Julian Aicher
 

Julian Aicher

julian.aicher@rio-s.eu

 Telefon:      0 75 61    7 05 77

 

 

 

 

* 20. März 1958 in Ulm/Donau

 

 

 

Ausstellungsmacher

Buchautor

Filmbetreuer (Konzeption/’Produktion’/Text)

freier regenerativer Auftragsvermittler

freier Fremdenführer

Journalist

Kreisrat

Moderator

Pressearbeiter

Pressesprecher

Redakteur

Regenerativer Reiseführer

Stromproduzent

Texter

Veranstalter

Vortragsredner

Wasserkraftwerks-Inhaber

Zuhörer

 

 

 

Ab 1972 in Leutkirch-Rotismühle, Kreis Ravensburg, Allgäu-Oberschwaben, Baden-Württemberg an der Grenze zu Bayern  aufgewachsen.

 

Seit 2000 Inhaber des Kleinwasserkraftwerks Rotismühle.

 

Seit 2000 Pressesprecher im Vorstand der

„Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK.

(Am 7. Mai 2016 als Vorstandsmitglied wieder gewählt und als Pressesprecher bestätigt.)

 

Seit Februar 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros

rio’s

regenerativ informations- und organisations-service.

 

Seit Anfang Dezember 2015 Mitglied der „Ökologisch demokratischen Partei   ödp“.

Seit Frühsommer 2014 Mitglied der ödp-Fraktion im Kreistag von Ravensburg (bis 2015 parteilos).

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg März 2016 Kandidat der ödp im Wahlkreis Wangen-Illertal (nicht gewählt).

Dazu You-Tube-Film zur Kandidatenvorstellung.

 

 

 

Seit 2003 verheiratet mit Christine Abele-Aicher.

Ein Sohn seit 1992.

 

Aicher lebt in Rotis, Gemeinde Leutkirch, Kreis Ravensburg im oberschwäbischen Allgäu (Baden-Württemberg) – direkt an der Grenze zu Bayern in Deutschland/Europa.

 

1987-1989 veröffentlichte Julian Aicher drei Bücher über Rock-Szenen im Raum Oberschwaben (Gesamt-Seitenzahl: 1004).

 

 

Julian Aicher arbeitete 1969 bis 2014 an drei Fernsehfilmen (BR, SWR und ZDF) mit.

Seit 2016 verstärkte Mitarbeit an veröffentlichten YouTube-Filmen.

 

 

 

Aichers Büro rio’s liefert seit 2002 öffentlich zugängliche Informationen über Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz.

Vom Pressetext bis zur Infotafel,

vom Faltblatt bis zum Vortrag,

vom Fest bis zur Beteiligung an Fernsehbeiträgen.

Von A wie „Augsburger Allgemeine“ bis Z wie ZDF.

 

rio’s-Ausstellungen erreichten bisher über 100.000 Interessierte.

rio’s weitere Informationen waren 2010 über zwei Millionen Personen öffentlich zugänglich.

2011 ließen sich von rio’s mit verbreitete Informationen von über 4 Millionen Leuten über Radio, Presse und Fernsehen wahrnehmen.

Insgesamt sprachen die Informationen, die rio’s seit 2002 veröffentlichte, bis einschließlich 2017 gut 20 Millionen Personen an.

Darunter gut 7 Millionen seit 2013.

 

 

 

 Veranstalter Julian Aicher (im Bild rechts) hat zusammen mit der Volkshochschule und der Heimatpflege
Leutkirch den ehemaligen Realschulrektor und Heimatforscher Albrecht Roth zum Vortrag am 9. April 2014
in den Gewölbesaal "rotisserie" nach Rotis eingeladen. Titel: "Rotis - ein kleines Dorf mit großer Geschichte".
Volles Haus. Zum gleichen Thema veröffentlichte Roth später ein Druckwerk.

 

 

Diese Portrait-Rubrik bietet im Folgenden vier Bestandteile:

 

1 - Pressetext über Julian Aicher

2 - Ein Leben in neun-einhalb Minuten?

Kurze Werkübersicht zu Julian Aichers Arbeits-Lebenslauf

 

3- Lebenslauf-bezogene (Werk-)Chronik entlang von Jahreszahlen

 

4 -den Text: Millionen ansprechen

über

Julian Aichers 2002 gegründetes Büro „ rio’s – regenerativ informations- und organisations-service“

www.rio-s.de

 

 

Rolled Stones: Julian Aicher fährt im Sommer 2017 Naturwackersteine zur Uberbefestigung
an sein Wasserkraftwerk in Rotis.

1

Pressetext zu

Julian Aicher

 

Julian Aicher, geboren 1958 in Ulm, seit 1972 in Rotis bei Leutkirch im oberschwäbischen Allgäu (in Baden-Württemberg an der Grenze zu Bayern) aufgewachsen. Seit 2000 Inhaber des Kleinwasserkraftwerks Rotismühle und Pressesprecher im Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“. 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros rio’s (regenerativ informations- und organisations-service). Mitglied des Kreistags von Ravensburg.

 

Nach Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Politikwissenschaft in Tübingen 1980-1982 veröffentlichte Aicher 1987 bis 1989 drei Bücher über Rockszenen im Raum Oberschwaben. Gesamt-Seitenzahl: 1.004. In den 1990er Jahren tätig als wöchentlich veröffentlichender „Deutschlands freiester Journalist“ und Betreiber der Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO). Seit 1994 befasst sich Julian Aicher intensiver mit Erneuerbaren Energien. Artikel-Serien, Seminare Veröffentlichungen. Dabei Kontakte zu Franz Alt, Hermann Scheer, Ernst Ulrich von Weizsäcker, später auch zu Gerd Leipold. Ab 2000 Eigentümer des Wasserkraftwerks „Rotismühle“, dient Aicher seit dem selben Jahr im Vorstand der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK) als deren Pressesprecher.

Seit 1991, als Julian Aicher intensiver das Wasssertriebwerk „Rotismühle“ betreute, erzeugte dieses (bis einschließlich 2017) rund 500.000 Kilowattstunden Strom. Und zwar komplett, ohne dabei in die Luft das Klimagas Kohlenstoffdioxyd (CO 2) zu blasen. Immer mal wieder Sanierungsarbeiten an diesem Wassertreibwerk seit 1994 – verstärkt ab 2010 (auch in Folge von Hochwässern).

 

Julian Aichers 2002 gegründetes Büro rio’s erarbeitet Ausstellungen, Informationstafeln, Pressetexte, organisiert Seminare, Feste, Filme und Informationskampagnen. Ziel: Öffentliche Informationen über Erneuerbare Energien. Die von rio’s 2009 der Diözese Rottenburg-Stuttgart gelieferte Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ konnten bis 2011 rund 100.000 Leute sehen – darunter beim Evangelischen Kirchentag Dresden und bei der Landesgartenschau Baden-Württemberg in Nagold. rio’s-Außen-Info-Tafeln zeigen sich Hunderttausenden. Von 2002 bis 2015 sprach rio’s über seine Öfentlichkeitsarbeit rund zwanzig Millionen Leute an. Hauptsächlich über Radiosender, Fernsehberichte und Zeitungen. Ernst Ulrich von Weizsäcker empfahl Julian Aicher Seminarveranstaltern als Fachreferent für Wasserkraft.

  

 

 

2

Ein     Leben   in   neun – einhalb      Minuten?

 

Kurze Werkübersicht zu Julian Aichers

Arbeits-Lebenslauf

 

 

 

Julian Aicher, geboren am 20. März 1958 in Ulm. Seit Sommer 1972 in der Rotismühle Leutkirch, Kreis Ravensburg, Baden-Württemberg (an der Grenze zu Bayern) im oberschwäbischen Allgäu aufgewachsen. Eltern: Inge Aicher-Scholl (1917-1998) und Otl Aicher (1922-1991). Bis 1972 acht Jahre Waldorfschule Ulm, ab 1972 vier Wochen Gymnasium Leutkirch, drei Jahre Realschule Leutkirch, drei Jahre Gymnasium Leutkirch: Abitur 1978. Bis 1978 Veröffentlichungen in der Leutkircher Schülerzeitung „Radieschen im Untergrund“. Klassensprecher. 1978 bis 1980 Zivildienst am Kreiskrankenhaus Sigmaringen. Dort nach 1980 drei Monate angestellt tätig im Bereich der  Krankenpflegehilfe. In Sigmaringen 1979 Mit-Gründung der örtlichen Jugendzeitung „Wanze“. 1980 bis 1982 Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und der Politikwissenschaft an der Universität Tübingen. Seit 1980 aktiv in der Studentenvertretung „Fachschaft“ am Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften (LUI). Dort Mitgründung der Zeitschrift „jüngstes gerücht“. Gelegentliche Zeitungsveröffentlichungen über den LUI-Artikel-Versand „Haspel-Press“. 1982 Hospitanz beim „Schwäbischen Tagblatt“ Tübingen; anschließend gelegentlich freie journalistische Mitarbeit unter anderem bei der „Rottenburger Post“ und dem „Schwarzwälder Boten“ Rottenburg. 1983 beteiligt an der „Arbeitsgruppe Herbstblätter“ über Presseveröffentlichungen zu Friedensdemonstrationen am LUI Tübingen. 1985 Mitgründung des „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ in Ravensburg. 1987 bis 1989 Veröffentlichung von drei Büchern über Rockszenen im Raum Oberschwaben –  Gesamt-Seitenzahl 1004. (Darunter ein 244-seitiger Titel in Zusammenarbeit mit Ulrich Eder.) 1988/1989 Mitarbeit am Buch „Kultur im Ländlichen Raum“ – herausgegeben von Professorin Dr. Christel Köhle-Hezinger bei der „Tübinger Vereinigung für Volkskunde“ (TVV) im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Ab 1990 Mitarbeit im Pressebüro Flach, Juricz, Rommel, Schultes in Ravensburg. Ab 1990 dort auch eigene Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO) – mit bis zu 67 Auftrittsvermittlungen pro Jahr für (Rock-)Gruppen von Hamburg bis München. Ab 1990 ‚feste freie’ Mitarbeit beim „Wochenblatt“ Ravensburg; gelegentliche Berichte in anderen Blättern wie den „Badischen Neuesten Nachrichten“, der „Südwest Presse“, der „Stuttgarter Zeitung“, den „Stuttgarter Nachrichten“, dem „Reutlinger General-Anzeiger“ oder der „Sonntag aktuell“. 1994 wieder Hauptwohnsitz „Rotismühle“ (nach eigenen Umbauten dort). Schon seit 1971: Immer wieder an (Bau-)Arbeiten in der „Rotismühle“ beteiligt („Ferienarbeit“).

1994 bis 1996 „SZene-Regional“-(Halb-)Seite in der „Schwäbischen Zeitung“ Ravensburg. 1995 bis 1997 Redakteur beim städtischen Kulturmagazin „Stadtlandfluss“ Ravensburg. 1995 Betreuung der Sanierung der Wasserkraftanlage „Rotismühle“ auf Kundinnenseite (Familie Aicher). 1995 bis 2005 Saalwirt „Rotisserie“ Leutkirch-Rotismühle. 1995 bis 2003 (Rock-)Konzerte, Vortragsveranstaltungen und Seminare (vor allem über Erneuerbare Energien) in der „Rotisserie“ Rotis. 1998 Gründung des eigenen, gedruckten „Informationsdienst regenerativ regional reg reg“. 1998 Mit-Pflege seiner damals sterbenden Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998) in Rotis. Ab etwa 1997 ehrenamtliche Beteiligung an der ‚Arbeitsgruppe 6   Energie’ für die „Leitbildstudie“ im Auftrag von Landrat Dr. Hermann Haisch (Kreis Unterallgäu/Bayern). Federführende Mitarbeit an der Ausstellung „Ewige Kraft der Sonne“ bei der Landesgartenschau Memmingen 2000 (zusammen mit Energieberater Friedrich Schmid, Memmingen). Seit 2000 Alleineigentümer Wasserkraftanlage Rotismühle. Ab 2000 Vorstandsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK). Ab 2000 Pressesprecher des Vorstands der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK). 2002 Gründer und seither Inhaber des Büros „regenerativ informations- und organisations-service“ rio’s in Leutkirch-Rotismühle: www.rio-s.de     

2002 rio’s Wanderausstellung „Wasserkräftig weiter“. 2002 bis 2012 immer wieder Öffentlichkeits-Arbeit für die „Energie-Versorgung-Obersdorf“ (EVO) im bayerischen Landkreis Oberallgäu – dort vor allem für Wasserkraft. Dabei unter anderem Vermittlung eines ZDF-Besuchs in „Deutschlands südlichster Gemeinde“.  Informations-Arbeit für das geplante Wasserkraftwerk „Faltenbach“ neu in Oberstdorf (genehmigt 2009). 2004 rio’s-Dauerausstellung „MuM – Maschinen unterm Münster“ (im Donaukraftwerk Obermarchtal-Afredstal/Alb-Donau-Kreis/Baden-Württemberg – südwestlich von Ulm) www.mum-wasserkraft.de   

Ab 2005 „Solarmoderator“ für die „Solarstiftung Ulm“ (unter anderem „Solardorf Ulm-Ermingen 2007). 2006 „RegenerativRegion Illerwinkel“ mit 23 Außen-Info-Tafeln, 20.000 Faltblättern und Internetseite www.regenerativ-region-illerwinkel.de (Lautrach, Legau, Illerbeuren-Kronburg im bayerischen Landkreis Unterallgäu). Ab 2005/2006 mehrere Fremdenverkehrs-Konzepte – darunter „Regenerativ am Donauufer“ (RaD) – weitgehend entlang des „Donau-Rad-Wanderwegs“ (zwischen Riedlingen, Landkreis Biberach und Ehingen, Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg). Seit 2007 aktiv als (Dach-)Vermittler tätig für verschiedene Solarfirmen. 2009 Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ für die Diözese Rottenburg-Stuttgart: www.energie-vom-himmel.net.

2010 gedruckte DIN-A-4-Hefte „Südwest Sonnig“ und „Bayern besonnen“ - verteilt in Landtagen München, Stuttgart und auch sonst. 2012 DIN-A-4-Druckschrift und Internetseite „Strom für Millionen. Potenziale preiswerten Wasserkraftausbaus in Süddeutschland“ (mit Interview Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ursula Sladek und Bischof Dr. Gebhard Fürst): www.strom-fuer-millionen.de  Seit 1995 Vorträge über Erneuerbare Energien – Schwerpunkt: Wasserkraft; 2010 von Ernst Ulrich von Weizsäcker unter anderem an die Universität Marburg als Fachreferent zur Wasserkraft empfohlen. Ab 2006 Herausgabe mehrerer Postkarten-formatiger Faltblätter – darunter 2014 „Biogas kann’s“ im Auftrag des „Fachverbands Biogas“ Landessektion Baden-Württemberg. Seit 2006 gelegentliche „Regenerativ-Radel-Routen“ – vor allem durch den „Illerwinkel“. 2007/2008/2009 Konzeption und Pressearbeit für das „ulmer festungs fest“ (uff). (An der Renovierung des „Fort Oberer Kuhberg“, Ulm,  hatte Julian Aicher schon vor 1972 ehrenamtlich mitgeschafft.) 2012 Unterstützung für Christine Abele-Aicher bei deren Buchherausgabe „Die sanfte Gewalt. Erinnerungen an Inge Aicher-Scholl“: www.ingeaicherscholl.de

Die beiden halten seither gelegentlich Vorträge dazu.

2014 Wahl in den Kreistag von Ravensburg (Baden-Württemberg). 2014 Mitarbeit am „Bayerischen-Fernsehen“-Film „Regenerative Energien im Illerwinkel“ (als bisher letztem von vier Filmen für ‚öffentlich-rechtliche’ Sender,  bei denen Julian Aicher seit 1970 mitgewirkt hatte – darunter Peter Schuberts ZDF-Serie „Familie Mack verändert sich“). 2014/2016 Konzeption und Mitarbeit an einem You-Tube-Kurzfilm über Wasserkraft  - veröffentlicht Ende August 2016 in YouTube unter „RaD  Regenerativ am Donauufer“. Weitere YouTube-Titel über Wasserkraft 2017 in Arbeit. 2010 bis 2017 Sanierung Wasserkraftanlage Rotismühle – vor allem Stauwehr und Stau-Ufer samt Umfließungsbach für Wassertiere; mit Unterstützung vieler helfender Hände und gut 500 Stunden Eigenleistung.  Örtlich Angelberechtigte lobten im Sommer 2015  die ‚ökologische’ „Aufwertung“ des Gewässers. 2015 mehrere Führungen durch die ehemalige Rotismühle – Energie und Gestaltung.

 

September 2015: Der „Stern“ berichtet über den marokkanischen

(„Energie-sparenden“) Lehm-Kochtopf „tajine“. Dafür hat sich Julian Aicher einige Jahre bei der „Stern“-Redaktion stark gemacht. Das Büro rio’s spricht so Millionen an. Denn mit der „Stern“-Veröffentlichung steigt die Zahl derjenigen Personen, für das Büro rio’s seit 2002 insgesamt über Ausstellungen, Diskussionsbeiträge, Fernsehberichte, Feste, Führungen, Faltblätter, Filme Informationstafeln, Internet-Auftritte, Radios, Vorträge und Zeitungen Informationen ermöglichte, auf gut 20 Millionen Leute.

2016 zweite Sanierung Uferdamm Rotismühle (www.rotismuehle-aktuell.de   E n e r g i e ) unter anderem mit viel Handarbeit für eine Palisade aus 120 rund 3 Meter langen und 15-20 cm starken Stämmen. Und mit amtlich-schriftlicher Genehmigung. September 2016 Antrag beim Landratsamt Ravensburg auf Bau eines neuen „Fischpass“ (nach Hochwasser-Zerstörung des alten). 2016 Zwei Gerichtsverfahren zur Wasserkraftanlage Rotismühle (mit einer ‚gütlichen Einigung’ auf Vorschlag Julian Aichers und einer Verfahrens-Einstellung.) 2016 Redaktion von drei Ausgaben der „MitgliederMitteilung“ der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK) mit insgesamt 52 Seiten. 2016 Redaktionsarbeit für eine Filmreihe der „Ökologisch Demokratischen Partei „ (ödp) – in You-Tube zu finden unter „ödp Kreis Ravensburg“ mit Vorträgen über Erneuerbare Energien in der Region. 2017 weitere YouTube-Filme über Wasserkraft in Arbeit.

 

1992 Geburt des Sohns Jens Oliver Gutsfeld.  20. März 2003 standesamtliche und  16. Juli 2005 kirchliche Heirat  mit Christine Abele-Aicher. Beide bewirkten als mitarbeitende Bauherrschaft 2004/2005 ein Niedrigenergiehaus in Leutkirch-Rotismühle (in bereits bestandenem Scheunen-ähnlichen Gebäude aus Entwurf von Otl Aicher, damals unter Finanzierungshilfe durch Erwin Braun).

2001 bis 2010 fuhr Julian Aicher zu seiner Kundschaft unter anderem in einem umgerüsteten VW-Golf-III zu etwa 95% mit rein kaltgepresstem Pflanzenöl im Tank – geliefert meist von schwäbischen Bauern. Seit 2010 nutzte Julian Aicher vergleichweise häufig Fahrräder.

 

 

 

Julian Aicher, Chrstine Abele-Aicher und der ehemalige Rotismüller Anton Bertele jun. (*1914)

im Sommer 2011 in Rotis.

 

3 - Julian Aicher

Ein     (Werk) bericht

entlang    von

Jahreszahlen

   
1958

20. März: * in Ulm

 

Mutter: Inge Aicher-Scholl (1917-1998),

1946 bis 1974  Gründungs-Leiterin der „vh ulm“, der Ulmer Volkshochschule.

Im Mai 1952 veröffentlichte sie das Buch „Die Weiße Rose“.

 

 

Vater:

Otl Aicher (1922-1991)

- damals Lehrender an der „Hochschule für Gestaltung“ (HfG)

Ulm, seit 1968 (?) „Gestaltungsbeauftragter“ der Olympischen Sommerpiele München 1972, prägender Entwickler der Schrift-Tipe „Rotis“ (1988) und Verfasser mehrerer Bücher („gehen in der wüste“, „innenseiten des kriegs“).

 

1958-1972

 

Julian Aicher wächst in einem der Lehrenden-Wohnhäuser der „Hochschule für Gestaltung“ (HfG) Ulm auf.

Mit gelegentlichem (Über-)Blick über die Donau, Oberschwaben bis zu den Fön-sichtbaren Alpen und keine zehn Fußminuten entfernt vom „Fort Oberer Kuhberg“ (erbaut 1848-1857), dem späteren „Schutzhaftlager Oberer Kuhberg“ (1933-1935) im Nazi-KZ-System.

 

1964*

Waldorfschule Ulm

Ein dort viel geöffnetes Lesebuch trägt den Titel:

„Der Sonne Licht“.

 

1969

Mitarbeit (Rolle als Sohn des Hauptdarstellers) in der ZDF-Serie

„Familie Mack verändert sich“

(Regie: Peter Schubert)

mit Wolfgang Preis, Ilona Grübel, Margot Troger

Nach einigen Folgen spricht der damalige Bundesjustizminister (und spätere Bundespräsident) Gustav Heinemann über  Justizreformen seinerzeit in Deutschland;

 

seit 1970

freiwillig-unbezahlte Mitarbeit an der Renovation des „Forts Oberer Kuhberg“ (erbaut 1848-1857), ab 1970 ehrenamtlich erhalten  hauptsächlich durch Dr. Ottmnar Schäuffelen und Hermann Schnitzer – Samstagnachmittag für Samstagnachmittag:

Bäume fällen, Schutt abräumen, Eisen-Tore entrosten ...

Denkmalschutz handfest.

 

 

Julian Aicher (links) vor 1972 (vermutlich 1970) mit seinem Bruder Manuel Aichr

(*29. Februar 1960) auf Familienfahrt Aicher im Bergell (Südschweiz)

1970*

Erster (Schüler-)Zeitungsartikel

über das „Fort Oberer Kuhberg“

(Zum gleichen Thema liefert Aicher im Heft 2008/ 1 der „Schwäbischen Heimat“ die Titelgeschichte.)

 

seit 1971:

Immer wieder Führungen durch das Fort Oberer Kuhberg

 

   

1972

Sommer

Umzug von Ulm nach Rotis, Gemeinde „Große Kreisstadt Leutkirch“, Kreis Ravensburg (Baden-Württemberg) direkt an der bayerischen Grenze im oberschwäbischen Allgäu,

Deutschland, Europa, Erde.

1972

Spätsommer

Gymnasium Leutkirch (etwa vier Wochen) (dort Aufnahmeprüfung nicht bestanden

dann:)

Realschule Leutkirch

(siehe 1975)

(siehe 1978)

seit 1972 aufgewachsen in der ehemaligen Rotismühle bei Leutkirch
 

Erfahren erneuerbar. Julian Aicher lebt in einem Gebäude mit Strom aus direkt nachbarlicher Wasserkraftanlage.

