächen könnten so
viele elektrische Kilowattstunden liefern, wie Deutschland insgesamt pro Jahr an
Strom verbraucht. Da neuere Solartechnik immer leistungsfähiger wirkt,
gilt: Es reichen bald auch nur noch 50% der deutschen Dachflächen. Also die
Hälfte von ihnen. U n d : Solarmodule lassen sich nicht ausschließlich auf
Dächern montieren. In Frankreich gibt es Autobahnkilometer aus flach liegenden
Solarzellen, in Deutschland halten flach verschraubte Solarmodule Regen und
Schnee von Fahrradwegen ab. In der Schweiz sind flach liegenden Solarmodule
zwischen Bahngeleisen geplant. Und an senkrechten Hauswänden finden solche
Sonnenplatten auch Platz. Selbst als Gartenzaun empfehlen sie sich. "Die Sonne schickt uns keine Rechnung." Und sie lässt so mit vergleichsweise billigem Strom
rechnen. Wer also behauptet, "klimafreundliche" Energien kosten
im Strombereich mehr als "fossile" (dank Erdgas, Erdöl oder Kohle), äußert sich
sachlich falsch. Richtig: Erneuerbare Energien sparen Geld. Sonnig günstig. Auf was warten Sie noch? Oder: Solarkraftwerk fürs eigene Dach schon bestellt? Oder Solarmodule an den eigenen Balkon? Leutkirch-Rotismühle, 4. April 2025 Julian Aicher
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100% bis 2030 6. Januar 2025 Sonnige Aussichten. Bis Ende 2030 könnten in Deutschland
mehr elektrische Kilowattstunden dank erneuerbarer Energiequellen entstehen, als
Deutschland insgesamt pro Jahr verbraucht. (Insgesamt im Sinn "b
i l a n z i e l l e r
Autarkie".) Dies lässt sich aufgrund bisheriger Entwicklungen zwischen Waterkant
und Watzmann erwarten. Erfreulich: Strom aus Erneuerbaren Energien kommt
deutlich günstiger als andere Elektrizität. Über die Hälfte. Am 2. Januar 2025 veröffentlichte das
"Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme" (ISE) die Zahlen zum Jahr 2024.
Nämlich: "Der Anteil der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien an der
Last, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 56
Prozent gegenüber 55,3 Prozent im Jahr 2023." Was bedeutet das für die Entwicklung der
Elektrizitäts-Gewinnung in Deutschland? Dazu eine Rückschau. Im Jahr 2000
stammten 6,3% des Stroms zwischen Bodensee und Nordsee aus Erneuerbaren
Energien. (So Professor Volker Quaschning, Berlin.) Sechs mal neun ergibt 54. Sechs mal acht ist 48. Seit dem Jahr 2000
hat sich der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromherstellung in Deutschland
mehr als verachtfacht. Genauer: verachtkomma-achtacht-facht. Sprich: 8,888 mal
mehr. 2000 bis 2024. 25 Jahre. In 25 Jahren 8,888 mal mehr
Anteil elektrische Kilowattstunden dank Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch
in Deutschland. Das kann auch heißen: 8,888 mal mehr in 25 Jahren und 4,444 mal
mehr in 12,5 Jahren. Dann 2.222 mal mehr in 6,25 Jahren. So die Zahlen aus der
bisherigen elektrischen Entwicklung seit 2000. Fraglos gilt: "Prognosen sind schwierig - vor allem,
wenn sie die Zukunft betreffen." Aber Aussichten auf das, was kommt, lassen sich
anhand von dem, was bisher war, erkennen. Wenn sich also der Anteil von
elektrischen Kilowattstunden aus erneuerbaren Energiequellen zwischen Kiel und
Konstanz in sechs Jahren um das 2,22fache erhöht, dann heißt das vom Jahresende
2024 aus betrachtet: 56% im Jahr 2024 mal 2,222 = 124,432 %. Demnach könnten vor
Ende 2030 in Deutschland 124,432 % aller dort verbrauchten elektrischen
Kilowattstunden dank Erneuerbarer Energien entstehen. Doch damit nicht genug: Es könnten 2030 auch mehr als
die genannten 124,432 % sein. Warum? Weil sich erneuerbare Energiequellen - wie
Sonne, Pflanzen, Wasser- und Windkraft samt Erdwärme und Wellenenergie -
i n n e r h a l b
Deutschlands anzapfen lassen. Und weil dies eindeutig viel
g ü n s t i g e r
ist als andere Energieträger im Strombereich. Wenn der Preis in der "Marktwirtschaft" mit entscheidet Denn wer sich 2024 (2025) Solarmodule auf's eigene Dach
schrauben lässt, kann eine elektrische Kilowattstunde in den eigenen Räumen
drunter für (weniger als) 10 Cent beziehen. Nämlich 8 Cent. Aus dem `normalen' deutschen
Stromnetz floss die Kilowattstunde dagegen zur privaten Endkundschaft für über
40 Cent. Dazu das "Handelsblatt" am 21. November 2024: "Laut Statistischem
Bundesamt kostete Strom Endverbraucher im ersten Halbjahr 2024 durchschnittlich
41,02 Cent pro Kilowattstunde." Der `normale' deutsche Stromtarif lag also gut
vier mal höher als Elektrizität, die dank Sonne mit Solarmodulen vom eigenen
Dach bezogen werden kann. Ein Preissenkungs-Hammer von 80%. Gut 80% günstiger. Dieser Preisvorteil spricht sich
immer mehr rum. So entstanden bereits 2023 über eine Millionen neue
Sonnenkraftwerke mehr in Deutschland. Gegen Ende 2024 dürften es deutlich über
vier Millionen insgesamt auf (oder an) deutschen Gebäuden und Grundstücken sein. "Das Volk ist nicht tümmlich." So Bert Brecht. Sprich:
Die Leute sind nicht doof. Zumindest nicht alle. Wenn's elektrische
Kilowattstunden in Deutschland aus anderen Quellen 80% günstiger gibt als aus
dem gewöhnlichen Stromnetz, dann steigen immer mehr Bürgerinnen und Bürger auf
diese Energie vom eigenen Dach um. Siehe Zahlen oben. Dazu kommt: Auch der
Mittelstand setzt mehr und mehr auf solche günstigen Kraftquellen. Daraus folgt:
Weniger (Energie-)Kosten, mehr Chancen auf Gewinn. Das bestärkt die heimische
Wirtschaft. Und schont Personen mit weniger Einkommen. Für den um 80%
günstigeren Strom dank der Sonne gilt daher Franz Alts Losung: "Solarstrom ist
Sozialstrom." Keine Frage: "Prognosen sind schwierig - vor allem, wenn
sie die Zukunft betreffen." (So der Däne Sören Kierkegaard (1813-1855)). Und
angesichts des (bezahlt-)politischen Personals in Berlin, Düsseldorf, München,
Stuttgart oder Wiesbaden dürften sich ab 2025 noch so etliche Hürden gegen die
heimisch günstigen Erneuerbaren Energien ergeben. Andererseits: Je massiver
Politik und Behörden gegen die Erneuerbaren - mit immer teurerer Energie (aus
Erdgas, Erdöl, Kohle und Uran) -
blockieren, desto größer höchstwahrscheinlich die Zahl derjenigen, die sich
elektrisch vom bisherigen, teuren Netzstrom möglichst unabhängig machen - und
dies deutlich günstiger. Erfreuliche `Nebenwirkung': Erneuerbare Energien
schonen "das Klima" und lassen sich beziehen, ohne immer mehr giftige
Kraftquellen in Katar, Russland oder den USA nutzen zu müssen. Mehr
Eigenversorgung. Mehr Eigenverantwortung. Und vor allem: mehr Freiheit. Dies
fördert bestenfalls die Fähigkeit zum Frieden. Sonnige Aussichten also bald? Möglich wär's. Zumindest
erkennbar aufgrund nachprüfbarer Fakten. Rotismühle, 6. Januar 2025 Julian Aicher
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Wachstumsmotor
Düster. Eine schlechte Nachricht Jagd die andere. Die
deutsche Wirtschaft schwächelt. So heftig, dass einem beim Hören oder Lesen all
dieser Hiobsbotschaften fast übel werden kann. Doch: Wo bleibt das Positive? Am Himmel und auf Erden.