Die rund 100 Meter entfernten Stauwehre der ehemaligen Rotismühle sind mit Hand zu warten – je nach Bedarf Tag und Nacht, entsprechend der Wassermenge.

Die parallel nebeneinander stehenden Gitterstäbe der „Rechen“, die Laub, Äste und anderes Treibgut von den Turbinen fernhalten sollen, müssen mit Handrechen gereinigt werden – je nach Notwendigkeit Tag und Nacht.

Das Kraftwerk arbeitet im „Inselbetrieb“ – ohne direkten Strom-Anschluss ans ‚allgemein öffentliche Netz’. Folge: Je nach Wassermenge und Elektrizitäts-Verbrauch (Herd) steigt oder sinkt die Spannung – macht jemand mehrere Kochplatten an, wird häufig die Musik vom Plattenspieler langsamer. „Rolling-Stones“-Sänger Mick Jagger klingt dann wie ein Operntenor. So der technische Stand bis 1994. 

1973

Benno Grzimek, Manuel Aicher und Julian Aicher, beginnen Erlen und Eschen auf dem Kies-Staudamm bach-oberhalb des Stauwehrs der Wasserkraftanlage Rotismühle zu pflanzen. Ziel: stärkerer Damm. Die Bäume stehen weitgehend auch 2017 noch. 

1973/74

Frühjahr

Julian Aicher fängt damit an, die meisten seiner Schulwege nach Leutkirch (eine Strecke in der Regel 9 km) in frostfreien Zeiten per Fahrrad zurück zu legen.

Ursprünglicher Anlass: Er fühlt sich im Schulbus von (lauten) Mitfahrenden und den Zeit verzögernden vielen Haltestellen genervt.

Bis zum Abitur 1978 versucht er, diese Strecken außerhalb des Winters weitgehend aus eigener Beinkraft hinter sich zu bringen.

1974*

(wohl November)

Erste öffentliche Rede im ehemaligen KZ Fort Oberer Kuhberg („Zeppelinbau“/“Hauptpoterne“) Ulm.

Aicher fordert mehr Meinungsfreiheit – vor allem an Schulen.

1975

25. Februar

Tod der Schwester Pia Aicher (* 3. Oktober 1954) in Folge Verkehrsunfalls

1975

bis Sommer

 

Realschulabschluss in Leutkirch.

Aufgrund guten Notendurschschnitts dort darf Julian Aicher nochmals zur Aufnahmeprüfung ins Gymnasium antreten.

Nach den Sommerferien (mit privater Französisch-Nachhilfe)

besteht Julian Aicher (anders als 1972) diese Aufnahmeprüfung. 

1976

Frühjahr

Mitarbeit an (den Vorbereitungen) der

“Friedenswoche Leutkirch“ 

 

Mehr oder weniger regelmäßige Artikel-Lieferung an die Leutkircher Schülerzeitung „Radieschen im Untergrund“

(mit begründet und organisiert großenteils von Julian Aichers Bruder Manuel Aicher - *1960 in Ulm - seit 1972 in Rotis aufgewachsen - und dessen damaligem Freund Klaus Sam).

Mit Hinweis auch auf Beiträge von Julian Aicher verbietet die Schulleitung gelegentlich den Verkauf auf dem Gymnasial-Gelände. Die Hefte werden vor Schulbeginn auf der Straße draußen angeboten – mit an solchen Tagen höherer Verkaufsauflage.

Ein Mitarbeiter des „Stern“ lobt 1978 Julian Aichers Artikel über ein Konzert von Patty Smith in München (Circus Krone). 

Sommer 1978:

bis Frühsommer 

Abitur am Gymnasium Leutkirch 

Gesamtnote: 3,6 (befriedigend bis ausreichend).

Julian Aicher zählt dabei zu jenen rund 5% eines Jahrgangs, die damals nach Besuch mehrerer anderer Bildungseinrichtungen ein ‚ganz gewöhnliches’ Abitur ablegen. 

1978  

1. Dezember

Beginn des Zivildienstes (1. Dezember 1978 bis 31. März 1980) am Kreiskrankenhaus Sigmaringen (Wäscherei, Archiv. Werkstatt, Urologie, Septische Chirurgie – letztere rund 15 Monate).

1979

März

Erste Ausgabe der neuen Sigmaringer Jugendzeitung „Wanze“. Julian Aicher hat kurz nach Zivildienst-Beginn 1978 mit Plakaten und einer Tages-Zeitungsnotiz zu ihrer Gründung aufgerufen. Sie erscheint monatlich. Ihre Druckvorlagen entstehen anfangs in Julian Aichers Zivildienstwohnung. 

1979

13. Juli

„Erstes Sigmaringer Open-Air“ – wegen gewittrig-starker Regenfälle in nachbarliche Stadthalle Sigmaringen verlegt.

Veranstalterin: Jugendzeitung „Wanze“

1980

ab April

Julian Aicher verlängert die im Zivildienst eingeübte Arbeit als Krankenpflegehelfer auf der Station „Gruppe K“ (septische Chirurgie) des Kreiskrankenhauses Sigmaringen um drei bezahlte Monate. 

1980 Gemeinderatswahl in Baden-Württemberg. Julian Aicher befragt als Mitherausgeber der Jugendzeitung „Wanze“ intensiv Gemeinderats-Kandidatinnen und –Kandidaten in Sigmaringen. Vor allem zu einem am Ort lange geforderten offenen Jugendhaus.
 

Ein Sommer im Allgäu. Vor allem mit seinem Bruder Manuel verstärkte Julian Aicher den Kies-Damm des Wasserkraftwerks Rotismühle. (Siehe ,Wasserkraftwerk Rotismühle’) hier in

www.rio-s.de)

Abends viel unterwegs, auch mit Freund Klaus Sam (siehe 1985).

Arbeitsbeginn morgens: 7.00 Uhr.

  Julian Aicher schreibt sich für die Studienfächer „Empirische Kulturwissenschaft“ und „Politikwissenschaft“ an der Universität Tübingen zum Wintersemester 1980/1981 ein.
8. Oktober

Erstes privat von Julian Aicher organisiertes Rock-Konzert. Ort: Gasthof „Löwen“ in Legau (Kreis Unterallgäu) – 2,5 Kilometer von Rotis entfernt.

Es treten „High Voltage“ aus Konstanz auf. Voller Saal.

1982

bis Sommer

Zwischenprüfung. Die Zwischenprüfungsarbeiten (davon eine bereits 1981 abgegeben) befassen sich mit dem Leben des ehemaligen landwirtschaftlichen Dienstboten Josef Bitz (nach einwöchigen Interviews/pro Tag rund 90 Minuten) (für Empirische Kulturwissenschaften) und mit dem Bürgerentscheid Isny 1979 (für Politikwissenschaft).

Damit befasst sich Julian Aicher erstmals ‚wissenschaftlich’ mit direkter Demokratie.

 

Einen Magisterabschluss legt Julian Aicher danach nicht mehr vor. (Er erwirbt allerdings bis 1988 alle Seminar-Teilnahme-Scheine, die zur Prüfung notwendig gewesen wären.)

Einerseits plagte Julian Aicher (Schul-)Prüfungs-Angst.

Andererseits schien ihm damals praktische Arbeit in einer Redaktion wichtiger.

Dafür setzt er vor allem ab 1983 andere Schwerpunkte. 

September

Hospitanz beim „Schwäbischen Tagblatt“ Tübingen.

Anschließend Freie Mitarbeit bei der „Rottenburger Post“, später „Schwarzwälder Bote“ Rottenburg. 

  R i  O   -  R o c k    i n    O b e r s c h w a b e n
 

Beginn der Vorbereitungsarbeiten für Julian Aichers erstes veröffentlichtes Buch „Da läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz“ (erschienen 1987).

Ab 1984 übernehmen Korrektur und Lektorat: Dr. Andreas Dornheim, Ulrich Eder, Dr. Claudia Fuchs, Lorenz Hertle, Klaus

Sam. Gestaltung und Umbruch: Manuel Aicher, Daniela Koros, Noelle Oeschger, Uli Weidner, Ursula Kiderlen, Klaus Sam. Druck 1987: Kleb Druck Wangen-Haslach.**

(Siehe: 1987)

Julian Aicher war 1982 zunächst davon ausgegangen, dass sich das Thema in etwa 100 Seiten abfassen lasse. Tatsächlich wurden es dann 674. 

1983

Sommer (Früh-)Herbst

Mitarbeit an der „Arbeitsgruppe Herbstblätter“ am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaften“. Deren Broschüre zeigt Sprach-‚Tricks’ der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) und der „Bild“-Zeitung gegen die damalige Friedensbewegung.

Mit der bemerkenswerteste dabei: Die FAZ lässt die (von weit oben kaum erkennbare) „Menschenkette“ vom Turm des Ulmer Münsters ablichten – mit der Bildunterschrift, vom Turm des Münsters sähe diese Demonstrationsform sehr klein aus.

(Tatsächlich bildeten über 100.000 Leute die „Menschenkette“.) 

 

Dem Ludwig-Uhland-Institut bleibt Aicher unter anderem als Erst-Semester-Tutor treu (mit Dr. Andreas Dornheim).

Außerdem durch Mitarbeit in der Studentenvertretung „Fachschaft“, deren Zeitung „jüngstes gerücht“ Julian Aicher mitgründet.

Seinen Mitstudierenden und sich versucht Aicher dort mit der Reihe „Ehemalige EKWler außerhalb  des Ludwig-Uhlands-Instituts“ Mut auf gute Berufsaussichten zu vermitteln.

Über den Instituts-eigenen Pressedienst „haspel-press“ veröffentlicht Aicher Artikel in verschiedenen (Tages)-Zeitungen.

Am „Institut für Politikwissenschaft“ erforscht Julian Aicher (in einer Arbeitsgruppe mit Dr. Gabriele Steckmeister) die Tübinger Motorrad-Gruppe „United Eagles“ (Sonderseite zu deren Motorrad-Treff im „Schwäbischen Tagblatt“). Am „Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft“

befasst sich Aicher in einer Projektgruppe bei Dr. Jörg Bohse mit der Kultur Auszubildender. 

1984

„Flugschrift“

Drumlin-Verlag, Weingarten

Mit einem Textbeitrag Julian Aichers über die Jugendhausinitiative Mengen.

1985

Mitbegründung des „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ in Ravensburg.  Zusammen mit Klaus Sam und Edmund Vogt. (Aicher gehört dieser „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ bis 2003* an.) Über den „Direktverlag“, der bis zum Jahr 2000 rund 30.000 Bücher verkauft, bekommt Aicher Einblicke ins Buchhandelsgeschäft. Persönliche Auslieferung unmittelbar an Buchläden gehört da ebenso dazu wie Pressearbeit.

1988 zeigt sich der „Direktverlag“ bei der Frankfurter Buchmesse.

Verleger Klaus Sam betreut die Internetpräsenz www.rio-s.de gestalterisch-technisch.

Sommersemester

Nach einem Seminar über „Kultur in der Provinz“ bei Prof. Dr. Hermann Bausinger am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften“, während dem Julian Aicher mit seinem Studienkollegen Andreas Rueß Rockfestivals in Oberschwaben geschildert hat, schreibt Aicher Gemeindeverwaltungen der Region an. Thema: Förderung und Behinderung der Rockmusik vor Ort. Die Ergebnisse fasst er in einem Text zusammen, der 1987 auf 115 Seiten seines Buchs „Da läuft was“ unter dem Titel „Da wäre noch einiges zu verbessern“ steht.

(Bausinger forderte Aicher 1988* dazu auf: „Jetzt nehmen Sie diese Untersuchung, schreiben noch einen Eingangs-Text und ein Schluss-Kapitel und geben das als Magisterarbeit ab.“  Julian Aicher indes wollte lieber jenes runde Dutzend Interviews, die er mit ehemaligen Mägden und Knechten im Allgäu-Oberschwäbischen geführt hatte, zu einer solchen Abhandlung verarbeiten. Kräfte- und Zeit-zehrende andere Arbeiten bis 1990 schienen ihn daran ebenso zu hindern, wie eine gewisse Prüfungs-Angst und – Unlust nach den Schulwechseln 1972 bis 1975.

Zu den Lebensberichten der ehemaligen landwirtschaftlichen Dienstbotinnen und Dienstboten veröffentlichte Aicher einen Artikel in der „Schwäbischen Heimat“  1991/1.)

ab 1986

Mitarbeit am „Sparkassen-Report“ Kreis Ravensburg.

Mehrere hauptamtliche Journalistinnen und Journalisten bitten den redaktionellen Betreuer Ralph Brian Habich darum, dort ebenfalls veröffentlichen zu dürfen. 

 

Eine Studienkollegin beschwert sich bei Julian Aicher darüber, während ihrer Diplomarbeit (ein rundes halbes Jahr) 3 Kilogramm zugenommen zu haben. Aicher tröstet: „Das kann ich leider bestätigen – auch beim sechs Semester langen Schreiben am Buch ist mir das so gegangen. Leider auch da umgerechnet drei Kilo pro Halbjahr.“  

1987

15. Mai

 

Veröffentlichung des 674 Seiten starken Buchs „Da läuft was. Einblicke in Rockszenen der oberschwäbischen Provinz“.

 

Die Kölner Pop-Postille „Spex“ stellt „Da läuft was“ als „wunderlichstes Rockbuch aller Zeiten“ vor. Die „Süddeutsche Zeitung“ empfiehlt: „Bitte übernehmen.“ Die Ulmer „Südwest-Presse“ freut sich über die (als wissenschaftliche Abhandlung nie amtlich angemeldete) „Doktorarbeit“, die sich „vergnüglich“ lesen lasse. 

 

Julian Aicher selbst stellt „Da läuft was“ in über öffentlichen 30 Lesungen vor – mal besucht von 2 Leuten (Überlingen, Jugendhaus „Rampe“), mal von 300 (Freiburg, „Jazzhaus“).

 

Vor Jahresende 1988 ist die 1.500 Bände umfassende Druckauflage zu etwa 80% verkauft.

 

Neben den 18,90 DM Verkaufspreis bezahlen das Buch Inserenten (mit ihren Anzeigen im Adressteil), „Opas Erbschaft“ (Magdalene, Anneliese und Robert Scholl), Julian Aichers Eltern (Studiengeld) und die knapp honorierten Mitarbeitenden (siehe 1983) samt Julian Aichers eigener dafür damals unbezahlter Arbeitskraft.  

1988

Frühjahr

Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg (Wahltermin: 20. März 1988.)

Ministerpräsident Lothar Späth stellt sich in einem Fernseh-Spot vor Musikkapellen als Förderer ländlicher Kultur vor.

Julian Aicher schreibt dem Landesvater daraufhin im März,

er möge doch auch Rock-Kapellen fördern – und zwar in Form

einer Aktualisierung der in „Da läuft was“ aufgeführten Adressen von Rockbands, -veranstaltern, Studios usw.

Späth antwortet zunächst nicht.

Danach (einigen Wochen) informiert Aicher drei ihm bekannte Journalisten beim „Südkurier“, der „Südwest-Presse“ und der „Schwäbischen Zeitung“, die sich für Rockmusik interessieren.

Ein Teil von ihnen ruft in Späth’s „Staatsministerium“ an.

Vier Tage danach sagt dieses für 1988 den erbetenen Zuschuss von 6.000 D-Mark zu. 

1988

Herbst

Veröffentlichung des Buchs „Kultur im Ländlichen Raum“ (KiLäR) am Tübinger „Ludwig-Uhland-Institut für empirische Kulturwissenschaften“ (erschienen bei der „Tübinger Vereinigung für Volkskunde TVV). Den Auftrag zur entsprechenden Untersuchung hatte das Landwirtschaftsministerium Stuttgart erteilt – unter dem Eindruck einer neuen Kulturpolitik von Ministerpräsident Lothar Späth. „KiläR“-Herausgeberin: Professorin Dr. Christel Köhle-Hezinger. Julian Aicher hat bei „KiLär“ vor allem ‚Jugendkultur’ und Kinos in ländlicheren Gegenden bearbeitet. 

1988

November

Veröffentlichung des Buchs „RiO  Rock in Oberschwaben“.

Auf seinen 232 Seiten benennen Julian Aicher und Mitherausgeber Ulrich Eder rund 900 Adressen von Rockbands, Rockveranstaltern, Konzert-Kneipen, Jugendhäusern, Studios, Radio- und Presseleuten mit Interesse an Rocksmusik in der „von Ulm bis Konstanz, von Tuttlingen bis Sonthofen“.

Diese Anschriften haben Eder und Aicher unter anderem in rund 300 Stunden am Telefon selbst überprüft.

Rockmusiker, die das Buch für 14,50 D-Mark kauften, erklären Eder und Aicher später, sie hätten aufgrund der Adress-Kontakte aus dem „RiO“-Buch Auftritte im Gesamt-Bruttobetrag von bis zu 5.000 D-Mark bekommen.

Wolfgang Niedecken signiert „Rock in Oberschwaben“, November 1988 in der „Oberschwabenhalle“ Ravensburg mit den Worten: „Toi, Toi, Toi für dieses ehrenhafte Projekt“. 

1988

Herbst

Die „Landesschau“ im Fernsehen des „Südfunks“ Stuttgart stellt „Rock in Oberschwaben“ vor. Julian Aicher in Lederjacke kommt zum Live-Interview. Der Fragende möchte unerwartet wissen: „Sie haben doch so einen bekannten Vater. Was meint den der dazu?“. Darauf Aichers so prompte wie betont ruhig wirkende Antwort: „Das müssen Sie meinen Vater fragen.“

1989

Frühjahr*: Landrat Dr. Guntram Blaser (Kreis Ravensburg) bedankt sich bei Julian Aicher für die Zusendung des Buches „Rock in Oberschwaben“ und bestellt 100 Bände für die Jugendhäuser im Kreis. Da „Rock in Oberschwaben“ von 1988 bis dahin fast vergriffen ist, ergänzen es Ulrich Eder und Julian Aicher mit ein paar neuen Adressen und lassen 500 Bände nachdrucken.

(* Kopien damaligen Briefverkehrs liegen mit den Buch-Recherche-Materialien (Info-Blätter, Cassetten, CDs, Plakate, Briefe)  seit 2010 im Kreisarchiv Ravensburg.)

1989

2. Juni

Festhalle Leutkirch: „Parties statt Nazis“. Nachdem ihn die Friedrichshafener Beat-Band „Bellybutton & the Knockwells“ auf zunehmend gewalttätige Neonazi-Umtriebe in oberschwäbischen Jugendhäusern aufmerksam gemacht hat,

schlägt Julian Aicher den Titel „Parties statt Nazis“ für ein Festival in genau dem gleichen Saal vor, wo auch Franz Schönhuber seinen „Republikaner“-Europa-Wahlkampf eröffnet hatte. Dabei war von dem Politiker gedroht worden, das Blut

des „ersten toten Republikaners komme über Heiner Geissler“.

Die Festhalle Leutkirch ist am 2. Juno `89 bei „Parties statt Nazis“ voll besucht. Einer aus dem Publikum umarmt Julian Aicher und sagt: „Das hätte ich ja nie gedacht, dass wir doch so viele sind.“

„Parties statt Nazis“ stellt nicht das erste Rockfestival in der Festhalle Leutkirch dar, das Julian Aicher mitveranstaltet. Seit 1991 hat er dafür mehr frei als willig auch den „Ordner“-Bändel um den Arm gebunden. Bei „Parties statt Nazis“ tut er dies nur unter der Voraussetzung, dass offiziell bestellte „Profis“ mit Uniform, Mütze und Knüppel die Veranstaltung sichern. Keiner der Mitveranstaltenden, die sich ebenfalls bereit erklären, den Abend als „Ordner“ zu unterstützen, stimmt gegen Aichers Wunsch. 

1989

9. November

Julian Aicher holt bei der „Druckwerkstatt“ (Wangen-) Haslach (Angelika und Bernd Kleb) die fertiggestellten Bände seines neuesten, dritten und  118 Seiten starken Buchs „schnell, dreckig, lustig. Die Rockband Bellybutton & the Knockwells“.

Es ist finanziert durch Inserate von Fachfirmen und durch ein Frei-Konzert, das die Combo der Druckerei (beziehungsweise dem Sportverein Wangen-Haslach, bei dem die Druckereiinhaber auf der Mitgliederliste stehen) gibt.

 

Bis die 1.000* Bände von „schnell, dreckig, lustig“ großenteils vergriffen sind, dauert es  bis 1997.

 

Insgesamt wurden von den von Julian Aicher herausgegebenen regionalen Rock-Büchern rund 4.500 Exemplare vertrieben.  

1990

Sommer

Julian Aicher zieht von Tübingen nach Ravensburg.

Zuerst zu Cornelia und Klaus Sam („Direktverlag“)  ins ehemalige Braumeisterhaus an der Friedhofstraße, dann 1991  in eine „1-Zimmer-Wohnung“ in der Kirchstraße und schließlich 1992 * in eine Wohngemeinschaft an der Grünen-Turm-Straße.

(Siehe auch 1994).

 

„ D e u t s c h l a n d s       f r e i e s t e r      J o u r n a l i s t“  

1990

ab Sommer

Aktive Mitarbeit (als Teilhaber) am Pressebüro Uwe Flach, (später auch: Claus Juricz) Karl Friedrich Rommel, Rolf Schultes (darunter Flach, Juricz, Schultes als Fotografen) in der Ravensburger Schützenstraße.
 

Offizielle Gründung der Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO).

Das 1-Personen-Unternehmen Julian Aichers vermittelt in manchen Jahren bis 1995 bis zu 67 Auftritte für (Kabarett- und) Rockgruppen pro Jahr und macht sich für Presse- und Radioauftritte der Bands stark. Viele der Konzerte finden tatsächlich in Oberschwaben statt, einige aber auch in Tübingen, Freiburg, München oder der „Moritzbastei“ Leipzig und der „Großen Freiheit“ Hamburg/St. Pauli.

Bezahlung der Künstlerinnen und Künstler an RiO: 20% der Gagen.

Seine Kontakte nutzt RiO auch beim Mit-Veranstalten. Etwa den „Lazy Sundays“, die Julian Aicher mit Stevan Paul in der Ravensburger Discothek „Douala“ sonntagsabends anbietet (unter anderem mit „The Jellyfish Kiss“) oder Abenden im „Landjugendheim Fronhofen“, wohin Aicher Kelvin Russel (Austin/Texas) zu seinem ersten Auftritt in Südwürttemberg lädt (samt eigens organisierter Bus-Sonderlinie Ravensburg Fronhofen) und ab 1995 Konzerte in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis (siehe 1995).  

1990-1994

‚Feste freie’ Mitarbeit beim „Wochenblatt“ (Donau/Alpen). Redaktionen: meist Ravensburg (und Wangen).

Bezahlung ausschließlich nach gedruckten Zeilen

(1990 zunächst: 70 Pfennige/Zeile)

Dort veröffentlicht Aicher wöchentlich seine (Rock-)’Konzertvorschauen’,  die der „Konzertkünder“ indes nicht als tabellarische Übersichten, sondern eingebunden in teils ‚schräge’ Berichte aus ‚der Szene’ abfasst.