Nämlich im Bereich Sonnenenergie. Dort hat Deutschland in letzter Zeit erheblich
zugelegt. Nämlich um 1.065.000 Photovoltaikanlagen im Jahr 2023. Sprich: Über
eine Million. Insgesamt arbeiteten bis Ende 2023 rund 3,7 Millionen
Sonnenstromanlagen zwischen Waterkant und Watzmann. Immerhin! Hauptsächlich in bürgerschaftlichen Hand. Die Zahl der
Sonnenkraftwerke in Deutschland hat sich 2023 um ein Viertel erhöht. Eine
Steigerungsrate von gut 25%. Demnach eine absolute Wachstums-Rakete. Beachtlich auch, was die Erneuerbaren Energien -
einschließlich Sonnenstrom - im ersten Halbjahr 2024 zur deutschen
Elektrizitätsversorgung beitrugen. Nämlich über 60%. `Heißt: Weit über die
Hälfte der in Deutschland verbrauchten elektrischen Kilowattstunden dank
erneuerbarer Energiequellen. Eher schon fast zwei Drittel. Von 6,3 % auf über 60 % - in 25 Jahren
Zielvorgabe der "Ampelregierung": 80% bis 2030. Könnte
das schon bis 2028 erreicht sein? Wer bedenkt, dass im Jahr 2000 noch 6,3% der
zwischen Nordsee und Alpen genutzten Strommenge dank Erneuerbarer Energien
entstand - und bis Sommer 2024 gut 60% - kann nachrechnen: Der Prozentanteil der
Regenerativkräfte an der Elektrizitätslieferung hat sich in 25 Jahren
verneunfacht. Neun mal mehr. Demnach in 12,5 Jahren mehr als vervierfacht? Oder: In gut 6 Jahren mehr als verdoppelt. Über eine Verdoppelung hinaus in sechs Jahren. Das
hieße: statt gut 60% mehr als 120%. Und zwar in sechs Jahren. Also vor Ende 2030
rund 120% aller in Deutschland verwandten elektrischen Kilowattstunden dank
heimisch-erneuerbarer Energiequellen. Bisherige Erfahrungen lassen also erkennen: Deutschland
wächst erneuerbar. Und zwar schon im Strom-Mengen-Bereich komplett bis 2030. Oder schneller? Der Deutsche Bundestag beschloss während
der "Ampel"-Zeit: Erneuerbare Energien zu nutzen, gilt als "vorrangig" im Sinn
des allgemein-öffentlichen Interesses. Noch gibt es viele Beispiele dafür, wie dieses Gesetz
nicht so wirklich befolgt wird. Zerstörte Wasserkraftwerke, blockierte
Biogasanalagen - ja selbst behinderte Photovoltaikanlagen. Sonnig sparsam
Angenommen solche - oft behördliche - Blockaden gegen
Regenerativenergien werden weniger. Dann könnte sich der Schwung für sonnige
Kräfte in Deutschland noch beschleunigen. Und zwar zusätzlich durch den Preis.
Wer sich nämlich heute, 2024, auf's eigene Dach Solarmodule montieren lässt,
kann eine elektrische Kilowattstunde daraus in den Räumen direkt drunter schon für weniger als 10 Cent
nutzen. Zum Vergleich: Aus dem `normalen' Deutschen Stromnetz kostet dieselbe
Elektrizitätsmenge (mehr als) 30 Cent. Sonnenstrom: ein Preis-Senkungs-Hammer von über 60%.
Damit erweisen sich Erneuerbare Energien auch als starke Verbündete im Kampf
gegen Inflation. Günstigere Strompreise: Sie entlasten die deutsche
Wirtschaft. Verlässlich - planbar. Und sie helfen, mehr im Geldbeutel von
Privatleuten zu belassen. Dann gilt auch: "Solarstrom ist Sozialstrom" (wie's
Franz Alt immer wieder sagt). "Solarstrom ist Sozialstrom." Dies gilt nicht zuletzt
für "Balkonmodule". Auch "Steckermodule" genannt. Manche bieten so eine
Sonnenplatte schon für rund 300 Euro an. Also einzelne Solarmodule, mit denen
sich Strom am eigenen Balkon erzeugen lässt. Diese elektrischen Kilowattstunden
brauchen dann aus dem elektrischen Netz nicht mehr gekauft werden. Kurzum: Konjunkturmotor Regenerativenergien. Sonnige
Aussichten. Stimmungs-Aufheller. Sonnig bestärkt. Leutkirch-Rotismühle, 23. November 2024 Julian Aicher
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J e t z t a b e r !
7. März 2024
"Jetzt aber!".
Heute, 7. März 2024, verbreitete der Bundesrechnungshof eine Presseerklärung.
Inhalt: Hinweis auf seinen aktuellen
"Bericht zur Umsetzung der Energiewende":
Dort steht:
"Deutschland verfolgt sehr ambitionierte Ziele für die Energiewende. Diese ist
jedoch nicht auf Kurs, sie hinkt ihren Zielen hinterher. Die Bundesregierung
muss umgehend reagieren, um eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche
Stromversorgung zu gewährleisten."
Ähnliches hatte der Landesrechnungshof Baden-Württemberg übrigens schon 2018
angemahnt:
Viel mehr Solarmodule auf die landeseigenen Dächer.
Das heißt aus meiner Sicht:
J e t z t nutzen, was sich an erneuerbaren Energiequellen für die
"Energiewende" eignet.
Oder:
Regenerativ-energisch muss der "Ruck durch's Land" gehen, den der damalige
Bundespräsident Roman 1997 anmahnte.
Allerhand Bedenkenträger und sonstige Blockierende gegen Erneuerbare
Energiewende dürfen sich also heuer in einen langen Urlaub verabschieden.
Für alle anderen heißt's:
Anpacken - damit die kostenlos vom Himmel scheinenden sonnigen Kräfte viel mehr
und viel günstiger wirken können.
Zum Beispiel weniger als 10 Cent für 1 Kilowattstunde Strom vom eigenen
Sonnendach direkt in den eigenen Räumen drunter.
Es gibt viel zu tun ...
Leutkirch-Rotismühe
7. März 2024
Julian Aicher
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22. September 2023
Herbstbeginn 2023
1 0 0 b i s 3 0 ?
Könnten in Bayern 2030 mindestens so viele elektrische Kilowattstunden
entstehen, als im "Freistaat" verbraucht werden?
Energiekrise. Preisdruck nach oben. Belastend für Bürgerschaft und Wirtschaft in
Süddeutschland. Da drängt sich die Frage auf: Wäre es denkbar, dass in Bayern
2030 mehr Strom aus Erneuerbaren Energien entsteht als dort insgesamt verwendet
wird?
Eine Kolumne von rio's-Gründer und -Inhaber Julian Aicher.
Etwa die Hälfte. 52 % der "Bruttostromerzeugung" stammten 2020 im süddeutschen
"Freistaat" aus erneuerbaren Energiequellen. So Hubert Aiwangers Münchner
Wirtschaftsministerium *.
Könnten es bald 100% werden? Günstig? Gar bis 2030?
"Prognosen sind schwierig. Vor allem wenn sie die Zukunft betreffen". Doch: in
sieben Jahren kann viel passieren. Vor allem dann, wenn sich bereits heute, für
die nächsten zwei, drei Jahre Entwicklungen deutlich abzeichnen. Etwa in Bayerns
Landeshauptstadt. So teilten mir die "Stadtwerke München" (SWM) mehrmals
mit, dass in der "Weltstadt mit Herz" schon heute 90% des Stroms aus den
Erneuerbaren fließen: Sonne, Pflanzen (Bioenergie), Erdwärme, Wasser- und
Windkraft. Angestrebtes SWM-Ziel: 100% bis 2025.
Völlig wirklichkeitsfremd? Bestimmt nicht. Zumindest nicht für diejenigen, die
genauer betrachten, was sich energetisch elektrisch außerhalb von München
abspielt. So berichtete "BR 24" im "Bayerischen Rundfunk" bereits im November
2022: In 21 von 96 Kreisen und "kreisfreien Städten" des "Freistaats"
entstanden bereits damals mehr elektrische Kilowattstunden aus den Erneuerbaren,
als dort verbraucht. Zum Beispiel der Landkreis Rottal-Inn mit 268 % **.