Zu Buch- und Theatervorstellungen erscheinen ebenfalls Aichers Artikel.

Außerdem schreibt Aicher etwa Gerichtsreportagen, schildert eine auffällig schwach verfolgte Kindesentfühung, stellt (eher behörden-kritisch) den Kampf der „Bürgerinitiaitive dezentrale Wasserversorgung“ (BdW) in Kisslegg (Kreis Ravensburg) für eigenverantwortliches Handeln mit eigenen Brunnen und eigenen Kleinstkläranlagen (statt Millionen-teurer, staatlicher Zentral-Vorgaben) dar und bringt immer wieder Arbeitsgerichts-Prozesse und andere Auseinandersetzungen im  „Körper-Behinderten-Zentrum Oberschwaben“ (KBZO) ins „Wochenblatt“. Dessen Chefredakteur Gunter Schieferdecker warnt 1990 Julian Aicher: „Daran beißen Sie sich die Zähne aus“. 1994 legt KBZO Chef Herbert Koch sein Leitungsamt nieder, nachdem auch die Staatsanwaltschaft Ravensburg gegen ihn ermittelt hat. Aicher erfährt damals vom Zahnarzt nichts über Gebiss-Verluste aufgrund journalistischer Arbeit.

Die „Pflanzenkläranlagen“, wie sie in den 1990er Jahren in Kisslegg durchgesetzt wurden, gelten im Jahrzehnt danach als geforderter Standard bei dezentralen Siedlungen im Kreis Ravensburg.

Ländliches Leben stellt Aicher sowohl in mehreren Berichten über „Miss-Wahlen“ in Oberschwaben“ (zum Beispiel der „Reithalle Rot an der Rot“) als auch „Viehschauen“ (bis nach Ostfriesland) dar. Der „Stern“ zeigt sich interessiert an besagten international besuchten Tier-Prämierungen, veröffentlicht dann aber lieber einen anderes Titel-Thema zu diesen „kuhlen“ Herden-Wesen. Indes folgt Aicher auch nicht dem Rat seiner Kollegin Susanne Schmidt, den Beruf zu wechseln und „lieber Bauer“ zu werden.

Er zählt damals zu den ersten Journalisten zwischen Alb und Alpen, die bebilderte Straßen-Umfragen veröffentlichen. Dabei meist an der Kamera: sein Büro-Kollege Claus Juricz.

Im „Wochenblatt“ führt er die Rubrik „Nachgehakt“ ein. Leserinnen und Leser erkennen so Entwicklungen – lesen also

nicht nur einmal eine isolierte Meldung. 

1990 bis 1999

drucken Zeitungen wie die „Stuttgarter Nachrichten“, die „Stuttgarter Zeitung“ „Badischen Neuesten Nachrichten“, das „St. Galler Tagblatt“ der „Reutlinger General-Anzeiger", die „Schwäbische Zeitung“ und die „Südwest-Presse“ gelegentlich Berichte von Julian Aicher ab. Teils greift er Recherchen aus der oberschwäbischen Region auf (Kindesentführung, Buchhinweise, Ausstellungsschilderungen), teils schreibt Aicher zu neu bearbeiteten Themen (wie Knechte und Mägde) in „Baden-Württemberg“  Auf seiner Visitenkarte stellt sich Aicher als „Deutschlands freiester Journalist“ vor. 

1991

1. September

Julian Aichers Vater Otl Aicher (1922-1991) stirbt an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

 

Auch, um den Erhalt des Anwesens Aicher in Rotismühle sichern zu helfen, verzichten die Söhne Florian, Julian und Manuel Aicher auf ihre Pflicht-Erbteile. 

 

Nach einer Liste für seine Steuerberaterin hat Julian Aicher 1991 von den „Badischen Neuesten Nachrichten“, vom „St. Galler Tagblatt“, von „Radio Neufunkland“, von der „Schwäbischen Heimat“, von der „Schwäbischen Zeitung“, von den „Stuttgarter Nachrichten“, von der „Stuttgarter Zeitung“, von der „Südwest-Presse“ und vom „Wochenblatt“ („Zeilen“-)Geld für Artikel- und Beitragsveröffentlichungen erhalten. Damit erschienen seine Berichte auch über Deutschlands Grenzen hinaus. Außerdem korrigierte er dem späteren Isnyer Bürgermeister Manfred Behrning (Wahl-)Werbetexte.

Mit seiner Agentur „Rock in Oberschwaben“ (RiO) betreute Julian Aicher 1991 (nach besagter Liste an den Steuerberaterin vom 12. September 1992) folgende (Rock-)Bands: „Bellybutton & the Knockwells“ (Friedrichshafen) , Musik-Verstärker-Firma „Tollton“ (Aulendorf) , „The Incredible Hangovers“ (Freiburg), „Mind the Gap!“ (Köln) „The Bozfor“ (Nürnberg), „Pomm Fritz“ (Ochsenhausen) , „Scruff Beats“ (Freiburg) und „Room 101“ (Friedrichshafen).

Für die Zusammenarbeit mit oben genannten Zeitungen und dem Radiosender erhielt Julian Aicher 1991 19.394,07 D-Mark.  Die geschilderte RiO-Künstlerbetreuung brachte ihm 4.122 D-Mark.

Zusammen also 23.693,67 D-Mark gerade ab einem halben Jahr später, nachdem sich Julian Aicher ‚selbständig’ gemacht hatte. In einem Jahr, in dem Julian Aichers Vater starb – und danach etliches zum Erhalt des aicher’schen Anwesens Rotis in die Wege zu leiten war.

Zum Einnahmeposten 4.122 D-Mark für Künstlerbetreuung erweist sich die Frage als berechtigt, ob Julian Aicher damals alle Einnahmen aus dieser Dienstleistung für (Rock-)Bands dem Finanzamt angegeben hatte. Bekam er doch viele seiner (Gagen-bezogenen) Provisionen in bar direkt nach den jeweiligen Konzerten. 

1992

Vor voll-besetztem „Waldhorn“-Saal Ravensburg hält Julian Aicher auf Einladung des „Schwäbischen Heimatbunds“ einen Lichtbild-Vortrag über die (1842-1859 erbaute) „Bundesfestung Ulm“. Dass der lange ‚draußen’ gehaltene ‚Erbfeind’ Frankreich es 150 Jahre nach Baubeginn in Form schmackhaften Weins doch schaffte, in deren Gewölbe ‚ein zu dringen’, löst Lacher im Publikum aus.

Ähnlich „rhetorische Feuerwerke“ (wie eine Besucherin meint)

zündet Aicher mit Vorträgen am gleichen Ort über Lebensberichte ehemaliger Knechte und Mägde und über Wasserkraft in Oberschwaben. 

11. August

Diplomingenieur Friedhelm Schumacher, Ausbildungsleiter der Wasserkraft-Anlagen-Fabrik „Sulzer Escher-Wyss“ (heute: Andritz) Ravensburg und dessen Lehrwerkstatt-Leiter Fürst besuchen die Rotismühle auf Einladung Julian Aichers. Am 75. Geburtstag von Inge Aicher-Scholl.

Schumacher, der damals seine Auszubildenden schon solar betriebene Fahrzeuge entwickeln ließ, kennt Aicher als Berichterstatter, der Schumachers Initiativen im „Wochenblatt“ Ravensburg vorgestellt hat. Julian Aicher bittet Schumacher um Rat, wie die Wasserkraftanlage (neben dem Wohnzimmer der Aichers) ein zu schätzen sei.

Schumachers Antwort: „Bei Ihnen sehe ich die Geldscheine den Bach runterlaufen.“ Warum? Genaueres dazu unter

„Wasserkraftwerk Rotismühle“

hier in www.rio-s.de

und bei 1994.

1992

30. September

 Geburt des Sohns Jens-Oliver Gutsfeld in Tübingen.

 

ab 1993*

Mit mehreren Konzeptions-Texten von Julian Aicher versucht eine Gruppe um den vormaligen Ravensburger Jugendhaus-Leiter Ingo Hammes die örtliche Stadtverwaltung davon zu überzeugen, vor allem die ehemalige Schlachthalle im (aufgelösten) Schlachthof Ravensburg (nahe Bahnhof) als Veranstaltungssaal zu öffnen und das gesamte Areal für Büros, Kindergärten, Werkstätten und Gewerbetreibende frei zu geben. Das Rathaus lehnt ab – ein Supermarkt sei dort wichtiger. 

 

E n e r g i s c h e r     F r ü h l i n g 

1994

Im Sommer 1994 zieht Julian Aicher wieder per Hauptwohnsitz nach Leutkirch-Rotis. Nach dem Tod seines Vaters Otl Aicher (1922-1991) wünscht die Familie, dass einer der Söhne die Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998)  bei der Betriebsführung im Anwesen Rotismühle unterstützt.

Die Monate zuvor hat eine Gruppe um Aichers (Waldorf-Schul-)Freund Benjamin Bilger zusammen mit Aicher Wohnräume im zweiten Obergeschoss des ‚Haupthaus’’ der ehemaligen Rotismühle zu einer eigenen Wohneinheit (Bad, Küche ...) um zu bauen begonnen.

Julian Aichers älterer Bruder Florian Aicher (*1954 in Ulm, mit eigener ‚Ferienwohnung’ seit 1992 in Rotis, seit 2005 Hauptwohnsitz Rotis) entwirft dabei einen (Metall-)Balkon, von dem ein Kollege meint: „Das könnte ja beinahe ein Forster sein.“

Manuel Aicher vermittelt Julian Aicher einen Bau-Kredit.

 

Julian Aicher regt seine Mutter dazu an, die Bezahlung für die im Haus Tätigen zu erhöhen.

Dann führt er die – von Otl Aicher bereits abgehaltenen – „Montagsbesprechungen“ wieder ein. Jetzt mit umfangreichen Protokollen für alle Beteiligten.

 

Auf Vorschlag von Manuel Aicher leistet Julian Aicher die Geschäftsführungs-Mitarbeit im Areal Rotismühle unbezahlt „bis das Ganze wieder Gewinn abwirft“ (Manuel Aicher). Dieser „Gewinn“ zeigt sich bis zu Inge Aicher-Scholls Tod 1998 nicht. Nach Angaben einer Sekretärin nimmt Julian Aicher seine Aufgaben während mindestens eines Tages pro Woche wahr.

Damit verengt sich diejenige Zeit, in der Julian Aicher für Blätter außerhalb der Region Artikel liefern könnte.

An den verbleibenden vier Tagen erzielt er (einschließlich 1995-1996) einen Brutto-Umsatz von 4.000 bis 5.000 D-Mark pro Monat. In vier Wochentagen. Nach rein betriebswirtschaftlich vergleichender Betrachtungsweise hätte Aicher demnach am fünften Wochentag weitere 1.000 Mark je Monat erwirtschaften können.  Über (mindestens) zwei Jahre setzt er also einen Verlust von wenigstens 24.000 Mark zugunsten der Erhalts Anwesen Rotismühle ein. Mittelständische Mühen. 

1994

25. November

„Drehe“ der Wasserkraftanlage Rotismühle.

Wie in der Rubrik

„Wasserkraftwerk Rotismühle“

auf dieser

www.rio-s.de

genauer geschildert,

ist das Wassertriebwerk durch die Lehrwerkstatt von „Sulzer Escher Wyss“ Ravensburg (Heute: Andritz) unter Leitung von Ausbildungsleiter Dipl. Ing. Friedhelm Schumacher nach einem Konzept des Studenten der Physikalischen Technik Weingarten, Wolfgang Alber und unter Betreuung Albers saniert worden. Technischer Ansprechpartner in Rotis: Hausmeister Reinhold Steiner. Ansprechpartner der beauftragenden Familie: Julian Aicher. Er hat deswegen unter anderem monatelang mit dem Landratsamt Ravensburg verhandelt. Die Behörde bestätigte schließlich, dass es dafür keiner Genehmigung bedürfe.

Für Außen-Stehende (von außen) nicht erkennbar, ist der neue Generator nun mit dem ‚normalen’ Stromnetz der „Lech-Elektrizitäts-Werke“ (LEW) verbunden. Das heißt: Überschüssige Elektrizität speist die Anlage ins ‚normale’ Netz. Die Spannung in der Rotismühle hält sich dadurch ab jetzt stets gleich(wertig).

Das beeindruckende Ertrags-Ergebnis der Sanierung kennt Julian Aicher erst ein Jahr später. (siehe: November 1995). Aber nach getaner Arbeit darf öffentlich gefeiert werden: Bei ‚Läberkäs’, Kartoffelsalat und mit der Nachbarschaft, mit Georg Zimmer (Regionalverband Bodensee-Oberschwaben) und mit dem ‚Ersten Landesbeamten’ (stellvertretenden Landrat) Gerd Segmiller.

Die Wasserkraftanlage Rotismühle stellt die erste im Kreis Ravensburg dar, die die“Escher-Wyss-Lehrwerkstat“ auf diese Weise saniert. 

1994-1996

Julian Aicher konzipiert und schreibt die wöchentliche „Szene regional“-(Halb)Seite der „Schwäbischen Zeitung“ (Kreis)Ravensburg. Erstveröffentlichung: 8. Dezember 1994.

(Mit dem seit Sommer 1994 tätigen neuen Chefredakteur des „Wochenblatts“ hatte sich Aicher nicht verstanden – und daraufhin die 1990 begonnene Zusammenarbeit gekündigt. Die „Schwäbische“ suchte damals Verbesserungen, weil sie – wie schon in Friedrichshafen geschehen – fürchtete, der „Südkurier“ (Konstanz) könne im Anzeigen-reichen Schussental – also Ravensburg/Weingarten – eine Lokalausgabe herausbringen.

Als eine dieser „Speerspitzen gegen den Südkurier“ - so Redakteur Günter Peitz - sollte Julian Aicher dienen.)

1994

Spätherbst

Nachbar Simon Brack (* 1975) ruft Julian Aicher an. Dieser sitzt sonntagnachmittags im Büro, um für die kommende Woche vor zu arbeiten. Brack fragt: „Möchtest Du noch auf einen Kaffee zu uns rüberkommen.“  Dort warten auch die Simons Geschwister Martin und Sylvia. Man sitzt schließlich dort bis in die Nacht und trinkt nicht ausschließlich Kaffee.

Die jungen Nachbarsleute regen an: „Du hast doch da die Rock-Agentur. Ihr habt mit der „rotisserie“ den schönen Saal. Wir haben Lust zum Veranstalten.“ Damit geboren: die Idee, in dem ehemaligen Kuhstall und beschaulich-‚böhmischem’ Gewölbe von 1906 (1970/71 nach Plänen Otl Aichers zum Kantinen- und Veranstaltungsraum „rotisserie“ umgebaut), (Rock-)Konzerte an zu bieten. Familie Aicher genehmigt.

Von der Nachbarsjugend kommt der Vorschlag, beim ersten Termin noch auf Eintritt zu verzichten – und die Ausgaben aus dem Getränkeverkauf zu tragen. Von Julian Aicher stammt die Idee, das Ganze an einem Sonntagabend zu bieten.

‚Auf’ 12. Februar 1995 laden die musikfreudigen Veranstalterinnen und Veranstalter zum ersten von ihnen organisierten Rockkonzert in die „rotisserie“. Julian Aicher hat  über sein Büro „RiO Rock in’ Oberschwaben“  die Freiburger Combo „Revolution Nr. 9“ verpflichtet. Nebst freiem Eintritt und dem wohl konkurrenzlosen Termin locken nicht zuletzt die erkennbar langen Beine der Sängerin auf den Plakaten. Volles Haus.

Zum „Funkensonntag“ (erster Sonntag nach Aschermittwoch) soll’s nach dem „Funkenfeuer“ im Freien ein Fest in der „rotisserie“ geben. 

1995

Ab Jahresanfang lädt Julian Aicher immer wieder zu Besprechungen in Rotis, die Lösungen für die Abwasserklärung der dezentralen Siedlungen bringen sollen.

Dabei knüpft er Kontakt zur Universität Stuttgart-Hohenheim.

Von ihr besuchen Wissenschaftler Rotis.

Immer mehr ins Blickfeld gerät: Biogas.

Darüber hat Julian Aicher nach einer spontanen (Klein-)Exkursion mit seinem Nachbarn Martin Brack (*1974) zum

Biogas-Pionier Giselher Scheffold (Tannheim/Illertal) Beeindruckendes erfahren. Während die beiden Energie-Erkunder von Scheffold gemeinsam einen (?) Kasten Bier genießen, erfahren sie unter anderem von Scheffold, er habe anfangs gelegentlich bei der EVS angerufen und gefragt, was er jetzt machen solle, da „die Leitung glüht“.

Über Vorträge und ähnliche Veranstaltungen (Kaffeenachmitaag in der „rotisserie“ für Bauersleute mit deren Kollegen Franz Berchtold aus dem nahen Maria-Steinbach, Kreis Unterallgäu) verbreitet Aicher damit Informationen über Biogas.

Zufall, das Ende des Jahrzehnts das Hofser Achtal, in dem Rotis liegt, eine Zeitlang als das ‚Biogas-dichteste’ in Baden-Württemberg gilt?   

1995-1998

 

Auf Hinweis seines früheren Schulkameraden Berthold Weidner meldet sich Julian Aicher bei Dr. Thomas Knubben – damals Kulturamtsleiter in Ravensburg. Zusammen mit Doris Binger (Bad Saulgau) und Knubben soll Aicher Redakteur der neuen kulturamtlichen Magazins „stadtlandfluss“ werden. Es erscheint elf mal im Jahr.

Damit verfügt Aicher (mit dem Auftrag der „Schwäbischen Zeitung“ zur „Szene regional“) über zwei ‚feste’ Kundinnen – für die er indes ‚frei’ gegen Rechnung arbeitet.

Insgesamt setzt Julian Aicher 1995/1996 über journalistische Arbeit und (zusehend weniger betriebene) Künstlerberatung/Auftrittsvermittlung rund 5.000 D-Mark pro Monat um. 

1995

9. Juni

In einem Artikel der „Schwäbischen Zeitung“ („Kreisrundschau“ Ravensburg) macht Julian Aicher öffentlich, dass die Landes-Datenschutz-Beauftragte Ruth Leuze das Landratsamt Ravensburg wegen dessen Erhebungsmethoden in Sachen dezentrale Abwasseranlagen bei etwa 7.000 Haushalten gerügt hat. 

1995*

Florian Aicher nimmt Julian Aicher zu einem Treffen mit Thomas Kaiser in die „Dampfsäg“ nach Sontheim (Unterallgäu) mit. Kaiser gehört zu den „Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie“ VWP. (Kaiser bekommt 2011 für seine Arbeiten zum Mischfruchtanbau den Bayerischen Staatspreis.) 

1995

24. Juli

In der  „Schwäbischen Zeitung“ Leutkirch kündigt ein Artikel von Julian Aicher in einem ‚Kollektiv’ (= ein Textbeitrag, vier Inserate) die erste Leutkircher Öko-Modeschau im Bioladen von Ulrike Breisch an.

Damit weitet Aicher die Themenfelder von Werbetexten (bisher: Getränke/Musik) auf Textil aus.  

1995

10. August

Folge I der Serie „Wasserkraft im Kreis“ in der „Schwäbischen Zeitung“ („Kreisrundschau“) Ravensburg.

Danach lernt Julian Aicher den Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Leutkirch-Uttenhofen kennen. Während seines Studiums in Ulm bekam der Müllerssohn eine Auszeichnung für seine Arbeit zur Wiederaktivierung einer Wasserkraftanlage. Danach hat Dennenmoser (bis 2011) zwei alte Wasserkraft-Wehre ohne Triebwerke mit neuen Anlagen bestückt. Dabei einer mit so vielen Neuerungen, dass ihn die „Europäische Union“ (EU) dabei unterstützte. Für eine Betreibergemeinschaft, der er selbst angehört, betreut der Ingenieur wiederum die Errichtung eines dritten Wasserkraftwerks.

Dennenmoser geht im August 1995 mit Julian Aicher durch die Wiesen entlang des Leutkirch-Uttenhofen-Nannenbacher „Mühlebachs“ und zeigt dem Journalisten etliche alte, mittlerweile ungenutzte Wasserkraft-Wehre. Die Landschaft, so Dennenmoser, sei einst „wie gespickt von Mühen“ gewesen.

Aus Dennenmosers Aussagen schreibt Julian Aicher eine weitere Folge seiner Serie „Wasserkraft im Kreis“. 

1995

November

Hausmeister Reinhold Steiner rechnet Julian Aicher vor: Die sanierte Wasserkraftanlage lieferte seit November 1994 rund 82.201 Kilowattstunden Elektrizität. Genug für über 40 Privatpersonen.

Vor dieser Optimierung 1994 hatten vier Personen in Rotis Strom  aus dem Triebwerk bezogen. Rund 6.000 Kilowattstunden. Also lieferte die sanierte Anlage bis Ende 1995 mehr als zehn mal mehr Elektrizität.

Das gibt dem Journalisten Julian Aicher zu denken. Zumal die Verhandlungen mit dem Landratsamt Ravensburg die meiste Zeit bei den Vorbereitungen der Sanierung 1994 verbraucht hatte.

Steigerung des Stroms aus Wasserkraft – technisch machbar, aber politisch nicht gewollt? 

1995

17. /18. November

Julian Aicher lädt zum Seminar „Wasserkraft – alte Energie mit neuer Zukunft?“ in die „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Es sprechen sowohl Dipl. Ing Friedhelm Schumacher als auch Manfred Lüttke (Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK) als auch Dr. Dieter Gust (Direktor des „Regionalverbands Neckar-Alb, Mössingen, Kreis Tübingen) als auch Dr. Jürgen Gysin (Archivar der „Energie-Versorgung Schwaben“ EVS).

(Der damalige EVS-Vorstandsvorsitzende Dr. Wilfried Steuer sagt kurz vor der Tagung ab. Dazu Manfred Lüttke: „Der hatte nur Angst, gegen mich keine Argumente zu haben.“)

Julian Aicher schildert die Tagungsergebnisse in der „Schwäbischen Zeitung“ (Kreis Ravensburg).  

1995

Nach eintägiger ‚Ausbildung’ erhält Julian Aicher von der Stadtverwaltung Leutkirch die Konzession als Saalwirt der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis.

Fachleute hatten Aicher zuvor erklärt, sie hielten eine solche Dauer-Schank-Erlaubnis dort für unwahrscheinlich, weil Rotis nicht über einen Anschluss ans zentrale Abwasser-Leitungs-System verfüge. 

Ab 1995

(siehe auch Spätherbst 1994) fördert, unterstützt, berät und bestärkt Julian Aicher als aktives Mitglied jene Runde junger Leute aus Rotis und Nachbarorten, die sich zum „Rotis Licht Millieu“ zusammen tun. Sie veranstalten (Rock)-Konzerte im Saal „Rotisserie“ , im Sommer auch unter dem (West-)Vordach des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes, in dem sich die „Rotisserie“ befindet. Ganz selten auch Kino und Lesung.