Dazu kommen weitere mehr als zehn Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern,
die eine Vergleichszahl von 75% bis 100% aufweisen. Da scheinen die 100% in den
kommenden Jahren also absehbar. Und zwar umso mehr, als immer mehr Bürgerinnen
und Bürger die hohen Strompreise nicht mehr erdulden möchten. Diese Leute lassen
sich Solarmodule auf ihre Dächer schrauben - und beziehen dann daraus eine
Kilowattstunde Elektrizität in den eigenen Räumen drunter für weniger als 10
Cent. Zum Vergleich: Diese eine elektrische Kilowattstunde gibt's aus dem
`normalen' Stromnetz für 30 bis 60 Cent. (Auf ein privates Einfamilienhaus
lässt sich eine Solastromanlage meist in weniger als drei Tagen montieren.)
Weniger als 10 Cent - statt 30-60 Cent: Solch sonnige Preishämmer nach unten
sprechen sich mehr und auch bei Gewerbe und Industrie rum. So kündigte
"Wacker-Chemie"-Chef Peter von Zumbusch im "Spiegel" vom 9. September 2023
eine "Transformation" an, die "nun mit grünem Strom" notwendig sei. Immerhin:
10% ihrer Elektrizität bezieht diese Chemie-Firma schon heute aus
betriebseigener Wasserkraft.
Dank sonniger Kräfte: Strompreis 23,52 Cent je Kilowattstunde
Klar: Günstiger Strom aus eigener Hand bedeutet, mehr wirtschaftliche
Gewinnmöglichkeiten. Herbert Diess, 1958 in München geboren, 2018-2022
Vorstandsvorsitzender von VW, sagte im September 2023, dass in zwei bis drei
Jahren in Batterien gespeicherter Strom aus erneuerbaren Energiequellen für 6
Cent pro Kilowattstunde bereit sei ***. Derweil drücken diese
Regenerativ-Energien schon heute die Preise nach unten. In der unterfränkischen
Stadt Haßfurt entstehen pro Jahr etwa 120 Millionen Kilowattstunden Strom dank
Erneuerbarer Energien. Vor Ort werden rund 85 Millionen Kilowattstunden
verbraucht. Also ein regeneratives elektrisches Überangebot. Selbst gewonnen
direkt vor Ort. Da erneuerbare Energiequellen bereits vor etwa 20 Jahren in
Haßfurt angezapft wurden, sind etliche der Kraftwerke dort heute schon
abgeschrieben. So kann das örtliche "stadtwerk" seiner Kundschaft Strom für nur
23,52 Cent pro Kilowattstunde anbieten. **** `Stimmt also doch: "Die Sonne
schickt uns keine Rechnung".
Mindestens so viele elektrische Kilowattstunden aus Erneuerbaren Energien, wie
Bayern insgesamt verbraucht bis 2030? "Das halte ich für machbar", sagte mir der
Biologe und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker (vom "Club of Rome") 2018. Umso
mehr werde dies möglich, wenn das südliche Bundesland mehr Windkraftanlagen
aufstelle, meinte von Weizenecker *****. Wie in einigen bayerischen Gemeinden
schon heute, 2023. Etwa Wildpoldsried (Kreis Oberallgäu). Dort erzeugten
bürgerschafts-eigene Windkraftanlagen bereits 2020 fünf mal mehr Strom, als der
Ort selbst verbrauchte. Einschließlich dort aktivem Gewerbe. 100 bis 30 -
in Bayern wirklich denkbar.
Julian Aicher, Gründer und
Inhaber des 2002 eröffneten Informationsbüros rio's (www.rio-s.de)
befasst sich seit rund 30 Jahren mit Erneuerbaren Energien. Er unterhält in
Leutkirch-Rotismühle (Kreis Ravensburg) ein Kleinwasserkraftwerk an der
baden-württembergisch-bayerischen Grenze - und lebt direkt nebendran in einem
"Niedrigenergiehaus" mit Solarmodulen auf dem Dach und Stückholzofen im
Esszimmer.
Aicher schreibt am Erneuerbare-Energien-Buch "100 bis 30". Ziel:
Veröffentlichung noch 2023.
*
**
Daten-Analyse: Wieviel erneuerbare Energie steckt in Bayern? | BR24
***
Talk im
Hangar-7: Arm, aber klimaneutral - Weltrettung um jeden Preis? | Kurzfassung -
YouTube
****
Strom-Produktion vor Ort statt Import: Haßfurt vollzieht Energiewende |
mehr/wert | BR24 - YouTube
*****
"Come on"
Gespräch im Zug mit Ernst Ulrich von Weizsäcker zum Umgang mit Energie - YouTube
|
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Wintersonnwende
21. Dezember 2022
"FÜRCHTET EUCH NICHT"
Oder: Habt Mut. Und Zuversicht! Denn es zeigen sich sonnige Aussichten.
Deutschland könnte bis 2027 gut 100% seines Stromverbrauchs aus
heimisch-erneuerbaren Energiequellen decken. Damit auch beachtliche Teile von
Gewerbe, Heizung, Industrie und Verkehr. Günstig. Stichwort: Sektorkopplung.
Eine sonnige Weihnachtsbotschaft zur Winter-Sonnwende von Julian Aicher *.
Jahreswende 2022/2023. Rekord-Preise für Gas und Strom. Kohlekraftwerke
verpesten die Luft. Angst vor "Blackouts". Stromsperren. Längere
Atom-Laufzeiten. Energiekrise. Passt ausgerechnet da der Rat
"Fürchtet Euch nicht!"?
Ja.
Warum? Weil die Energie-Entwicklungskurve in Deutschland auf sehr erfreuliche
Möglichkeiten hindeutet. Nämlich auf 100% Strommenge aus Erneuerbaren Energien
bis spätestens 2027.
Wie das? 6. Dezember 2022: Von der "Frankfurter Allgemeinen" bis zu "telepolis"
melden viele: Gerade hat die "Internationale Energie Agentur" (IEA) in
Paris verkündet, sie rechne künftig mit einem "Boom der erneuerbaren Energie".
IEA-Generaldirektor Fatih Birol konkret: "In den kommenden Jahren werden so
viele neue Kapazitäten geschaffen wie in den vergangenen 20 Jahren zusammen".
Ausgerechnet die IEA als bisherige Propaganda-Tröte der Atom-, Erdgas-, Erdöl-
und Kohlewirtschaft sagt Anfang Dezember 2022 voraus, "dass sich die
grünen Stromerzeugungskapazitäten auf der Welt in den nächsten fünf Jahren
annähernd verdoppeln werden". Also bis Dezember 2027.
Mehr noch: "In Europa wird Deutschland den mit Abstand größten Ausbau der
grünen Energie aufweisen", sagte IEA-Boss Fathi Birol im Dezember 2022.
Doppelt so viel Strom dank Erneuerbarer Energien. In Fünf Jahren. Was kann das
für das Land mit dem dann noch "größten Ausbau der grünen Energie"
bedeuten? Oder: Wer in die Zukunft blickt, tut gut daran, zuvor die
Vergangenheit kennen zu lernen. Was geschah also bisher zwischen Waterkant und
Watzmann? Die "Sonnenseite" meldete am 16. Dezember 2022: Mit den Erneuerbaren
deckte Deutschland 2022 insgesamt 4 7 %
seines Strombedarfs.
47% des deutschen Stromverbrauchs. Da lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.
Zum Beispiel ins Jahr 2000. Damals nahm Deutschland mit dem "Erneuerbare
Energien-Gesetz" (EEG) Schwung zu mehr sonnigen Kräften. Damals, 2000, lieferten
Sonne, Erdwärme, Pflanzen ("Bioenergie"), Wasserkraft und Windenergie etwa 6%
der in Deutschland verwandten Elektrizität.
6% Strom im Jahr 2000, 47% heute, 2022. Wenn stimmt, dass 6 x 8 die Zahl 48
ergibt, dann erzeugten die Erneuerbaren 2022 einen fast
a c h t mal größeren Anteil an der deutschen Stromversorgung
als im Jahr 2000.