Julian Aicher vermittelt Bands (aus London bis Louisiana, aber auch aus der Schweiz und Deutschland), betreut die Pressearbeit, hilft beim Plakatieren und Putzen des Saals.

Die Veranstaltenden bekommen die „Rotisserie“ ein mal pro Jahr mietfrei – ansonsten nur unbezahlt bei Benefiz-Veranstaltungen (zum Beispiel für Hochwasseropfer von Guatemala bis Polen). Ansonsten bekommt die Familie Aicher pro Veranstaltung 500 D-Mark Saalmiete. (Bei 6 Konzerten pro Jahr fast ausreichend für ein Hausmeister-Monatsgehalt.)

Die Konzerte sind gelegentlich innerhalb der Familie Aicher umstritten. Florian Aicher betont, es sei wichtiger, sich in Rotis mit Gestaltung und Design zu befassen. Julian Aicher erklärt dagegen, beides sei möglich und die „rotisserie“ müsse aufgrund mehrere Angebotsbereiche mehr Mieteinnahmen bringen. 

1996

April, Mai, Juni

Julian Aicher lädt zum „Energie-Frühling Rotis“. Also zu mehreren öffentlichen Veranstaltungsabenden in den Saal  „rotisserie“. Referierende einladen, Themen Setzen. Termine koordinieren, Pressearbeit – alles von Aicher ausgeführt. Als Sponsoring (Plakate und mehr) unterstützt ihn die „Leutkircher Bank eG“.

Deren damals junger Mitarbeiter Alexander Mendler erarbeitet in dem Geldinstitut ein Konzept zur Bezahlung von Sonnenstromkraftwerken. Mendlers Chef trägt’s dann in Rotis vor.

(Mendler gründet später ein eigenes Unternehmen, belegt dessen Dach mit Solarzellen und fährt seit 2016 mit einem (Elektro-)Tesla durch die Straßenzüge.)

Den Anfang des „Energie-Frühlings“ setzt Dr. Franz Alt, den Schlusspunkt Vertreter der Leutkircher Stadtratsfraktionen in einer gemeinsamen Diskussion.

Julian Aicher zeigt sich erstaunt über das schwache Fachwissen der meisten anwesenden Stadtratsmitglieder.  Zu den wenigen Ausnahmen davon erweist sich Stadtrat Gottfried Härle. 

1996

Frühjahr

Aus Anlass ‚10 Jahre Tschernobyl’ veröffentlicht Julian Aicher mehrere Zeitungsartikel über positive Beispiele der Nutzung Erneuerbarer Energien im Raum Oberschwaben. Zum Beispiel im Ravensburger Magazin „stadtlandfluss“ und in der „Zeit- und Welt“-Wochenendbeilage der „Schwäbischen Zeitung“s-Gesamtausgabe.

Franz Alt lobt Aicher für seinen beispielhaft-allgemein-verständlichen  Schreibstil.

 

Julian Aicher veranstaltet erstmals die „Energie-Ernte Rotis“ in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Also einen Sonntag, an dem es Kaffee, „Weckla“ (=Brötchen), Saft, Wasser und Bier gibt; und vor allem: Vorträge von Leuten, die seit Jahren Kraft, Wärme oder Strom aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen – und jetzt in Rotis ihre Erfahrungen schildern. Zum Beispiel Thomas Kaiser („Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie VWP Allersberg-Göggelsbuch nahe Nürnberg) oder Manfred Lüttke „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“). Die Mischung aus Gastronomie und Gastvorträgen scheint beim Publikum sehr gut an zu kommen. 

1997

100 Jahre Brauerei Härle in Leutkirch. Das Unternehmen setzt auf Umweltschutz, Klimaverträglichkeit und naheliegende Glaubwürdigkeit. Der Frische und verringerter Transportkosten wegen liefert die Firma ihr Bier nur in einem Umkreis von 50 km aus. (2010 darf sich Härle die erste Brauerei in Deutschland nennen, die ihren ‚Gerstensaft’ „klimaneutral“ herstellt.)

Geschäftsführer Gottfried Härle erklärt Julian Aicher: „Wir wollen zum Hundertsten ein paar Sonderseiten in die Zeitung setzen. Bei der ‚Schwäbischen’ kann das hier niemand. Könntest Du das schreiben und redaktionell übernehmen?“ Aicher bejaht.

Als die Sonderseiten druckfertig sind, ruft „Schwäbische“-Lokalredakteur Elmar Schefold Julian Aicher an: „Die Brauerei Härle feiert ja am Samstag ihr Fest. Nachdem Sie das alles schon geschrieben haben – können Sie da hingehen? Bei uns hat keiner Zeit.“ Darauf antwortet Julian Aicher: „Kommt unter anderem drauf an, was Sie zahlen.“ Redakteur Schefold: „Wie meinen Sie das?“ Aicher: „Den Tarifvertrag, den Ihre Zeitung unterschrieben hat, kennen Sie ja.“ Schefold: „Also so eine Mark die Zeile?“ Aicher: „Da könnten wir zusammenkommen.“  Bis dahin lag das Zeilenhonorar für Julian Aicher beim gleichen Blatt bei höchstens 50 Pfennigen.

Beim „100jährigen“ Fest für die Bevölkerung: rund 10.000 Leute. Berichterstatter Julian Aicher versucht, was er schon lange geübt hat: Immer wieder genau hinschauen – auch mal ‚Nebensächliches’ notieren. Zum Beispiel den „Dinnete“-Stand mit frisch Gebackenem. Dort läuft im Hintergrund ein Klein-Fernsehgerät. Thema: der Trauerzug für Lady Diana. Auf diesem Bildschirm meint ein Kommentator, in Europa seien deswegen „die Straßen wie leergefegt“. In Leutkirch auch – weil alle beim Brauereifest sind?

Frühjahr

Seminar „Stürmische Zeiten für Windkraft im schwäbischen Oberland?“ in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotis. Veranstalter:

der Memminger Energieberater (und Sanitär-Meister) Friedrich Schmid und Julian Aicher.

Mit dem Seminar (teils vor (über-)vollem Saal) kommen Aicher und Schmid einem Anhörungstag des „Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben“ in der „Bauernschule“ Bad Waldsee zuvor, der hauptsächlich Windenergie-Gegnern den Auftritt ermöglicht. Schmid und Aicher lassen dagegen sowohl Gegnerinnen und Gegner als auch Befürwortende zu Wort kommen – sowie in zwei Tagen eine erstaunliche Zahl von

Fachleuten. Wie inhaltlich stark besetzt die Vortragsliste in Rotis wirkt, zeigt sich am Besuch von Regionalverbands-Direktor Dr. Dieter Gust vom „Regionalverband Neckar-Alb“. Er fährt eigens von dort (Raum Reutlingen) nach Rotis.

Obwohl sich Veranstaltungen zu Erneuerbaren Energien, die Julian Aicher in Rotis anregt und mit vorbereitet, vor allem als Gelegenheiten zum weitergehenden Informationsaustausch für aktive Befürworterinnen und Befürwortern solch sonniger Kräfte verstehen, legen Veranstalter Friedrich Schmid und Julian Aicher ihr Seminar „Stürmische Zeiten für Windkraft“ mit Absicht als ‚forum’ an – als Diskussionsplattform für pro und contra. So liefert ein Landschafts-Planungs-Wissenschaftler aus Bayern Gegnern interessante Argumente. Und Nachbarn des frühen Windrads Wiggensbach bekommen viel Zeit, laut und umfassend ihre Meinungen zu äußern. Dieser Windturm wird während des Seminars (per Bus) besucht – mit Führung durch die am Windkraftwerk beteiligten „Allgäuer Überlandwerke“ (AÜW) Kempten.

Eindrückliches Erlebnis dort: Der begleitende Fachmann sagt seinem Publikum: Jetzt halten sie mal die Luft an und versuchen, ganz ruhig zu sein – vielleicht hören Sie dann die ‚Wisch’-Geräusche der Rotorflügel.“ Dies erweist sich als schwierig, weil das Rauschen der Bäume im Wind lauter wirkt.

 

Nach den offiziellen Vorträgen und Diskussionen können sich Interessierte noch um die (von Otl Aicher entworfene) Holz-Bar in der „rotisserie“ stellen. Dabei erfährt Seminarmoderator Julian Aicher so manchen persönlichen Hintergrund über öffentlich kaum gesagte Gründe der Gegnerinnen und Gegner örtlicher Windvorhaben.

1997

kurz vor Pfingsten

versucht der (halb)amtliche „Regionalverband Bodensee-Oberschwaben“, mit einer (Halb-)Tages-Veranstaltung dem Seminar „Stürmische Zeiten“ von Friedrich Schmid und Julian Aicher in der „Bauernschule“ Bad-Waldsee nach zu ziehen. Die „Regionalverbands“-Veranstaltung trägt deutlich die Handschrift ihres damaligen Direktors Georg Zimmer. Zusammen mit weiteren leitenden Kollegen des „Regionalverbands“ ist er Gegner der Windenergie-Nutzung in der Gegend. Klaren Befürwortern der Windenergie räumt der „Regionalverband“ kein Recht auf Vorträge ein.

Anwesende Windkraft-Befürworter (vor allem solche, die schon Anträge zum Bau von Türmen gestellt haben) sagen zu Julian Aicher, er solle bei der Versammlung für sie sprechen.

Doch dazu kommt es nicht. Denn kurz nach Beginn der Veranstaltung erleidet Julian Aicher einen erkennbaren Kreislauf-Zusammenbruch. Er bleibt bis einen Tag vor Beginn des Pfingst-Wochenendes im Krankenhaus Bad Waldsee.

Danach nimmt ihn seine damalige Freundin Ulrike Breisch mit ins italienische Ligurien, wo deren Familie ein gekauftes Ferienhaus renoviert.

Der Streit um Erneuerbare Energien schien den Umgang von Georg Zimmer und Julian Aicher kaum zu beeinträchtigen. Zimmer hatte sich gar telefonisch bei Julian Aicher im Krankenhaus erkundigt. 

1997

Spätsommer

Ein Facharzt stellt bei Julian Aichers Mutter Inge Aicher-Scholl (1917-1998) kaum heilbaren Krebs fest. Da Mutter und Sohn unter einem Dach – wenn auch in klar getrennten Wohnungen – leben, kommen auf Julian Aicher pflege-helferische Aufgaben zu, der er teils schon beim Zivildienst 1978-1980 eingeübt hatte.

Also zum Beispiel auch Nachtwachen. Mit mindestens 5 mitarbeitenden Frauen scheinen sich die Anforderungen meist meistern zu lassen.

1998

26. März

Erster 4-Din-A-Seiten-Druck des Informationsblatts „reg reg regenerativ regional“. Herausgebender Redakteur (und Verfasser der meisten Beiträge): Julian Aicher.
4. September

Tod von Julian Aichers Mutter Inge-Aicher-Scholl

(11. August 1917 – 4. September 1998).

Julian Aicher ist in ihrer Sterbestunde in Rotis bei ihr. 

Herbst

Ausstellung „Bauern unter Strom“ im Bauernhausmuseum Wolfegg. Über Bemühungen um Wasserkraft in Oberschwaben in den frühen 1920er Jahren – 75 Jahre nach der Inflation von 1923.

Konzeption und Texte: Julian Aicher.

Aicher setzt sich selbst mehrere Stunden in die Ausstellung, um zu erkennen, wie das Publikum dort auf was reagiert. Alte Inflationsgeldscheine und ein Film, der bewährte Wassertriebwerke an der Wolfegger Ach zeigt, erregen das größte Interesse der Besucherinnen und Besucher. 

1999

16. Juni

„`Verboten ist es nicht´“.

So der Titel des Hauptartikels auf einem plakatierten Blatt: 81 Zentimeter senkrecht hoch und 61 Zentimeter waagerecht breit. Das vermutlich mit eigenwilligste Medienprodukt in Deutschland seit Bismarck trägt auf seiner großzügig 21 Zentimeter mal 27 Zentimeter abdeckenden, grünen Titel-Logo-Fläche ganz oben in weiß ‚hingeklatschten’ Buchstaben seinen Namen: „Klatsch“. Das „Blatt auf dem’s steht“ (so „Klatsch“ über „Klatsch“) zeigt sich in weit über 100 öffentlich zugänglichen Stellen von Isny bis Sigmaringen – also in mehr oder minder ganz Oberschwaben.

Diese Wandzeitung für den Wald- und Wiesen-reichen Landstrich zwischen Ulm und Konstanz nennt (wohl seit Frühjahr 1999) allerhand Konzert-, Theater-, Kabarett- und andere öffentliche Unterhaltungstermine. Schwerpunkt: Rock und Kabarett. Dazu meist je Blatt direkt unter dem Blatt-Namen den oft fünf-spaltigen Haupt-Artikel auf weniger als 80 Zeilen. Außen `rum: mindestens 48 Flächen (7 Zentimeter mal 7 Zentimeter) für Inserate der ‚Szene’. Eine Fläche für nur 93 Mark.

Diesmal (16. Juno 1999) Thema: „Orgasmus open-air“ (wie’s „Klatsch“-Redakteuer Julian Aicher schreibt). Oder: Sex im Freien. Dazu stellt die „Pressestelle der Polizeidirektion Ravensburg“ im Bericht fest: „Verboten ist es nicht.“ Ob die Redaktion erst nach Selbstversuchen in Maisfeldern zur mit gebrachten Decke „wegen scharfer Maisblätter“ riet?

(Mindestens) 100 Aushangstellen – je bestenfalls (so Brauereifachleute) von 100 Personen pro Tag besucht. So kämen pro Tag 10.000 Leute (und pro Woche 70.000) zusammen, die „Klatsch“ lesen können – oder doch wenigstens wahrnehmen.

Eine Kräfte-zehrende Leistung der Grafik-Talente Patricia Schupp, Marcel Bachmann, Reinhold Schneider, Rainer Bausinger und Harald Häsler sowie Dunja Fischbach und Klaus Sam samt Familie Götz und Christa Christmann (mit deren Plakatier-Service) samt „druckwerstatt“ Angelika und Bernd Kleb für viel von ‚außen´  unterschätzte Arbeit und vom Herausgeber, Mit-Anzeigen-Sucher, Redakteur und Verteiler Julian Aicher.

Doch die angesprochene „Szene“ nutzt die Werbeflächen nicht großzügig und schnell genug.

U n d :  Julian Aicher muss als herausgebender Redakteur und vor allem fahrender Mit-Verteiler der Blätter feststellen, dass sich doch ein ganz markanter  Unterschied zwischen der Stadt Köln und Oberschwaben gibt. In Köln, wo sich eine örtliche Wandzeitung weitgehend auf Terminhinweise beschränkt, sind die Wege nicht so weit wie in Oberschwaben. Das schwäbische Oberland: größer.

Lange nach Mitternacht an einem „Klatsch“-Verteil-Abend drängt sich diese Erkenntnis immer mehr auf. Bei einer dieser Touren hält eine Polizei-Streife Julian Aicher (an diesem Abend stock-nüchtern) an. „Was haben Sie denn da im Kofferraum?“ will der staatliche Ordnungshüter wissen, um von Julian Aicher nach korrekter Antwort „die Wandzeitung ‚Klatsch’“ die Gegenfrage zu hören: „Wollen Sie welche mitnehmen? Wir suchen noch Leute, die sie aufhängen.“ Das kurze „Nein“ des Uniformträgers darauf scheint wenig durchdacht. Nennt „Klatsch“ doch nicht nur mal die „Pressestelle der Polizeidirektion Ravensburg“ als Informationsquelle, sondern rät im Titel-Thema vom 21. Juli 1999: „Vor dem Schwimmen kein Alkohol“.

„Klatsch“ erscheint zwar noch über die Jahrtausendwende 2000, aber  immer seltener. „Klatsch“ kann sich nicht wirklich halten.

Es bleibt die Feststellung „Wenigstens haben wir’s versucht“ und das Lob von Dr. Ursula Winkler: „’Klatsch’ find’ ich klasse!“ 

5. Juli

Fran Alt hält einen Vortrag in Wolfertschwenden (Kreis Unterallgäu). Veranstalter: Energieberater Friedrich Schmid (Memmmingen). Einfühungs-Begrüßung: Julian Aicher.

Bei seiner Rede nimmt Alt Julian Aichers „reg reg regenerativ regional“ –Hefte in die Hand, liest aus einem Interview vor, das Aicher mit drei jungen Leuten an den Windrädern Illmensee (Kreis Sigmaringen) gefertigt hat und begeistert sich: „Das ist hervorragender Journalismus.“ Applaus vom Publikum. 

5. Juli 1999. Julian Aicher eröffnet die Vortragsveranstaltung mit Dr. Franz Alt in der Halle Wolfertschwenden (Landkreis Unterallgäu). Veranstalter: Energieberater Friedrich Schmid, Memmingen.

1999

kurz vor Weihnachten

Florian Aicher, Julian Aicher und Manuel Aicher treffen sich in einem Lindauer Hotel. Dabei wünscht Julian Aicher als einziger, nicht das ganze Anwesen Rotismühle zum Kauf an zu bieten. Florian Aicher, der nach dem Tod von Inge Aicher-Scholl am 4. September 1998 zunächst versucht hatte, staatliches Geld für ein Seminar- und Tagungshaus in Rotis zu bekommen (und dafür wohl auch von Stuttgarts Kultusministerin Anette Schawan mit einer mündlichen Förder-Zusage erfreut worden war – auf die etwa ein halbes Jahr später die amtliche Absage folgte) sieht für sich und die Zukunft in Rotis 1999 keine Aussichten mehr. Ebenso wenig damals Manuel Aicher mit Lebensmittelpunkt in und um Zürich. Julian Aichers Gegenvorschlag an die beiden Miterben: Julian Aicher behält, was von der Hofser Ach und dem von ihr bewässerten (Ex-Mühl-)Wasser-Triebwerks-Kanal umflossen wird; für die anderen Teile des Anwesens sucht er, Julian Aicher, Käuferinnen oder Käufer. Die drei Erben Florian Aicher,  Julian Aicher und Manuel Aicher einigen sich darauf, dass dies in höchstens einem Jahr durchgeführt werden müsse – sonst würden Florian und Manuel Aicher Kaufwillige für das ganze Anwesen benennen.

Im „Cafe drops“ Leutkirch  hat Julian Aicher kurz zuvor mit dem Gartengestalter und Naturfotograf Frank Brunke den ersten Teil-Kaufinteressierten angesprochen. Weitere melden sich bis etwa Ostern 2000.

2000
Mittwoch, 2. Februar

(„Heut ist der schöne Lichtmesstag ...“)

Auf Julian Aichers Anregung und mit seiner organisatorischen Mitarbeit lädt die Gemeinderatsfraktion der Leutkircher „Unabhängigen“ in die „Rotisserie“ nach Leutkirch-Rotismühle zur Informationsveranstaltung „Sprit  99 Pfennig.“

99 Pfennig kostet zu dieser Zeit ein Liter reines Pflanzenöl.

Eindeutig günstiger als damals Mineralöl-Diesel.

„Klimaneutral“ nutzbares Pflanzenöl von schwäbischen Bauern als Kraftstoff für technisch umgerüstete Diesel-Fahrzeuge.

Eintritt frei.

Die Fachleute Stefan Schubert (KfZ Schubert Tettnang) und Georg Unfug stehen Rede und Antwort.

Vollbesetzer Gewölbe-Saal.

Teils aggressiv-ungläubige Fragen an die Umrüster Schubert und Unfug.

Ungeliebte Veränderungen – auch zum Besseren hin?  

Frühjahr

Die Gestaltungsfachleute Patricia Schupp und Rainer Bausinger ziehen in die Rotismühle. Zusammen mit Julian Aicher (Text) erarbeiten sie eine kleine Denkschrift zur „Neuwidmung“ des Anwesens als „dezentrales Denkdorf“ (Aicher). Zuvor haben die drei unter anderem Katja Hösli aus der Schweiz zu Beratungen eingeladen. Ihr Vorschlag: „Warum machen wir nicht das Wasserkraftwerk zum Mittelpunkt?“. „Wasserkraftwerk“ klingt schwizerdütsch noch mal so kräftig. Energieberater Friedrich Schmid und Julian Aicher stimmen prompt voll zu.

(In Julian Aichers Privatarchiv liegt das „Neuwidmungs“-Papier mit Datum vom 15. Juno 2000 – wohl eine aktualisiertere Version.)

Pfingsten

eMail an Julian Aicher. Ein Unternehmer aus Bayern fragt an, ob er sich in Rotis noch gestalterisch auf den Spuren von Otl Aicher beraten lassen könne. Julian Aicher sagt zu und lädt den Mann ein.

Bei seinem Besuch erklärt ihm Julian Aicher, was der vom Anwesen Rotismühle kaufen kann. 

 

Mitarbeit Julian Aichers am Film  „Wasserkraft – alte Energie mit neuer Perspektive“ von Katharina Prokopy. Gesendet mehrmals („Südwest 3“-Fernsehen des „Südwestrundfunks“ SWR und „phönix“).

Julian Aicher liefert viele Informationen, gibt die Idee zum Titel (nach seinem Seminar-Titel „Wasserkraft – alte Energie mit neuer Zukunft“)  und schreibt die meisten Texte. Katharina Prokopy sagt zu Julian Aicher kurz nach Sendung des Films im SWR: „Sie haben ja sicherlich gemerkt, dass ich viele Ihrer Texte verwandt habe“, was Julian Aicher mit der Bemerkung beantwortet: „Ja – dann weiß ich auf jeden Fall, dass der Inhalt weitgehend stimmt.“

In zwei Szenen des Films lichtet die Kamera Julian Aicher direkt ab.

Nachdem Julian Aicher dafür zwei Tage lang sein Büro aufgeräumt hat, meint ein Fernsehzuschauer: „Mensch, bei Dir sieht’s ja durcheinander aus.“ ‚Kreatives Chaos’ ? 

28. April bis 8. Oktober

Landesgartenschau Memmingen

Zum Gelände sollen mehr oder minder entlang der Ach „Wege in die Zukunft“ führen. Von den nahezu 20 Millionen Mark „Investitionshaushalt“ erhalten der Memminger Energieberater und Installateurmeister Friedrich Schmid und Julian Aicher (nach langen Bemühungen Julian Aichers bis hin ins Wirtschaftsministerium München) 10.000 Mark. Damit bauen Schmid und Aicher für etliche Wochen in und an der ehemaligen „Huetlin und Roeck“-Mühle die Ausstellung „Ewige Kraft der Sonne“ auf. Da Aicher und Schmid nur wenige Wochen zur Vorbereitung der Schau gewährt wird, fragte Julian Aicher etliche Anbieter von Erneuerbaren-Energie-Techniken nach Gegenständen zum Vorzeigen. Etwa eine Wasserturbine. Oder ein VW-Golf mit Pflanzenöl im Tank. Das Publikums-Interesse bestätigt diese Form sehr konkreter Ausstellungs-Kunst. Julian Aicher beobachtet die öffentliche Wirkung durch eigene, häufige Besuche in der ehemaligen Mühle. Solche Termine lassen sich auch für Führungen oder Erläuterungen etwa am Pflanzenöl-PKW nutzen. 

25. November

Jahreshauptversammlung der

„Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ AWK in Bad Liebenzell.

Nachdem ihn Vorstandsmitglied Dipl. Ing Elmar Reitter Julian Aicher vorgeschlagen und ihn dazu angeregt hatte, das Amt des Pressesprechers zu übernehmen, wählt die große Mehrheit  Aicher in den AWK-Vorstand.

Julian Aicher, ‚von Haus aus’ nie ein „Vereinsmeier“, wird  vom damaligen Vorsitzenden Manfred Lüttke auf die Bühne gewunken und freundlich mit einer Tasse Kaffe versorgt. 

11. Dezember

Florian Aicher, Julian Aicher und Manuel Aicher beim Notariat Leutkirch.

Vertrag über die Erbaufteilung.

Am gleichen Tag mit im Notariat Leutkirch: der (seit Pfingsten in Rotis bekannte) Unternehmer aus Bayern. Kaufvertrag mit ihm für alle Gebäude des Areals Rotismühle außer: Wasserkraftwerk, ‚Halle’ (damals Haus 17, später 5/2) und Büro-Gebäude 12 samt Grundstück darunter – also  der ‚Insel’ zwischen der Hofser Ach und dem von ihr gewässerten (Ex-Mühl)-Triebwerkskanal.

Julian Aicher kommt somit ins Grundbuch als ‚Insel’-Alleineigentümer samt den Bauten drauf. Somit auch dem Wasserkraftwerk.

Nach dem Vertrag sollen Florian Aicher und Manuel Aicher die Kaufsumme des bayerischen Firmeninhabers für die bewohnbaren Steingebäude (Haupthaus mit Ex-Kornmühle/Wirtschaftsgebäude mit Saal „Rotisserie“) erhalten, Julian Aicher die Kaufsumme aus den Holzbauten Garage und Bürobau „atelier 18“.

Zuerst möchten Florian Aicher und Manuel Aicher ausbezahlt werden.

Die Vorschläge für diese Aufteilung hatte Julian Aicher erarbeitet und mit dem bayerischen Unternehmer vor-verhandelt. 

kurz vor Heilig Abend

Eröffnung einer Ausstellung (auf textil-beweglichen Informationstüchern) zur Wasserkraft im alten (ehemaligen) Rathaus Oberstdorf. Diese Schau in schwarz-weiß haben Julian Aicher (Text/Weltkarte) und Mediengestalterin Patricia Schupp in Rotis (meist über der Garage) entwickelt.

Während Oberstdorfs Alt-Bürgermeister Eduard Geier die Informationstücher in (fast) allen Tönen lobt, greift seine Enkelin in das ebenfalls (von Julian Aicher dort hin organisierte) Lehr-Wasserrad (Francis-Turbine der Firma Nikolaus Burger, Markt-Rettenbach Engetried), dreht das Laufrad mit ihren Händen und sagt hörbar: „Guck Opa! `Dreht sich.“

Julian Aicher kann so erstaunt feststellen: Wasserkraft – ‚kinderleicht’ erklärbar ...

2000
3. April

Julian Aicher verkauft das ehemalige „büro-aicher“(„rotis-büros“-)Stelzen-Gebäude (an der Hofser Ach, nahe Brücke nach Legau) an die Mediengestalterin Patricia Schupp.

Diese Veräußerung verschafft ihm etwas finanzielle ‚Luft’, nach den erfolgreichen Ausstellungen in Memmingen und Oberstdorf darüber nach zu denken,     s o w o h l   Textarbeit/Journalismus a l s      a u c h       graphische Gesamt-Dienstleistungen (Ausstellungen/Faltblätter, Broschüren) in    e i n e m   eigenen Büro zu vereinen. In Zusammenarbeit  mit jeweils dazu geholten, freien Fachkräften. Je nach Auftrag. Vorüberlegungen zum Büro „rio’s  regenerativ informations- und organisations-service“ – siehe /FebruarMärz 2002. 

April

Seminar „Pflanzenöl“ in (der „Rotisserie“ Rotis) – mit etlichen Pflanzenöl-PKWs. Organisation und Moderation: Julian Aicher.

Bauer Hans-Karl Keppler aus Markbronn (Gemeinde Blaustein, Alb-Donau-Kreis) preist das von ihm mitgebrachte eigene Pflanzenöl als „einzigen Kraftstoff, den man essen kann“ an – und reicht Brotstücke mit Pflanzenöl drauf zum Probieren ins Publikum.

Julian Aicher hat Keppler zuvor mehrmals besucht, ihn interviewt über ihn berichtet.

Keppler wird an Julian Aichers neue heimische Pflanzenöl-Tankstelle (600-Liter-Kunststoff-Behälter mit Elektro-Pumpe) direkt in seinem „Keller“ (tatsächlich: Erdgeschoss) in Rotis 5-2 künftig etliche Tausend Liter Rapsöl von der Alb bei Ulm liefern.

2001
April

Vor dem Pflanzenöl-Seminar in Rotis kauft sich Julian Aicher einen gebrauchten VW Golf Diesel III (Baujahr 1994). Dieser ist nach Patenten der „Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie VWP “ (Dr. Georg Gruber/Thomas Kaiser) aus Allersberg-Göggelsbuch bei Nürnberg in der KfZ-Werkstatt Stefan Schubert Tettnang (Bodenseekreis) so umgerüstet worden, dass er sowohl mit Mineralöl-Diesel als auch zu 100% mit rein kaltgepresstem Pflanzenöl auf Touren kommen kann.

„Klimaneutral“ mit heimischem Kraftstoff.

Nach dem Pflanzenöl-Seminar in Leutkirch-Rotismühle fährt Julian Aicher mit dem neu erwobenen ‚heilix Blechle’ zusammen mit Architekt und Energieberater Manfred Ertle zu einem Wasserkraft-Vortrag Aichers nach Reutlingen.

2002

(Februar) März

Neue Briefköpfe, neue Internetseite: Julian Aicher bündelt seine Bemühungen für Erneuerbare Energien und die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit zuliefernden Fachleuten (Grafik, Fotos, Textkorrektur, Druck) unter dem Namen „rio’s“, also „regenerativ informations- und organisations-service“.

Aufsätze, Ausstellungen, Informationstafeln, Faltblätter, Vorträge, Moderationen, Feste, Film-Mitarbeiten (Recherche, Texte, Vorschläge für Bildmotive – bei manchen ‚fach’sprachlich „locations“ genannt) -  Reden, Internetpräsenzen ...

So gut wie alle Informationswege kann und soll rio’s für Erneuerbare Energien nutzen. Die Internet-Präsenz www.rio-s.de ‚baut’ Klaus Sam auf – ein Geburtstagsgeschenk. Mit der Zeit ein sehr wirkungsvolles (2012: 200 ‚Zugriffe’ pro Tag.)

Grafiker Rainer Bausinger entwickelt das ansprechende rio’s-Logo.

März

Eröffnung der Wanderausstellung „Wasserkräftig weiter“ in Oberstdorf. Deren knapp ein Dutzend Stelen stellen die erste größere Frucht der Arbeit des gerade gegründeten Büros rio’s dar.

Dass die Ausstellung entsteht, ist nicht zuletzt Diplomingenieur Martin Sambale, dem Leiter des „energie- und umweltzentrums allgäu“ (eza!) Kempten zu verdanken.

Er setzt sich dafür ein, dass die „Lechwerke“ sich an den Kosten der Schau beteiligen. Sambale und Aicher machen sich außerdem dafür stark, dass zwei örtliche Stromnetzinhaber im Oberallgäu die Ausstellung mit bezahlen. Zu ihnen gehört die „Energie-Versorgung Oberstdorf“ (EVO).

So übernimmt keines der Sponsor-Unternehmen mehr als 50% der Ausstellungskosten. Demnach kann es auch die beiden anderen zwei Sponsoren nicht überstimmen.

Bei der Arbeit für diese Wanderausstellung lernt Julian Aicher nicht zuletzt, was es bedeutet, mit einem deutschen Stromkonzern zusammen arbeiten zu dürfen. Hier: die „Lechwerke“ – eine Tochterfirma der „Rheinisch-westfälischen Elektrizitätswerke“ (RWE).

Ein Mitarbeiter der „Lechwerke“ reist fast jeden dritten, vierten Tag nach Rotis, um rio’s beim Arbeiten zu zu schauen. Dabei versucht der Abgesandte immer wieder, Julian Aicher davon ab zu bringen, enorme mögliche Steigerungsraten der Strommenge aus Wasserkraft in der Ausstellung zu benennen. Mit Zustimmung der anderen beiden Sponsorfirmen und anhand überzeugender (teils geschichtlich belegter) Informationsquellen setzt sich Julian Aicher durch.

Zehn Jahre später, am 12. März 2012, spricht dieser LEW-Mann Julian Aicher nach dessen Wasserkraft-Vortrag im bayerischen Landtagsgebäude an und meint: „Wir hätten da heute auch noch so manche Pläne zum Bau neuer Wasserkraftanlagen.“ Julian Aicher ermutigt ihn und ergänzt lächelnd: „Große Potenziale haben wir ja damals 2002 schon festgestellt.“

 

Die Wanderausstellung „Wasserkräftig weiter“  zeigt sich in Augsburg, Kempten, Lautrach, Leutkirch, Lindau, Memmingen, Oberstdorf – insgesamt einem Dutzend Orten. 

Sommer

Christine Abele (*20. Juno 1965 in Vallendar) und Julian Aicher (*20. März 1958 in Ulm) verloben sich in Notre Dame de Paris

in Paris.

2003

20. März

Christine Abele (* 20. Juni 1965 in Vallendar) und Julian Aicher (20. März 1958 in Ulm) heiraten auf dem Standesamt Vallendar/Rhein (nördlich von Koblenz).

Sonniges Wetter.

Als die beiden am Morgen mit dem Auto zum Standesamt im Rathaus Vallendar fahren, berichten die Radio-Nachrichten vom Beginn des ‚zweiten Golfkriegs’ durch US-Truppen.

Seit diesem 20. März heißt die Braut:

Christine Abele-Aicher. 

Sommer

Krümmung Zulaufrohr  Ossberger Turbine

(zuvor rechtwinklich geknickt).

Ziel: Ungestört fließender Wasserstrom. Dadurch mehr Elektrizitätsertrag.

Der elektrische Ertragsverlust der Wasserkraftanlage während dieser Arbeiten erscheint angesichts der trockenen Hitze 2003 verschmerzbar. 

2004

Februar

Beginn des Innen-Ausbaus der scheunen-artigen Obergeschosse im Haus Rotis 17 (heute: Rotis 5 – 2) im Anwesen Rotismühle durch Christine Abele-Aicher und Julian Aicher (Bauherrschaft). 

Februar/März

Christine Abele-Aicher erhält die Entlassungs-Urkunde von Joseph Wilhelm, Geschäftsführer der „Rapunzel Naturkost AG“ Legau (Kreis Unterallgäu). 

11. September

rio’s-Inhaber Julian Aicher und Grafiker Manfred Schneider hängen im alten aber aktiven Donau-Kraftwerk Obermarchtal Alfredstal (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland), rund 40 Kilometer südwestlich von Ulm ein rundes Dutzend Informations’tücher’ mit Karabiner-Haken an zwei Drähte auf. Die genial wirkende Idee, dies mit Karabinerhaken zu tun, stammt vom gelernten Werkzeugmacher Manfred Schneider. Die Lieferung der kompletten Ausstellung haben Aicher und Schneider bis 16.oo Uhr angekündigt. Gegen 15.30 Uhr ruft Julian Aicher Kraftwerksinhaber, Diplomingenieur Elmar Reitter an und sagt: „Die Ausstellung hängt – Du kannst sie jetzt anschauen.“

Offiziell wird diese Ausstellung „Maschinen unterm Münster  MuM“ am 12. September 2004 im besagten Donaukraftwerk eröffnet. An diesem „Tag des offenen Denkmals“ steht „Wasser“ als Thema an. Mit etlichen Führungen, kleinem Festzelt  (samt gegrillten Fischen der örtlichen Angel-Begeisterten) und Kinderprogramm erweist sich die Eröffnung als kleines Volksfest mit mehreren Hundert Leuten.

Ein Jahr später haben rund 1.000 Personen „MuM“ besucht.

Ein Obermarchtaler sagt dazu zu Julian Aicher: „Mum lockte viel mehr Leute als gleichzeitig  unser Heimatmuseum – die MuM-Ausstellung wurde aber viel billiger hergestellt.“

2011 zeigte sich eine Gruppe aus Japan dort, bis 2015 kamen Besuche auch aus China, Kasachstan und vielfach aus

Deutschland.

20. Dezember

Vor dem Notariat Leutkirch schließen Florian Aicher, Julian Aicher und Manuel Aicher einen Vertrag. Er ändert ergänzend die Vereinbarung der drei Brüder vom 11. Dezember 2000. Julian Aicher trennt sich seit Dezember 2004 von den Teilen des Anwesens Rotismühle, die nicht auf oder südöstlich des Triebwerkskanals liegen: steinerne Gebäude ‚Haupthaus’ 5, und Wirtschaftsgebäude 16 sowie das auf Metallstelzen stehende ‚atelier 18’ und nördlich gegenüber davon die hölzerne Garage.

Abgesehen von der Bar übernimmt Julian Aicher die von Otl Aicher entworfenen Holzmöbel im Gewölbe-Saal „rotisserie“.

Danach räumen 2005 Christine Abele-Aicher und Julian Aicher mit Hilfe weiterer fleißiger Hände mehrere Hundert Quadratmeter Räume in der Rotismühle.

2005

Julian Aichers Büro rio’s liefert 3 Info-Tafeln (1,59 Meter senkrecht hoch und 1 Meter waagerecht breit,  3 Millimeter Alu-Dibond) an und für das wieder aktivierte Wasserkraftwerk Gomadingen-Marbach, Lauterquelle im Kreis Reutlingen.

Auftrageber: Dipl. Ing Elmar Reitter.

 

rio’s beginnt außerdem mit seinen Arbeiten für die städtische „Solarstiftung Ulm“ („Solartouren“ und „Solardorf Ermingen“).

2006

Frühjahr

Es kann losgehen: Nachdem Julian Aicher Bürgermeister Arthur Dorn (Lautrach, Landkreis Unterallgäu, südwestlich von Memmingen) mehrmals auf sein Fremden-Verkehrs-Konzept „RegenerativRegion Illerwinkel“ aufmerksam gemacht hat und Dorn von Julian Aicher erfuhr, dass die „Europäische Union“ (EU) unter Umständen solche Bemühungen zur Hälfte bezahle, hat Dorn in mehreren Besprechungen Bürgermeister und (Gemeinde-)Räte des „Illerwinkels“ (drei Gemeinden Kronburg-Illerbeuren, Lautrach und Legau) dazu gebracht, der „RegenerativRegion Illerwinkel“ zu zu stimmen: 23 Außen-Informations-Tafeln (je 1,50 Meter senkrecht hoch und 1 Meter waagerecht breit), 20.000 Postkarten-formatige Informationsblätter plus Internetpräsenz   www.regenerativ-region-illerwinkel.de an Orten erneuerbarer Energiegewinnung in diesen Gemeinden. Also etwa an Biogasanlagen, Wassertriebwerken oder auch dem Windrad Legau-Ehrensberg

(an dessen Potenzial-Vor-Ort-Messung durch Energieberater Friedrich Schmid sich Julian Aicher beteiligt hatte). Stehen sollen solche Tafeln doch auch am „Bauernhofmuseum Illerbeuren“ (pro Jahr damals rund 50.000köpfiges Publikum), an der „Umweltstation Unterallgäu“ (damals etwa 10.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr) oder am „Naturfreibad“ Legau. Kostenpunkt der „RegenerativRegion Illerwinkel“: vergleichsweise billige rund 45.000 Euro. Die Hälfte davon aus EU-Kassen. Die andere Hälfte größtenteils auch Sponsor-Geldern. Diese wiederum hauptsächlich ‚eingeworben’ durch Julian Aicher. Mehrmals präsentiert Julian Aicher unter dem Dach der luftigen „Halle“ in Rotis 5/2 die Entwürfe. Einer der geladenen Bürgermeister sagt danach zu Julian Aicher: „Machen Sie das noch mal. Die süßen Stückle von Ihrer Frau schmecken so lecker.“

Julian Aicher 2006

 

Herbst 2006 bis Herbst 2016 dürften allein die „RegenerativRegion Illerwinkel“ 600.000 bis 700.000 Personen gesehen haben.

Denn Julian Aicher lädt auch nach Fertigstellung der Informations-Systeme immer wieder Besuchsgruppen ein und begleitet sie – die meisten auf „Regenerativ-Radel-Routen“. 

2006

Herbst

Eröffnung der „RegenerativRegion Illerwinkel“ am Bauernhofmuseum Illerbeuren.  Bürgermeister Dorn hatte Julian Aicher als Eröffnungsredner vorgeschlagen. („Da sparen wir was.“)

Julian Aicher erinnert dabei an den Energie-Zukunftsplan der „Leitbildstudie“ für den damaligen Landrat Dr. Hermann Haisch (Mindelheim) im Landkreis Unterallgäu 1997/1998.  Im Einführungstext benannte Julian Aicher 1998 „die Bundeskanzlerin“, die 2008 den Landkreis Unterallgäu besuchen werde – wegen der vielen preiswert genutzten Erneuerbaren Energien dort. Tatsächlich war 1998 Gerhard Schröder Bundeskanzler geworden und Dr. Angela Merkel erst 2005. 

Oktober

Auf Bestellung von Peter Jäger, Geschäftsführer der „Solarstiftung Ulm/Neu-Ulm“ bringt Julian Aicher im (weitgehend am Südhang angelegten) Ulmer Teilort Ermingen Vereine und Privatleute zusammen. Technische Beratung: „Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm“ (SWU). Ergebnis: Gemeinschaftsbestellung von Solarmodulen und deren Montage. Das so beauftragte Solarunternehmen Spiegler aus Gerstetten bei Heidenheim hält es angesichts so vieler Aufträge auf einmal für kostensenkend, mit Kranwagen an zu fahren und diesen während der Montagearbeiten in Ermingen zu belassen. Die so erreichte Preissenkung von rund 10% gibt Spiegler an die Erminger Sonnenkundschaft weiter. Ermingens Ortsvorsther Herbert Tress stellt stolz einen von den ehemaligen Otl-Aicher-Mitarbeitern Monika Maus und Heinz Peter Lahaye gestalteten (und Julian Aicher betexteten) Info-Würfel in den Eingangsbereich des neuen Rathauses Ermingen. Später berichtet unter anderem das Koreanische Fernsehen über das „Solardorf Ermingen“.

(Siehe auch  S o n n e n s t r o m    hier in  www.rio-s.de). 

2007
9. September

Zum „Tag des offenen Denkmals“ lädt Ulm zu erstmals zu einem besonderen Ereignis: dem „ulmer festungs fest   uff“. Idee und Name dazu von Julian Aicher. Wenn er schon wegen „Solartouren“ öfter in Ulm zu tun habe, könne man ja auch „Deutschlands größtes erhaltenes Festungsensemble“ (mit über 200 Hektar Festungsgelände) als „Alleinstellungsmerkmal“ dem Fremdenverkehr öffnen. So hatte es Julian Aicher dem Graphiker Hans Peter Lahaye vorgeschlagen, mit dem Aicher in jenen Jahren immer wieder ‚frei’ für die „Solarstiftung Ulm“ arbeitete. uff heißt: möglichst viele Nutzerinnen und Nutzer der Festungswerke (hauptsächlich erbaut 1842-1859) öffnen an 

e i n e m   Tag öffentlich ihre Tore. Hauptkoordinator der beachtlichen Aktion neben Julian Aicher: der Schreiner Christian Gollmar, damals ehrenamtlicher ‚Leiter’ (=täglich anwesender Verantwortlicher) des ‚selbst verwalteten’ „Hexenhaus“-Jugendzentrums im Ulmer „Fort Unterer Eselsberg“. Julian Aicher regt Journalistinnen und Journalisten, die über Fernsehen, Radios und Zeitungen rund 500.000 Leute ansprechen, dazu an, uff an zu kündigen. Die „Südwest Presse“ Ulm meint respektvoll: „uff!“  Etwa 4.000 Interessierte zeigen sich 2007 bei uff.

Die Veranstaltung wird 2008 und 2009 wiederholt.

Eher ‚spürbarer’ Unwille denn Unterstützung der Stadtverwaltung Ulm an uff hilft Julian Aicher bei seiner Entscheidung, sich aus diesem Arbeitsfeld 2008 zurück zu ziehen. 

2006-2010

Julian Aicher befragt immer wieder Leute, die selbst eine Zeitlang in Festungswerken Ulms gelebt haben. Darunter den Ulmer Gipser Helmut Goller und Bass-Gigant Helmut Hattler. Daraus wird eine drei(-?)teilige Serie in der „Südwest Presse“ Ulm. Ein geplantes Buch über diese Zeitzeugenberichte will Julian Aicher nicht gelingen. Aber er kann Cornelia Andelfinger bei deren „Südwestrundfunk“-Fernsehfilm „Bundesfestung Ulm. Das friedliche Bollwerk“ (2009) beraten und unterstützen. 

2008 

August

Die römisch-katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart beauftragt Julian Aicher, mit seinem Büro rio’s die von rio’s vorgeschlagene Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ zu erarbeiten. Finanzierung der 12 geplanten mobilen Info-Stelen („Roll ups“): durch Sponsoren, die rio’s einwirbt. rio’s spricht gezielt kleine und mittelständische Unternehmen an, die über Erfahrung mit Erneuerbaren Energien verfügen und daher glaubwürdig wirken. Als erster Sponsor sagt Thomas Hartmann von der „Hartmann Energietechnik“ Rottenburg-  zu: 1.732 Euro brutto. Im Februar 2009 werden es 11 Sponsorfirmen sein – also 19.052 Euro gesamt brutto.

Julian Aicher nach getaner Arbeit (vergleiche Hintergrund) mit zwei Flaschen vermutlich
klimaneutral gebrauten Biers im Frühjahr 2008 in  Rotis

2009

Februar

Die ersten „Energie-vom-Himmel“-Stehlen stehen im Bischofshaus „Stella Maris“ in Stuttgart. Bischof Dr. Gebhard Fürst lässt vor ihnen mit Fernsehkameras ablichten.

2010

6. Mai

Auf Vermittlung Ernst Ulrich von Weizsäckers hält Julian Aicher in der „Alten Aula“  der Universität Marburg einen Vortrag über Wasserkraft.