V e r d o p p p e l u n g i n
5 J a h r e n ?
Acht mal mehr. In 20 Jahren. Könnte das auch bedeuten: Vier mal mehr in 10
Jahren? Oder zwei mal mehr in 5 Jahren? Das doppelte in 5 Jahren?
Wenn sich aus der Entwicklung der Elektrizitäts-Gewinnung mit Erneuerbaren
Energien zwischen Flensburg und Friedrichshafen von 2000 bis 2022 für die fünf
Jahre 2022 bis 2027 eine Verdoppelung dieses Stromanteils ablesen lässt, dann
heißt das: Das Doppelte der 47% von 2022 wären dann 2027 immerhin schon
94%. Also fast 100 %.
Ginge da noch etwas mehr.? Gut 100% statt 94%? Warum nicht? "Solarpapst" Hermann
Scheer (1944-2010) listete in seinem beachtlichen Buch "Der energehtische
Imperativ" (2010) etliche Sprüche angeblich kluger Leute auf. Sie alle
zeigten: Keine einzige von deren Voraussagen reichte an die Strommenge heran,
die die Erneuerbaren Energien dann später tatsächlich in Deutschland erzeugten.
Erneuerbare Energien: immer wieder massiv unterschätzt. So verkündeten
Stromkonzerne noch 1992, die Sonne und ihre energischen Töchter könnten
bestenfalls allerhöchstens irgendwann in ferner Zukunft 4 % des deutschen
Strombedarfs decken. Heute, 2022, sind's mit 47% mehr als zehnmal so viel.
1993 galt Elektrizität aus erneuerbaren Energien meist noch als teuer. Das ist
heute anders. Die sonnigen Kräfte sind die billigsten. Wer sich 2022 Solarmodule
auf eigene Dach schrauben ließ, kann eine Kilowattstunde Strom daraus in den
eigenen Räumen drunter jetzt für weniger als 10 Cent nutzen. (Richtig eingekauft
gar für knapp 5 Cent.) Knapp 10 Cent. Zum Vergleich: Aus dem "normalen"
deutschen Stromnetz gibt's die gleiche elektrische Kilowattstunde 2023 für
(über) 40 Cent. Sonnige Strompreissenkung also.
Allein schon dieses prächtigen Preisvorteils wegen scheint sehr wahrscheinlich:
Deutschland stellt ab 2025 viel viel mehr Strom sonnig her als bisher.
Dazu kommt: Erneuerbare Energien liegen nahe. Bestenfalls vom eigenen Dach. Die
Erneuerbaren sind also viel sicherer als der "Blackout"-Strom von fernen
(französischen) Atommeilern. Die Sonnigen schaffen aber nicht allein mehr
Sicherheit, sondern machen unabhängiger. Ein Ziel, das sowohl bei
Privathaushalten als auch im Mittelstand immer mehr Zustimmung erntet.
Zustimmung bei der Bevölkerung auch aus Wut über die bisher massiven Blockaden
"der Politik" gegen sonnige Kräfte mindestens bis 2021. Ärger über
Preis-Explosionen "fossiler" Energien. Wut, die sich in sonnige Schaffenskraft
wandeln kann.
Sprich: Die Verdoppelung der Strommenge bis 2027 - sie könnte bestenfalls
die Pflicht bedeuten, nicht aber die Kür. Denn die "Internationale
Energieagentur" IEA galt bisher als Sprachrohr der "Atomar-Fossilen". Die
IEA versuchte immer wieder, die Regenerativen klein zu reden. Es spricht also
fast alles dafür, dass Erneuerbare Energien gerade ab jetzt viel mehr liefern
als von der IEA vorausgesagt. In Deutschland gar 100% Strom dank erneuerbarer
Energiequellen bis Ende 2025? Warum nicht? Fachleute wie die "Stadtwerke
München" kündigen an, bis 2025 stamme aller Strom in der Bayern-Metropole aus
Erneuerbaren Energien. Schon heute, Jahresende 2022, sind's in München 90%.
Warum sollen andere Orte in Deutschland nicht das Gleiche erreichen? Dann
also sonnige Zeiten. Dafür gilt: Es gibt viel zu tun - packen wir's an!
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