Nachdem der moderierend gastgebende Professor Gilbert Gornig bei der Vorstellung des Referenten Julian Aicher freundlich darauf hingewiesen hat, dass Wasserkraft in Deutschland „ausgebaut“ und daher kaum mehr im Ertrag steigerbar sei, bedankt sich Julian Aicher höflich „für die äußerst herzliche Einführung“ und lobt die These von der „ausgebauten“ Wasserkraft mit den Worten: „Das schönste daran: Sie ist falsch“. Dann schildert Julian Aicher beispielhaft konkrete Ausbaupotenziale der Energie dies treibenden Nass in Deutschland.

Danach lernt Julian Aicher etliche Wasserkraftler aus der Nähe – wie Dr. Ronald Steinhoff – kennen. 

2010

6. August

 

Morgens kurz vor 9.oo Uhr drückt Hochwasser das alte Überlauf-Beton-Stauwehr der Wasserkraftanlage Rotismühle um. Nahe Bäume verlieren ihren Wurzelhalt und stürzen ins Bachbett der „Hofser Ach“.

Ein Schock für Wasserkraftler Julian Aicher.

Dennoch: Zuerst informiert Aicher ‚die Öffentlichkeit’ (Schwäbische Zeitung) und die Stadt Leutkirch samt dem Landratsamt Ravensburg. 

2010

9. bis 17. Oktober

 

Die von Julian Aichers Büro rio’s erarbeitete Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart steht im „Energiezelt“ der „Oberschwabenschau Ravensburg“.

Dieses Zelt besuchen rund 50.000 Leute (die dafür Eintritt bezahlen – also interessiert sind).

Damit dies möglich wurde, hat Julian Aicher die Sponsoren von „Energie vom Himmel“ nochmals angeschrieben – und dann die Diözese Rotenburg dazu ermuntert, nun für den Druck der „Energie-vom-Himmel“-Infostelen erstmals selbst Geld in die Hand zu nehmen. Damit ließ sich ein    Z w e i t druck der 12 Stelen (Roll ups) bezahlen.

„Energie vom Himmel“ war also ab jetzt zwei mal gleichzeitig aus zu stellen – und damit vielseitiger einsetzbar.

2011

1. bis 5. Juno

Die Wanderausstellung „Energie vom Himmel“ aus Julian Aichers Büro rio’s steht beim Evangelischen Kirchentag in Dresden.

 

2011

Frühsommer

Mit dem Techniklehrer Hermann Biedebach (samt Flaschenzug) zieht Julian Aicher viele Metallteile des umgestürzten Überlaufwehrs aus der Hofser Ach.

Danach erste Baggerarbeiten zur Freilegung der Baustelle. 

2012

9. März

Sängerhalle Stuttgart. Jahreshauptversammlung der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK)).

Etwa 223 Sekunden, bekommt Julian Aicher von seinem AWK-Vorsitzenden, Diplomingenieur Elmar Reitter, um den rund 150-200 anwesenden AWK-Mitgliedern mit einer Auflistung zu erläutern, wie Aichers AWK Pressearbeit 2011 über Zeitungen, Radiosender und Fernsehanstalten rund 4 Millionen Leute ansprach.

Aicher präsentiert’s mit Tageslicht-Projektor und auf gedruckt verteilten Papieren in kurzen Sätzen.

Zusätzlich liegen vor jedem AWK-Mitglied mehrere Hefte der druckfrisch blauen Broschüre „Strom für Millionen. Potenziale preiswerten Wasserkraft-Ausbaus in (Süd-)Deutschland. Heft 1“ vor. Diese 24-seitigen vierfarbigen DIN-A-4-Broschüren zeigen anhand von Beispielen, wie sich der Stromertrag aus Wasserkraft aktuell mal verdoppeln, mal versiebenfachen ließ. Konkret und vor Ort. Nachprüfbar.

www.strom-fuer-millionen.de

(dort:   M ä r z   2 0 1 2    a l s    H e f t ).

 

Montag 12. März 2012 verteilt Julian Aicher das druckfrische Heft „Strom für Millionen 1“ in die Fraktionssekretariate der Abgeordneten im Münchner Landtag. Interessante Unterhaltung bei der SPD, eine lange Tasse Kaffee bei den „Freien Wählern“,

abends dann einen Vortrag über die Potenziale der Wasserkraft im Maximilianeum auf Einladung des FDP-Abgeordneten Tobias Thalhammer.

Danach Verteilung des Heftes bei vielerlei Veranstaltungen, an Gemeinde- und Kreistagsmitglieder. Insgesamt über 5.000 der blauen Broschüren. Bis Sommer 2012 hat Julian Aicher „Strom für Millionen“ Ausgabe 1 auch an die Abgeordneten der Landtage von Hessen und Baden-Württemberg geschickt.

Bundesumweltminister Dr. Peter Altmaier bekommt sie per Post. Eine Rück-Antwort Altmaiers erhält Julian Aicher nicht.

Zusätzlich geht „Strom für Millionen Heft 1“ an über 30 Journalistinnen und Journalisten von A wie „Augsburger Allgemeine“ bis Z wie ZDF. 

28. Oktober

Bei der „Buchwoche“ der Buchhandlung Kappler (von Hildegard Kappler) in der Festhalle Leutkirch stellt Christine Abele-Aicher ihren druckfrischen 176-seitigen Band „Die sanfte Gewalt. Erinnerungen an Inge Aicher-Scholl“ vor. Er erscheint bei der „Süddeutschen Verlagsgesellschaft“ Ulm im Thorbecke Verlag, besteht aus gut 50 Texten von über 45 verschiedenen Verfasserinnen und Verfassern. Außerdem enthält „Die sanfte Gewalt“ rund 50 Fotos (und eine Zeichnung) - bis dahin teils unveröffentlicht.

 

In der Folgewoche, Ende Oktober, stellen die Süddeutsche Verlagsgesellschaft und die vh ulm („Ulmer Volkshochschule“)

mit vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels, Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner samt etlichen anderen Text-Schreiberinnen, -Schreibern und Mit-Herstellenden das Buch mit Herausgeberin Christine Abele-Aicher im voll besetzten „Club-Orange“-Saal der „vh ulm“ („Ulmer Volkshochschule“) mit vielen Gästen vor.

Ein beeindruckendes Fest. Christine Abele-Aicher hält die Hauptrede. Ihrem  Vater Johannes Abele, im „Dritten Reich“ wegen der widerständigen Haltung von dessen Vater von Nazis geschlagen, kullern einige Tränen.

Christine Abele-Aicher und Julian Aicher haben vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels als Festgeschenk ein paar Dutzend Original-vh-Plakate, gestaltet vor 1970 im Büro von Otl Aicher, mitgebracht. Dabei erklärt die sichtlich bewegte Volkshochschulleiterin, diese Original-Drucke verfügten über hohe Werte – und dienten der Bildungseinrichtung daher als eine Art dinglicher Sicherheit.

Christine Abele-Aichers Mann Julian Aicher hat für „Die sanfte Gewalt“ drei Beiträge verfasst (darunter die nicht selten erwähnte ‚Witze-Seite’), mit der Herausgeberin drei über 90 Jahre alte Damen (die selbst nichts mehr schreiben wollten) zum Interview besucht, immer wieder Rat und Unterstützung geboten – bis hin zu Briefen an Leute und Einrichtungen, die mit dem Kauf einer größeren Anzahl des Buchs direkt vor/zur Veröffentlichung („Subscribtion“) helfen konnten, die Gesamtkosten zu senken. So ist „Die sanfte Gewalt“ im Buchhandel für nur 19,90 Euro zu bekommen. Ab Oktober 2012 dient Julian Aicher der Herausgeberin auch als Pressearbeiter für das Buch. So besuchen Christine Abele-Aicher, Julian Aicher und Dr. Dagmar Engels vor der Volkshochschul-Veröffentlichungsfeier Ende Oktober 2012 noch den das örtliche Bürger-„radio free fm“ zum Interview mit dem dort bestens vorbereiteten Rainer Markus Walter. 

Dezember

Direkt Gewässer-oberhalb und verbunden mit dem  erhaltenen Fallenstock-Stauwehr des Wasserkraftwerks Rotismühle betonieren Julian Aicher und etliche fachkundige Helfer

vom einen Ufer zum anderen eine bis zu zwei Meter tiefe und 37 Zentimeter starke Stahlbeton-Mauer in den Flussgrund („Sohle“). Diese „bolzen-grade“, senkrechte Wand soll das Bestands-Wehr sichern und dem neu darauf zu stellenden Holz-„Klappenwehr“ (an stelle des 2010 zerstörten Überlauf-Wehrs) als Fundament dienen.

Baustelle im Schnee.

Einer der Arbeitenden sagt: „Das hebt jetzt 3.000 Jahre.“ Darauf Julian Aicher: „Mir täten’s auch schon 300.“

2013

Januar/Februar

Christine Abele-Aicher und Julian Aicher fahren zu etlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem 70sten Jahres-Gedenktag ‚Enthauptung von Christoph Probst, Hans Scholl und Sophie Scholl am 22. Februar 1922 im Gefängnis München-Stadelheim’.

Am 22. Februar 2013 tragen Christine Abele-Aicher und Julian Aicher morgens einiges zur Feier in der „Sophie-Scholl-Schule“ Leutkirch bei und reisen dann per Bahn nach München zum Gedenkgottesdienst nachmittags in der Gefängniskirche von München-Stadelheim. Julian Aicher war dazu etwa zwei Wochen zuvor eingeladen und dann einige Tage vor der Veranstaltung gebeten worden, die letzten Zeilen aus der Bibel vor zu lesen, die sein Onkel Hans Scholl vor seinem Tod auf eigenen Wunsch von einem Pfarrer gehört hatte.  

27. Februar

Heute bestätigt das Landratsamt Ravensburg schriftlich das „Altrecht“ der Wasserkraftanlage Rotismühle. Die Behörde hat aus alten Genehmigungsakten (aus den frühen 1920er Jahren) ermittelt, dass das Wassertriebwerk Rotismühle die treibende Kraft der Hofser Ach zeitlich unbefristet nutzen darf. Inhaber Julian Aicher hatte beim Landratsamt rechtzeitig darauf hingewiesen.

Als „Altrechte“ gelten im Wasserkraft-Bereich eigentums-ähnliche Berechtigungen, an einer bestimmten Stelle die Energie des fließenden Nass zu nutzen. 

Herbst

Julian Aichers Büro rio’s gibt ein neues, Postkarten-formatiges Faltblat `raus:

„Wasserkraft im Kreis Ravensburg.“

Fotos und kurze, ‚griffige’ Texte zeigen, wo was wie mit Wasserkraft im Kreis wirkt. Und zwar so zusammengefaltet, dass das Informationsblatt in (fast) jede Hemd- oder Jackentasche ‚passt’. Reaktionen an Stammtischen zeigen dem Herausgeber: das stößt auf Interesse.

(Auch digital zu sehen unter der Rubrik/dem Reiter „Wasserkraft im Kreis RV“ hier in www.rio-s.de) 

kurz vor Weihnachten und ‚zwischen den Jahren’ Mit fleißigen Helfern setzt Julian Aicher die Betonarbeiten an seinem Wehr fort. Zum Beispiel Verbreiterung des Mittel-Pfeilers zwischen Fallenstock-Wehr und später neuem Holz-„Klappenwehr“. Handarbeit teils bis nachts. Der Mittelpfeiler trotzt seither allen Starkwässern in der Hofser Ach.
Silvester

Leutkirch-Hofs’ Ortsvorsteher Lothar Schmid, Steuerungs-Experte Gerhard Graber, Hermann Biedenbach und Julian Aicher stellen fest: Die Wasserkraftanlage Rotismühle gewinnt kurz Strom. Schriftliche Bestätigung von Graber und Schmid.

Damit der Wasserstand hoch genug war, die Turbine in Schwung zu bringen, stauen es (bis zu einer Tonne Kies fassende) „Big-Pack“-Säcke auf derjenigen Betonmauer hoch, auf der 2014 das Holz-„Klappen-Wehr“ montiert wird.

Damit liegt der Beweis vor, dass die Wasserkraftanlage Rotismühle im Sinn ihres „Altrechts“ aktiv arbeitet. 

2014

2. Februar

Auf Vorschlag und organisatorische Bemühungen von Christine Abele-Aicher und Julian Aicher hat die Volkshochschule Leutkirch in ihrem Programmheft für heute zum Besuch von zwei seit 2004 neu eingebauten Wohnungen in der Rotismühle eingeladen.

Dies aus Anlass des 14. April 1414 – da tauchte die Rotismühle erstmals in einer schriftlichen Urkunde auf. 

Veranstalter Julian Aicher (im Bild rechts) hat zusammen mit der Volkshochschule und der Heimatpflege Leutkirch den ehemaligen Realschulrektor und Heimatforscher Albrecht Roth zum Vortrag am 9. April 2014 in den Gewölbesaal "rotisserie" nach Rotis eingeladen. Titel: "Rotis - ein kleines Dorf mit großer Geschichte". Volles Haus. Zum gleichen Thema veröffentlichte Roth später ein Druckwerk.

9. April

Auf Vorschlag und mit-betreuende Organisation von Julian Aicher hin lädt die Volkshochschule Leutkirch heute zum Vortrag des Leutkircher Orts-Geschichtswissenschaftlers (und ehemaligen Realschulrektors) Albrecht Roth in den Gewölbesaal „rotisserie“ nach Rotis. Titel: „Rotis – kleiner Weiler mit großer Geschichte“. Voller Saal. 

26. Mai

„Herzlichen Glückwunsch!“ Karl-Friedrich Rommel aus Ravensburg, 1991-1994 teils Julian Aichers Bürokollege in Ravensburg und später mit seinen Firmen „Oberschwaben Solar“ und „Solarstromkonzept“ Ravensburg eine zeitlang Kunde von Julian Aichers Büro rio’s, gratuliert Julian Aicher als erster zum gewonnenen Kreistagsmandat. Aicher zeigt sich zunächst überrascht – fand er sich doch in den Bildschirm-Wahlergebnissen des Landratsamts zunächst noch als ‚nicht gewählt’.

Die Tage und Wochen danach wünschen Julian Aicher unerwartet viele Leute Glück. Manche meinen: „Endlich mal einer, der kein ‚Berufspolitiker’ oder kein Beamter ist. 

16. Juli

 

Zimmermann Richard Kämmerle und Schlosser Wilhelm Steinhauser (aus Leutkirch und Leutkirch-Ottmannshofen) montieren mit Julian Aicher die hölzernen Stauwehr-Klappen des so mit-sanierten Überlaufwehrs des Wasserkraftwerks Rotismühle auf die 37 cm starke und rund 2 Meter tief in den Flussgrund ragende (2012 errichtete) Betonmauer. (Auf Anregung von Diplomingenieur Josef Dennenmoser aus Leutkirch-Uttenhofen.) Noch im Sommer 2014 zeigen die sehr einfach funktionierenden Klappenwehre: sie arbeiten absolut planmäßig. Damit mindern sie beachtlich den Hochwasser-Druck auf das Anwesen Rotismühle.

Mehr Schutz in Zeiten des „Klimawandels“. 

Sommer Julian Aicher veräußert einige Möbel (und ähnliche Gestaltungs-Gegenstände), die er von seinen Eltern Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher geerbt hat, an die „Große Kreisstadt Leutkirch“ und an das „bauhaus“-Museum Dessau. An die Stadt Leutkirch eine Mischung aus Verkäufen und Spenden.
16. August

Der „Fachverband Biogas“, Landesgruppe Baden-Württemberg beauftragt Julian Aichers Büro rio’s, ein (auf Postkarten-Größe zusammen-klappbares) Faltblatt mit Titel „Biogas kann’s“ zu erstellen. Deshalb schreibt rio’s zunächst Inhaberinnen und Inhaber von Biogasanlagen an. In diesen Briefen bietet das Büro rio’s je eine Postkarten-große Informations-Fläche mit Bildern und kurzzeiligen Texten für je 376 Euro brutto an.

Die dort gezeigten Informationen lassen sich in wenigen Minuten wahrnehmen. Außerdem ‚passt’ so ein Faltblatt in (fast) jede Hemd- und Jackentasche.

Noch am gleichen Tag bestellt eines der Biogas-Unternehmen

solch eine Postkarten-große Fläche. In rund zwei Wochen ist das Faltblatt auf diesem Weg ‚voll’.

Siehe auch   auf dieser Internetseite   www.rio-s.de unter „Biogas kann’s“.

Spätsommer Mitarbeit (inhaltliche Beratung, Informationen, Vermittlung Auftrittsorte, Mit-Auftritt an einem Drehort) für den Film „Regenerative Energien im Illerwinkel“ des Fernsehens vom „Bayerischen Rundfunk“.

2015

Erstes Quartal

Zwei Hochwässer (nach vergleichsweise schnellen Schneeschmelzen mit teilweise Starkregen) zerstören nahe des ‚Marienmäucherchens’ am rechten Bachufer der Hofser Ach (gegenüber dem Marienbildstock von 1948) im Staubereich Wasserkraftwerk Rotismühle beachtliche Uferbereiche.

Mehrere Bäume fallen dabei um.

nach Ostern Sanierung der zerstörten Stau-Ufer-Bereiche nach Schädigungen im I. Quartal mit vielen helfen Händen (darunter denen von Manuel Aicher).
21. April

Nach langen, mühlevollen Sanierungen im Staubereich der Wasserkraftanlage Rotismühle läuft das Wassertriebwerk seit längerem erstmals wieder so an, dass sich seine Räder über mehrere Monate fast ununterbrochen drehen. Diplomingenieur Josef Dennenmoser betreut diesen Start. Bis Mitte September 2015 speist die Wasserkraftanlage Rotismühle ins ‚normale’ Stromnetz der „Lech Elektrizitätswerke“ 5.961,6 Kilowattstunden. Der darüber hinaus zum Eigenbedarf in Rotis 5 – 2 genutzte Strom umfasst in dieser Zeit vermutlich mehr als 1.000 Kilowattstunden.

 

Dazu kommt:

Der (vor allem seit Ende 2012 bestärkte), im Auftrag und mit Julian Aichers Arbeiten mit ermöglichte Umfließungsbach um’s Stauwehr  (möglich durch eine seit 2012 gesicherte Lücke im Uferdamm des Wasserkraftwerks) schafft mehr Wasserfläche für Fische. Ortskundige Angel-Fachleute sehen darin „eine schöne Entwicklung und Aufwertung des Gewässers“. 

22. April

Besuch von rund einem halben Dutzend Berhördenleuten zur Kontrolle des Uferdamms der Wasserkraftanlage Rotismühle. Eine von ihnen schreibt an Julian Aicher, sie wünsche keine Presse. Damit den Vorgang dennoch Zeugen bestätigen können, nehmen Dipl. Ing. Wolfgang Strasser, Dipl. Ing. Josef Dennenmoser, der IHK-Stuttgart-vereidigte Gewässerökologe Johannes Prinz und dessen Fahrer an diesem Tag, Siegfried Wucher als Julian Aichers Begleiter teil. 

6. August

Julian Aicher schreibt als Inhaber des Wasserkraftwerks Rotismühle an Manuela Weckend vom „Umweltamt“ des Kreises Ravensburg. Diese hatte in einem Brief vom 9. Juni 2015 Vorwürfe gegen Julian Aicher erhoben. Julian Aicher antwortet nun darauf, dass die Amtsfrau in mindestens sechs Fällen falsche Behauptungen aufstelle.

So meinte die Behörde, Julian Aicher habe im Wassserkraft-Zufluss-nahen „Flora-Fauna-Habitat“-Gelände Bäume umgesägt. Julian Aicher widerlegt dies mit einem Foto, das zwar umgefallene Bäume dort zeigt, aber anhand ihrer Wurzeln beweist, dass diese nicht abgesägt wurden – sondern durch (Sturm oder) Hochwasser umstürzten.

Später sagt ein staatlich geprüfter Gewässer-Wanderführer und Mitglied des „Technischen Hilfswerks“ (THW) zu Julian Aicher über solche Äußerungen von Amtspersonen: „Es drängt sich da doch der Eindruck auf, dass die zwischen einer Fichte und einer Palme nicht unterscheiden können.“

Die Sachangaben von Julian Aicher werden von den Behörden-Beschäftigten offenbar nicht verstanden. So kommt es. 

Julian Aicher Gewässer-unterhalb seines Wasserkraft-Stauwehrs Leutkirch-Rotismühle im Spätsommer 2015.
Damals erzeugt die Wasserkraftanlage Strom. Im Frühjahr 2015 umfangreiche Sanierungsarbeiten am Uferdamm
(Gewässer-Ufer rechts) oberhalb des Stauwehrs.

18. August

zum Bußgelbescheid des Landratsamts Ravensburg über oben geschilderte angebliche Vergehen. Zu zahlen: 1.578,50 Euro. Julian Aichers Anwalt Siegmund Schäfer legt Widerspruch ein.

2016 dann gerichtliche Auseinandersetzung mit Ergebnis: Julian Aicher muss die Bußgeldbescheide des Landratsamts in dieser Sache nicht bezahlen. 

Erste Septembertage Noch läuft sie – die Wasserkraftanlage Rotismühle. Während ältere Wasserkraft-Kollegen gegenüber Julian Aicher bereits im August klagten, ihre Triebwerke stünden während der starken Trockenheit still, surrt die Turbine Rotis noch bis in die ersten Septembertage – wenn auch mit verringerter Leistung.
16. August

Fischereiberechtigte im Bereich Wasserkraftanlage Rotismühle bescheinigen Julian Aicher schriftlich eine „schöne Entwicklung und Aufwertung des Gewässers“. 

3. September

Unter dem Titel „Gemüse vom Feuer“ veröffentlicht der „Stern“ einen mehrseitigen Bericht über den marokkanischen Lehmtopf tajine. Dabei auch die Internet-Adresse 

www.tajine.de

Für diesen Artikel hat sich rio’s Inhaber Julian Aicher über mehrere Jahre beim „Stern“ stark gemacht.

Die Firma „ali baba tajine“  (www.tajine.de) verbreitet unter anderem von Leutkirch-Ausnang (5 km vom rio’s-Arbeitsort Leutkirch-Rotis entfernt) das bewährte Kochgeschirr in Deutschland. 

 

Mit der Veröffentlichung im (laut „Wikipedia“ über 7,5 Millionen Personen ‚erreichenden’) „Stern“ hat Julian Aichers Büro rio’s seit seiner Gründung 2002 insgesamt an rund 20 Millionen Leute über Fernsehen, Radio, Zeitungen, Faltblätter, Plakate, Informations-Tafeln, Ausstellungen, Internetseiten, Filme, Führungen, Feste, Vorträge und mehr Informationen geliefert.  

21. November

Nach Wochen- (eher: Monate-)langer Trockenheit fallen ab 20. November in Rotis rund 60 Liter Regen. Am Morgen des 21. November (Samstag) bricht Hochwasser durch den um Ostern frisch sanierten Uferdamm. Das Beton-Überlauf-Mäuerchen von 2012 (mit Fenster-großer Lücke für ‚Fischpass’) kippt. 

20. Dezember

Das „Umweltamt“ des Landkreises Ravensburg verweigert Julian Aicher die Zustimmung, den am 21. November durch Hochwasser zerstörten Uferdamm zu reparieren.

Julian Aichers Rechtsanwalt Siegmund Schäfer hat der Behörde geschrieben, dass Julian Aicher gemäß „Altrecht’ den Uferdamm wieder errichten darf.

 

Julian Aicher schreibt seinen Kreistags-Fraktionskollegen von der „Ökologisch demokratischen Partei“  (ödp). Die Partei hatte Aicher gebeten, zur Landtagswahl März 2016 an als Direktkandidat im Wahlkreis Wangen-Illertal an zu treten.

Julian Aicher erklärt seinen ÖDP-Kreistagskollegen, die einstweilige Zerstörung des Uferdamms sei für ihn selbst betriebswirtschaftlich schwierig, die Blockade des „Umweltamts“ liefere aber eine Wahlkampf-politische Steilvorlage. (Der Wahlkreis Wangen-Illertal erreicht für die ödp bei der Landtagswahl Baden-Württemberg 2016 ihr drittbestes Wahlergebnis.)

ödp-Kreistags-Fraktionsvorsitzender Siegfried Scharpf sendet die eMail von Julian Aicher an Landrat Harald Sievers weiter

(siehe 7. Januar 2016). 

2016

7. Januar

Ravensburgs Landrat Harald Sievers sendet Julian Aicher eine eMail. Inhalt: Aicher wisse doch, dass Sievers für Wasserkraft sei, schreibt der Landrat. Er rät Aicher, sich sofort an die Leiterin des „Bau- und Umweltamts“, Iris Steger zu wenden.

Noch bevor Julian Aicher sich dazu mit seinem Anwalt abgesprochen hat, meldet sich Steger bei Aicher.

Treffen am Uferdamm Rotismühle noch im gleichen Monat.

Die Amtsleute regen an. Julian Aicher solle seinen Rechtsanwalt Siegmund Schäfer (Karlsdorf-Neudhardt) keine weiteren Briefe an die Ämter mehr schreiben lassen. Danach könne auch über die Bezahlung eines noch zu errichtenden „Fischpass“ aus „Öko-Punkten“ gesprochen werden.

Februar

Iris Steger, Leiterin des „Bau- und Umweltamts“ Kreis Ravensburg teil Julian Aicher und seinem betreuenden Ingenieur Wolfgang Strasser mit, dass sie keine grundsätzlichen Einwände gegen die Wieder-Errichtung des Uferdamms rechtes Ufer (in Fließrichtung) Gewässer-oberhalb des Stauwerhrs Leutkirch-Rotismühle erhebe. Voraussetzung: Planung durch Ingenieurbüro. 

Frühjahr

Dank der Vermittlung eines Freundes findet Julian Aicher einen ebenso genau und schnell arbeitenden wie günstigen Vermessungsfachmann. Dieser nimmt Wasserkraftanlage und Anwesen Rotismühle genau auf. Brauchbare Daten als Planungsgrundlage für das Ingenieurbüro Eppler. 

April

Berg-Kasernen, nördlich von Ravensburg, Kreis Ravensburg (Baden-Württemberg). Auf Einladung von Kreistagsmitglied Julian Aicher kommen mehrere Leute vom Landratsamt Ravensburg sowie Fischereivertreter Dr. Werner Baur und die Kreisräte Heinz Strubel (Grüne), August Schuler (CDU) und Julian Aicher (ödp) sowie Wasserkraftwerksinhaber Dipl. Ing Karl Eyrich samt Mutter und seinem beratenden IHK-Stuttgart vereidigten Gewässerökologen Johannes Prinz am Schussen-Wasserkraftwerk Berg-Kasernen zusammen. Vorschlag Kreisrat und Landtagsabgeorndeter Schuler: Die Kreisbehörden mögen prüfen, ob für einen „Fischpass“ mit Gesamtkosten von vorausgesagten 100.000 Euro   50.000 aus ‚öffentlichen Mitteln’ fließen könnten (die andere Hälfte wäre der Kraftwerksbetreiber bereit zu zahlen). Daraus wird ein förmlicher Antrag der drei genanten Parteien. Prüfen soll auch Angelvertreter Baur  - wegen Hilfsgeldern über den  „Landesfischereiverband“. Doch von Baur hören weder Eyrich noch Aicher bis Sommer 2017 etwas. Und Iris Steger vom „Amt für Bauen und Umwelt“ des Kreises Ravensburg erklärt dem „Ausschuss für Umwelt und Technik“ (AUT) des Kreistags von Ravensburg am 21. Juni 2016, es sei nicht Aufgabe der Behörde, nach Zuschuss-Möglichkeiten zu suchen. Außer Julian Aicher, seinem ödp-Kreistagskollegen Max Scharpf und Till Bastian (Linke) widerspricht dieser Amts-Verweigerung eines Antrags-Auftrags aus dem Kreistag im „Ausschuss für Umwelt und Technik“ (AUT) niemand.

Sprich: Die überwiegende Mehrheit der AUT-Kreisräte verlangt von der Behörde    n i c h t   die eigenen AUT-Anträge ein zu halten.

Immerhin: Auf Anfrage August Schuler hat die Gemeinde Berg nicht ausgeschlossen, am „Fischpass“ mit zu zahlen. Ansonsten sagt Wasserkraftler Eyrich 2017: „Außer dem Aicher hat sich da niemand drum gekümmert.“ Vom so erwähnten Kreisrat war beim Umweltministerium Stuttgart und dem Regierungspräsidium Tübingen nachgefragt worden. Ergebnis aus Tübingen: Warten bis 2017 – dann gäbe es vielleicht wieder das ‚Landes-Förderprogramm Kleine Wasserkraft’. Nach einvernehmlichen Gesprächen zwischen Ingenieurbüro Eppler, Rechtsanwalt Siegmund Schäfer und Karl Eyrich beim Landratsamt im Sommer 2016 erhöht die Behörde ihre „Fischpass“-Forderungen so, dass der Umfließungs-Bach dann mit anderen ‚Ökologisierungs’-Maßnahmen über 200.000 Euro kosten soll – so der Bericht von Karl Eyrich.

Mit Terminabstimmung. Moderation, Protokoll und Einbringung in den „Ausschuss für Umwelt und Technik“ des Kreistags von Ravensburg hat Kreisrat Julian Aicher in die Angelegenheit rund eine Woche Arbeit gesteckt. Ziel: vorab gütliche Einigung auf einen sachlich vereinbarten Lösungsweg – mit Kenntnisnahme durch den Landrat. 2017 droht das Landratsamt Wasserkraftler Eyrich Zwangsgeld-Forderungen an. Dieser geht mit Rechtsanwalt Siegmund Schäfer vor das Verwaltungsgericht Sigmaringen.

Ein Schalk, wer aus dem Geschilderten rück-schließt, in Deutschland sei die (mühevolle) ‚einvernehmlich-friedliche’ Einigung aller Beteiligten auf ein gemeinsames Ziel unerwünscht – teure gerichtliche Verfahren dagegen angestrebt.

8. Mai

„Rotisserie“, Rotis

Vortrag von Professor Dr. René Spitz, Köln, zum 25sten Todestag von Otl Aicher (13. Mai 1922 – 1. September 1991).

Tilo Grätz filmt die Ansprache und veröffentlich sie in YouTube. Der erste vollständig filmisch in YouTube-gezeigte Vortrag von Professor Dr. René Spitz.

Idee, Organisation, (Presse-)Einladung und direkte RundMail-Einladung, Moderation und Finanzierungs-Konzept Film durch Julian Aicher.

Voll besetzte „Rotisserie“.

27. Juli Johann Rupp, Bau- und Umweltamt Kreis Ravensburg erteilt die Zustimmung zur Sanierung Uferdamm Rotismühle gemäß Plänen Ingenieurbüro Eppler/Dipl. Ing. Wolfgang Strasser.
August

Wenige Tage nach schriftlicher Genehmigung durch Johann Rupp, Bau- und Umweltamt des Landkreises Ravensburg beginnt die Wieder-Herstellung des rechten Ufers Gewässer-oberhalb des Stauwehrs Leutkirch-Rotismühle. Planung: Dipl. Ing Wolfgang Strasser, Büro Eppler. Bauausführung: unter anderem Hubert Reischmann senior – mit Bagger – von der Transportfirma Reischmann Leutkirch. Dazu viel Hilfe fleißiger Hände – darunter vor allem Julian Aichers Bruder Manuel Aicher. Julian Aicher selbst packt nach Fähigkeiten und Kräften mit an – fast täglich im August 2016. Aus den geplanten 49   15 bis 20 Zentimeter starken Holzstämmen – meist gut 3 Meter lang – werden zum Schluss 120.

Baggerfahrer Reischmann ist stets von mindestens einer Person zu helfen: mit „Schlupf“ (Schleife) um jeden vorher angespitzten Baumstamm und Baggerschaufel, mit Gerade-Halten des Rundholzes beim ersten Eindrücken des Stamms ins Erdreich durch die Baggerschaufel. Konzentrierte und körperlich herausfordernde Arbeit.

Mehr noch: Die Hälfte der 120  3 Meter langen und 15-20 Zentimeter langen Stämme stammt aus einem nahen Fichtenforst. Fast alle von dort ohne Transportmaschinen lediglich mit Muskelkraft zur Baustelle geschleppt . (Dies auch, weil das „Umweltamt“ den Geräteeinsatz beschränkt. Begründung: „Flora-Fauna-Habitat“-FFH-Gebiet.)

Gegen Schluss der Uferverstärkung: Zusatzsicherung mit waagerecht vernagelten Brettern an den eingedrückten Stämmen – um Wasserstrudel zu vermeiden (die den Damm ‚angreifen’ können). Fertigstellung: bis 24. August 2016.

‚Daneben’ werden unter anderem Kiesablagerungen unter der öffentlichen Brücke von Rotis nach Legau entfernt. Also mehr Durchfluss unter der Brücke und so stärkere Hochwassersicherheit – ohne dass die Staatskasse dafür bezahlen muss.

In diesem aktiven Sommer spricht Julian Aicher öfter mit jüngeren Leuten, die ihm an der Baustelle fleißig helfen.

So kennt Aicher deren ‚Mediengewohnheiten’ besser.

Stichwort: LeFloid.

  Redaktion Julian Aichers für die „MitgliederMitteilung“ der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden.Württemberg eV“ AWK. Gestaltung/’Satz’: Tilo Grätz.
September Veröffentlichung des Film „RaD  Regenerativ am Donauufer“ in der Internet-Ebene „YouTube“. Eine Gemeinschaftsarbeit von Moritz Bilger (Kamera, ‚Schnitt’, Technik, Netz) und Julian Aicher (Konzept, ‚Produktion’, Text).
 

Dipl. Ing. Wolfgang Strasser reicht für das Ingenieurbüro Eppler die mit Wolfgang Strasser, Johannes Prinz und Julian Aicher erarbeiteten Plan für einen neuen „Fischpass“ im Bereich Wasserkraftwerk Rotismühle beim Landratsamt Ravensburg ein:

‚100er Rohr’ durch den Uferdamm gegenüber der Ortstraße Rotis-Hofs. Inhalt: 60 Liter Fließwasser pro Sekunde. 

16. Dezember

Post vom Amtsgericht Wangen im Allgäu  an Julian Aicher. Inhalt: Es  stellt Verfahren gegen Julian Aicher ein. Kläger: das „Bau- und Umweltamt“ des Kreises Ravensburg. Dieses hatte Julian Aicher unter anderem vorgehalten, ohne Absprache mit der Behörde ein neues Gewässer angelegt und „Flora-Fauna-Habitat“-Gelände zerstört zu haben. Rechtsanwalt Siegmund Schäfer (Karlsdorf-Neudhard bei Karlsruhe) hat mit Julian Aicher gründlich die Gegenbeweise zusammengestellt.

Stundenlange (seelisch teils quälende) Arbeit – teils auch sonntags. Außerdem betont Schäfer: Selbst wenn die Vorwürfe der Amtsleute wahr wären, seien sie großenteils verjährt. Ein, zwei Tage nach Eingang des gut 15seitigen Verteidigungs-Briefs schlägt das Gericht Einstellung des Verfahrens vor. Der Sachverhalt scheint doch zu klar, zu offensichtlich.

 

Im Spätherbst 2016 besucht Julian Aicher vor dem Amtsgericht Ravensburg zwei weitere Verhandlungen wegen unbewiesener Vorwürfe der Kreis-„Umwelt“-Behörde gegen Wasserkraftler. Auch dort: Einstellung der Verfahren.

 

Ergebnis: Die ‚Davids’ der klimafreundlich genutzten Wasserkraft haben die offensichtlich ziellosen Schläge des bürokratischen ‚Goliath’ abgewehrt. (Dem Kreis Ravensburg gehört als Anteilseigner der „Oberschwäbischen Elektrizitätswerke“ OEW beachtlicher Besitz an der „Energie Baden-Württemberg“ EnBW – und damit einem Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken.)

Ein schaler Geschmack bleibt dennoch: Die Wasserkraftler setzten das Recht vor Gericht auf eigene (Anwalts-)kosten durch. Die gerichtlich erkennbar rechtlos handelnden Amtsleute führen ihr Tun während der „Dienstzeit“ auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler aus. 

2017

Januar/Februar

Auf Hinweise eines You-Tube-Filmers geht Julian Aicher der Sache genauer nach: „Sophie Scholl würde AfD wählen“ - so der Werbespruch eines bayerischen Kreisverbands der Partei „Alternative für Deutschland“ AfD. Julian Aicher fragt die anderen sechs Neffen von Hans und Sophie Scholl, ob sie es für richtig hielten, dazu öffentlich Stellung zu beziehen. Drei von ihnen meinen: ja. Deshalb fasst Julian Aicher den Entwurf für eine solch öffentliche Erklärung ab. Inhalt – kurz: Sophie Scholl kann niemand wählen, da sie seit 1943 nicht mehr lebt. Und sie würde bestimmt keiner Partei ihre Stimme geben, in der rechtsradikale Parolen Applaus finden. Nach einigen Abstimmungen der vier Hans- und Sophie-Scholl-Neffen über eMail sendet Julian Aicher die Erklärung am Freitag, 17. Februar 2017 an Journalistinnen und Journalisten (samt weiterer vermutlich Interessierter wie dem Verein „Weiße Rose Stiftung eV“ oder dem „Weisse Rose Institut“ München). Noch am gleichen Tag meldet sich bei Julian Aicher der „stern“ (der am 2. März 2017 auf einer Seite berichtet). Das „Südwestrundfunk“-Fernsehen (SWR) bringt am 22. März 2017 einen mehrminütigen Filmbeitrag dazu.

Dieser Einsatz kostet Julian Aicher etwa eine Woche – bezahlt aus seiner privaten Kasse.

10. März

Post vom Amtsgericht Leutkirch. Eine Verhandlung in Sachen „Deutsche Telekom“ gegen Julian Aicher wird abgesagt. Grund: „Klagerücknahme“ der „Telekom“.

Bis März 2014 war Julian Aichers Büro rio’s Zwangs-Kunde der „Deutschen Telekom“. Diese hatte zwar ihre bekannt üppigen Telefongebühren berechnet, aber nur mangelhafte Internetverbindungen geliefert. Beispiel: Die „tagesschau in 100 Sekunden“ – in Rotis 5/2 sichtbar in 73 Minuten. Ähnlich langsam (oder gar nicht) ließen sich eMail-Anhänge an manche Kundinnen und Kunden versenden – zum Schaden von Julian Aichers Büro rio’s. Meist mindestens einmal pro Monat brach das Internet komplett zusammen. Also Stunden-langes Warten während Anrufen des „Telekom“-„Services“. Julian Aicher hatte sich darüber sowohl immer wieder bei der „Großen Kreisstadt Leutkirch“ als auch zweimal bei Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel beschwert. Antwort kam daraufhin vom „BundesBreitbandBüro“. Da sich im Tal der Hofser Ach Hunderte derart oder ähnlich von der „Deutschen Telekom“ geschädigt fühlten, ließ die „Große Kreisstadt Leutkirch“ 2013 ein Leerrohr für eigene Verbindungen dort verlegen und sorgte bis März 2014 für eine Internetverbindung (über „smartDSL“ Wiggensbach-Oberallgäu). Ergebnis:, die„tagesschau in 100 Sekunden“ ist jetzt tatsächlich in 100 Sekunden an zu sehen. Dafür mehrfaches Lob an die Stadtverwaltung von mehreren – darunter auch Julian Aicher.

Trotz Kündigung (bestätigt durch die „Deutsche Telekom“ selbst) schickte das „Unternehmen“ weiterhin Rechnungen an Julian Aicher. Da er nicht zahlte, eröffnete die „Deutsche Telekom“ ein Mahnverfahren. Schließlich ging die Sache vor Gericht. Offenbar merkte bei der „Deutschen Telekom“ gerade noch rechtzeitig jemand, dass der so Beklagte Julian Aicher diese Verhandlung genutzt hätte, um mit namhaften Zeuginnen und Zeugen das ‚Geschäftsgebaren’ der „Deutschen Telekom“ offen zu legen. Deshalb wohl Klagerücknahme. Julian Aichers Rechtsanwalt Siegmund Schäfer setzte vor Gericht dann noch durch, dass seine Kosten durch die Klägerin zu bezahlen waren.

 

Erst Atom- und Kohlestrom-Konzern via „Umweltamt“ einer Kreisverwaltung, dann Teil-Staats-Konzern „Telekom“: Innerhalb eines Jahres war es damit zum zweiten mal gelungen, einen ‚Goliath’ gerichtlich ab zu wehren.

Das übt in ‚Gerechtigkeit’.

Ende März

Zum zweiten mal seit Frühjahr 2013 reihen sich Christine Abele-Aicher und Julian Aicher in eine rund zwei Dutzend-köpfige Reisegruppe für eine Woche ein, die nahe des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins Leutkirch (an dem Christine Abele-Aicher aktiv mitarbeitet) nach Bédarieux per Bus fährt. Hervorragende ‚Reiseleitung’ durch den pensionierten Leutkircher Lehrer Karl-Heinz Schweigert (der Julian Aicher zur ödp ‚gebracht’ hat). Klar: Auch in Südfrankreich lassen Wasserwehre fotografieren. Völkerfreundschaft konkret. 

April

Julian Aicher schreibt nochmals Lebenslauf-Übersichten zu seinen Eltern Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher. Christine Abele-Aicher korrigiert und ergänzt. Die Übersichten finden sich wieder in der Ausstellung „rotis und otl aicher“   (17. Mai  – 24. September 2017) der „Heimatpflege Leutkirch eV“ im „Museum im Bock“ neben dem Rathaus Leutkirch. Außerdem in der von Christine Abele-Aicher herausgegebenen Internetseite

www.ingeaicherscholl.de

Geschenke und Leihgaben von Julian Aicher für die genannte Ausstellung. Er verfasst dafür auch den Text zum Thema (Erneuerbare Energie in) „Rotis heute“.

Inhalt: Rotis bezieht seit 2012 aus erneuerbaren Energiequellen mehr als doppelt so viel Strom, wie der Ort selbst verbraucht. Genauere Nachfragen beim Netzbetreiber „Lechwerke“ (RWE-Tochter) und den Inhabern solcher Kleinkraftwerke ergeben dann: 2015 entstanden in Rotis etwa 278.000 Kilowattstunden Elekrizität aus Erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Wasserkraft). Die damals rund 35 Rotiserinnen und Rotiser verbrauchten im gleichen Jahr 2015 selbst etwa 82.000 Kilowattstunden Strom. Die Erneuerbaren lieferten also über drei mal mehr Elektrizität als Rotis damals selbst verbrauchte.  Viele der Anlagen waren entstanden nach von Julian Aicher organisierten Vorträgen zu diesen Regenrativenergien in der „rotisserie“ Leutkirch-Rotismühle während der 1990er Jahre. 

spätes Frühjahr

Mehrmals haben Wasserkraftler, die ihre Anlagen verkaufen wollen, bei Julian Aicher nachgefragt, ob er ihnen helfen könne, ohne all zu große öffentliche Aufmerksamkeit Erwerbswillige zu finden.  Julian Aicher nimmt  Frühsommer 2016 die Arbeit dafür auf. Zähe, meist gründliche Tätigkeiten länger vorab – Bezahlung nur im Erfolgsfall als Verkaufsprovision. Kurz: längere Durstrecken bis zu Einkommensquellen. 

Frühsommer

Nochmals 10 Tonnen (mehr als Fußball-große) Natur-Kies-Wackersteine am Rand von Julian Aichers Rotiser Parkplatz-Grundstück. Da der Transport per maschineller Radlader-Schaufel unterhalb des Stauwehrs Rotismühle durch die Hofser Ach vom „Umweltamt“ des Landkreises (sonder-)genehmigt werden muss, lädt Aicher solche Steine in seinen Schubkarren. Den steinigen Inhalt fährt Aicher übers eigene Grundstück einige Hundert Meter bis zum Stauwehr. Ein Freund meint dazu lächelnd: „Das tut Dir sicher gut.“

Auch die spätere Hilfe befreundeter Kräfte dabei.

Zug um Zug wirkt das rechte Ufer der Ach unterhalb des Holz-„Klappenwehrs“ so sicherer.

Starkregentage ab 30. August 2017 bestätigen das.

19. Juni Erstes (rund zweistündiges) Interview von Julian Aicher durch Ken Jebsen bei „kenFM“  Berlin. Thema: Familien-Geschichts-Bezüge.
Juli Wasser-Mengen-Messungen des Landratsamts Ravensburg in der Hofser Ach. Ziel: Feststellung, wie viel Nass im geplanten „Fischpass“ fließen soll.
 

Filmaufnahmen für weitere Beiträge im YouTube-Kanal „ödp Kreis Ravensburg“

Darunter einer zu den Kosten von Sonnenstrom. Die Preise dafür sinken erkennbar.

So wirkt Elektrizität deutlich günstiger als aus dem ‚normalen’ Stromnetz: 6-8,5 Euro-Cent Sonnenstrom statt 30 Cent Netzstrom.

Die ödp-Filme (Kreis Ravensburg) hatte Julian Aicher angeregt. Kamera: Tilo Grätz.

August

Das Büro rio’s arbeitet an zwei YouTube-Filmen zum Thema Wasserkraft.

Dabei am 26. August in Rot an der Rot (Kreis Biberach) Interview mit Dr. Gerd Leipold, ehemals Chef von „Greenpeace“ Deutchland und später „Greenpeace international“

Außerdem leistet rio’s die Redaktionstätigkeit einer neuen Ausgabe der „MitgliederMitteilung“ der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV   AWK“

(diesmal Wahl-bedingt mit 32 Seiten).

Und: Weiter-‚Feilen’ am Buchtext „100 bis 30“. Korrekturen ... 

 

Das Magazin „Schwäbische Heimat“, Sommer 2017 des „Schwäbischen Heimatbunds“ erscheint mit Julian Aichers Beitrag „Sterben die Wassermühlen?“

Die insgesamt über Wochen dauernden Nachforschungen erschrecken Julian Aicher doch selbst noch einmal mehr:

massive Blockaden im „grün“ mit-regierten Baden-Württemberg gegen die lange stärkste Kraftquelle für Strom dank Erneuerbarer Energien im deutschen Südwesten.

Erfreulich: Die 8.000 gedruckten „Schwäbische-Heimat“-Hefte bekommen viele der 4.000 „Schwäbische-Heimatbund“-Mitglieder bis 12. August 2017 in ihre Briefkästen. Darunter viele Lehrerinnen und Lehrer, geschichtlich Interessierte, (kommunal-)politisch Aktive; wohl auch etliche Journalistinnen und Journalisten. Also „Multiplikatoren“.  Mehr als  einen Monat vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 können sie im „Schwäbische-Heimat“-Heft genau nachlesen, wie die „grüne“ Landesregierung von Baden-Württemberg und ihr untergeordnete Behörden die stärkste Quelle der Erneuerbaren Energien zur Stromgewinnung im Land tatsächlich blockieren. Geschildert konkret und vor Ort.

Gelegenheit für die „Grünen“, sich rechtzeitig vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 für eine echt nachvollziehbare Energiepolitik für die Erneuerbaren ein zu setzen.

Die Belegschaft von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller („Grüne“) meldet sich noch im August 2017 beim „Schwäbischen Heimatbund“, er, Unterstellter, wolle selbst einen Beitrag zur Wasserkraft für die „Schwäbische Heimat“ schreiben. So hat Julian Aichers Büro rio’s den „Grünen“ im Land dabei geholfen, aus einer „Politik des Gehörtwerdens“ (Winfried Kretschmann) mehr als eine leere Formel zu machen.

Mit dem engangierten CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser (Wahlkreis Wangen-Illertal) tauscht sich Julian Aicher schon seit Jahren intensiver über Wasserkraft aus. Ebenso andere Vorstandsmitglieder der „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK) mit weiteren CDU-Landtagsabgeordneten. Sie wollen erreichen, dass „Fischpässe“ um Wasserkraft-Stauwehre mit „Öko-Punkten“ bezahlt werden können. Also mit Geld von Unternehmen, die sich nicht ganz umweltgerecht verhalten und dafür einen Ausgleich entrichten müssen. Finanzierungs-Möglichkeiten für „Fischpässe“ ohne staatliche Geldscheine. 

  Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Sabine Langguth und Julian Aicher bereiten die Bus-Tour entlang von Wasserkraftanlagen zwischen Ulm und Beuren zur „Kulturlandschaft des Jahres“ 2018, Obere Donau vor. Sie steht für 28., 29. Und 30. Mai 2018 im Terminplan.
11. August

100ster Geburtstag von Inge Aicher-Scholl (11. August 1917 – 4. September 1998).

Christine Abele-Aicher und Julian Aicher lesen auf Einladung von Matthias Hufschmid (Volkshochschule Leutkirch, Heimapflege Leutkirch eV) im „Museum im Bock“ neben dem Rathaus aus Christine Abele-Aichers Buch „Die sanfte Gewalt. Erinnerungen an Inge Aicher-Scholl“.

Julian Aicher hatte die Wochen zuvor etliche schreibende und sendende Kolleginnen und Kollegen auf den 11. August 2017 aufmerksam gemacht.

Der „Südwestrundfunk“ (Fernsehen) und die „Südwest Presse“ Ulm veröffentlichen daraufhin Berichte. 

Ende August/Anfang September

Tagelanger Regen, (Hochwasser-?-)Stand bis 10 Zentimeter unter der Beton-Unterkante der Brücke in Rotis Richtung Legau.

Aber – Gott sei Dank: keines der Bestandteile der Wasserkraftanlage Rotismühle wird beschädigt. Das mit Natur-Kies-Wackersteinen und Zement befestigte rechte Ufer direkt unterhalb des Stauwehrs erweist sich als stabil. Die kleine Straße Rotis-Hofs wird vom Amt wegen Hochwasser gesperrt.

Filmaufnahmen vom Starkwasser. Julian Aicher darf dabei erstmals die Kamera ‚schwenken’.

 

 

 

 

 

4

Millionen ansprechen

 

Julian Aichers Büro „rio’s  - 

regenerativ informations- und organisations-service“

 

Es arbeitet seit März 2002. Seine Arbeitsfelder: Ansprachen, Artikeltexte, Ausstellungen, Broschüren, Faltblätter, Feste, Filme, Fotos, Führungen, (Podiums-)Diskussions-Teilnahmen, Informations-Tafeln, Internet-Seiten, Moderationen, (Presse-)Texte, „Regenerativ-RadelRouten“, Seminare, Tagungen, Wanderausstellungen, Verbands-Blätter, Vorträge ... 

Das Büro rio’s verfolgt auf verschiedenen Wegen sein Ziel, Informationen über Erneuerbare Energien zu verbreiten. Dabei sprach rio’s auf solch unterschiedlichen Ebenen bis 2015 gut 20 Millionen Leute an. Tendenz vor allem seit 2010:  steigend. rio’s-Gründer und –Inhaber Julian Aicher bewerkstelligt dies als Einzelunternehmer und bildet zeitweilige Arbeits-Netzwerke aus Fachleuten – je nach anstehender Aufgabe.

 

Am 20. März 1958 in Ulm geboren und seit 1972 in der „Rotismühle“, Markung „Große Kreisstadt Leutkirch“, Kreis Ravensburg im oberschwäbischen Allgäu aufgewachsen, lernte Aicher direkt neben einem alten aber aktiven Kleinwasserkraftwerk Zusammenhänge zwischen Alltag und erneuerbaren Energiequellen kennen. Über verschiedene Schüler-, Jugend- und Studentenzeitungen (teils von Aicher mit gegründet) kam er mit Hospitanzen (ab 1982) und freier Mitarbeit für Tages-Zeitungs-Redaktionen (und einige Rundfunkstationen) zum Journalismus. Nach Zivildienst 1978-1980, Grundstudium der Empirischen Kulturwissenschaft und Politikwissenschaft in Tübingen 1980 bis 1982, gründete Julian Aicher 1985 in Ravensburg den „Direktverlag Sam-Aicher-Vogt GbR“ mit und veröffentlichte ab 15. Mai 1987 bis 9. November 1989 drei Bücher über Rock-Musik-Szenen in Oberschwaben. Seitenzahl: insgesamt 1.004. Über Kontakte aus diesen Büchern begann Julian Aicher dann, Auftrittsbühnen für Rockgruppen zu vermitteln – seit 1990 in der eigenen Agentur „RiO – Rock in Oberschwaben“. Er trat dabei teils auch selbst als (Mit-)Veranstalter auf.  1990 dem Pressebüro Uwe Flach, Claus Juricz, Karl Friedrich Rommel Rolf Schultes in Ravensburg aktiv beigetreten, lernte Julian Aicher, weitgehend vom Zeilengeld aus journalistischem Schreiben und  als Musik-Agent zu leben. Ab 1994 für einige Jahre als ‚fester Freier’ für die von Aicher entwickelte, wöchentliche „Szene regional“-(Halb-)Seite der „Schwäbischen Zeitung“ (Kreis) Ravensburg und als Redakteur des kommunal monatlichen Kulturmagazins „stadtlandfluss“, Ravensburg.

 

1994 wieder in das elterliche Anwesen „Rotismühle“ gezogen, veranstaltete Julian Aicher ab 1995 dort (Rock-)Konzerte mit, nutze den dafür verwendeten ehemaligen Gewölbe-Kuhstall-Saal „rotisserie“ dort aber auch mehr und mehr für Vorträge und Seminare.  Schwerpunkt: Erneuerbare Energien. Durch Fernsehfilme von Dr. Franz Alt (ex-„report“ Mainz, später „Querdenker“, 1996 selbst in Rotis) und Vorträge von Fachleuten wie Dr. Hermann Scheer (1997 persönlich in Rotis), aber vor allem auch durch eigene Erfahrungen bei der Sanierung des Wassertriebwerks „Rotismühle“ 1994/95  (mit zunächst einer Verzehnfachung des Stromertrags) fiel Julian Aicher auf: Erneuerbare Energien können betriebswirtschaftlich und technisch viel, werden aber in Deutschland bürokratisch ausgebremst. Dabei erweist sich manche der Beteiligen Behörden  als geschäftlich nahestehend zu Atom-, Kohle,- Erdgas- oder Erdöl-Konzernen (wie etwa er Landkreis Ravensburg, in dem Julian Aicher lebt). Nicht minder bemerkenswert: Beachtliche Teile der Bevölkerung befürworteten solche regenerativ-erneuerbaren Energien.

 

Andererseits berücksichtigte nicht jede journalistische Redaktion dieses Allgemeininteresse. Bevor Julian Aicher doch wieder mal eine Zeitungsveröffentlichung dazu gelang, drängte sich ihm in den Redaktionsräumen während der zweiten Hälfte der 1990er Jahre oft die Vermutung auf: „Viele hier denken beim Kürzel CO 2 eher an eine Mobilfunkmarke als ein Gas, das `was mit dem Klima zu tun hat.“

 

Umso besser, dass rio’s-Inhaber Julian Aicher Journalistinnen und Journalisten immer wieder prompt auf Anfrage mit  Informationen zu Erneuerbaren Energien beliefern kann. Und zwar nicht zuletzt mit solchen, die sich leicht verstehen und gut nachvollziehen lassen. So stammen die Texte für Katarina Prokopys „Südwestrundfunk“-Film „Wasserkraft – alte Energie mit neuer Perspektive“ größtenteils von Julian Aicher. Er hatte schon mit 12/13 Jahren an Peter Schuberts ZDF-Serie „Familie Mack verändert sich“ eine Schauspieler-Rolle übernommen gehabt.

 

Franz Alt lobte die Art von Julian Aichers Zeitungsartikeln über wirkliche Leute, echte Orte und konkrete Kräfte in den 1990er Jahren mehrmals (und veröffentlichte einige von Julian Aichers Texten in der alt’schen „Sonnenseite“   www.sonnenseite.com ).

 

 

 

 

Mumm dank MuM

 

Noch schöner, wenn solche Informationen mit Bildern ins rechte Licht gesetzt werden – etwa Fotos. Verstärkt seit 2016/2017 bewegt in Filmen. Zum Beispiel „RaD  Regenerativ am Donauufer“ in YouTube. Abgelichtet 2015/2016 „in einer der schönsten Landschaften“ (Eduard Mörike). Dort, im Oberen Donautal, gut 40 Autominuten südwestlich von Ulm, zeigen sich seit 12. September 2004 im alten aber aktiven Donaukraftwerk Obermarchtal-Alfredstal frühe Früchte von rio’s Arbeiten. Über ein Dutzend abwaschbare Folien (150 Zentimeter hoch und 100 Zentimeter waagerecht breit) mit Texten und Fotos drauf, verschiebbar mobil aufgehängt mit Karabinern an zwei Drahtseilen im Krafthaus selbst und mehrere gleich große Info-Tafeln an den Außenwänden des Kraftwerks samt der Intenetpräsenz  www.mum-wasserkraft.de bilden die Dauerausstellung „MuM   Maschinen unterm Münster“. (Genaueres: Ausstellungen in dieser Internetseite www.rio-s.de). MuM zeigt(e) sich bei speziellen Festterminen (wie dem „Tag des offenen Denkmals“) mit Kinderprogramm, Bootsanfahrt und (von örtlichen Angelberechtigten gegrillten) Fischen der Öffentlichkeit, kann aber auf Anmeldung in www.mum-wasserkraft.de auch besucht werden. So erfuhren Wandergruppen verschiedenster Herkunft, Schulklassen, Rentner-Freundeskreise sowie Neugierige aus China, Japan oder Kasachstan genaueres über die fließende Energie, die Tropfen für Tropfen vom Himmel fällt.

 

 

 

 

Energie vom Himmel

 

Kein Wunder, dass rio’s-Gründer Julian Aicher „Energie vom Himmel“ schließlich in Bewegung brachte. Und zwar 2009 mit der gleichnamigen Wanderausstellung für die und mit der „Diözese Rottenburg-Stuttgart“   www.energie-vom-himmel.net.

Deren 12 ‚kinderleicht’ in Minuten aufstellbare transportable Informations-Stelen („Roll ups“) zeigten, was durch und in diesem Bistum mit sonnigen Kräften geschieht. Die „Roll ups“ sorgten schließlich sogar beim Evangelischen Kirchentag Dresden für erneuerbare Erkenntnisse. Der sprichwörtlichen „Armut der Kirche“ folgend, hatte Julian Aicher die 12 „Energie-vom-Himmel“-Stelen  ohne bischöfliche Banknoten und stattdessen mit Sponsorgeldern bezahlen lassen. Und zwar fast ausschließlich von mittelständischen Firmen, die seit längerem – und damit meist sehr konkret glaubwürdig – für und mit Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz arbeiten. Je Sponsoring/Infostele 1.732 Euro.

 

 

Ähnlich schonte rio’s-Inhaber Julian Aicher die Kassen der drei auftraggebenden Gemeinden Illerbeuren-Kronburg, Lautrach, Legau im bayerischen Landkreis Unterallgäu (südwestlich von Memmingen). Für die vergleichsweise bescheidenen Gesamtkosten von rund 45.000 Euro für 23 Alu-Dibond-Außen-Infotafeln (1,50 Meter senkrecht hoch und 1 Meter waagerecht breit), 20.000 postkarten-formatige Faltblätter und die Internetseite www.regenerativ-region-illerwinkel.de  der von Aicher bis 2006 entwickelten „Regenerativ-Region Illerwinkel“ setzte sich Aicher für einen 50%-Zuschuss aus dem EU-Programm „Leader plus“ ein. Die andere Hälfte dieser Kosten sammelte hauptsächlich Julian Aicher fast komplett über Sponsoren ein. Subsidiarität stark.

 

Und die Wirkung?  Allein an den Info-Tafel-Standorten „Bauernhofmuseum Illerbeuren“ (50.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr) und „Umweltstation Unterallgäu“ (10.000) können seit 2006 übers Jahr 60.000 Leute die Außen-Informations-Flächen der „Regenerativ-Region Illerwinkel“ sehen. Inzwischen also weit über eine halbe Millionen Besucherinnen und Besucher. Zahlenmäßig bestärkt etwa durch diejenigen, die rio’s-Inhaber Julian Aicher schon mit „Regenerativ-RadelRouten“ durch den erneuerbaren Illerwinkel begleitete. Oder auch das Fernseh-Publikum des „Bayerischen Rundfunks“,  für den Aicher 2014 an einem Film über „Regenerative Energien im Illerwinkel“ mitarbeitete.  Ähnlich wie an der Oberen Donau bei Ulm (und in Ulm) entwickelte Aicher die rio’s-Informationsangebote also über Jahre immer wieder weiter.

 

Auffällig am „Illerwinkel“ mit seiner etwa 6.000köpfigen Bevölkerung: Dass hier doppelt so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen entsteht, wie die Gegend insgesamt selbst verbraucht, fällt kaum auf. Es dreht sich zum Beispiel nur ein Windrad hier. Und Zugereiste erwähnen bestenfalls viele Solarzellen auf Dächern. Die Stauseen der Illerkraftwerke nehmen die Leute erkennbar meist als Landschaftsverschönerung wahr.

 

Die Schönheit solch sonniger Energietöchter zeigt Julian Aichers Büro rio’s indes nicht allein an bestimmten Orten, sondern informiert darüber in Bild und Wort eher allgemein zum Beispiel mit Faltblättern und Broschüren. Dann fast immer anhand konkreter Beispiele in echten Orten.  Also regenerativ real. Die Faltblätter meist im Postkarten-Format – und damit in (fast) jeder Hemd- und Jackentasche weiter zu tragen. DIN-A-4-große Broschüren wie „Strom für Millionen. Potenziale preiswerten Wasserkraft-Ausbaus in (Süd-)Deutschland“   www.strom-fuer-millionen.de verteilte rio’s sowohl bei Führungen an Wasserkraftanlagen und ähnlichen Veranstaltungen als auch in den drei Landtagen München, Stuttgart und Wiesbaden. Bei dieser Gelegenheit konnte Julian Aicher gleich noch im Münchner Maximilianeum einen Vortrag zum Thema halten -  auf Einladung der FDP. Zuvor hatte Ernst Ulrich von Weizsäcker Julian Aicher als Fachreferent für Wasserkraft gegenüber Universitäten vorgeschlagen.

 

 

 

Leckere Entwicklungshilfe

 

rio’s-Inhaber Julian Aicher nutzt dabei seine Fähigkeit, frei, verständlich und unterhaltend öffentlich zu sprechen. Diese Wirkung verstärkt er durch Kontakte zu Journalistinnen und Journalisten. So gelang es Aicher 2015, die Web-Adresse www.tajine.de zum ‚energie-sparend’ nutzbaren marokkanischen Lehm-Kochtopf „tajine“ in den „stern“ zu bringen.  Laut „Wikipedia“ spricht dieses Magazin über sieben Millionen Leute pro Ausgabe an. Der deutsche Vertreiber besagter afrikanischen Kochtöpfe meldete kurz danach gegenüber rio’s erkennbare Umsatzsteigerungen. Geld, von dem ein Teil den Herstellerfamilien in Marokko so zukommt, dass sie dabei weit mehr verdienen, als ihre nahen Mitbewerberinnen und Mitbewerber in Nordafrika. „Entwicklungshilfe“ oder „Fluchtursachenbekämpfung“ konkret und so, dass mehrere `was davon haben. Ohne Steuergeld.

 

Gutes tun – und darüber reden. Dabei half Julian Aichers Büro rio’s etwa auch Claus Scheuber, Träger des „Deutschen Solarpreis’“ („Eurosolar“) 2016. Scheuber, selbst weit über 15 Jahre in der Solarbranche tätig, gab ab 2015/16 Flüchtlingen in Ravensburg (Baden-Württemberg) einen rund einwöchigen Kurs in Sachen Sonnenstrom. Zum Abschluss montierten die Seminarteilnehmer selbst in Anwesenheit eines meisterhaften Sonnenhandwerkers Solarmodule auf Flüchtlings-Unterkünfte. Sehr zur Freude der Inhaberin dieser ‚Container’, der Stadt Ravensburg. Denn Elektrizität aus Solarzellen kommt mittlerweile deutlich billiger als aus dem ‚normalen’ deutschen Stromnetz. Über all dieses sonnige Tun informierte Julian Aicher etwa die „Sonnenseite“ von Bigi und Franz Alt und den „Südwestrundfunk“. Dieser sendete dann einen Film dazu.

 

Als wie wirkungsvoll sich die ‚Medienarbeit’ von Julian Aichers Büro rio’s erwies, zeigte sich daran, dass Solarpreisträger Claus Scheuber 2017 wieder bei Aicher anklopfte. Diesmal mit der Ankündigung, Flüchtlinge, die in ihre Herkunftsländer zurückkehren möchten, dort als „Solarbotschafter“ arbeiten zu lassen. Dank der so dort montierten Solarzellen kann es zur Erleuchtung kommen - sowohl in Hütten, in denen Kinder abends Hausaufgaben erledigen als etwa auch in Kliniken. „Solarbotschater“ mit sinnvoll einträglicher Arbeit. Entwicklungshilfe konkret: „Fluchtursachenbekämpfung“. Worüber andere gerne reden – Scheuber tut es, hier unterstützt von Julian Aichers Büro rio’s.

 

rio’s bleibt derweil nicht allein beim Berichten. Erfahrung durch eigenes Handeln. Gemäß dieser Haltung vermittelt rio’s auch Kontakte von Leuten mit Dächern (und ähnlichen Flächen) an erfahren-aktive Solarfachleute. Mit etwas Glück und Verstand konnten und können diese dann die so von Aicher seit 2000 benannten mehrere Zehntausend Quadratmeter umfassenden Flächen mit Solarzellen der zu Sonne öffnen. Gegen Provision je Kilowatt Nennleistung (kWp) für rio’s. Schließlich erlaubt die Sonne gute Geschäfte. Denn Energie schenkt sie reichlich. Kostet doch eine Kilowattstunde Elektrizität aus im Frühjahr 2017 montierten Solarzellen auf eigenen Dächern in den eigenen Räumen drunter 6 Cent – im Gegensatz zu rund 30 Cent aus dem ‚normalen’ Stromnetz für Privatpersonen in Deutschland (wenn das eigene Sonnen-Kraftwerk seine Nennleistung nicht über 10 kWp ausrichtet). Eine Ersparnis von bis zu 80%. Zunächst ermöglicht vom sonnigen Informationslieferanten Büro rio’s.

 

Damit nicht genug, kümmert(e) sich rio’s Inhaber Julian Aicher auch in seiner direkt eigenen Umgebung um sonnige Verhältnisse. Mit aufgrund seiner Anregungen und Vermittlungen lieferte etwa die Wasserkraftanlage Leutkirch-„Rotismühle“, neben der Julian Aicher seit 1994 wieder wohnt (ab in einem Niedrig-Energie-Haus) und die ihm seit 2000 allein gehört, ab 1994 rund 500.000 Kilowattstunden Elektrizität. Und zwar ganz ohne in die Luft das Klimagas Kohlenstoffdioxid (CO 2) zu blasen. Ebenso wenig Schwefel, Staub oder Stickstoff. Bei der Sanierung des (ursprünglich 1414 erstmals erwähnten) Wassertriebwerks „Rotismühle“ bestärkten Aicher viele helfende Hände. Er selbst wandte dafür seit 2010 etwa 500 Stunden Eigenleistung auf. So lernte Julian Aicher eigenhändig, wie ein ‚schlicht’ funktionierendes, günstiges und vergleichsweise sehr Hochwasser-sichereres Holz-„Klappenwehr“ entsteht. Bereits 1982 als Student hatte Nicht-Techniker Julian Aicher das Turbinenrohr der Wasserkraftanlage „Rotismühle“ von innen mit Stahlbürste und Flex entrostet und dann mit Bleimenning frisch gestrichen – die Farbe zeigte sich teils über 20 Jahre später noch.

 

Solche Eigen-Erfahrungen helfen rio’s-Gründer und –Inhaber Julian Aicher dann (ab dem Jahr 2000), Pressearbeit für die „Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV“ (AWK)  (www.wasserkraft.org) zu leisten. Immer wieder mit hör- und sichtbaren Ergebnissen in Fernsehsendern, Radiobeiträgen und Zeitungen.

 

„Die Sonne hat noch nie im Schatten gestanden.“ Dieser Erkenntnis Leonard da Vinchis über die Urmutter aller erneuerbaren Energien folgt Julian Aichers Büro rio’s – es bringt diese Kräfte und die, die sie bestärken und zulassen, ans Licht der Öffentlichkeit. Erfahren seit Jahrzehnten und stets lernfähig für Neues.

 

 

rio’s – regenerativ anregen 

 

rio’s – sonnig bestärken

 

rio’s -  regenerativ real 

 

rio’s – rundum regenerativ